|
| |
|
Die fabelhafte Welt der Amélie
DVD von Universal Studios |
ProduktbeschreibungUniversal Die fabelhafte Welt der Amelié, Freigegeben ab 6 Jahren Komödie Aus der Amazon.de-RedaktionSie können Die fabelhafte Welt der Amélie einfach als hübsche Liebesgeschichte betrachten; dabei würde Ihnen allerdings ein Stück großartigen Kinos entgehen. Genau genommen erblüht die Romanze sowieso erst in der zweiten Hälfte des Films und auch dann auf recht unkonventionelle Weise. Mit dem Gebrauch von Spezialeffekten, um den inneren Gefühlen Ausdruck zu verleihen, könnte man Amélie auch als eine französische Ausgabe von Ally McBeal ansehen -- aber im Gegensatz zu Ally McBeal ist Amélie über den Mangel an Männern in ihrem Leben nicht frustriert. Im Gegenteil -- der Gedanke an Sex amüsiert sie eher. Einfache Freuden wie das Knacken der Karamelhaube einer Crème brûlée geben Amélie die sinnliche Befriedigung, die sie braucht, und ihr Dasein im Paris der Träume und Fantasien ist mit märchenhafter Sentimentalität gekennzeichnet. Mit Jean-Pierre Jeunets wunderschöner Interpretation des Pariser Lebens, inklusive der lebhaften Farben, die man vom Regisseur von Delicatessen erwartet, muss dieser cineastische Leckerbissen für das Pariser Fremdenverkehrsamt Wunder gewirkt haben. Hier haben wir es allerdings mit mehr als nur einem Film zum Wohlfühlen zu tun. Amélie strahlt einen interkulturellen Reiz aus; diese elfenhafte Frau ist ein Symbol unserer Zeit. Der Film spielt zurzeit von Prinzessin Dianas Tod, und Amélie ist von der Idee besessen, der Welt das Gute wieder zu geben -- eine Mutter Teresa Frankreichs zu werden. Der Film bietet zu keiner Zeit ein Motiv für diesen Wunsch, Gutes zu tun. Wie alle großen Märtyrer ist und macht Amélie einfach das, was sie will, um anderen eine Freude zu machen. Sie erwartet keinen Dank für ihren Liebesdienst; sie verbirgt sich im Schatten und empfindet tiefe Befriedigung aus dem Bewusstsein, dass es ihr mal wieder gelungen ist, jemandes Leben ins Positive zu verändern. Im gnadenlosen Klima unserer heutigen Zeit, das von der Unfähigkeit genährt wird, Menschen das Miteinander zu ermöglichen, in der wir die Sorgen und die Einsamkeit unserer Mitmenschen ignorieren, kommt Amélie Poulains Selbstlosigkeit wie eine erfrischende Brise daher. Mit einer starken Besetzung, liebenswerten Charakteren, wunderschönen Bildern und dem typischen französischen Humor, der stark ans Schwarze grenzt, wird Amélie auch Sie einfach verzaubern. --Nikki Disney 5 Kundenrezensionen:Wenn Träume wahr werden Die fabelhafte Welt der Amélie 5 von 5 PunktenEin perfektes Zusammenspiel aus Traum und Realität. Sobald man in den Sessel sinkt, befindet man sich in einer komplett anderen Welt. Eine Welt aus skurrilen Figuren, und unwirklichen Farben. Sofort ist man gefesselt von der verträumten Geschichte der Amélie Poulain, man denkt man selbst kann jedes einzelne Korn auf der nackten Hand spühren, wenn die junge Pariserin mit den großen braunen Augen die ihre in den Leinensack mit Körnern gleiten lässt. Alles in allem ist Die fabelhafte Welt der Amélie ein Film für die Sinne. Die Musik lädt zum Träumen ein, und man befindet sich urplötzlich nicht mehr auf der Couch im heimischen Wohnzimmer, sondern tanzt einen geschmeidigen Walzer auf der Avenue des Champs-Élysées. Die Stimmen klingen wie neu erfundene Melodien und schwanken von Dur nach Moll. Man sieht Paris durch eine rot-grüne Brille, man sieht es wie Amélie es sieht, und man verliebt sich prommt in diese verwunschene Sichtweise. Sie erinnert an Kindermärchen und holt jeden in Kindertage zurück, in denen aus bunten Bilderbüchern facettenreiche Geschichten vorgelesen wurden. Amélie sieht die Welt, wie sie sie sich in ihrer Kindheit vorgestellt hat, denn ihre Eltern haben ihr nie vorgelesen, ihr nie eine Vorlage für ihre Fantasie gegeben, so war die kleine Amélie schon immer auf ihre eigene Kreativität angewiesen. Diese Kreativität hat sie behalten. Man nimmt die verschiedensten noch so kleinen Details war, das liegt daran, dass sie keine Chance haben, in einer Masse von Farben unterzugehen. Man achtet unbewusst auf jede kleinste Bewegung, auf einen Augenaufschlag, ein Lächlen. Es ist, als ob man auf ein schwarz-weiß Bild schaut, auf dessen Zeitlosigkeit, Ruhe und Überschaubarkeit. So unterschiedlich wie schwarz und weiß sind auch rot und grün, die Farben, die den Film dominieren, es sind allerdings lebendige Farben, es spiegelt sich Leben in ihnen wider, jedoch nicht zu viel, um überladen zu wirken. Amélie schreitet durch ihre Welt, wie ein Engel, oder ein Held eines Kinderbuches, immer darauf bedacht unerkannt zu bleiben und doch gleichzeitig mit ihrer Aura soviel zu beeinflussen, dass alles eine gute Wendung nimmt. Nur mit einem tut sich die sensible Französin schwer, mit ihrem eigenen Glück. Mal gibt einem Mann die Schätze seiner Kindheit wieder, mal tritt sie als sanfter Racheengel auf, der einen Gemüsehändler durch kleine Veränderungen aus seinem gewohnten Rhythmus bringt, doch bis zu ihrem Traumprinzen, dem schüchternen Nino, ist es noch ein weiter Weg. Ein Weg über kleine Botschaften und Bilder. Wird Amélie zu Nino finden, oder steht ihr ihre eigene Fantasie womöglich noch im Weg? Es ist schwer, eine Gefühlsregung bei Amélie auszumachen, sie ist zu sehr darauf erpicht eine Geschichte zu kreieren, wobei sie vergisst, dass das Leben kein Traum ist, wohl aber zum erfüllen jener einlädt. In dem Paris, von dem Die fabelhafte Welt der Amélie so wunderschön erzählt, würde man sicherlich gerne mal Ferien machen, denn so erholt fühlt man sich, wenn man den Fernseher wieder ausschaltet und sich aus dem Sessel erhebt. Man tänzelt im dreiviertel Takt langsam Richtung Bett, um so schnell wie möglich in eine ähnlich schöne Welt abzutauchen, wie die, die man vor wenigen Augenblicken noch vor sich hatte. frook Fabelhaft 5 von 5 PunktenWas für ein wunderschöner Film! Man sieht die Welt mit anderen Augen, ich bin fasziniert von diesem Film und werde ihn mir sicherlich noch öfter anschauen. Ein fazinirender Film... 5 von 5 PunktenBei den vielen Hollywoodkomödien die heute den Markt überschwemmen, denkt man manchmal wahrscheinlich: Liebe, das ist nie wie im Fernsehen. Nie so aufopfernd, oder so pompös, so perfekt, so ehrlich. Dieser Film ist feinfühliger, kleiner und komplizierter. Trotzdem preist er die Liebe in all ihren Varianten: Die Liebe zwischen Menschen, aber auch die Liebe zum Gefühl, zu kleinen Gewohnheiten und nicht zuletzt zu Traumwelten. Und doch ist der Film nicht aufreizend, sondern bleibt auf dem Teppich und übberrascht einen ein ums andere Mal. Man kann, denke ich, 100 Hollywoodkomödien( von denen einige ja auch wirklich gut sind) sehen und nicht an die Liebe glauben, aber ich für meinen Teil konnte es nach diesem Film nicht mehr. Wunderschön! 5 von 5 PunktenJa, Paris ist nicht so sauber und bunt wie hier gezeigt. Ja, der Film hat seine schwachen und kitschigen Momente. Und ja, Audrey Tautou ist mit ihren Bambi-Augen einfach nur hinreißend süß. Na und? Ich liebe diesen Film! Jean-Pierre Jeunets Meisterwerk rückte 2001 wieder nachhaltig ins Gedächtnis, welche verdammt sympathischen Filme in unserem Nachbarland entstehen. Die skurrile Geschichte um die Halbwaise Amélie Poulain, die sich dazu berufen fühlt, unerkannt im Hintergrund als Engel Gutes für ihre Mitmenschen zu tun, ist einfach herzerwärmend. Dabei spart der Film nicht mit schrägen oder auch nachdenklichen Momenten. Der einzige Vorwurf, den man Jeunet (wie auch bei seiner späteren erneuten Zusammenarbeit mit Audrey Tautou, "Mathilde - Eine große Liebe") machen kann - das Endergebnis ist einen Zacken zu lang! Ein paar Kürzungen und Straffungen und dies wäre der perfekte Film geworden. So aber wechseln sich einprägsame Bilder aus dem 18. Arrondissement von Paris mit ein paar Leerläufen (gerade in den Szenen mit dem von Serge Merlin gespielten kranken Maler Raymond Dufayel) ab. Immerhin wird alles geprägt von der großartigen Filmmusik Yann Tiersens, den wunderschönen (wenn auch optisch nachbearbeiteten) Aufnahmen Bruno Delbonnels und den schauspielerischen Leistungen aller Beteiligten, wobei wieder einmal Jeunet-Spezi Dominique Pinon nicht fehlen darf. Irgendwie hat man nach Anschauen des Films Lust, sofort nach Paris zu reisen, sich ins Café "Deux Moulins" zu setzen und sich von Amélie etwas zu trinken bringen zu lassen, während sich der eifersüchtige Joseph (Pinon) am Nachbartisch wieder einmal Notizen über seine Angebeteten macht und Hypochonder-Königin Georgette (Isabelle Nanty) über ihre neuesten eingebildeten Krankheiten sinniert. Die Bonusmaterialien beider DVDs bieten ein buntes Sammelsurium an Extras, die von Audiokommentaren, Casting-Aufnahmen über diverse geschnittene Szenen und Fotogalerien bis hin zur Polaroid-Parade des "reisenden Gartenzwergs" reichen. Dafür allein volle Punktzahl! bezaubernd 5 von 5 PunktenDieser Film ist einfach nur süß. Es ist eine Hommage an die kleinen Dinge des Lebens, die einfachen Freuden. Amelie (Audrey Tautou) beschließt die Welt zu retten und für alle Menschen alles zum guten zu wenden. Nur ihr eigenes ganz persönliches Glück kann sie nicht in die richtigen Bahnen lenken. Wie bekommt unsere gute Fee ihren Traumprinzen? Definitiv einne sehenswerte Liebeskomödie. |
