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Produkt-Bild: Die gefürchteten Vier

Die gefürchteten Vier
mit Burt Lancaster, Lee Marvin, Claudia Cardinale, Regie: Richard Brooks

DVD von Sony
Preis bei Amazon: EUR 9,99, Angebote ab EUR 3,79

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Mai 2003
Zoom ± Produkt-Bild: Die gefürchteten Vier
  • FSK 16

Produktbeschreibung


Vier Abenteurer tun sich zusammen, als ihnen ein millionenschwerer Rancher ein Vermögen bietet, falls sie seine Frau zurückbringen, die mexikanische Banditen entführt haben. Der Weg nach Mexiko durch die Wüste ist weit, gefährlich und voller Überraschungen. Die größte Überraschung aber wartet auf sie, als sie ihr Ziel erreichen und feststellen Die Frau ihres Auftraggebers will eigentlich gar nicht gerettet werden!
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4 Kundenrezensionen:

Eine Zierde für jede BluRay-Sammlung
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Was man hier zu sehen und zu hören bekommt, ist der absolute Hammer!
Nicht nur, dass "Die gefürchteten Vier" einer der besten Western überhaupt ist - mit Lee Marvin und Burt Lancaster in Hochform -, sondern auch die Bild- und die Tonqualität sind schlicht und ergreifend überrragend. Ich wünschte, alle Studios würden sich so viel Mühe bei der Veröffentlichung solcher Klassiker geben wie Sony Pictures Home Entertainment.
Eine klare Kaufempfehlung an alle Western Fans!
Was ist eine Frau wert?
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Das ist schon komisch: Ab der zweiten Hälfte der 60er Jahre stand der gute alte US-Western kurz davor, mit einem Strick aus Spaghetti aufgeknüpft zu werden, und die neuen amerikanischen Filme wollte niemand mehr sehen. Dabei entstanden gerade in dieser Zeit echte Perlen des Genres, und zwar weder durch Beharren auf den Klassikern noch durch pures Nachahmen der Italo-Konkurrenz. Nein, es gab neue Ideen, politische Allegorien, größere Offenheit und Kritik im Umgang mit den Mythen, Abgesänge auch. Regisseure, die nicht gerade Western-Experten waren, versuchten sich einmal am Genre, mit beachtlichen Ergebnissen. Neben Joseph L. Mankiewicz (Zwei dreckige Halunken, 1970) und Blake Edwards (Missouri, 1971) wäre Richard Brooks zu nennen, der Drehbuchautor und Regisseur des vorliegenden Filmes von 1966. Er lässt ein klassisches Westerthema, den Professionalismus im Kampf, auf eine völlig aus den Fugen geratene Welt prallen. Schon Zeit und Ort sind ungewöhnlich: Ende der 10er Jahre des 20. Jahrhunderts im amerikanisch-mexikanischen Grenzgebiet.

Hier geben bereits die ersten Minuten die Tonlage vor: Temporeich und gleichzeitig vielschichtig wird der Film werden. In kürzester Zeit werden die titelgebenden Vier vorgestellt, am Ende wird kaum noch einer von ihnen sein wie zuvor. Lee Marvin ist der professionelle MG-Experte und Stratege, der für jeden arbeitet, nicht unbedingt des Geldes, aber des Versprechens wegen. Er wird sich entscheiden müssen, wo er steht. Robert Ryan ist der Ruhepol der Gruppe, aber er liebt Pferde mehr als Menschen und wird auch dies überdenken müssen. Woody Stroud ist ein farbiger Kopfgeldjäger, der sich nicht etwa mit anderen Diskriminierten solidarisiert, sondern erstmal einen Indianer dem Marshall übergibt und ihn bei einem Angriffsversuch niederschlägt, so als habe er dem Gefangenen die Pseudo-Gelegenheit extra gegeben. Die typischen Waffen und Fähigkeiten der Indianer hat er sich auch gleich angeeignet, er ist ein Meisterschütze mit Pfeil und Bogen sowie ein exzellenter Spurenleser und Kundschafter. Man sieht, die gewohnten Ordnungen sind durcheinander. Burt Lancaster schließlich ist der bumsfidele Stecher der Truppe, für den alle Frauen bestenfalls Frischfleisch sind, doch nicht nur zu Beginn (bei der Flucht vor dem Mann, dessen Frau er gerade ...), sondern auch am Ende wird er mit heruntergelassenen Hosen dastehen.

