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Produkt-Bild: Die fabelhafte Welt der Amélie

Die fabelhafte Welt der Amélie
mit Audrey Tautou, Mathieu Kassovitz, Rufus, Regie: Jean-Pierre Jeunet

DVD von Universal Studios
Preis bei Amazon: EUR 4,95, Angebote ab EUR 2,99

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Juli 2004
Zoom ± Produkt-Bild: Die fabelhafte Welt der Amélie
  • FSK 6

Produktbeschreibung


Universal Die fabelhafte Welt der Amelié, Freigegeben ab 6 Jahren Komödie

Aus der Amazon.de-Redaktion


Sie können Die fabelhafte Welt der Amélie einfach als hübsche Liebesgeschichte betrachten; dabei würde Ihnen allerdings ein Stück großartigen Kinos entgehen. Genau genommen erblüht die Romanze sowieso erst in der zweiten Hälfte des Films und auch dann auf recht unkonventionelle Weise. Mit dem Gebrauch von Spezialeffekten, um den inneren Gefühlen Ausdruck zu verleihen, könnte man Amélie auch als eine französische Ausgabe von Ally McBeal ansehen -- aber im Gegensatz zu Ally McBeal ist Amélie über den Mangel an Männern in ihrem Leben nicht frustriert. Im Gegenteil -- der Gedanke an Sex amüsiert sie eher. Einfache Freuden wie das Knacken der Karamelhaube einer Crème brûlée geben Amélie die sinnliche Befriedigung, die sie braucht, und ihr Dasein im Paris der Träume und Fantasien ist mit märchenhafter Sentimentalität gekennzeichnet.
Mit Jean-Pierre Jeunets wunderschöner Interpretation des Pariser Lebens, inklusive der lebhaften Farben, die man vom Regisseur von Delicatessen erwartet, muss dieser cineastische Leckerbissen für das Pariser Fremdenverkehrsamt Wunder gewirkt haben. Hier haben wir es allerdings mit mehr als nur einem Film zum Wohlfühlen zu tun. Amélie strahlt einen interkulturellen Reiz aus; diese elfenhafte Frau ist ein Symbol unserer Zeit. Der Film spielt zurzeit von Prinzessin Dianas Tod, und Amélie ist von der Idee besessen, der Welt das Gute wieder zu geben -- eine Mutter Teresa Frankreichs zu werden. Der Film bietet zu keiner Zeit ein Motiv für diesen Wunsch, Gutes zu tun. Wie alle großen Märtyrer ist und macht Amélie einfach das, was sie will, um anderen eine Freude zu machen. Sie erwartet keinen Dank für ihren Liebesdienst; sie verbirgt sich im Schatten und empfindet tiefe Befriedigung aus dem Bewusstsein, dass es ihr mal wieder gelungen ist, jemandes Leben ins Positive zu verändern.
Im gnadenlosen Klima unserer heutigen Zeit, das von der Unfähigkeit genährt wird, Menschen das Miteinander zu ermöglichen, in der wir die Sorgen und die Einsamkeit unserer Mitmenschen ignorieren, kommt Amélie Poulains Selbstlosigkeit wie eine erfrischende Brise daher. Mit einer starken Besetzung, liebenswerten Charakteren, wunderschönen Bildern und dem typischen französischen Humor, der stark ans Schwarze grenzt, wird Amélie auch Sie einfach verzaubern. --Nikki Disney
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Wenn Träume wahr werden Die fabelhafte Welt der Amélie
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein perfektes Zusammenspiel aus Traum und Realität.
Sobald man in den Sessel sinkt, befindet man sich in einer komplett anderen Welt. Eine Welt aus skurrilen Figuren, und unwirklichen Farben. Sofort ist man gefesselt von der verträumten Geschichte der Amélie Poulain, man denkt man selbst kann jedes einzelne Korn auf der nackten Hand spühren, wenn die junge Pariserin mit den großen braunen Augen die ihre in den Leinensack mit Körnern gleiten lässt. Alles in allem ist Die fabelhafte Welt der Amélie ein Film für die Sinne. Die Musik lädt zum Träumen ein, und man befindet sich urplötzlich nicht mehr auf der Couch im heimischen Wohnzimmer, sondern tanzt einen geschmeidigen Walzer auf der Avenue des Champs-Élysées. Die Stimmen klingen wie neu erfundene Melodien und schwanken von Dur nach Moll. Man sieht Paris durch eine rot-grüne Brille, man sieht es wie Amélie es sieht, und man verliebt sich prommt in diese verwunschene Sichtweise. Sie erinnert an Kindermärchen und holt jeden in Kindertage zurück, in denen aus bunten Bilderbüchern facettenreiche Geschichten vorgelesen wurden. Amélie sieht die Welt, wie sie sie sich in ihrer Kindheit vorgestellt hat, denn ihre Eltern haben ihr nie vorgelesen, ihr nie eine Vorlage für ihre Fantasie gegeben, so war die kleine Amélie schon immer auf ihre eigene Kreativität angewiesen. Diese Kreativität hat sie behalten.
Man nimmt die verschiedensten noch so kleinen Details war, das liegt daran, dass sie keine Chance haben, in einer Masse von Farben unterzugehen. Man achtet unbewusst auf jede kleinste Bewegung, auf einen Augenaufschlag, ein Lächlen. Es ist, als ob man auf ein schwarz-weiß Bild schaut, auf dessen Zeitlosigkeit, Ruhe und Überschaubarkeit. So unterschiedlich wie schwarz und weiß sind auch rot und grün, die Farben, die den Film dominieren, es sind allerdings lebendige Farben, es spiegelt sich Leben in ihnen wider, jedoch nicht zu viel, um überladen zu wirken.
Amélie schreitet durch ihre Welt, wie ein Engel, oder ein Held eines Kinderbuches, immer darauf bedacht unerkannt zu bleiben und doch gleichzeitig mit ihrer Aura soviel zu beeinflussen, dass alles eine gute Wendung nimmt. Nur mit einem tut sich die sensible Französin schwer, mit ihrem eigenen Glück. Mal gibt einem Mann die Schätze seiner Kindheit wieder, mal tritt sie als sanfter Racheengel auf, der einen Gemüsehändler durch kleine Veränderungen aus seinem gewohnten Rhythmus bringt, doch bis zu ihrem Traumprinzen, dem schüchternen Nino, ist es noch ein weiter Weg. Ein Weg über kleine Botschaften und Bilder.
Wird Amélie zu Nino finden, oder steht ihr ihre eigene Fantasie womöglich noch im Weg? Es ist schwer, eine Gefühlsregung bei Amélie auszumachen, sie ist zu sehr darauf erpicht eine Geschichte zu kreieren, wobei sie vergisst, dass das Leben kein Traum ist, wohl aber zum erfüllen jener einlädt.
In dem Paris, von dem Die fabelhafte Welt der Amélie so wunderschön erzählt, würde man sicherlich gerne mal Ferien machen, denn so erholt fühlt man sich, wenn man den Fernseher wieder ausschaltet und sich aus dem Sessel erhebt. Man tänzelt im dreiviertel Takt langsam Richtung Bett, um so schnell wie möglich in eine ähnlich schöne Welt abzutauchen, wie die, die man vor wenigen Augenblicken noch vor sich hatte.