|
|
Ritter aus Leidenschaft (Extended Version)
DVD von Sony |
ProduktbeschreibungSony Pictures Ritter aus Leidenschaft - Extended Version, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 10.10.05 5 Kundenrezensionen:Ritter im Turnier - die Sportidole im Mittelalter 4 von 5 PunktenDer Tjost (das Lanzenstechen) ist ein ritterlicher Zweikampf mit der Lanze zu Pferd. Zwei Ritter reiten in voller Rüstung und mit ihren Lanzen jeweils rechts und links einer Beschrankung aufeinander zu, um durch einen gezielten Lanzenstoß den Gegner im optimalsten Fall vom Pferd zu stoßen oder ihn am Schild oder Helm zu treffen. Der Film "Ritter aus Leidenschaft" spielt um 1370. Das Tjosten ist extrem populär wie heute Fussball oder Formel 1, Volk und Adel erfreut sich an der Schau dieser mittelalterlichen, äusserst brutalen Ritterturniere. Der Tjost galt dabei als die Königsdisziplin des Turnieres. Der Turniersieger eines Tjosts konnte gut abkassieren, aber auch rechte finanzielle Verluste einfahren. Deshalb gab es viele Ritter, die damals von Turnier zu Turnier tingelten und sich so ihren Lebenunterhalt verdienten. Einer davon ist Sir Hector, der mit seinen Knappen seit Jahren sämtliche Turniere abkappert. Allerdings stirbt er während der Pause eines Turniers. Einer der Knappen, der junge William (Heath Ledger) sieht seine Chance gekommen und schlüpft in die Rolle des Herrn, beendet sogar das Turnier erfolgreich. Fortan gibt er sich als Ritter aus, taucht mit seinen beiden Junkern und der dichterischen Unterstützung eines neuen Weggefährten Geoffrey Chaucer (Paul Bettany), der später die "Canterbury Tales" schreiben wird, als neuer Star Sir Ulrich von Liechtenstein in die Arena. Findet sein Mädchen Lady Jocelyn (Shannyn Sossamon) und macht sich den arroganten Graf Ademar von Anjou (Rufus Sewell), dem bisherigen ungekrönten König aller Turniere zum Todfeind... Brian Hegeland, Drehbuchautor von LA Confidential oder Mystic River, führt in diesem witzigen, respektlosen Ritterepos Regie. Zu Rockklängen von Queens "We will rock you" wird Sport, Fun und Heldentum des Mittelalters gezeigt. Die Zuschauer sind aus dem Häuschen und ein Brücke in die Gegenwart wird geschlagen. Dabei sind die Story und Bilder sehr zielsicher und stimmig im Mittelalter, deshalb wirkt der Einsatz der Rockmusik nicht albern, sondern eher ein Verstärker die Geschichte aus vergangener Zeit im Hier und Heute noch plausibler zu machen. Einmal mehr ein wandlungsfähiger Heath Ledger, der hier sein Können und seine Vielseitigkeit unter Beweis gestellt hat. Ein unterhaltsamer, erfrischender Film, ohne grosse Botschaft...aber mit einer Menge Spass. Sympatisches Ritterspektakel mit liebenswerten Charakteren. 4 von 5 PunktenEines vorweg: Wer hier einen typischen Mittelalter-Film erwartet und sehen will, sollte Abstand halten. Ritter aus Leidenschaft legt wenig wert auf historische Korektheit oder eine entsprechend atomphärische Inzenierung. Statt dessen werden perfekt gestylt und geschminkte Charaktere in eine Mittelalter-Setting verfrachtet und die Szenen mit moderner Rockmusik unterlegt. Das Ergbnis weiß trotzdem zu gefallen. Ritter aus Leidenschaft ist die typische Geschichte vom armen Bauern, der sich auf macht zum Ritter zu werden, um das Herz der Prinzessin zu erobern - natürlich nicht, ohne dabei gegen einen kaltblütigen, arroganten Bösewicht anzutreten. Das Ganze wurde mit viel Witz, liebenswerten Charakteren und soliden Actionsequenzen in Szene gesetzt, so dass unter dem Strich eine gelungene Mittelalter-Komödie für die ganze Familie bleibt. Heath Ledger.... Ritter und Dachdecker 4 von 5 PunktenWas soll ich sagen? Ein toller Film, wenngleich man den Übersetzer des Filmtitels am Besten in Zukunft Rosamunde Pilcher-Filmchen benennen lässt. "A Knight's Tale" ist nämlich viel mehr, als nur eine nette Geschichte mit Happy End, wenngleich er dies auch ist. Meine Bewunderung für Heath Ledger resultiert im Wesentlichen aus dem fantastischen Streifen "Brokeback Mountain" und offenbart definitiv wesentlich mehr schauspielerische Qualität, als "A Knight's Tale". Es ist etwas anderes, das "A Knight's Tale" so besonders macht und das ist der spielerische Umgang mit dem Thema Mittelalter. Die meisten Filme dieser Art wären früher oder später zur Klamotte verkommen, dieser hier nicht. Im Gegenteil: Mit zielsicherer Präzision und wohldosiert arbeitet "A Knight's Tale" mit Anachronismen und Übertreibungen, behält die Grundzüge des Ritterepos und macht mit Leichtigkeit aus der mittlerweile bekannten Geschichte des Traums von "rags-to-riches" einen erfrischenden Film, der beste Unterhaltung verspricht. Eigentlich müsste ein solcher Film von mir 5 Punkte bekommen, dass er nur 4 Punkte bekommt liegt daran, dass er eben auch eine nette Geschichte mit Happy End ist.. wenig überraschend, irgendwie stimmig und trotzdem etwas enttäuschend- Hätte der Film einen überraschenden Schluss, so würde in meiner Wertschätzung noch ein großes Stück steigen. Unterhaltung für die ganze Familie - Phantasieanregung für Mediävisten 4 von 5 PunktenZugegeben, ich hätte mir diesen Film niemals angesehen, wenn ich nicht zufällig in einem Mediävistik-Seminar gesessen hätte, in welchem der Dozent öfter mal gesagt hat: Wie bei Ritter aus Leidenschaft". Meine Kommilitonen fanden das meist witzig und irgendwie hatte ich schnell das Gefühl, zumindest in diesem Bereich abgehängt zu sein. Also kaufte ich den Film und freute mich auf ein unterhaltsames Mittelalter. Zugegeben, ich hatte nicht erwartet, dass der Film dermaßen unterhaltsam ist. Im Grunde wird da nicht wirklich viel gezeigt, was einen für ein Seminar über die Kultur des Mittelalters hilfreich sein könnte - außer eben, dass die Phantasie angeregt wird und man den doch recht fernen Stoff mal ohne große Gehirnanstrengung dargestellt sieht. Gestört hat mich aber zunächst die moderne Musik, die eigentlich fast immer ein echtes Mittelalterfeeling unterbindet. Auch schien mir die Kleidung - vor allem bei der Dame des Herzens - bisweilen so gar nicht passend. Dafür kann man einen guten Einblick bekommen, wie Ritterturniere möglicherweise damals abgelaufen sind. Hier galt mein Interesse vor allem dem Tjosten, das ich mir allein vom Seminar nicht so richtig vorstellen konnte. Nun, ob das allerdings nun realitätsnah dargestellt wird, möchte ich mal bezweifeln. Aber darum geht es ja letztlich nicht bei diesem Film. Inhaltlich liefert die Story alle relevanten Motive, die man gern sehen möchte, wenn man einen unterhaltsamen Filmabend verbringen möchte: Sympathische Darsteller, Action, Liebe, der Kampf Gut gegen Böse, Spannung, Witz und Charme. Das alles bietet der Film und garantiert somit Kurzweil für die ganze Familie. Wer sich intensiver mit dem Ritterleben beschäftigen möchte, dem kann ich nur Höfische Kultur" von Joachim Bumke empfehlen - wohl das Standartwerk auf dem Gebiet und alles andere als spröde Universitätsprosa. Umgekehrt, wer sich den Mediävistikstoff nicht so gut vorstellen kann, der kann sich mit diesem Film eine Anregung holen - aber nicht zu viel erwarten: Ritter aus Leidenschaft ist pure Unterhaltung. Leidenschaftlicher Ritter 5 von 5 PunktenNachdem die Handlung gut und oft beschrieben ist, beschränke ich mich auf meine persönlichen Eindrücke. 