Ein mexikanischer Bandit habe die Frau des reichen Mr. Grant entführt, die Vierertruppe soll sie von seiner Hazienda befreien. Das gelingt ihnen auch, aber vieles kommt anders als erwartet. Vor allem in der Frage, wer der Entführer und wer der Retter ist, wurde dieser Film gelegentlich als Vietnam-Allegorie gedeutet: Die Amerikaner mischen sich in einen Konflikt ein, der nicht der ihre ist, in einem fremden Land, und die zu Rettenden wollen nicht unbedingt gerettet werden. Beauftragt werden die "Befreier" nicht von der Regierung, sondern vom Mammon ("militärisch-industrieller Komplex" nannte man im 68erdeutsch, was Grant darstellt). In der Tat, diese Deutung ist alles andere als hergesucht. Der Film nimmt mannigfaltig auf die mexikanische Revolution Bezug und zeigt eine chaotische, aus den Fugen geratene Welt. Amerikaner greifen in ein Geschehen in Mexiko ein, die dortige Revolution ist aber längst ins Stocken geraten und hat gewalttätiges Chaos hinterlassen. Lancaster und Marvin haben beide schon für die Revolution gekämpft, der erste mehr in Folge einer emotionalen Massenbegeisterung, der zweite bekam halt einen guten Job bei Pancho Villa, den er mit derselben Soldatenehre erledigte, die er in einer US-Militärakademie gelernt hatte. Doch inzwischen sind die Fronten nicht mehr klar: Kein Gut und Böse, nirgends. Mexikanische Wegelagerer, die die vier Protagonisten überfallen wollen und dafür sterben müssen, werden von unserem (immerhin gemischtrassigen) Quartett im Nachhinein nicht verurteilt - solche Leute hätten vor einem Jahr, so Marvin, vielleicht für die Föderierten gekämpft. Die Orientierungslosigkeit gebiert Gewalt, so sieht die Welt aus, die Brooks da schildert.

Und das gilt auch für die US-Seite, die ist kein Deut besser. Alle Verästelungen sollen nicht preisgegeben werden, aber ein Tipp: Achten Sie auf die Frauen. Von Kleinstrollen einmal abgesehen, gibt es nur zwei beachtenswerte Parts, die mittelgroße Rolle des mutmaßlichen Entführungsopfers Maria (Claudia Cardinale) und eine kleine, aber beachtliche Rolle einer "Chiquita" genannten Kumpanin des von Jack Palance gespielten mexikanischen Bandenchefs. Achten Sie auf diese Frauen, achten Sie darauf, wie Männer mit Frauen umgehen, hieran zeigt sich oft die wahre Einstellung auch zu anderen Dingen des Lebens, und hieran zeigt sich, wie sich Einstellungen wandeln können. Fatalistisch ist der Film nämlich nicht. Burt Lancaster und "Chiquita" wird eine unglaublich traurig-schöne Einzelszene geschenkt, in der er erkennen muss: Diese Frau, die er von früher als eine kennt, die "nie nein sagt" und mit der er hundertprozentig schon mal im Bett war, diese Frau ist bereit, für ihren Chef und die Wiederherausgabe Marias alles zu geben. Für ihn waren Frauen immer nur eine schnelle Nummer wert, jetzt können sie auch die Nummer von 100.000 $ wert sein (das Lösegeld, das Palance angeblich gefordert hatte). Oder ein Leben. Lancaster weiß erstmals, was Liebe ist. Dies wird dem Film eine hier nicht zu verratende Wendung geben und eine Hoffnung, die freilich nicht alle angerissenen Probleme wie Seifenblasen zerplatzen lässt.