frook
Fabelhaft
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Was für ein wunderschöner Film! Man sieht die Welt mit anderen Augen, ich bin fasziniert von diesem Film und werde ihn mir sicherlich noch öfter anschauen.
Ein fazinirender Film...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Bei den vielen Hollywoodkomödien die heute den Markt überschwemmen, denkt man manchmal wahrscheinlich: Liebe, das ist nie wie im Fernsehen. Nie so aufopfernd, oder so pompös, so perfekt, so ehrlich.

Dieser Film ist feinfühliger, kleiner und komplizierter. Trotzdem preist er die Liebe in all ihren Varianten: Die Liebe zwischen Menschen, aber auch die Liebe zum Gefühl, zu kleinen Gewohnheiten und nicht zuletzt zu Traumwelten. Und doch ist der Film nicht aufreizend, sondern bleibt auf dem Teppich und übberrascht einen ein ums andere Mal.

Man kann, denke ich, 100 Hollywoodkomödien( von denen einige ja auch wirklich gut sind) sehen und nicht an die Liebe glauben, aber ich für meinen Teil konnte es nach diesem Film nicht mehr.
Wunderschön!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ja, Paris ist nicht so sauber und bunt wie hier gezeigt. Ja, der Film hat seine schwachen und kitschigen Momente. Und ja, Audrey Tautou ist mit ihren Bambi-Augen einfach nur hinreißend süß. Na und? Ich liebe diesen Film!

Jean-Pierre Jeunets Meisterwerk rückte 2001 wieder nachhaltig ins Gedächtnis, welche verdammt sympathischen Filme in unserem Nachbarland entstehen. Die skurrile Geschichte um die Halbwaise Amélie Poulain, die sich dazu berufen fühlt, unerkannt im Hintergrund als Engel Gutes für ihre Mitmenschen zu tun, ist einfach herzerwärmend.

Dabei spart der Film nicht mit schrägen oder auch nachdenklichen Momenten. Der einzige Vorwurf, den man Jeunet (wie auch bei seiner späteren erneuten Zusammenarbeit mit Audrey Tautou, "Mathilde - Eine große Liebe") machen kann - das Endergebnis ist einen Zacken zu lang! Ein paar Kürzungen und Straffungen und dies wäre der perfekte Film geworden. So aber wechseln sich einprägsame Bilder aus dem 18. Arrondissement von Paris mit ein paar Leerläufen (gerade in den Szenen mit dem von Serge Merlin gespielten kranken Maler Raymond Dufayel) ab. Immerhin wird alles geprägt von der großartigen Filmmusik Yann Tiersens, den wunderschönen (wenn auch optisch nachbearbeiteten) Aufnahmen Bruno Delbonnels und den schauspielerischen Leistungen aller Beteiligten, wobei wieder einmal Jeunet-Spezi Dominique Pinon nicht fehlen darf.

Irgendwie hat man nach Anschauen des Films Lust, sofort nach Paris zu reisen, sich ins Café "Deux Moulins" zu setzen und sich von Amélie etwas zu trinken bringen zu lassen, während sich der eifersüchtige Joseph (Pinon) am Nachbartisch wieder einmal Notizen über seine Angebeteten macht und Hypochonder-Königin Georgette (Isabelle Nanty) über ihre neuesten eingebildeten Krankheiten sinniert.