2001 gelang Regisseur Brian Helgeland ein ausgesprochen knackig-freches Ritterepos, das in Prag gedreht wurde. Muntere und ausgeklügelte Kameraführung sowie ein liebevoll ausgefeilter Schnitt machen den Film zu einem Genuss. Die musikalische Untermalung ist modern, gekonnt eingesetzt und frisch-fröhlich, wie ein Maienlüftchen! Kein Stäubchen altbacken oder traditionell, wird die recht authentischen Geschichte präsentiert und der flippige Erzählstil entlockt einem immer wieder erfrischende Lacher. Ein Film, der mit seiner unkonventionellen Art sehr fröhlich und herzerfrischend ist, lebt durch die lebendige Präsentation der Darsteller und ist gespickt mit Witz, Ironie und Slapstick. Aber es ist auch ein Film der erste Töne anschlagen kann, die das Gemüt genauso berühren und die kitschlos und echt daherkommen. Der Kern der Erzählung basiert entfernt auf den ,Canterbury Tales' von Geoffrey Chaucer, den es tatsächlich gegeben hat und der auch im Film höchst vergnüglich dargestellt wird. Er war englischer Schriftsteller und Dichter, der von ca. 1343 - 1400 lebte. Die Figuren: Die Figur des mutigen William Thatcher/Sir Ullrich von Liechtenstein wird einmalig und ambitioniert von Heath Ledger gespielt. Seine Darstellung geht direkt ins Herz des Zusehers (vielmehr der Zuseherin..;)) und man/frau sieht ihm verträumt und glücklich zu. Er war schon etwas Besonderes, der sympathische, sonnige Heath!! Sein Gegenspieler Graf Adhemar von Anjou wird ebenso glaubwürdig von dem britischen Schauspieler Rufus Sewell dargestellt. Ob nun Shannyn Sossamon als bezaubernde Lady Jocelyn oder ein genialer Paul Bettany als des Öfteren entblößter Dichter Geoffrey Chaucer, Alan Tudyk als rotschopfiger und Schmerzen (wie auch Lachkrämpfe) verursachender Wat Falhurst, Mark Addy als ruhiger, runder Roland , Laura Fraser als rüstungschmiedende Amazone und James Purefoy als Undercoverprinz von Wales - alle spielten offensichtlich mit großem Vergnügen und viel Elan. Jedem nimmt man die Rolle zu 100% ab und der Spaß der Schauspieler überträgt sich 1:1 auf den Zuseher. Die Zweikämpfe der Tjosten Liga wurden von erfahrenen ,Neuzeitrittern` gestuntet und lassen keine Wünsche offen. Am Rande: Mit einem zur Lanze umfunktionierten Besen schlug Heat Ledger dem Regisseur einen Schneidezahn aus, als er den Bewegungsablauf einer Tjost-Szene ausprobierte.....:O! Paul Bettany bekam vom vielen Schreien als Herold eine Kehlkopfentzündung...;D In der ersten Tjostszene, in der ein Ritter am Kopf getroffen vom Pferd fällt war ein realer böser Unfall, der dem Stuntman von Heath Ledger passierte. Er wurde nach dem heftigen Schlag ohnmächtig und fiel bewusstlos vom Pferd.....:O! Fazit: Dieser Film ist etwas Besonderes, das empfand ich schon nach dem ersten Mal Schauen und das dies ein Film ist, der oft angesehen werden kann war mir auch sofort klar. Er traf zielsicher, wie eine gut geführte Lanze, in mein Herz. Gestern saß ich mit meinem 17 jährigen Sohn vor dem Gerät und genoss die Geschichte wieder. Beide waren wir einhellig der Meinung, dass ,Ritter aus Leidenschaft` ein grandioser Film ist, der die Leidenschaft ihn immer wieder zu gucken weckt! Er ist in seiner einmaligen Art ein höchst vergnügliches Kult-Komödien-Kunstwerk. Auch das Bonusmaterial ist umfangreich, sehr interessant und - wie der Film selbst - fröhlich! Ich gebe eine dringende Kaufempfehlung für ein 127 minütiges modern-mittelalterliches Vergnügen... |
|
|
Ritter aus Leidenschaft
DVD von Sony |
ProduktbeschreibungSony Pictures Ritter aus Leidenschaft, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 04.03.02 Aus der Amazon.de-RedaktionEs gibt kein Gesetz, das Rockhymnen aus den Siebzigern im Soundtrack eines Films über einen mittelalterlichen Turnierkampf-Champion verbietet, wie in Ritter aus Leidenschaft von Regisseur und Drehbuchautor Brian Helgeland. Aber wenn man einen solch schreienden Anachronismus begeht, sollte man zumindest einige akzeptable Grundregeln festlegen. Und genau das tut Helgeland auch -- er bringt diesen Gag mit einer solch leichtfertigen Gelassenheit zu Wege, dass man einfach mitspielen muss. Beim Betrachten einer Ansammlung von Bauernvolk, das bei einer Turnierveranstaltung zum Rhythmus von Queens "We Will Rock You" singt und klatscht, wird man diesen Film entweder lieben oder grundsätzlich ablehnen. Es werden noch andere Rockklassiker zu Gehör gebracht, aber Helgeland (der Oscar-gekrönte Coautor von L.A. Confidential) handhabt diesen Trick mit klugem Wohlwollen in einem sonst ehrlichen Zeitstück über einen Bauern namens William (Heath Ledger), der durch Mumm und Entschlossenheit den geheiligten Stand eines Ritters erlangt. Und als wäre der Soundtrack nicht dreist genug, setzt Helgeland (der sich gerade von den schlechten Erfahrungen mit seinem Regiedebüt Payback erholte) keinen Geringeren ein als Geoffrey Chaucer (hervorragend gespielt von Paul Bettany) als Williams Kohorte und Turnieransager, zusammen mit Williams Kumpel Roland (Mark Addy) und Wat (Alan Tudyk) sowie der quicklebendigen Hufschmiedin Kate (Laura Fraser). Natürlich gibt es auch eine schöne Jungfer, nämlich Jocelyn (Newcomerin Shannyn Sossamon), in die sich William verliebt, während er auf dem europäischen Turnier gegen den ruchlosen Grafen Adhemar (Rufus Sewell) kämpft. Fügt man dem Ganzen noch eine inspirierende Vater-Sohn-Wiedervereinigung, Ledgers unbestreitbares Charisma, eine perfekte Besetzung von Nebenschauspielern sowie genügend freudige Energie hinzu, um die Schema-F-Handlung des Films mit Leben zu erfüllen, wird Ritter aus Leidenschaft zu einer höchst angenehmen Filmüberraschung, einem unscheinbaren Gewinner, der -- wie sein Held -- alle Erwartungen übertrifft. --Jeff Shannon 5 Kundenrezensionen:Ein Mann ordnet seine Sterne neu ... 4 von 5 PunktenSeiner niederen Herkunft zum Trotz träumt William (Heath Ledger) davon, ein berühmter Ritter zu werden. Als sein Herr, der edle Sir Ulrich von Lichtenstein überraschend stirbt, nimmt William dessen Rüstung an sich und fordert sein Schicksal heraus. Unterstützt von Freunden kämpft William bei Lanzenturnieren und legt aufsehenerregende Siegesserie hin. Damit bringt er nicht nur ehrgeizigen Count Adhemar (Rufus Sewell) gegen sich auf, sondern er erobert das Herz der noblen Lady Jocelyn (Shannyn Sossmon). Resümee: Ein netter und unterhaltsamer Ritterfilm mit neuem Look, begleitet von pfiffiger Action, schrägen Figuren und rockigen Songs von AC/DC, Queen und Led Zeppelin. Kein Meisterwerk, aber auf jeden Fall sehenswert! Die Disc enthält den Hauptfilm und jede Menge Bonusmaterial zum Film Absolutes Muss!!! 5 von 5 PunktenEin wahnsinnig guter Film, voller Witz, Humor und Action. Mit tollen Schauspielern und Heath Ledger(der sowieso der Beste der Besten ist!!!), als gutaussehenden Ritter. Ein Film zum Verlieben! Einfach unbeschreiblich! :) Ein absolutes Muss für jeden Fan des verstorbenen Stars! Absolutes Feel-Good-Movie :)))))))) 5 von 5 PunktenRichtig, die Handlung ist ziemlicher Blödsinn. ^^ Die Rockmusik im "Mittelalter" etwas... naja, bizarr? Jocelyns Kleider absolut unpassend (aber nett anzusehen!). Die Story rasch erzählt: Dachdeckerjunge will Ritter werden, Vater gibt ihn in Lehre bei fahrenden Ritter, Ritter stirbt nach einigen Jahren, Junge nimmt sich die Rüstung, wird ganz toller Turnierritter, verliebt sich in Edelfräulein Jocelyn. Das war es. Mehr oder weniger. Was den Film eigentlich ausmacht, ist der ansteckende Optimismus, den er ausstrahlt. Ja, du kannst etwas erreichen, natürlich gehört Glück dazu, aber probieren solltest du es. Und tust du jemanden mal einen mutigen Gefallen, den er nicht vergisst, wer weiß... vielleicht kommt er eines Tages für dich in einem entscheidenden Moment und hilft dir. Und: sammle Freunde und Verbündete um dich. Es muss dir nicht immer gut gehen. Aber wenn andere für dich einstehen, kannst du nie wirklich ganz tief fallen. Und der Film ist natürlich eine Komödie und zwar eine ziemlich gute. Oder anders gesagt: "Ritter aus Leidenschaft" vollbringt das, was Tom Gerhardt relativ unwitzig mit "Siegfried" versuchte - eine Abenteuergeschichte, die sich nicht wirklich ernst nimmt und ein paar amüsante, augenzwinkernde Zoten auf Kosten wirklicher Historienfilme reißt. Dazu kommen Darsteller, die sich in die Rollen schmeißen, als drehten sie eine Monumentalfilm: Heath Ledger IST William, man glaubt ihm all seine naive Begeisterung und seinen gutherzigen Glauben an das Gute in den Menschen. Paul Bettany liefert eine denkwürdige Vorstellung als narzisstischer, wettsüchtiger und schlagfertiger "Jeff" Chaucer ab, der in Williams Diensten zur rednerischen Hochform aufläuft. Rufus Sewell ist herrlich finster als düsterer und sadistischer Graf Ademar, wird aber durch seine geschickt eingesetzte Minimalmimik nie stereotyp oder lächerlich. James Purefoy hat zwar als Prinz nur eine kleine Rolle, doch er ist die perfekte Besetzung des adligen Draufgängers, der mehr auf ritterliches Benehmen als ritterliche Abstammung