Neben den durchweg guten Darstellern gibt es ein paar stilistische Schmankerln. Die Schnittfolge habe ich als flott und Aufmerksamkeit fordernd empfunden, wiewohl meilenweit entfernt von dem fast schon experimentell-schnellen Schnitt der modernen Actionfilme wie etwa der Bourne-Serie. Dennoch muss man genau hinschauen, denn der Schnitt begleitet ebenso schnelle, ausgeklügelte taktische Bewegungen der Vier in der felsigen Gegend. Sie sind eben nicht offene Armeekämpfer, sondern pragmatische, trickreiche Spezialisten, die sich den ganzen tiefen Schluchten und Felsvorsprüngen anpassen können und mit ihnen verwachsen. Ein Mal wird das auch erläutert: Lancaster solle, als er eine Aktion allein ausführen muss, schießen, rennen, schießen, rennen... so dass die Gegner meinen, es mit mindestens zweien zu tun zu haben. Genau wie diese Gegner drohen auch wir gelegentlich den Überblick zu verlieren. Einer der Vier ist an Punkt A, und kaum haben wir ihn (wie der Gegner) dort gesehen und als Ziel (des Blicks/der Waffe) anvisiert, da taucht er schon wieder woanders auf. Wir werden so besser in das Geschehen hineingezogen und müssen genau so schnell denken wie die gefürchteten Vier bzw. deren Gegner. Das macht das heikle Handeln aller Beteiligten perfekt erfahrbar.

Schließlich trägt zu dem Eindruck einer hektischen, zerrissenen Welt der große Filmkomponist Maurice Jarre bei. Mittel- und nordamerikanische Klänge vermischen sich, schnelle Themen wechseln mit langgezogenen, lauernde Gefahr ausdrückenden hohen Geigentönen. Jarres Lieblingsinstrument, das Zymbal (z.B. auch in Filmen von David Lean), ähnelt ein bißchen der Funktion, die die Gitarre in spanisch-mexikanischen Klängen übernimmt (aber Gitarren kommen ebenfalls vor). Das ist ein reichhaltiger Mix mit ungewöhnlichen 7/8- und 14/8-Rhythmen für diese chaotische Welt, aber insgesamt ein durchkomponiertes Eigenes mit einer für Jarre typischen Leitmotivik. Obwohl insgesamt unverkennbar Jarre, haben wir diese flirrenden Geigen eventuell Morricone und dem Italowestern zu verdanken, der 1966 auch in den USA so langsam wahrgenommen wurde. Somit ein Film, der sich auf allen Ebenen lohnt. Was ein Mensch (bzw. eine Frau) wert ist, müssen die Protagonisten selbst herausfinden. Der Film ist jedenfalls fünf Sterne wert.
toller film
5 Punkte 5 von 5 Punkten
ein lob an die leute die diesen alten schincken aufgearbeitet haben .. bild und ton sind sehr gut.. da habe ich bei neueren blurays andere erfahrung machen dürfen .. wieso kriegen die das bei oltimern sogut hin und bei neuen , aktuellen filmen nicht ? ist mir ein rätsel.
von mir eine klare kaufempfehlung .. versand und verpackung war auch alles bestens.
Einen wirklich großen Film....
5 Punkte 5 von 5 Punkten
..hat Regisseur Richard Brooks ("Die Katze auf dem heißen Blechdach") hier mal wieder abgeliefert. Für mich als Fan von Sam Peckinpah und dessen Meisterwerk "The Wild Bunch", sowie natürlich von Italo-Western im Allgemeinen ist zum Einen das Entstehungsjahr 1966 faszinierend. Brooks arbeitet hier gekonnt mit dem Staub, dem Dreck des Italo-Westerns. Damit ist er für mich der erste amerikanische Regisseur, der diese Optik in der Heimat des Westerns etablierte. "The Wild Bunch" kam z.B. erst 1969 raus.
Zum Anderen gefällt der Handlungsstrang, der am Ende einen derartigen Twist erfährt, dass man sich nur fragen kann: "Und was hat das Ganze jetzt gebracht? Und vor Allem, wem?". Grossartig!!
Worauf der Film natürlich nicht verzichten kann - anders als bei etlichen Italos - ist das HappyEnd. Okay, es fällt anders aus, als man erwarten sollte (Parallelen zu den "Glorreichen Sieben" von 1960) aber die Helden bleiben Helden und sie bleiben (moralisch) sauber.
"Die Gefürchteten Vier" ist auf jeden Fall ein richtig großes Stück Western- Geschichte. War die Anschaffung auf jeden Fall wert! Meine Empfehlung.
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Produkt-Bild: Der Millionenraub