Die Bonusmaterialien beider DVDs bieten ein buntes Sammelsurium an Extras, die von Audiokommentaren, Casting-Aufnahmen über diverse geschnittene Szenen und Fotogalerien bis hin zur Polaroid-Parade des "reisenden Gartenzwergs" reichen. Dafür allein volle Punktzahl!
bezaubernd
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Dieser Film ist einfach nur süß. Es ist eine Hommage an die kleinen Dinge des Lebens, die einfachen Freuden. Amelie (Audrey Tautou) beschließt die Welt zu retten und für alle Menschen alles zum guten zu wenden. Nur ihr eigenes ganz persönliches Glück kann sie nicht in die richtigen Bahnen lenken. Wie bekommt unsere gute Fee ihren Traumprinzen?

Definitiv einne sehenswerte Liebeskomödie.
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Produkt-Bild: Hass - La Haine (Special Edition, 2 DVDs)

Hass - La Haine (Special Edition, 2 DVDs)
mit Vincent Cassel, Hubert Koundé, Saïd Taghmaoui, Regie: Mathieu Kassovitz

DVD von Universal Studios
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 6,90

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 2006
Zoom ± Produkt-Bild: Hass - La Haine (Special Edition, 2 DVDs)
  • FSK 12

Produktbeschreibung


Universal Hass - La Haine - S.E. (2 DVDs), USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 06.09.07
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5 Kundenrezensionen:

Vinc, Said und Hubert - die Hauptfiguren von La Haine - nehmen Kriege der Polizei gegen Jugendliche ...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
in Stadtrandvierteln von Paris im letzten Jahr und in Athen im Moment gerade vorweg. Und das mit den Mitteln des Kinos. Was sich gerade in Athen abspielt, ist offenbar eine Kopie der Story dieses Films, der schon in den 90er Jahren entstanden ist. Arbeitslose Jugendliche in den Randbezirken von Paris leben in einem permanenten Dauerausnahmezustand. Auseinandersetzungen mit der Polizei sind an der Tagesordnung. Ruhe im Viertel gibt es ganz selten und wenn, dann kann sie innerhalb von Sekunden explosionsartig in fast kriegerische Auseinandersetzungen einmünden. Während der Straßenschlachten der Jugendlichen hat ein Polizist seine Dienstwaffe verloren. Vinz, gespielt im Film von dem jungen Vincent Cassel, hat sie gefunden. Sie ruht jetzt als latentes Bedrohungspotential in den Händen der Jungendlichen.

Wie in Paris vor eingen Jahren und wie in Athen am letzten Wochenende ist ein Jugendlicher von der Polizei während der Straßenschlachten schwer verletzt worden. Genauso im Film. Vinc, Said und der Hubert warten darauf, ob der Junge überlebt. Sollte er nicht überleben, hat sich Vinc schon vorgenommen, die Waffe gegen die Polizei einzusetzen. Morden um die Balance im Viertel wieder herzustellen, sagt Vinc. Dann stirbt der Junge. Die Drei kriegen die Nachricht nachts auf einem Bildschirm in einer Kaufhauspassage mit. Jetzt braucht es nur noch einen kleinen Zwischenfall, um die Waffe einzusetzen. Und der kommt. Und dann fallen die Schüsse, die schon so lange angekündigt waren. Die innere Dynamik und Zwangsläufigkeit dieser Entwicklung, die auf diese Katastrophe zufliegt, ist nicht zu stoppen.

Vorweggenommen wird diese Zwangsläufigkeit durch das Motiv vom Mann der aus dem Hochhaus fällt.

Sehr emotionslos und kühl schildert der Film diese verlorene und gewalttätige Jugendkultur in den Vorstädten. Sie hat aber auch menschliche Züge. Das macht den Film so sympathisch.
brutale Millieustudie
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
dieser Klassiker über die französischen Vorstädte zeigt wie die dortige Hoffnungslosigkeit und Ausgrenzung in blanken Hass umschlagen kann.
Die Vorstadt, in der Vince, Said und Hubert leben, ist im Ausnahmezustand. Ein von dort stammender Junge liegt nach einem brutalen Polizeiverhör im sterben.
Die drei Freunde beschließen etwas zu unternehmen und zeigen dem Zuschauer dadurch wie die Realität der Kinder afrikanischer Einwanderer abseits der Multikultifußballnationalmannschaft in Frankreich aussieht.