Wert legt. Ein Film, den man sich ansehen kann, wenn man mal eine Aufheiterung braucht. Definitiv leichte Kost, aber von guter Qualität. Unterhaltung für die ganze Familie - Phantasieanregung für Mediävisten 4 von 5 PunktenZugegeben, ich hätte mir diesen Film niemals angesehen, wenn ich nicht zufällig in einem Mediävistik-Seminar gesessen hätte, in welchem der Dozent öfter mal gesagt hat: Wie bei Ritter aus Leidenschaft". Meine Kommilitonen fanden das meist witzig und irgendwie hatte ich schnell das Gefühl, zumindest in diesem Bereich abgehängt zu sein. Also kaufte ich den Film und freute mich auf ein unterhaltsames Mittelalter. Zugegeben, ich hatte nicht erwartet, dass der Film dermaßen unterhaltsam ist. Im Grunde wird da nicht wirklich viel gezeigt, was einen für ein Seminar über die Kultur des Mittelalters hilfreich sein könnte - außer eben, dass die Phantasie angeregt wird und man den doch recht fernen Stoff mal ohne große Gehirnanstrengung dargestellt sieht. Gestört hat mich aber zunächst die moderne Musik, die eigentlich fast immer ein echtes Mittelalterfeeling unterbindet. Auch schien mir die Kleidung - vor allem bei der Dame des Herzens - bisweilen so gar nicht passend. Dafür kann man einen guten Einblick bekommen, wie Ritterturniere möglicherweise damals abgelaufen sind. Hier galt mein Interesse vor allem dem Tjosten, das ich mir allein vom Seminar nicht so richtig vorstellen konnte. Nun, ob das allerdings nun realitätsnah dargestellt wird, möchte ich mal bezweifeln. Aber darum geht es ja letztlich nicht bei diesem Film. Inhaltlich liefert die Story alle relevanten Motive, die man gern sehen möchte, wenn man einen unterhaltsamen Filmabend verbringen möchte: Sympathische Darsteller, Action, Liebe, der Kampf Gut gegen Böse, Spannung, Witz und Charme. Das alles bietet der Film und garantiert somit Kurzweil für die ganze Familie. Wer sich intensiver mit dem Ritterleben beschäftigen möchte, dem kann ich nur Höfische Kultur" von Joachim Bumke empfehlen - wohl das Standartwerk auf dem Gebiet und alles andere als spröde Universitätsprosa. Umgekehrt, wer sich den Mediävistikstoff nicht so gut vorstellen kann, der kann sich mit diesem Film eine Anregung holen - aber nicht zu viel erwarten: Ritter aus Leidenschaft ist pure Unterhaltung. HE WILL ROCK YOU - in Memory of Heath Ledger 5 von 5 PunktenIch kann nicht aufzählen, wie oft ich den Film schon angeschaut habe, ob nun auf Deutsch oder Englisch, weil Heath Ledger ein schönes Englisch gesprochen hat. Das letzte Mal sah ich ihn einen Tag nach seinem Tod. Heath war in seiner Rolle so stark und er wusste, was er wollte, so dass man sich nicht im entferntesten Gedanken gemacht hat, wie verletzlich er im wahren Leben war..... Ein actionvoller Kostümfilm aus der Zeit Prinz Edward von England, den man auch als den Schwarzer Ritter kennt. |
|
|
Zug des Lebens
DVD von SUNFILM |
ProduktbeschreibungSunfilm Zug des Lebens, USK/FSK: 6+ VÃ-Datum: 31.03.04 5 Kundenrezensionen:genial 5 von 5 PunktenIch habe mir diesen film mehrfach angesehen----was sich unbedingt gelohnt hat.Alle eigenschaften des menschen sind liebevoll pointiert gezeichnet und trotzdem spürt man die tragik hinter allem geschehen.Nichts geht zu lasten des anderen.Man begreift einmal mehr die absurdität des holocaust ---ist es im grunde nicht eine analyse der gesamten menschheit, die, wenn nicht ein " Narr" die dinge in die hand nimmt..... Wahnsinn mehr als ein Meisterwerk 5 von 5 PunktenEinfach nur Wahnsinn... Ich kann den Rezenten die nur einen stern vergeben haben und den film als schlecht gar unzumutbar abstempeln gar nicht zustimmen. Dieser Film is der beste den ich in letzter Zeit gesehn habe. Man kann diesen Teil der deutschen Geschichte wohl mit Humor sehen, die Juden(im film) tun das auch warum wir dann nicht? Einfach sehr ironisch einen Juden in SS-Uniform zu sehen welcher mit jiddischem aktzent Heil Hitler ruft. Also nur empfehlenswert! KAUFEN!!!!KAUFEN!!!!KAUFEN!!!!KAUFEN!!!! toll! 5 von 5 Punktenwer diesen film mit "la vita e bella" vergleicht, ist selber schuld, außer, dass es um juden geht hat dieser film mit dem eben erwähnten nciths zu tun. französische produktion, das leben ist schön eine italienische, schluss ende aus, zug des lebens soll keien antowrt sein! zum film: mir fehlen die worte, überraschend, wohl das beste ende, dass ich je gesehen habe...gute musik, gute schauspieler, guter film! Toll gemacht! 5 von 5 PunktenIch finde auch, dass ein Vergleich mit dem Film "Das Leben ist schön" unpassend ist. Beide Filme sind einfach sehr verschieden. Leute, die finden, dass das Thema Holocaust auf die leichte Schulter genommen wird oder sogar lächerlich gemacht wird, haben nichts verstanden! Dieser Film ist einfach sehr sehenswert und voller Humor, obwohl man nie den tragischen historischen Hintergrund dabei vergisst. Der Regisseur kann es sich eben leisten, mit diesem Thema anders umzugehen als andere. Die Schauspieler sind auch ganz toll. humorvoll, augenzwinkernd, erfrischend! 5 von 5 Punktenich wollte "Zug des Lebens" schon lange sehen und kaufen, und ich kann ihn nur jedem ans herz legen! das ist kein klamaukfilm, sondern ein stück geschichte mit einer wunderbaren prise humor. das prekäre thema der deutschen auf diese art anzufassen ist einfach gelungen, und wer moralische bedenken hat das ganze auf die komische art und weise zu sehen, sollte lieber doku pur ansehn- das ist nur nicht so unterhaltsam, skurill und erfrischend. hier wird auf jiddisch nicht nur der nazi selbst durch den kakao gezogen, sondern der jude wie auch der zigeuner ohne dabei die gebräuche der jeweiligen kultur zu bewerten. augenzwinkernd wird gezeigt, wie sich letzendlich die zwei gruppen zusammenschließen, feiern und fliehen- aberwitzige pläne um dem nahenden grauen zu entgehehn durchziehen den gesamten film. der direkte vergleich mit dem meisterwerk "das Leben ist schön- la vita è bella" hinkt etwas, da es hier um den kollektiven aufbruch eines ganzen dorfes (später sogar noch viel mehr) geht und nicht um die gefangennahme im KZ mit speziellem blick auf das einzelschicksal vater-sohn. der humor ist insofern anders, da er ab der ersten minute beginnt und mit dem schlusstakt endet, viel unmittelbarer ist; auch vieleicht, weil das grauen (noch) nicht so präsent ist wie im Benignis film und immer nur recht kurz zu wort kommen darf. beide filme sind auf ihre art eine bereicherung- jedoch niemals leichte kost. |
|
|
Dark City
DVD von KINOWELT |
ProduktbeschreibungKinowelt Dark City (neuer Look!), USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 15.12.06 Aus der Amazon.de-RedaktionSind Sie ein Fan düsterer Comics und ihrer Anti-Helden? Hat Ihnen der Film The Crow - Die Krähe jenen Nihilismus vermittelt, den sie zuvor vergeblich in anderen Filmen gesucht haben? Und teilen Sie die Vorliebe von The-Crow-Regisseur Alex Proyas für den Sieg des Stils über den Inhalt? Dann werden Sie Dark City lieben. Dark City ist einer jener Filme, die ihre eigenen Welten erschaffen, in denen eigene Regeln losgelöst von der Realität gelten und die mit ihnen derart sorgsam umgehen, dass selbst unlogische Momente in dieser Welt einzigartig und nachvollziehbar erscheinen. Dark City ist aber auch der vollkommene Triumph des Produktionsdesigns über die Geschichte (in der böse Außerirdische die Realität in einer hermetisch nach außen abgeschlossenen Stadt manipulieren). Bei aller Perfektion hat er kein Herz und keine Seele. Die Charaktere bleiben eindimensional, und so bleibt man als Zuschauer auf Distanz zu dem Geschehen. Jene Zuschauer, die Interesse an großartigen Produktionsdesigns haben, werden es genießen, diese an den deutschen Expressionismus angelehnten Kulissen bewundern zu dürfen. Die größten Kulissen übrigens, die jemals in Australien, der Heimat von Regisseur Proyas und Produzent Andrew Mason, gebaut worden sind. Dass die Meinungen zu diesem Film auseinandergehen können, zeigt die Kritik des in den USA ungemein populären Kritikers Roger Ebert, der Dark City einen der besten Filme des Jahres 1998 nennt. --Jeff Shannon 5 Kundenrezensionen:Auch heute noch ein Kracher! 