Der Millionenraub
mit Warren Beatty, Goldie Hawn, Gert Fröbe, Regie: Richard Brooks

DVD von Sony Pictures Home Entertainment
Preis bei Amazon: EUR 12,99, Angebote ab EUR 9,50

Erscheinungsdatum: Sept. 2009
Zoom ± Produkt-Bild: Der Millionenraub

Produktbeschreibung


Millionenraub, Der DV
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Produkt-Bild: The Last Time I Saw Paris [UK Import]

The Last Time I Saw Paris [UK Import]
mit Elizabeth Taylor, Kurt Kasznar, Van Johnson, Zsa Zsa Gabor, Roger Moore, Regie: Richard Brooks

DVD von Elstree Hill Entertainment
Preis bei Amazon: EUR 5,99, Angebote ab EUR 2,94

Erscheinungsdatum: Januar 2004
Zoom ± Produkt-Bild: The Last Time I Saw Paris [UK Import]
Produkt-Bild: Law And Order - Series 3 - Complete [UK Import]

Law And Order - Series 3 - Complete [UK Import]
mit Paul Sorvino, Michael Moriarty, Christopher Noth, Richard Brooks, Dann Florek

DVD von Universal Pictures UK
Preis bei Amazon: EUR 59,99, Angebote ab EUR 12,95

Erscheinungsdatum: November 2005
Zoom ± Produkt-Bild: Law And Order - Series 3 - Complete [UK Import]
Produkt-Bild: Blazing Saddles - Der wilde Wilde Westen [Blu-ray]

Blazing Saddles - Der wilde Wilde Westen [Blu-ray]
mit Gene Wilder, Richard Pryor, Madeline Kahn, Mel Brooks, Harvey Korman, Regie: Mel Brooks

Blu-ray von Warner
Preis bei Amazon: EUR 15,99, Angebote ab EUR 4,44

3,5 Punkte.
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: März 2007
Zoom ± Produkt-Bild: Blazing Saddles - Der wilde Wilde Westen [Blu-ray]

Produktbeschreibung


DER WILDE WILDE WESTEN/ VÖ: bereits erschienen/ Genre: Komödie/ Ausgabeformat: 1080p/ Aufnahmeformat: 2,40:1/ Länge: 01:29:00/ FSK: 12
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4 Kundenrezensionen:

Superfilm ... aber nur im Orginalton!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Diese Blue-Ray ist zu diesem Preis einfach nur zu empfehlen. Der Witz und Esprit dieses Films sucht seines Gleichen und ist fantastisch gut besetzt. Allerdings muss hier eine deutliche Warnung ausgesprochen werden. Dieser Film funktioniert nur im Originalton. Die Deutsche Synchronisation/Übersetzung ist nicht brauchbar da dieser Film nur in Orginalsprache funktioniert. Dies liegt an den Massen an Wort- und Sprachwitzen die nicht zu übersetzen sind! Da kann Blazing Saddles aber nix für!
Müde Westernparodie
3 Punkte 3 von 5 Punkten
In der Originalsprache noch erträglich dümpelt der Film mit der schlechten deutschen Synchronisation über weite Strecken nur so dahin... Die Grundidee ist eigentlich gut aber eher mäßig umgesetzt. Da hat Mel Brooks schon wesentlich bessere Filme produziert. Aber für diesen Low Budget-Preis allemal ein netter Familienfilm.
Unter gewissen Umständen sehr lustig.
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Hallo, ich kann die schlechten Bewertungen vieler Leute gut verstehen, obwohl ich der Meinung bin, dass dieser Film einer der lustigsten aller Zeiten ist. Um diesen Film und den darin befindlichen messerscharfen Humor zu verstehen, muss man sich mit der amerikanischen Kultur SEHR GUT auskennen. Alle großen Lacher in diesem Film zielen haargenau auf Denkweisen und Klischees ab, welche man gut kennen muss, um wirklich mitlachen zu können. Ich habe die hälfte meines Lebens in den Staaten verbracht und weiß deshalb genau, was Mel Brooks mit seinen Andeutungen angreift. Deswegen ist dieser Film für viele deutsche verständlicherweise dämlich. Ausserdem rate ich davon ab, sich diesen Film auf deutsch anzusehen.
Achtung! Deutsch nur in MONO!!!!
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Tja, da habe ich voreilig die Bluray gekauft, man sollte immer erst das Kleingedruckte lesen. Der englische Ton ist zwar Mehrkanal aber deutsch wird nur in MONO geboten!!!
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Produkt-Bild: Elmer Gantry