Man bekommt ein Verständnis dafür weshalb Frankreichs Vorstädte regelmäßig brennen. Absolut sehenswerter Film.
Super Film!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Dieser Film ist einfach sehr gut. Er zeigt aus einer sehr guten Perspektive das Leben dreier Jugendliche in einem Vorort von Paris. Auch heute noch sehr aktuell!
Das einzige was ich an diesem Film schade finde, sind die deutschen Synchronisationsstimmen. Wenn man den Film das erste Mal auf französisch sieht und später dann noch auf deutsch, sind die deutschen Stimmen echt nicht schön anzuhören.
Aber ansonsten ein sehr gut gemachter Film!
Bis hierher liefs noch ganz gut
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Bis hierher liefs noch ganz gut, bis hierher liefs noch ganz gut, bis hierher liefs noch ganz gut das Gefühl hatte man den ganzen Film über. Ein Film von 1995 gedreht von einem 28 Jährigen in Schwarz/Weiß. Der Film zeigt 24 Stunden aus dem Leben dreier Jugendliche das geprägt von Gewalt, Drogen und hass auf die Poilzei ist. Begleitet von dem zitat Dies ist die Geschichte von einem Mann, der aus dem 50. Stock von einem Hochhaus fällt. Und während er fällt, wiederholt er, um sich zu beruhigen, immer wieder: Bis hierher liefs noch ganz gut, bis hierher liefs noch ganz gut, bis hierher liefs noch ganz gut. Aber wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung!, am Anfang des Filmes denkt man sich noch nicht so viel dabei am Ende wird einen einiges klar. Sehr schockierendes Thema! Das der Film s/w ist war am Anfang etwas eigenartig aber letztenendes spiegelt es doch die Stimmung perfekt wieder. Begleitet wird der Film von einen ziemlich guten und einprägenden Soundtrack.
Top Film, aber Untertitel nicht wegblendbar!
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
"La Haine" ist ohne Frage ein brillanter und hochaktueller frz. Film, ärgerlich nur, dass sich der deutsche Untertitel nicht wegblenden lässt, wenn man ihn auf frz. sieht. Zugegebenermaßen versteht aufgrund der Jugendsprache nur die Hälfte ohne Untertitel, dennoch gibt es sicher einige Liebhaber ( wie mich ), die den Film x-mal auf frz. gesehen haben und am Ende jedes Wort mitsprechen können. Da stört der Untertitel doch sehr! Die Bonus-DVD ist interessant, aber kein Muss. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mir die frz. Version gekauft, da hat man neben deutschem Untertitel auch gleich noch den englischen Untertitel dabei, für das gleiche Geld!
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Produkt-Bild: Babylon A.D. - Uncut

Babylon A.D. - Uncut
mit Vin Diesel, Melanie Thierry, Michelle Yeoh, Lambert Wilson, Mark Strong, Regie: Mathieu Kassovitz

DVD von Concorde Video
Preis bei Amazon: EUR 22,99

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: April 2009
Zoom ± Produkt-Bild: Babylon A.D. - Uncut

Aus der Amazon.de-Redaktion


Babylon A.D. will die Fans von knallharten, apokalyptischen Endzeitvisionen bedienen. Ein Actiongewitter in pechschwarzem Ambiente mit Muskelmann Vin Diesel in der Hauptrolle.
Der französische Regisseur Matthieu Kassovitz wurde Mitte der neunziger Jahre als Wunderkind bejubelt. Sein sozialkritischer Pariser Vorstadtfilm Hass wirbelte mächtig Staub auf und mit Die purpurnen Flüsse gelang ihm wenige Jahre später der Durchbruch an der Kinokasse. Laut eigener Aussage war Babylon A.D. lange Zeit sein Traumprojekt. Seitdem er die literarische Vorlage von Maurice G.Dantec (unter dem ursprünglichen Titel: "Babylon Babies") gelesen hatte, liess ihn der Stoff nicht mehr los und es dauerte beinahe ein Jahrzehnt bis ein Produzent grünes Licht gab. Was jedoch nach der ersten Klappe folgen sollte hatte sich Kassovitz wohl kaum ausmalen können.
Aber zunächst zur Geschichte: In einem nicht näher definierten Land irgendwo im Bereich der ehemaligen Sowjetunion schlägt sich der knallharte Söldner Toorop (Vin Diesel) durch eine apokalyptisch anmutende Welt. Es ist die Zukunft und es sieht nicht gut aus für die Menschheit. Radioaktiv verseuchte Landstriche wechseln sich ab mit anarchistisch kaputten Zonen, in denen mit Panzern bewaffnete Milizen das chaotisch, vermüllte Strassenbild prägen. "Survival of the Fittest" ist das Schlagwort und man darf das im Falle von Babylon A.D. durchaus wörtlich nehmen wie etliche Szenen im Verlauf des Films dem sich windenden Zuschauer klarmachen werden. In einer derartigen Welt gibt es natürlich steigenden Bedarf an Typen wie Toorop. So greift ein gewisser Gursky (Gerard Dépardieu), eine Art Mafia-Boss, auf ihn zurück, als es darum geht eine junge Frau (Mélanie Thierry) aus einem Konvent in der Mongolei abzuholen und auf dem Landweg über die Behringstrasse ins gelobte Land, nach New York, zu schmuggeln. Daran hat sich zumindest wenig geändert. Auf der Reise, die das Mädchen nur im Schlepptau ihrer Pflegemutter (Michelle Yeoh) antritt, häufen sich jedoch Zufälle und Merkwürdigkeiten. Allmählich dräut Toorop dass sein Schmuggelauftrag ein paar Nummern zu Groß für ihn sein könnte.
Das Setting von Babylon A.D. erinnert in seiner destruktiven Trostlosigkeit und der darin verborgenen Schönheit des Absurden stark an Science Fiction Klassiker wie Blade Runner oder Mad Max. Die ersten 15 Minuten des Films machen alleine wegen der atmosphärischen Dichte Lust auf Mehr. Inhaltlich orientiert sich der Stoff am auffallendsten am gelungenen City of Men. "Orientieren" passt in diesem Zusammenhang vielleicht am besten, denn von der ursprünglichen Intention Kassovitz und der im Roman verhandelten Thematik ist unter den Händen der Hollywood-Studiobosse nicht viel übrig geblieben. Es ist eine actionlastige, dramaturgisch holprige Angelegenheit geworden, die immer wieder Gefahr läuft den Zuschauer auf dem Weg von Actionsequenz zu Actionsequenz zu verlieren. Der "Final Cut" des Films, den Kassovitz natürlich nicht selbst hatte, war für den Regisseur derart schmerzhaft, dass er seinen PR-Verpflichtungen nur teilweise nachkam um sich in diesen wenigen Momenten negativ über die Produktionsbedingungen des Films zu äußern. Das muss man wissen wenn man über die Kinofassung des Films (speziell die US-Amerikanische) spricht. Die letzte Hoffnung ist die DVD-Fassung. Mit ihr will Kassovitz Frieden mit dem heiss-geliebten Stoff schliessen. Der Zuschauer kann nur abwarten und sich möglicherweise sogar freuen.--Thomas Reuthebuch
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5 Kundenrezensionen:

Diese Ausgabe verdient den Titel "Uncut" nicht!
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Ich habe den Film im Kino gesehen. Der Film an sich ist genau das, was ich erwartet habe- ein visionäres Stück Filmkunst wie man es nur alle paar Jahre zu sehen bekommt, umgesetzt von einem großartigen Regisseur.

Jetzt kommt der Haken, der für meine Wertung von nur einem Stern verantwortlich ist:

Der Film wurde massiv zusammengeschnitten, aus Gründen die sich meiner Kenntnis entziehen. Offenbar handelt es sich um einen Streit zwischen Studio und Regisseur, es geht um Zielgruppen und vor allem eine möglichst große.

Durch den dilettantischen (Nachbearbeitungs-)Schnitt wurde der gesamte Film richtiggehend verstümmelt.
Die Story läßt sich stellenweise nur erahnen, im Drehbuch scheinen wichtige Szenen nur halb oder gar nicht enthalten zu sein und die meisten Schnitte tun demjenigen, der den Film ursprünglich geschnitten hat zutiefst Unrecht. Manchmal sieht man eine Szene in der gute Schnitte vorkommen, Schnitte die gut gesetzt sind, sauber ausgeführt- das war der eigentliche Schnitt. Doch dann hört die Szene unvermittelt und völlig unpassend auf- das ist der Studioschnitt. Manche Szenen fehlen wohl ganz, was man allerdings nur erahnen kann- nichtmal ich könnte allerdings ein Drehbuch so krude zusammenstoppeln.

Daher meine Empfehlung:

Kauft diesen Film nicht in der vorliegenden Form!!

Wartet bis er vollständig zu bekommen ist (laut IMDB wurden anscheinend fast 50% nachträglich entfernt- ihr seht also nur eine Art Vollpreis-werbung)- dann kann ich zugreifen nur wärmstens empfehlen.

Ich kann es kaum erwarten den Film in seiner originalen Fassung zu sehen zu bekommen, denn das was ich bisher gesehen habe war mutig, visionär, stylisch... was man sich eben von Mathieu Kassovitz erwartet.
Doch bis dahin heißt es warten und dem Studio zu zeigen: der Markt sind WIR, keine Statistiken.
Vielleicht wollen statistisch gesehen 13-jährige den Film auch sehen und es macht Sinn ihn für das Alter passend zurechtzuschneiden um mehr Kunden zu bekommen. Doch ICH will das dann nicht mehr sehen, rate allen davon ab diesen Schund im Kino anzusehen und kaufe nicht die DVD.
Viel mehr Potential!
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Regisseur Kassovitz ist ein Visionär des Europäischen Kinos und spätestens nach den ersten 15 Minuten des Films weiß man warum. Babylon A.D. ist ein genialer Film mit einer genialen Besetzung und all dem was es braucht um ein Kultfilm zu werden. Schade nur, dass FOX das nicht genau so gesehen und Kassovitz gezwungen hat den Film von 2h 40 auf gerade mal 100 Minuten zu schneiden - da muß man schon das Buch gelesen haben um zu verstehen um was es in dem Film wirklich geht.

Eigentlich verdient dieser Film 5 Sterne und mehr, wegen der drastischen Zusammenkürzung gibt es aber leider Abzüge in der B-Note. Ich hoffe sehr, dass wir eines Tages den wahren Director's Cut zu sehen bekommen. Und den Herrschaften bei FOX wünsche ich ein paar Päckchen Verstand zu Weihnachten.
Läßt den Zuschauer am Ende etwas verwirrt zurück
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Babylon A.D.

Der Film entstand nach der Romanvorlage Babylon Babies von Dantec, einen französischen SF-Autor.
In näherer Zukunft nach 2013 ist Europa alles andere als freundlich. Es ist durch ständige Bürgerkriege, Terroranschläge und Klimawandel am Boden. Die Menschen vegetieren in Slum ähnlichen Vierteln. Und hier lebt auch der ehemalige Söldner Toorop (obercool gespielt von Van Diesel). Sein neuer Auftrag kommt vom Mafia-Boss Gorski (kaum wieder zu erkennen: Gerard Depardieu). Er soll ein Paket in die Vereinigten Staaten bringen. Wie sich herausstellt besteht die Lieferung aus einem jungen Mädchen Aurore und deren Begleitung Rebecca, einer nicht alltäglichen Nonne des Ordens der Neoliten. Schon bald muss Toorop erkennen, das das Mädchen nichts alltägliches ist. Sie hat prä-kognitive Fähigkeiten und ist außerdem empathisch. Einer seiner Helfer warnt Toorop vor dem Mädchen, es könnte eine Biowaffe sein. Toorop ist sich nicht sicher ob diese Aussage zutreffen könnte. Trotzdem will er den Auftrag ausführen, sein Motiv ein neues Leben für ihn.
Einfach wird die Aufgabe jedenfalls nicht. Immer ist jemand hinter ihnen her, und will das Mädchen. So geraten Toorop und seine Begleitung zwischen die Fronten von Mafia und dem Neoliten-Orden.
In ihrer Darbietung nicht ganz einfache Story, am Ende herrschte über die Aussage des Filmes etwas Verwirrung.
Ja, er ist uncut.
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ja, der Film ist uncut. Habe beide Versionen bereits gesehen und kann das gut beurteilen. Bei der Uncut Version ist der Anfang ein klein wenig anders als in der Kinoversion. Zusätlich ist das komplette Ende anders. Das heisst das es keine Verfolgungsjagd mehr gibt und die anschließende Endsequenz ebenfalls eine andere ist. Im Prinzip haben sie also etwas heraus genommen und etwas anderes dafür eingesetzt. Deswegen ist der Zeitunterschied nicht so riesen groß.
Uncut???
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Also unter Uncut - Version haette ich mir ja etwas mehr als 97 minuten vorgestellt!
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Produkt-Bild: Die purpurnen Flüsse