5 von 5 PunktenNein der besticht nicht durch Special-Effects und auch nicht durch ein besonderes DVD Release aber der Inhalt ist einfach nur ein Meisterwerk. Die Düstere Geschichte in Dark City beschreibt dir urängste der Menschen. Was ist wenn ich keine kontrolle über mein Leben hätte? Was ist wenn meine Erinnerungen nicht meine sind? Diese Fragen beschreiben den Inhalt dieses Films sehr gut. Dark City ist nicht wie jede andere Stadt. Inhalte viele Epochen vereinigen sich dort und verleihen der Stadt ein dunkles und verstörendes Äußeres. Der hauptdarsteller sieht wie ein jedermann aus der sich durch diese dunkle Stadt seinen weg bahnen muss und immer mehr hinter das Geheimnis dieser Fremden kommt. Mehr will ich auch von der Handlung nicht wiedergeben. Mein Fazit: Gelungene Scifi-Drama-Action mischung mit Tiefgang. Sehr empfehlenswert wenn sich die Produktionsfirma auch nicht unbedingt viel mühe mit der DVD gegeben hat. Mein SciFi-Favorit 5 von 5 PunktenEin Schmuckstück. Das Publikum sollte sich jedoch auf den Film einlassen und sich vom Popcorn-Kino lösen. Hier und da wäre etwas Ruhe im Film ganz praktisch, teilweise geht es ganz schön hektisch zu. Sehr viel Abwechslung in den knapp 100 Minuten. ABER: Die Kinowelt-DVD (wie bereits von einigen Kritikern hier) ist der letzte Schrott: - Bildqualität wie eine VCD und vor allem: - Fester Untertitel (!!!!) Dieser lenkt ab (ob man möchte oder nicht) und klaut dem Film etwas Beachtung. Ich empfehle auf den "Directors Cut" zu warten (länger, bessere FX, überarbeitete Bild/Ton-qualität) anstatt diesen Kinowelt-Müll zu kaufen. Finger weg!!! 1 von 5 PunktenDer Film ist super. Keine Frage. Aber bitte die Finger von dieser DVD lassen. Die Untertitel lassen sich nicht ausblenden und sind auch in der deutschen Sprachversion immer im Bild. Ein Film, der von seiner düsternen Atmosphäre lebt wie dieser, ist so unerträglich. Wenn man am Abend noch etwas anderes vorhat.... 1 von 5 Punkten....dann kann man sich diesen film in der Tat ansehen und glücklich sein, vielleicht wird man sich aber auch so ganz am Rande fragen, ob hier nicht eine sehr gute Möglichkeit verschenkt wurde, einen richtig guten Film zu hinzubekommen. Im Klartext: Wie kann man eine Handlung derartig wirr und überhastet zusammenschnipseln, wo man es doch schon geschafft hat, eine eindrucksvoll düstere Atmosphäre zu erzeugen, die hier aber absolut nicht wirken kann, weil man buchstäblich im Eiltempo von einer Szene zur anderen gejagt wird??????? Eine Identifikation mit den Charakteren ist zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise möglich, das Geschehen geht vollkommen an einem vorbei. Eigentlich ist die Handlung sehr komplex, man versuchte hier aber, den Plot in ungefähr 100min wie einen Tatort-Krimi abzuhandeln, wodurch man stets den eindruck hat, nur eine Zusammenfassung des eigentlichen Films zu sehen. Dieser Film ist nur ein kurzer Ausbruch in irgendeine Phantasiewelt, in der Hektik das oberste Gebot ist. ein wirklich innovativer sci-fi albtraum. 4 von 5 Punktendark city stellt in der flut der sci-fi filme eine lobenswerte ausnahme da. dafür sorgen ein unüblicher look und eine extrem nihilistische story. zeitweise erinnert die story auch an einen film noir, das lässt aber mit fortschreitender laufzeit nach. die darsteller, u.a. rufus sewell, jennifer connelly, william hurt und kiefer sutherland überzeugen von der ersten minute an. die story ist recht komplex und düster, also nicht mal gerade was für zwischendurch. die dialoge passen sich dem hohen niveau des ganzen an. die filmmusik ist apocalyptisch und mitreissend. die specialeffects sind halt aus den 90ern, aber trotzdem beeindruckend. alles in allem also ein gelungener genrebeitrag der aus der grauen masse tiefschwarz hervorsticht. |
|
|
Tristan & Isolde
DVD von KINOWELT |
ProduktbeschreibungKinowelt Tristan & Isolde - Remake, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 15.12.06 5 Kundenrezensionen:Nicht sehr mitreißend 3 von 5 PunktenIch fand diesen Film nicht sehr mitreißend. Eigentlich stehe ich auf Ritterromantik, "Der erste Ritter" ist mein absoluter Lieblingsfilm, an den kam "Tristan und Isolde" aber nicht ran. Er endet unglaublich traurig und die beiden Figuren wirken irgendwie pubertär. So wie verliebte Teenies. Tristan rennt immer mit Trauermiene herum, das nervt etwas. Isolde wirkt sehr kindisch. Sie kann sich nicht so recht entscheiden, was sie will. Viele Kampfszenen, allerdings auch recht blutig, mit Köpfeabschlagen und so... Minne: froide, leide, triuwe- riuwe. Bin ich im falschen Film? 3 von 5 PunktenDer vorliegende Film " Tristan und Isolde " nimmt zwar Anleihen an alten Tristenlegenden und an gleichnamigen Versepen des Mittelalters aber, das was auf der Leinwand zu sehen ist, ist so weit entfernt von der in den Epen beschriebenen Minneleidenschaft als Mittelpunkt des menschlichen Lebens und der Unerlöstheit der in die Leidenschaft Verstrickten, dass ich keine Vergleiche ziehen mag. Die Filmhandlung ist ins frühe Mittelalter verlegt. Irland bedroht die Stämme Britanniens. Diese beabsichtigen sich zu vereinen und unter der Herrschaft von Marke, dem König von Cornwell gegen Irland Front zu machen. Bei wilden kriegerischen Auseinandersetzungen (sehr gut dargestellt) wird der tapfere Ritter Tristan (James Franco), das Ziehkind Markes, schwer verletzt. Man glaubt ihn tot und bestattet ihn in einem Boot auf dem Meer. Er strandet und wird von der irischen Königstochter Isolde (Sophia Myles) gefunden und geheilt. Die beiden verlieben sich ineinander, nicht wissend wer sie sind. Einen Liebestrank, der in der gesamten Tristandichtung geradezu essentiell ist, brauchen die beiden nicht, um ihr gegenseitiges Verlangen durch körperliche Vereinigung zu stillen. Leider ist die dabei dargestellte Emotion für ein Jahrhundert-Liebespaar zu dürftig. Diese Liebe ist bereits zu Anfang lauwarm. Tristan flieht vor den Schergen des irischen Königs nach Cornwell und kommt als Freier für König Marke wenig später nach Irland zurück. In einem Turnier gewinnt er die Königstochter für seinen König. Als er feststellt, dass es sich bei der Tochter um Isolde handelt, versucht er sich zunächst damit abzufinden. Die wohltemperierte Begierde treibt die beiden allerdings nach der Eheschließung Markes mit Isolde immer wieder zueinander und führt dazu, dass die politische Macht Markes zur Disposition steht. Tristan muss sich entscheiden... Der Film ist für mich als tragischer Liebesfilm wenig überzeugend. In meinen Augen ist er in erster Linie ein mittelalterliches Kampfspektakel. Als solches wiederum finde ich den Streifen gelungen. Überzeugen Sie sich selbst. wirklich gelungene Mischung 5 von 5 PunktenIch muß schon sagen dafür das mir diese Verfilmung völlig unbekannt war und ich mir diese nur angeschaut habe, weil ich James Franco Fan bin, ist sie wirklich gelungen. Natürlich gibt es neben der Action auch mehrere Liebesszenen,die aber meiner Meinung nach nie ins Kitschige abgleiten. Die Kampfszenen sind wirklich toll choreograhiert und Franco macht dabei stets eine gute Figur. Davon abgesehen ist die Story einfach gut. Wer Braveheart oder Excalibur mochte wird hieran seine Freude haben. Man kann toll das Gefühl der ersten großen Liebe nachvollziehen 5 von 5 PunktenEin sehr schöner Film. ( mal abgesehen von den Kampfszenen - aber die gehören natürlich dazu) Man kann die Liebe der beiden Hauptpersonen toll nachvollziehen und die Sehnsucht danach. Mich erstaunt immer wieder, warum manche Leute sich diese Art von Filmen anschauen und sie dann als Schmachtfetzen abtun. Das "Tristan und Isolde" eine der ganz großen Liebesgeschichten ist, sollte doch Jedem bekannt sein, wieso wundern sich die Leute dann anschließend ? Für Leute die das Genre mögen, ein wirklich gelungener und toll besetzter Film. Nicht auf die Miesepeter hören, super Film 5 von 5 PunktenAls Mann bin ich ja nicht so von solchen Romanzen angetan, aber dieser Film ist auf jeden Fall sehenswert. Und außerdem spielt in dem Film die wirklich sehr schöne Sophia Myles mit, die eher unbekannt, aber dennoch sehr gut ist. |
|
|
Die fabelhafte Welt der Amélie (2 DVDs)
DVD von Universal Studios |