Elmer Gantry
mit Burt Lancaster, Jean Simmons, Shirley Jones, Regie: Richard Brooks

DVD von MGM Home Entertainment GmbH (dt.)
Preis bei Amazon: EUR 13,99, Angebote ab EUR 3,93

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: März 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Elmer Gantry

3 Kundenrezensionen:

Erwachet!
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ehrlich: SIE würden sogar heute noch Aktien von Lehman Brothers kaufen, wenn Elmer Gantry sie ihnen andrehte. Der Mann kann reden. Der Mann gibt alles, und Burt Lancaster spielt ihn mit seiner geballten athletischen Strahlkraft, viriler Wildheit, ungekämmten Haaren und scheinheilig aufblitzenden Zähnen. Elmer Gantry ist ein herumstreunender Vertreter, der eher zufällig merkt, dass er Gottes Wort noch besser verhökern kann als Staubsauger - und außerdem sieht die Erweckungspredigerin Sister Sharon Falconer (Jean Simmons) ja sooo toll aus, also bleibt er halt bei den Erweckern. Glaube? Null! Skrupel? Noch weniger! Wichtig? Nein! Faith sells... Das muss auch Falconer erkennen, die ebenfalls eine recht geschickte Massenmanipulatorin ist, aber vom ehren Motiv des tiefen Glaubens durchdrungen. Doch dass einer, der die Masche noch eine Spur drastischer durchzieht, den Erweckern letztlich mehr Einfluss und Geld zuschanzen kann, ist ihr so unrecht nicht...

Der Film spielt im Bible Belt der ausgehenden 20er Jahre und ist bereits 1960 herausgekommen, aber von seiner Aktualität hat er nichts eingebüßt, im Gegenteil, was hatten wir alles seitdem: Christliche Fundamentalisten als US-Präsidenten, Intelligent Design statt Evolutionslehre (was nun auch langsam nach Deutschland herüberschwappt), des Verstandes beraubte Gläubige in hechelnder, blindwütiger Extase angesichts der Worte und des Handauflegens von Massenpredigern, die man zu jeder Tages- und Nachtzeit auf irgendeinem Kanal des US-Fernsehens beobachten kann. Im Land mit den besten Universitäten und der größten Nobelpreisträgerdichte glauben ca. 50 % (habe ich mal gelesen), dass es seit 6.000 Jahren Menschen gibt, also ehrlich! Und in diesem Wespennest kann man sich also immer noch einen Film, der da vor 49 Jahren mal reingestochen hat, ziemlich gut ansehen. Wer meint, Lancasters wilde, fast schon animalische Predigten seien auch nur eine Spur übertriebenes Overacting, möge sich wirklich einmal Fernsehprediger in den Staaten ansehen. Nein, als gallige Satire ist "Elmer Gantry" hundertprozentig gelungen. Er zeigt die immer noch funktionierende Massenmanipulation. Er zeigt die höchst irdischen Interessen von Kirchen (nicht nur der Erwecker!) am schnöden Mammon. Er zeigt Doppelmoral, z.B. wenn ein sich fromm gebender und einen atheistischen Reporter fertig machender Immobilienbesitzer einräumen muss, in seinen Häusern Flüsterkneipen und Bordelle zu haben. Er zeigt, dass es mit der Filmzensur langsam zu Ende ging. Prostituierte kommen unverschlüsselt als solche vor, sie werden nicht als pauschal verdammenswert gezeigt, und dass Gantry früher einmal eine von ihnen hinter der Kanzel flachgelegt hatte, kommentiert sie deftig mit: "He rammed the fear of God into me so fast I never heard my old man's footsteps!"