Die purpurnen Flüsse
mit Jean Reno, Vincent Cassel, Nadia Farès, Regie: Mathieu Kassovitz

DVD von Universum
Preis bei Amazon: EUR 14,45, Angebote ab EUR 3,70

3,5 von 5 Punkten
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Mai 2002
Zoom ± Produkt-Bild: Die purpurnen Flüsse
  • FSK 16

Produktbeschreibung


DVD FSK 16 Action, Thriller und Horror/ Universum.

Aus der Amazon.de-Redaktion


Der legendäre Polizeichef Niémans (Jean Reno) begibt sich in einen abgelegenen kleinen Universitätsort in den Alpen, um einen grausigen Mord aufzuklären, während der hitzköpfige Oberkommissar Kerkerian (Vincent Cassel) die Grabschändung eines jungen Mädchens untersucht, das vor 20 Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen war. Als die Kriminalbeamten feststellen, dass die zwei Fälle miteinander in Verbindung stehen, tun sie sich widerwillig zusammen.
The Crimson Rivers/Die purpurnen Flüsse sieht französisch aus, fühlt sich aber amerikanisch an. Auch wenn er nicht die Größe von Das Schweigen der Lämmer oder Sieben erreicht, so schlägt er doch viele der Thriller, die in deren Gefolge gedreht wurden. Mathieu Kassovitz führt Regie, als handele es sich dabei um einen Kunstfilm, was dem Film letztendlich zugute kommt: Die Besetzung ist umwerfend, die Kameraarbeit überwältigend, und die ausgezeichnete Filmmusik ruft Erinnerungen an Der Exorzist wach. Obwohl der abschließende Showdown in luftiger Höhe nicht ganz hinhaut, ist The Crimson Rivers dennoch ein großartiger Beitrag zu einem zunehmend überfüllten Genre. --Kathleen C. Fennessy
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5 Kundenrezensionen:

Gut, aber kein Meisterwerk
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Frisch nach dem Ende der Vorführung hinterlässt dieser Film bei mir einen zwiespältigen Eindruck.
Spannend ist "Die purpurnen Flüsse" mit Sicherheit. Zwei grandiose Schauspieler, stimmungsvolle und beeindruckende Aufnahmen, interessante Geschichte, alle Zutaten, die die Großartigkeit eines Filmes ausmachen, sind in ihm zu finden.
Trotzdem bekommt "Die purpurnen Flüsse" von mir nur vier Sterne, denn leider gibt es auch Kritikpunkte: die Story selbst ist nicht völlig konsistent, dazu sind zu viele Wendungen des Films bereits im Vorfeld gut zu erahnen. So gut wie nie stellte sichbei mir das Gefühl der Überraschung ein, schon nach der Hälfte des Filmes wußte ich in etwa, wie er ausgeht. Ebenso gestört haben mich die doch sehr detalliert gezeigte brutale Aufnahmen. Für einen Horrorschocker ist es zu wenig, für einen Actionfilm zu viel.
Mein Fazit: der Film ist auf jeden Fall sehenswert. Es herrscht Spannung, Dramatik, Action und faszinierende Atmosphäre. Ein Meisterwerk, welches ich eigentlich erwartet habe, ist es nicht.
Gute Geschichte, schlecht verfilmt
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Zwei verschiedene Fälle, zwei voneinander unabhängig ermittelnde Polizisten: ein grausamer Mordfall in einer kleinen Universitätsstadt in den Alpen, der Einbruch in eine Universität und eine vermeintliche Grabschändung. Erst über Umwege finden die beiden Polizisten heraus, dass es zwischen diesen Fällen einen Zusammenhang gibt, und ermitteln fortan gemeinsam in einer Geschichte, die sich um Züchtung einer neuen menschlichen Elite und eine grausame Rache dreht.

Mit dem furiosen Thriller als Grundlage, glaubte man sich auf der sicheren Seite. Tatsächlich hat man, bis auf die atemberaubenden Landschaftsaufnahmen, mit zielsicherem Gespür so ziemlich alles falsch gemacht, was es falsch zu machen gab.

Zunächst verzichtete man komplett auf die Charakterisierung der beiden Hauptfiguren, die ihre Handlungsweisen im Roman schlüssig motivieren. Einer der beiden Polizisten wurde sogar umbenannt und so weit verfremdet, dass man die Originalfigur nicht mehr wiedererkennen kann. Wo der Charakter der Polizisten Motor des Roman ist und auf den Handlungsverlauf einen maßgeblichen Einfluss hat, sind die beiden Protagonisten hier völlig austauschbare Genrestereotypen.