ProduktbeschreibungUniversal Die fabelhafte Welt der Amelie (2 DVDs), USK/FSK: 6+ VÃ-Datum: 25.04.02 Aus der Amazon.de-RedaktionSie können Die fabelhafte Welt der Amélie einfach als hübsche Liebesgeschichte betrachten; dabei würde Ihnen allerdings ein Stück großartigen Kinos entgehen. Genau genommen erblüht die Romanze sowieso erst in der zweiten Hälfte des Films und auch dann auf recht unkonventionelle Weise. Mit dem Gebrauch von Spezialeffekten, um den inneren Gefühlen Ausdruck zu verleihen, könnte man Amélie auch als eine französische Ausgabe von Ally McBeal ansehen -- aber im Gegensatz zu Ally McBeal ist Amélie über den Mangel an Männern in ihrem Leben nicht frustriert. Im Gegenteil -- der Gedanke an Sex amüsiert sie eher. Einfache Freuden wie das Knacken der Karamelhaube einer Crème brûlée geben Amélie die sinnliche Befriedigung, die sie braucht, und ihr Dasein im Paris der Träume und Fantasien ist mit märchenhafter Sentimentalität gekennzeichnet. Mit Jean-Pierre Jeunets wunderschöner Interpretation des Pariser Lebens, inklusive der lebhaften Farben, die man vom Regisseur von Delicatessen erwartet, muss dieser cineastische Leckerbissen für das Pariser Fremdenverkehrsamt Wunder gewirkt haben. Hier haben wir es allerdings mit mehr als nur einem Film zum Wohlfühlen zu tun. Amélie strahlt einen interkulturellen Reiz aus; diese elfenhafte Frau ist ein Symbol unserer Zeit. Der Film spielt zurzeit von Prinzessin Dianas Tod, und Amélie ist von der Idee besessen, der Welt das Gute wieder zu geben -- eine Mutter Teresa Frankreichs zu werden. Der Film bietet zu keiner Zeit ein Motiv für diesen Wunsch, Gutes zu tun. Wie alle großen Märtyrer ist und macht Amélie einfach das, was sie will, um anderen eine Freude zu machen. Sie erwartet keinen Dank für ihren Liebesdienst; sie verbirgt sich im Schatten und empfindet tiefe Befriedigung aus dem Bewusstsein, dass es ihr mal wieder gelungen ist, jemandes Leben ins Positive zu verändern. Im gnadenlosen Klima unserer heutigen Zeit, das von der Unfähigkeit genährt wird, Menschen das Miteinander zu ermöglichen, in der wir die Sorgen und die Einsamkeit unserer Mitmenschen ignorieren, kommt Amélie Poulains Selbstlosigkeit wie eine erfrischende Brise daher. Mit einer starken Besetzung, liebenswerten Charakteren, wunderschönen Bildern und dem typischen französischen Humor, der stark ans Schwarze grenzt, wird Amélie auch Sie einfach verzaubern. --Nikki Disney 5 Kundenrezensionen:Wenn Träume wahr werden Die fabelhafte Welt der Amélie 5 von 5 PunktenEin perfektes Zusammenspiel aus Traum und Realität. Sobald man in den Sessel sinkt, befindet man sich in einer komplett anderen Welt. Eine Welt aus skurrilen Figuren, und unwirklichen Farben. Sofort ist man gefesselt von der verträumten Geschichte der Amélie Poulain, man denkt man selbst kann jedes einzelne Korn auf der nackten Hand spühren, wenn die junge Pariserin mit den großen braunen Augen die ihre in den Leinensack mit Körnern gleiten lässt. Alles in allem ist Die fabelhafte Welt der Amélie ein Film für die Sinne. Die Musik lädt zum Träumen ein, und man befindet sich urplötzlich nicht mehr auf der Couch im heimischen Wohnzimmer, sondern tanzt einen geschmeidigen Walzer auf der Avenue des Champs-Élysées. Die Stimmen klingen wie neu erfundene Melodien und schwanken von Dur nach Moll. Man sieht Paris durch eine rot-grüne Brille, man sieht es wie Amélie es sieht, und man verliebt sich prommt in diese verwunschene Sichtweise. Sie erinnert an Kindermärchen und holt jeden in Kindertage zurück, in denen aus bunten Bilderbüchern facettenreiche Geschichten vorgelesen wurden. Amélie sieht die Welt, wie sie sie sich in ihrer Kindheit vorgestellt hat, denn ihre Eltern haben ihr nie vorgelesen, ihr nie eine Vorlage für ihre Fantasie gegeben, so war die kleine Amélie schon immer auf ihre eigene Kreativität angewiesen. Diese Kreativität hat sie behalten. Man nimmt die verschiedensten noch so kleinen Details war, das liegt daran, dass sie keine Chance haben, in einer Masse von Farben unterzugehen. Man achtet unbewusst auf jede kleinste Bewegung, auf einen Augenaufschlag, ein Lächlen. Es ist, als ob man auf ein schwarz-weiß Bild schaut, auf dessen Zeitlosigkeit, Ruhe und Überschaubarkeit. So unterschiedlich wie schwarz und weiß sind auch rot und grün, die Farben, die den Film dominieren, es sind allerdings lebendige Farben, es spiegelt sich Leben in ihnen wider, jedoch nicht zu viel, um überladen zu wirken. Amélie schreitet durch ihre Welt, wie ein Engel, oder ein Held eines Kinderbuches, immer darauf bedacht unerkannt zu bleiben und doch gleichzeitig mit ihrer Aura soviel zu beeinflussen, dass alles eine gute Wendung nimmt. Nur mit einem tut sich die sensible Französin schwer, mit ihrem eigenen Glück. Mal gibt einem Mann die Schätze seiner Kindheit wieder, mal tritt sie als sanfter Racheengel auf, der einen Gemüsehändler durch kleine Veränderungen aus seinem gewohnten Rhythmus bringt, doch bis zu ihrem Traumprinzen, dem schüchternen Nino, ist es noch ein weiter Weg. Ein Weg über kleine Botschaften und Bilder. Wird Amélie zu Nino finden, oder steht ihr ihre eigene Fantasie womöglich noch im Weg? Es ist schwer, eine Gefühlsregung bei Amélie auszumachen, sie ist zu sehr darauf erpicht eine Geschichte zu kreieren, wobei sie vergisst, dass das Leben kein Traum ist, wohl aber zum erfüllen jener einlädt. In dem Paris, von dem Die fabelhafte Welt der Amélie so wunderschön erzählt, würde man sicherlich gerne mal Ferien machen, denn so erholt fühlt man sich, wenn man den Fernseher wieder ausschaltet und sich aus dem Sessel erhebt. Man tänzelt im dreiviertel Takt langsam Richtung Bett, um so schnell wie möglich in eine ähnlich schöne Welt abzutauchen, wie die, die man vor wenigen Augenblicken noch vor sich hatte. frook Fabelhaft 5 von 5 PunktenWas für ein wunderschöner Film! Man sieht die Welt mit anderen Augen, ich bin fasziniert von diesem Film und werde ihn mir sicherlich noch öfter anschauen. Ein fazinirender Film... 5 von 5 PunktenBei den vielen Hollywoodkomödien die heute den Markt überschwemmen, denkt man manchmal wahrscheinlich: Liebe, das ist nie wie im Fernsehen. Nie so aufopfernd, oder so pompös, so perfekt, so ehrlich. Dieser Film ist feinfühliger, kleiner und komplizierter. Trotzdem preist er die Liebe in all ihren Varianten: Die Liebe zwischen Menschen, aber auch die Liebe zum Gefühl, zu kleinen Gewohnheiten und nicht zuletzt zu Traumwelten. Und doch ist der Film nicht aufreizend, sondern bleibt auf dem Teppich und übberrascht einen ein ums andere Mal. Man kann, denke ich, 100 Hollywoodkomödien( von denen einige ja auch wirklich gut sind) sehen und nicht an die Liebe glauben, aber ich für meinen Teil konnte es nach diesem Film nicht mehr. Wunderschön! 5 von 5 PunktenJa, Paris ist nicht so sauber und bunt wie hier gezeigt. Ja, der Film hat seine schwachen und kitschigen Momente. Und ja, Audrey Tautou ist mit ihren Bambi-Augen einfach nur hinreißend süß. Na und? Ich liebe diesen Film! Jean-Pierre Jeunets Meisterwerk rückte 2001 wieder nachhaltig ins Gedächtnis, welche verdammt sympathischen Filme in unserem Nachbarland entstehen. Die skurrile Geschichte um die Halbwaise Amélie Poulain, die sich dazu berufen fühlt, unerkannt im Hintergrund als Engel Gutes für ihre Mitmenschen zu tun, ist einfach herzerwärmend. Dabei spart der Film nicht mit schrägen oder auch nachdenklichen Momenten. Der einzige Vorwurf, den man Jeunet (wie auch bei seiner späteren erneuten Zusammenarbeit mit Audrey Tautou, "Mathilde - Eine große Liebe") machen kann - das Endergebnis ist einen Zacken zu lang! Ein paar Kürzungen und Straffungen und dies wäre der perfekte Film geworden. So aber wechseln sich einprägsame Bilder aus dem 18. Arrondissement von Paris mit ein paar Leerläufen (gerade in den Szenen mit dem von Serge Merlin gespielten kranken Maler Raymond Dufayel) ab. Immerhin wird alles geprägt von der großartigen Filmmusik Yann Tiersens, den wunderschönen (wenn auch optisch nachbearbeiteten) Aufnahmen Bruno Delbonnels und den schauspielerischen Leistungen aller Beteiligten, wobei wieder einmal Jeunet-Spezi Dominique Pinon nicht fehlen darf. Irgendwie hat man nach Anschauen des Films Lust, sofort nach Paris zu reisen, sich ins Café "Deux Moulins" zu setzen und sich von Amélie etwas zu trinken bringen zu lassen, während sich der eifersüchtige Joseph (Pinon) am Nachbartisch wieder einmal Notizen über seine Angebeteten macht und Hypochonder-Königin Georgette (Isabelle Nanty) über ihre neuesten eingebildeten Krankheiten sinniert. Die Bonusmaterialien beider DVDs bieten ein buntes Sammelsurium an Extras, die von Audiokommentaren, Casting-Aufnahmen über diverse geschnittene Szenen und Fotogalerien bis hin zur Polaroid-Parade des "reisenden Gartenzwergs" reichen. Dafür allein volle Punktzahl! bezaubernd 5 von 5 PunktenDieser Film ist einfach nur süß. Es ist eine Hommage an die kleinen Dinge des Lebens, die einfachen Freuden. Amelie (Audrey Tautou) beschließt die Welt zu retten und für alle Menschen alles zum guten zu wenden. Nur ihr eigenes ganz persönliches Glück kann sie nicht in die richtigen Bahnen lenken. Wie bekommt unsere gute Fee ihren Traumprinzen? Definitiv einne sehenswerte Liebeskomödie. |
|
|