Neben einer scharfen Beobachtung der Gesellschaft, der Masse, gibt es auch noch die Einzelnen, vor allem eine Liebesgeschichte zwischen Elmer und Sharon, genannt Shara. Die ist zu Beginn wunderbar erzählt. Lancaster wirkt teuflisch und nach außen gekehrt, Simmons eher engelsgleich (sie trägt oft weiß und ist definitiv bis zu einem Moment des Films noch Jungfrau) und nach innen gekehrt. Dennoch ist von Anfang an klar, dass sie mit beiden Beinen auf dem Boden steht, ebenfalls mit so einigen Wassern gewaschen ist und es in der Umgebung mit diesen ganzen in anderen Sphären lebenden Gläubigen gar nicht mal schlecht findet, wie sich Lancaster an sie ranmachen möchte. Bezeichnend die frühe Szene im Zug. Er sei so offen unverschämt, dass sie das sympathisch finde und ihn auch gern mal wiedersähe. Eine Abfuhr bekommt er trotzdem erst einmal. Als seine Hormone immer mehr kochen, lässt sie "es" später tatsächlich einmal zu, aber nicht, ohne ihn vorher in eine Umgebung geführt zu haben, in der SIE es will und IHRE Regeln gelten. Die Entjungferung ist dann so ein wunderbarer intimer Moment, dass die Kamera außen vor bleibt, ohne dass das spießig wirkt, man weiß einfach, was das für Shara bedeutet und fühlt die gesteigerte Intimität: Hier ist etwas so Schönes und Zartes, dass die Kamera einfach nicht mit reinkommen DARF. Elmer erkennt Shara, aber wir erkennen nichts, und sehen doch alles.

Leider läuft dem Regisseur Richard Brooks die Geschichte in der letzten halben Stunde ziemlich aus dem Ruder, und wer meine Begründung hierfür lesen möchte, der sei ab jetzt vor Spoilern gewarnt. So schön, wie Sharas Mischung aus irdischer Lebensklugheit und himmlischer Mission über weite Strecken dargestellt wird, so sehr verliert sie später die Bodenhaftung. Merkt sie denn nicht und stört es sie gar nicht, wie brutal Elmer schließlich vorgeht, nicht nur die Massen manipulierend, sondern auch Einzelne gezielt fertigmachend, um dem Klingelbeutel, vor allem aber seinem eigenen Ego neue Nahrung zuzuführen? Als sie von einer Prostituierten mit kompromittierenden Fotos von dieser und Elmer erpresst wird, gelingen ihr noch berührende Momente, wenn sie verschämt, aber entschlossen das Geld überbringt: Stand by your man, Hingabe als Stärke und nicht als Schwäche. Aber danach wird's völlig verquer. Dass sich Gantry angesichts dramatischer Ereignisse ein großes Stück weit zum Guten wandelt, konnte ich noch nachvollziehen. Doch als sich herausstellt, dass Gantry in eine Honigfalle getappt war und die besagten Fotos nicht für das stehen, wonach es aussieht, kommt es zur filmischen Katastrophe. Die gleichen Idioten, die noch zuvor bereit waren, Gantry mit faulem Obst und Gemüse zu bewerfen, zu verprügeln und auszupeitschen, sind schwuppdiwupp wieder umgekrempelt und hängen begeistert an den Lippen der Erwecker. Auch so ein satirisches Statement, aber der Film zeigt es diesmal distanzlos, und: Elmer und Shara stören sich offenbar kein bißchen daran. Shara hat so sehr ihren Frieden und ihre Liebe gefunden, dass sie sogar eine Wunderheilung vollführen kann. Das war dann wohl doch zu viel, ihre ganze Kirche muss niederbrennen, und obwohl mit einer Zigarette eine logische Ursache geliefert wird, inszeniert Brooks es wie ein Höllenfeuer, bei dem sich das nahe gelegene Wasser viel blutröter färbt, als die Flammen es je waren. Shara ist endgültig durchgedreht und macht keine Anstalten, vor den Flammen zu fliehen, man müsse nur Vertrauen haben. Klar, auch sowas gibt es bei religiösen Fundis, aber Sharas Figur war über gut 2/3 des Filmes überhaupt nicht so angelegt. Brooks ist in diesem Abschnitt nicht mehr der scharfe Beobachter, sondern taucht mit Wucht und Schwere seinen Film selbst ein in ein Wechselbad der Gefühle, das kaum auszuhalten ist. Während ihm vorher das Emotionale eher in kleinen, zarten Momenten oder deftigen Sottisen wohldosiertes Salz in der satirischen Suppe war, war am Schluss der Koch verliebt. Das schlägt auf den Magen und kostet einen Stern.
Das Happy End war zum greifen nah... Elmer Gantry
5 Punkte 5 von 5 Punkten
eine durchaus interessante Geschichte, die keinen Skrupel vor dem Glauben kennt. Sehenswert für Gläubige und sehenswert für Atheisten. ....Elmer Gantry (Burt Lancaster), der durch Zufall auf eine Kirchenversammlung stößt, entdeckt, dass er als vermeintlicher Prediger Profit schlagen kann. Gemeinsam mit Sharon (wunderbar Jean Simmons) bringt er den Menschen den Glauben nah...wäre da nur nicht seine alte Flamme, die seinen frommen Ruf zerstören könnte...