Während an entscheidender Stelle gekürzt wurde, wollte der Regisseur wohl an anderer kreativ sein. Die schwachsinnige Kampfszene, die sich der eher freundlich und einen Touch tollpatschig wirkende Filmpolizist Kerkerian mit ein paar Nazis liefert, ist wohl hauptsächlich wegen der Aktion enthalten. Die Zuschauer merken das. Peinlich. Nicht genug, dass dieser Charakter nicht mehr dem kühlen und harten Einzelgänger im Roman entspricht, man hat ihm zwei trottelige Polizisten zur Seite gestellt, die aus einem Louis-de-Funes-Film zu stammen scheinen. Sollen das die kleinen Spaßmacher zur Auflockerung sein? (Sie sind nicht lustig.) In diesem Film? Allein für diesen Mist verdient der Regisseur die Peitsche.

Die einigermaßen verwickelte Handlung des Romans wurde im Film andeutungsweise verfolgt. Doch statt zu erkennen, dass ein dickeres Buch nicht ohne Kürzungen und Umarbeitungen den Weg in die bewegten Bilder finden kann, kürzte man offenbar einfach die Vorlage zusammen, dass sie dem zeitlichen Rahmen eines Films entsprach. Das Resultat ist eine Story, die keine innere Notwendigkeit aufbauen kann, in der Entwicklungen sich sprunghaft und unmotiviert vollziehen und den Zuschauer oftmals ratlos und verwirrt zurücklassen. Was im Buch aus einem langwierigen und verwickelten Ermittlungsprozess mit Fehlschlägen resultiert, kommt im Film aus einer spontanen Eingebung. Wenn man das Buch nicht gelesen hat, dürfte es schwer sein, der Handlung zu folgen. Doch selbst wenn man es kennt, dürften einen die scheinbar wahllos vorgenommenen Änderungen verwirren.

Hier hat man - in der Form wohl durch den Wunsch bestimmt, mit amerikanischen Thrillern konkurrieren zu können - aus einer guten Chance das Schlechteste gemacht. Ein Film, der seiner Vorlage nicht im mindesten gerecht wird und eventuelle Vorurteile gegen den französischen Film vollauf bestätigen kann. Wer nicht absolut auf das Visuelle angewiesen ist, sei auf die Hörbuchfassung verwiesen, der Joachim Kerzel nur mit seiner Stimme das Leben verleiht, das man in diesem Flop vergeblich sucht.
Gut aber nicht genial
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Als ich den zugehörigen Roman gelesen hatte, war mir sofort klar, dass dieser Stoff förmlich nach einer Verfilmung schreit. Und so wurde ich auch nicht enttäuscht. Alle Möglichkeiten des Kinos werden in dem vorliegenden Thriller ausgereizt, gigantische Bilder werden von emotionaler Musik untermalt. Die meisten Szenen sind dabei eher düster oder brutal, es gibt aber auch "Lichtblicke", wie den Einstieg in den Gletscher.
Ein genialer Film müsste natürlich noch mehr mitbringen als schöne Bilder und einen guten Soundtrack. Die Handlung hält sich schon weitgehend an die Vorlage, warum aber die wichtige Prügelszene anfangs beim Fußballspiel weggelassen wurde, ist schon etwas befremdlich. Wie auch immer, die Grundidee der "purpurnen Flüsse" ist und bleibt faszinierend.
Spannung und Glaubwürdigkeit sind dagegen etwas unterrepräsentiert (kann man aber dem Regisseur nicht vorwerfen), was den Film mit seinen intensiven Bildern letztendlich etwas in die Comic-Ecke rückt.
Die Dialoge sind recht locker bis witzig. Zusammen mit den zahlreichen Action-Szenen und den schönen Bildern wird der Film so nicht wirklich langweilig, auch wenn man manche Szenen etwas hätte straffen könnte.
Zur Wiedergabe empfiehlt sich ein großer Bildschirm und ein vernünftiges Soundsystem, damit der Film seine Stärken auch ausspielen kann.
Schwache Umsetzung des Romans
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Ich habe zuerst das Hörbuch gehört und war absolut gepackt von der Geschichte. Der Film war ein absoluter Flopp. Es fehlen viele wichtige Details, Hintergründe und der Verlauf ist total durcheinander.
Kauft euch liber das Buch oder das Hörbuch es ist wesentlich spannender.
Spannend, jedoch mit Schwächen
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
In einer kleinen Universitätsstadt in Frankreich geschieht ein mysteriöser Mord und die lokalen Polizeikräfte sind ratlos, weswegen sie den bekannten Polizeichef Niémans, der von Jean Réno gespielt wird, beauftragen, in diesem Fall zu ermitteln. Der erfahrene Profi beginnt mit der Arbeit und schnell stößt ein lokaler Oberkommissar namens Kerkerian (Vincent Cassel) zu ihm, der aber in einem anderen Fall ermittelte. Beide Fälle scheinen aber einen gemeinsamen Hintergrund zu haben. Es beginnt eine gefährliche Ermittlungsarbeit, die dem Rätsel anscheinend zu nahe kommt...