The Illusionist [Blu-ray]
Blu-ray von Ascot Elite Home Entertainment GmbH |
|
|
|
Triff die Robinsons , Regie: Stephen J. AndersonDVD von BUENA VISTAPreis bei Amazon: EUR 12,95, Angebote ab EUR 7,79 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Sept. 2007 |
ProduktbeschreibungTRIFF DIE ROBINSONS Aus der Amazon.de-RedaktionWichtige Bestandteile des Erwachsenwerdens bestehen darin, ein positives Selbstwertgefühl zu entwickeln und im Angesicht von Problemen zu behaupten, aber als anscheinend niemand den zwölfjährige Waisenjunge Lewis (Johann Hillmann) adoptieren will und es ihm trotz mehrerer Anläufe nicht gelingt, seine Erfindungen zum Laufen zu bringen, zweifelt er allmählich ernsthaft an sich und seinen Fähigkeiten als Erfinder. Triff die Robinsons ist ein computeranimierter Film von Disney voller toller Animationen und einer frischen Vision davon, wie die Zukunft vielleicht aussehen wird. Die Handlung begleitet Lewis von seinen einsamen Tagen im Waisenhaus bis hin zu seinem bösen Versagen bei der Wissenschaftsausstellung der Schule, als sein neu erfundener Gedächtnis-Scanner nicht funktionieren will. Dann taucht ein seltsamer Junge namens Wilbur Robinson (Yoshij Grimm) auf, der Lewis vor dem geheimnisvollen "Mann mit Melone" (Leon Boden) warnt, der sich auf der Ausstellung herumtreibt und laut Wilbur ein böser Mann ist, der aus der Zukunft stammt. Kaum, dass es sich Lewis versieht, sind er und Wilbur mittels einer Zeitmaschine in Richtung Zukunft unterwegs. Dort angekommen, macht Lewis die Bekanntschaft des sehr verschrobenen und aus vielen Mitgliedern bestehenden Familie Robinson, bei denen er sich auf seltsame Art und Weise zuhause fühlt. Die Suche nach dem Mann mit Melone und dessen ständiger Begleiterin Doris wird immer gefährlicher, und die Familie Robinson spielt eine sehr wichtige Rolle dabei, dass Lewis nichts Schlimmes zustößt. Am Ende kehrt Lewis mit neuer innerer Kraft in die Gegenwart zurück und hat seinen Platz in der Welt gefunden. Er weiß nun, dass seine Handlungen andere direkt betreffen können und entwickelt einen optimistischen Antrieb dafür, sich immer weiter zu bewegen. Obwohl Parallelen zu Zurück in die Zukunft nahe liegen, ist Triff die Robinsons dennoch ein eigenständiger und durchweg unterhaltsamer Film. Mit enthalten ist der Kurzfilm "Mickey Mouse's Boat Builder" aus dem Jahre 1938, in dem Micky Maus, Goofy und Donald Duck einen Bausatz zum Selberbauen eines Bootes bestellen und einen eindrucksvollen Ozeanriesen namens "Queen Minnie" zu Wasser lassen. Natürlich gibt es Unmengen an lustiger Szenen während und nach des Bootsbaus. --Tami Horiuchi 5 Kundenrezensionen:Triff die Robinsons (Gib niemals auf) 5 von 5 PunktenWir verweilen nie lange im gestern. Wir geben niemals auf, öffnen neue Türen und entwickeln neue Ideen, weil wir neugierig sind ... die Neugier ist es, die uns neue Wege beschreiten lässt. Gib niemals auf ;-) by Walt Disney Für Kinder ab 6 Jahren ! Der Film ist lustig und in keinster Weise langweilig. + Punkt ansonst es ist wirklich nur ein Netter Kinderfilm den man auch als Erwachsener anschauen kann, Vergleichbar mit den Disney Hits +1990. Kommt logischerweise nicht an Klassiker ran. Ansonst bleibt zu sagen das die Messege im Film RICHTIG ist, Gibt niemals auf und lebe nicht das Gestern sondern das Heute. Keep moving forward, Disney! 4 von 5 PunktenNach einigen schwächeren - weil belanglosen - Animationsfilmen im Jahr 2007 ist "Triff die Robinsons" ein Werk, das zu Unrecht an den Kinokassen ein wenig unterging. Daher möchte ich zunächst meine uneingeschränkte Empfehlung für Disneys Animationswerk abgeben. Für Kinder bietet er gute Unterhaltung mit einer spannenden Geschichte und die vermittelte Botschaft wird auch ältere Semester durchaus zum Nachdenken anregen. Keine Frage: die swingenden Frösche begeistern mit Sicherheit alle Zuschauer! Ein Grund für den verhaltenen Erfolg des Films mag am starken Wechsel des Erzählrhythmus liegen. "Triff die Robinsons" erreicht lange nicht die Gag-Dichte eines "Shrek" und orientiert sich in erster Linie klar an jungem Publikum. Er bleibt disney-typisch harmlos und besonders der Anfang ist etwas zäh und bedient sich einer ach-so-oft erzählten Story. Andererseits zieht das Tempo beträchtlich an, sobald die Robinsons die Bühne betreten und dem Betrachter eine quietschig-bunte und naiv-optimistische Zunkunftsvison präsentiert wird (was an dieser Stelle kein Negativpunkt ist!). Ich persönlich hätte mir gewünscht, mehr von dieser Familie zu sehen, die uns vorlebt, der Zukunft positiv eingestellt zu begegnen, sich selbst treu zu bleiben und sich von Rückschlägen nicht zurückschrecken zu lassen. Leider werden die Charaktere der meisten Familienmitglieder nur angerissen und man hat das Gefühl, dass hier regietechnisch auf die Bremse getreten wurde. Dafür sehen wir den schrägsten Bösewicht seit Jahren, der insbesonders durch die Vorhersehbarkeit seiner Fettnäppchen für tolle Lacher sorgt. Die DVD selbst kommt in von Disney gewohnter Top-Qualität daher: Bild und Ton sind klasse, die Übersetzungen (Texte und Bild), sowie Synchronisation sehr sorgfältig duchgeführt und Zusatzmaterialien umfangreich (ich mag den Breakdance-Dino!). Fazit: kleine Schwächen im Story-Design, aber tolle Unterhaltung! WIRKLICH SCHÖNER ANIMATIONSFILM 4 von 5 PunktenEigentlich wollte ich den Film - nachdem ich den Trailer gesehen hatte - gar nicht erst ansehen, hab es dann aber ja doch getan :-)Ein wirklich schöner Film mit einer - allerdings nur - netten Story. Bonuspunkte gibt es dann aber wieder für einzelne Charaktere (zu denen die Hauptfigur leider nicht zählt): den Mitbewohner im Waisenheim als Kind, den Dino :-), den Butler sowie einzelne Personen aus der zahlreichen Verwandschaft. Ansonsten ist die Story ein bisschen dünn und leider zu schnell zu durchschauen: kleiner Junge wird im Waisenhaus abgegeben, erfindet ständig irgendwelche Maschinen, die nicht funktionieren, aber niemand will ihn adoptieren... Da trifft er plötzlich einen Jungen aus der Zukunft in seinem Alter, der ihn vor dem Mann mit Melone warnen will... naja, alle in allem aber ein schöner Animationsfilm - allerdings kein "Kracher" wie z.B. Rataouille Absolut sehenswert! 5 von 5 PunktenDieser Film ist wirklich ein klassischer Disneyfilm. Er fesselt die ganze Familie, ist lustig, regt zum Nachdenken an und auch wenn die Erwachsenen schon wissen wer und was hinter wem steckt, so ist es trotzdem ein spannendes Erlebnis die Umsetzung im Film zu sehen. Für mich ein absoluter Pluspunkt ist, dass im Gegensatz zu vielen anderen Disneyfilmen (Lilo & Stitch, Dschungelbuch, Aristokats etc.) nicht gesungen wird. Auch die Extras sind nicht übel (halt eher was für die Kleinen). Absolut sehenswert! Lange nicht mehr so gefesselt 5 von 5 PunktenEndlich wieder ein Film, wie man ihn von Walt Disney erwartet! Triff die Robinsons erzählt auf die traditionelle Disney-Art eine wundervolle Geschichte über das Leben und was man daraus machen kann, solange man nicht aufgibt. Natürlich mit einer ordentlichen Portion Humor, der hier herrlich schräg und unverdorben daherkommt. Die Botschaft des Films ist dabei sonnenklar, wenn auch nicht aufdringlich: Strebe immer nach vorn, gib niemals auf! Wer sich darauf einlässt, könnte vielleicht ins Grübeln kommen... Die Familie Robinson ist dabei wohl mit Abstand das Paradebeispiel von Menschen, die weit abseits der Norm leben. Jedoch wird eines schnell klar: Die Familie Robinson steht für eine freundliche und hemmungslose Zukunft, die verdeutlicht, dass man sich für keinen Tick, keine Macke oder Vorliebe schämen muss, solange man sie fest vertritt. Schräg ist hier an der Tagesordnung mit einer interessanten Vorstellung einer möglichen Zukunft. Langer Rede kurzer Sinn: Lange konnte ich aus einem Animationsfilm nicht mehr so viel tieferen Sinn herauslesen, während ich auf amüsante und unaufdringliche Art und Weise unterhalten wurde. Denn dieser Film folgt keinen stupiden Erzählfolgen, was man überrascht an dem plötzlichen Quiz mittendrin feststellen wird. Und der Soundtrack kann sich sehen (bzw. hören) lassen! Liebevoll wird jede Szene von perfekter Musikuntermalung begleitet. Die Story, gebe ich zu, ist relativ leicht zu durchschauen. Dennoch: Disney hat hier einen Film für Jung und Alt auf die Beine gestellt, dem es sehr zu Gute kommt, dass der Regisseur seine eigenen Erfahrungen als Waisenkind mit eingebracht hat (der Hauptcharakter Lewis ist ebenfalls Waise). Vor allem junge Zuschauer bekommen einige wichtige Werte mit auf den Weg. Mein Fazit: Triff die Robinsons sticht klar aus dem Dschungel aussagearmer Animationsfilme heraus und begibt sich auf altes Disney-Niveau - sehr empfehlenswert! |