Eine Tragiekomödie, die sich mit Witz, Intrigen und großen Gefühlen auszeichnet! Ein Film, dessen Happy End nur von kurzer Dauer ist... 3 Oscars!!
Interessant !!!
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Dieser Film zeigt auf dramatische Weise , wie in Amerika Scharlatane als Prediger mit ihrer Lehre hausieren gingen , nicht aus Glauben an der Sache , sondern einfach um Gewinn zu machen . Elmer Gantry (Burt Lancaster), der sich in Vielem versucht hat und so durchs Land zieht , entdeckt in Predigerveranstaltungen einer Frau (gespielt von Jean Simmons) eine gute Möglichkeit , sich wichtig zu machen und berühmt zu werden . Er fängt selber an zu predigen , das Geld zu kassieren und Moral durchzusetzen . Ziemlich bald geniesst er eine gewisse Akzeptanz in seiner "Gemeinde" und sein falsches Spiel wird nur von Wenigen erkannt . Der grösste Skeptiker , ein Reporter ,der ihm gerne auf den Zahn fühlt spielt hier eine wichtigere Rolle . Zunehmend findet er viele Anhänger in seinem Umkreis .Doch seine Vergangenheit holt ihn ein ...
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Produkt-Bild: Elizabeth Taylor Collection [UK Import]

Elizabeth Taylor Collection [UK Import]
mit Joan Bennett, George Dolenz, Van Johnson, Richard Burton, Zsa Zsa Gabor, Regie: Richard Brooks, Vincente Minnelli

DVD von Great Music Co.
Preis bei Amazon: EUR 15,99, Angebote ab EUR 11,93

Erscheinungsdatum: Oktober 2006
Zoom ± Produkt-Bild: Elizabeth Taylor Collection [UK Import]
Produkt-Bild: Survival Island - Wenn Blicke töten können

Survival Island - Wenn Blicke töten können
mit Billy Zane, Kelly Brook, Juan Pablo Di Pace, Regie: Stewart Raffill

DVD von Koch
Preis bei Amazon: EUR 9,99, Angebote ab EUR 8,99

3,5 Punkte.
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Mai 2009
Zoom ± Produkt-Bild: Survival Island - Wenn Blicke töten können
  • Koch Media Film DVD - Survival Island - Wenn Blicke töten können, Nach einem Schiffbruch entbrennt zwischen Jennifer und einem Besatzungsmitglied eine leidenschaftliche Affäre auf einer einsamen Insel. Als plötzlich Jennifers als vermisst geltender Mann Jack auftaucht, formiert sich eine explosive menage a trois, die schnell und gnadenlos in Brutalität umschlägt. Und schon bald stellt sich die alles entscheidende Frage: Wer wird das gefährliche Spiel überleben? (1 DVD)