|
|
Ritter aus Leidenschaft [Blu-ray]
Blu-ray von Sony |
ProduktbeschreibungBlu-ray Disc Aus der Amazon.de-RedaktionEs gibt kein Gesetz, das Rockhymnen aus den Siebzigern im Soundtrack eines Films über einen mittelalterlichen Turnierkampf-Champion verbietet, wie in Ritter aus Leidenschaft von Regisseur und Drehbuchautor Brian Helgeland. Aber wenn man einen solch schreienden Anachronismus begeht, sollte man zumindest einige akzeptable Grundregeln festlegen. Und genau das tut Helgeland auch -- er bringt diesen Gag mit einer solch leichtfertigen Gelassenheit zu Wege, dass man einfach mitspielen muss. Beim Betrachten einer Ansammlung von Bauernvolk, das bei einer Turnierveranstaltung zum Rhythmus von Queens "We Will Rock You" singt und klatscht, wird man diesen Film entweder lieben oder grundsätzlich ablehnen. Es werden noch andere Rockklassiker zu Gehör gebracht, aber Helgeland (der Oscar-gekrönte Coautor von L.A. Confidential) handhabt diesen Trick mit klugem Wohlwollen in einem sonst ehrlichen Zeitstück über einen Bauern namens William (Heath Ledger), der durch Mumm und Entschlossenheit den geheiligten Stand eines Ritters erlangt. Und als wäre der Soundtrack nicht dreist genug, setzt Helgeland (der sich gerade von den schlechten Erfahrungen mit seinem Regiedebüt Payback erholte) keinen Geringeren ein als Geoffrey Chaucer (hervorragend gespielt von Paul Bettany) als Williams Kohorte und Turnieransager, zusammen mit Williams Kumpel Roland (Mark Addy) und Wat (Alan Tudyk) sowie der quicklebendigen Hufschmiedin Kate (Laura Fraser). Natürlich gibt es auch eine schöne Jungfer, nämlich Jocelyn (Newcomerin Shannyn Sossamon), in die sich William verliebt, während er auf dem europäischen Turnier gegen den ruchlosen Grafen Adhemar (Rufus Sewell) kämpft. Fügt man dem Ganzen noch eine inspirierende Vater-Sohn-Wiedervereinigung, Ledgers unbestreitbares Charisma, eine perfekte Besetzung von Nebenschauspielern sowie genügend freudige Energie hinzu, um die Schema-F-Handlung des Films mit Leben zu erfüllen, wird Ritter aus Leidenschaft zu einer höchst angenehmen Filmüberraschung, einem unscheinbaren Gewinner, der -- wie sein Held -- alle Erwartungen übertrifft. --Jeff Shannon 5 Kundenrezensionen:Ein Mann ordnet seine Sterne neu ... 4 von 5 PunktenSeiner niederen Herkunft zum Trotz träumt William (Heath Ledger) davon, ein berühmter Ritter zu werden. Als sein Herr, der edle Sir Ulrich von Lichtenstein überraschend stirbt, nimmt William dessen Rüstung an sich und fordert sein Schicksal heraus. Unterstützt von Freunden kämpft William bei Lanzenturnieren und legt aufsehenerregende Siegesserie hin. Damit bringt er nicht nur ehrgeizigen Count Adhemar (Rufus Sewell) gegen sich auf, sondern er erobert das Herz der noblen Lady Jocelyn (Shannyn Sossmon). Resümee: Ein netter und unterhaltsamer Ritterfilm mit neuem Look, begleitet von pfiffiger Action, schrägen Figuren und rockigen Songs von AC/DC, Queen und Led Zeppelin. Kein Meisterwerk, aber auf jeden Fall sehenswert! Die Disc enthält den Hauptfilm und jede Menge Bonusmaterial zum Film Absolutes Muss!!! 5 von 5 PunktenEin wahnsinnig guter Film, voller Witz, Humor und Action. Mit tollen Schauspielern und Heath Ledger(der sowieso der Beste der Besten ist!!!), als gutaussehenden Ritter. Ein Film zum Verlieben! Einfach unbeschreiblich! :) Ein absolutes Muss für jeden Fan des verstorbenen Stars! Absolutes Feel-Good-Movie :)))))))) 5 von 5 PunktenRichtig, die Handlung ist ziemlicher Blödsinn. ^^ Die Rockmusik im "Mittelalter" etwas... naja, bizarr? Jocelyns Kleider absolut unpassend (aber nett anzusehen!). Die Story rasch erzählt: Dachdeckerjunge will Ritter werden, Vater gibt ihn in Lehre bei fahrenden Ritter, Ritter stirbt nach einigen Jahren, Junge nimmt sich die Rüstung, wird ganz toller Turnierritter, verliebt sich in Edelfräulein Jocelyn. Das war es. Mehr oder weniger. Was den Film eigentlich ausmacht, ist der ansteckende Optimismus, den er ausstrahlt. Ja, du kannst etwas erreichen, natürlich gehört Glück dazu, aber probieren solltest du es. Und tust du jemanden mal einen mutigen Gefallen, den er nicht vergisst, wer weiß... vielleicht kommt er eines Tages für dich in einem entscheidenden Moment und hilft dir. Und: sammle Freunde und Verbündete um dich. Es muss dir nicht immer gut gehen. Aber wenn andere für dich einstehen, kannst du nie wirklich ganz tief fallen. Und der Film ist natürlich eine Komödie und zwar eine ziemlich gute. Oder anders gesagt: "Ritter aus Leidenschaft" vollbringt das, was Tom Gerhardt relativ unwitzig mit "Siegfried" versuchte - eine Abenteuergeschichte, die sich nicht wirklich ernst nimmt und ein paar amüsante, augenzwinkernde Zoten auf Kosten wirklicher Historienfilme reißt. Dazu kommen Darsteller, die sich in die Rollen schmeißen, als drehten sie eine Monumentalfilm: Heath Ledger IST William, man glaubt ihm all seine naive Begeisterung und seinen gutherzigen Glauben an das Gute in den Menschen. Paul Bettany liefert eine denkwürdige Vorstellung als narzisstischer, wettsüchtiger und schlagfertiger "Jeff" Chaucer ab, der in Williams Diensten zur rednerischen Hochform aufläuft. Rufus Sewell ist herrlich finster als düsterer und sadistischer Graf Ademar, wird aber durch seine geschickt eingesetzte Minimalmimik nie stereotyp oder lächerlich. James Purefoy hat zwar als Prinz nur eine kleine Rolle, doch er ist die perfekte Besetzung des adligen Draufgängers, der mehr auf ritterliches Benehmen als ritterliche Abstammung Wert legt. Ein Film, den man sich ansehen kann, wenn man mal eine Aufheiterung braucht. Definitiv leichte Kost, aber von guter Qualität. Unterhaltung für die ganze Familie - Phantasieanregung für Mediävisten 4 von 5 PunktenZugegeben, ich hätte mir diesen Film niemals angesehen, wenn ich nicht zufällig in einem Mediävistik-Seminar gesessen hätte, in welchem der Dozent öfter mal gesagt hat: Wie bei Ritter aus Leidenschaft". Meine Kommilitonen fanden das meist witzig und irgendwie hatte ich schnell das Gefühl, zumindest in diesem Bereich abgehängt zu sein. Also kaufte ich den Film und freute mich auf ein unterhaltsames Mittelalter. Zugegeben, ich hatte nicht erwartet, dass der Film dermaßen unterhaltsam ist. Im Grunde wird da nicht wirklich viel gezeigt, was einen für ein Seminar über die Kultur des Mittelalters hilfreich sein könnte - außer eben, dass die Phantasie angeregt wird und man den doch recht fernen Stoff mal ohne große Gehirnanstrengung dargestellt sieht. Gestört hat mich aber zunächst die moderne Musik, die eigentlich fast immer ein echtes Mittelalterfeeling unterbindet. Auch schien mir die Kleidung - vor allem bei der Dame des Herzens - bisweilen so gar nicht passend. Dafür kann man einen guten Einblick bekommen, wie Ritterturniere möglicherweise damals abgelaufen sind. Hier galt mein Interesse vor allem dem Tjosten, das ich mir allein vom Seminar nicht so richtig vorstellen konnte. Nun, ob das allerdings nun realitätsnah dargestellt wird, möchte ich mal bezweifeln. Aber darum geht es ja letztlich nicht bei diesem Film. Inhaltlich liefert die Story alle relevanten Motive, die man gern sehen möchte, wenn man einen unterhaltsamen Filmabend verbringen möchte: Sympathische Darsteller, Action, Liebe, der Kampf Gut gegen Böse, Spannung, Witz und Charme. Das alles bietet der Film und garantiert somit Kurzweil für die ganze Familie. Wer sich intensiver mit dem Ritterleben beschäftigen möchte, dem kann ich nur Höfische Kultur" von Joachim Bumke empfehlen - wohl das Standartwerk auf dem Gebiet und alles andere als spröde Universitätsprosa. Umgekehrt, wer sich den Mediävistikstoff nicht so gut vorstellen kann, der kann sich mit diesem Film eine Anregung holen - aber nicht zu viel erwarten: Ritter aus Leidenschaft ist pure Unterhaltung. HE WILL ROCK YOU - in Memory of Heath Ledger 5 von 5 PunktenIch kann nicht aufzählen, wie oft ich den Film schon angeschaut habe, ob nun auf Deutsch oder Englisch, weil Heath Ledger ein schönes Englisch gesprochen hat. Das letzte Mal sah ich ihn einen Tag nach seinem Tod. Heath war in seiner Rolle so stark und er wusste, was er wollte, so dass man sich nicht im entferntesten Gedanken gemacht hat, wie verletzlich er im wahren Leben war..... Ein actionvoller Kostümfilm aus der Zeit Prinz Edward von England, den man auch als den Schwarzer Ritter kennt. |
|
...