Produktbeschreibung


Beschreibung Nach einem Schiffbruch entbrennt zwischen Jennifer und einem Besatzungsmitglied eine leidenschaftliche Affäre auf einer einsamen Insel. Als plötzlich Jennifers als vermisst geltender Mann Jack auftaucht, formiert sich eine explosive menage a trois, die schnell und gnadenlos in ...
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3 Kundenrezensionen:

Survival Island Thriller
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Survival Island ist ein sehr unterhaltsamer Erotikthriller. Im ganzen Film kommt
keine Minute langeweile auf. Die drei Hauptdarsteller sorgen für solide Schauspiel-
kunst. Hauptdarstellerin ist eine Augenweide. Für Fans des Genre ein absoluter
Filmtipp.
Sehr guter Thriller !
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Keine Ahnung warum diese erste Rezension so schlecht ausfiel, ich finde, dass es sich hier um einen klasse Thriller handelt der spannend gemacht ist. In wie fern dieser Film hier von der Blauen Lagune kopiert (laut erst Rezenten) kann ich nicht sagen, da ich diesen Film nie gesehen habe. Wie dem auch sei, ändert dies nichts an der Klasse dieses Thrillers. Wer einen Thriller mit 3 gestrandeten Leuten, einem Ehepaar und einem weiteren Mann, der den Aushilfe Matrosen spielt sehen will wird hier sicher nicht enttäuscht werden. Die Rivalität, die sich zwischen den Hauptdarstellern abspielt ist sehr gut geworden und realitätsbezogen. Das Ende war m.E. auch gut, so dass man sich diese DVD als Thriller Fan nicht entgehen lassen sollte.
Gnadenlos Abgetaucht
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Ein Film, den die Welt nicht braucht.

Statt den üblichen Survival - Horror Geschichten über Schiffbrüchige auf einer einsamen Insel mutet dieser Streifen wie eine lächerliches Remake der blauen Lagune an.

Schnell eine Hütte gebaut, erstmal baden gehen ( darauf hätte ich nach Stunden / Tagen im Wasser auch sofort Lust .......), Feuer machen, mit Haien tauchen und nebenbei noch etwas Spaß mit der Frau des anwesenden Skippers..........

Dämliche Dialoge inclusive.

Man weiss zu keiner Zeit, was die Leute dort eigentlich wirklich treiben sollen oder wollen, es erinnert mehr an ein Karaoke - Wochenend - Filmset am Strand als an Schiffbrüchige.

Der Film ist ( bis auf die Bikini - Figur der Hauptdarstellerin ) nicht sehenswert.
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Produkt-Bild: The Professionals [UK Import]

The Professionals [UK Import]
mit Burt Lancaster, Lee Marvin, Robert Ryan, Claudia Cardinale, Ralph Bellamy, Regie: Richard Brooks

DVD von Sony Pictures Home Entertainment
Preis bei Amazon: EUR 15,99, Angebote ab EUR 4,99

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Juni 2003
Zoom ± Produkt-Bild: The Professionals [UK Import]

Eine Kundenrezension:

großes Western-Kino
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Wem "Spiel mir das Lied vom Tod" zu langatmig und aktionsarm war, wird "the professionals" genießen. Ein reicher Texaner heuert vier stoppelbärtige Abenteurer (Burt Lancaster, Lee Marvin, Robert Ryan, Woody Strode) an, um seine Frau Maria zu befreien, die von einem mexikanischen Revolutionär Raza (Jack Palance) gekidnapt wurde. Die Suche ist logisch und spannend inszeniert. Die flirrende Hitze und das trockene Klima machen dem Zuschauer eine durstige Kehle. Ein Six-Pack gekühltes Bier im Sessel-Sattel ist zu empfehlen, wenn die Spannung vom Trab in den Galopp übergeht.
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Produkt-Bild: La derniere chasse [FR Import]

La derniere chasse [FR Import]
mit Robert Taylor, Regie: Richard Brooks

DVD von Warner Home Vidéo
Preis bei Amazon: EUR 15,99

Erscheinungsdatum: Oktober 2007
Zoom ± Produkt-Bild: La derniere chasse [FR Import]
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