Der Anfang von "Die Purpurnen Flüsse" ist äußerst spannend gemacht und führt dazu, dass das Geheimnis um den mysteriösen Mord immer größer wird, was beim Zuschauen enormes Interesse hervorruft. Auch bietet dieser Film Schockmomente, die toll in diesen Thriller passen.
Leider kann der Film diesen Spannungsbogen nicht die ganze Zeit über halten und gegen Ende wird er zunehmend platt. Ich verrate nicht warum, jedoch empfand ich die Auflösung als zu weit hergeholt und der anfängliche mysteriöse Eindruck war wie weggeblasen. Ich muss sagen, dass es schade ist, denn daraus hätte man sehr viel mehr herausholen können, als das hier der Fall war.

Insgesamt ist das ein Film, den man sich anschauen kann und der auch vielen gefallen wird, jedoch wird sich schnell Ernüchterung einstellen.

Ein zunächst spannender Thriller, der allerdings seine Schwächen hat.
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Produkt-Bild: Die fabelhafte Welt der Amélie (2 DVDs)

Die fabelhafte Welt der Amélie (2 DVDs)
mit Audrey Tautou, Mathieu Kassovitz, Rufus, Regie: Jean-Pierre Jeunet

DVD von Universal Studios
Preis bei Amazon: EUR 11,95, Angebote ab EUR 3,49

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: April 2002
Zoom ± Produkt-Bild: Die fabelhafte Welt der Amélie (2 DVDs)
  • FSK 6

Produktbeschreibung


Universal Die fabelhafte Welt der Amelie (2 DVDs), USK/FSK: 6+ VÃ-Datum: 25.04.02

Aus der Amazon.de-Redaktion


Sie können Die fabelhafte Welt der Amélie einfach als hübsche Liebesgeschichte betrachten; dabei würde Ihnen allerdings ein Stück großartigen Kinos entgehen. Genau genommen erblüht die Romanze sowieso erst in der zweiten Hälfte des Films und auch dann auf recht unkonventionelle Weise. Mit dem Gebrauch von Spezialeffekten, um den inneren Gefühlen Ausdruck zu verleihen, könnte man Amélie auch als eine französische Ausgabe von Ally McBeal ansehen -- aber im Gegensatz zu Ally McBeal ist Amélie über den Mangel an Männern in ihrem Leben nicht frustriert. Im Gegenteil -- der Gedanke an Sex amüsiert sie eher. Einfache Freuden wie das Knacken der Karamelhaube einer Crème brûlée geben Amélie die sinnliche Befriedigung, die sie braucht, und ihr Dasein im Paris der Träume und Fantasien ist mit märchenhafter Sentimentalität gekennzeichnet.
Mit Jean-Pierre Jeunets wunderschöner Interpretation des Pariser Lebens, inklusive der lebhaften Farben, die man vom Regisseur von Delicatessen erwartet, muss dieser cineastische Leckerbissen für das Pariser Fremdenverkehrsamt Wunder gewirkt haben. Hier haben wir es allerdings mit mehr als nur einem Film zum Wohlfühlen zu tun. Amélie strahlt einen interkulturellen Reiz aus; diese elfenhafte Frau ist ein Symbol unserer Zeit. Der Film spielt zurzeit von Prinzessin Dianas Tod, und Amélie ist von der Idee besessen, der Welt das Gute wieder zu geben -- eine Mutter Teresa Frankreichs zu werden. Der Film bietet zu keiner Zeit ein Motiv für diesen Wunsch, Gutes zu tun. Wie alle großen Märtyrer ist und macht Amélie einfach das, was sie will, um anderen eine Freude zu machen. Sie erwartet keinen Dank für ihren Liebesdienst; sie verbirgt sich im Schatten und empfindet tiefe Befriedigung aus dem Bewusstsein, dass es ihr mal wieder gelungen ist, jemandes Leben ins Positive zu verändern.
Im gnadenlosen Klima unserer heutigen Zeit, das von der Unfähigkeit genährt wird, Menschen das Miteinander zu ermöglichen, in der wir die Sorgen und die Einsamkeit unserer Mitmenschen ignorieren, kommt Amélie Poulains Selbstlosigkeit wie eine erfrischende Brise daher. Mit einer starken Besetzung, liebenswerten Charakteren, wunderschönen Bildern und dem typischen französischen Humor, der stark ans Schwarze grenzt, wird Amélie auch Sie einfach verzaubern. --Nikki Disney
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5 Kundenrezensionen:

Wenn Träume wahr werden Die fabelhafte Welt der Amélie
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein perfektes Zusammenspiel aus Traum und Realität.
Sobald man in den Sessel sinkt, befindet man sich in einer komplett anderen Welt. Eine Welt aus skurrilen Figuren, und unwirklichen Farben. Sofort ist man gefesselt von der verträumten Geschichte der Amélie Poulain, man denkt man selbst kann jedes einzelne Korn auf der nackten Hand spühren, wenn die junge Pariserin mit den großen braunen Augen die ihre in den Leinensack mit Körnern gleiten lässt. Alles in allem ist Die fabelhafte Welt der Amélie ein Film für die Sinne. Die Musik lädt zum Träumen ein, und man befindet sich urplötzlich nicht mehr auf der Couch im heimischen Wohnzimmer, sondern tanzt einen geschmeidigen Walzer auf der Avenue des Champs-Élysées. Die Stimmen klingen wie neu erfundene Melodien und schwanken von Dur nach Moll. Man sieht Paris durch eine rot-grüne Brille, man sieht es wie Amélie es sieht, und man verliebt sich prommt in diese verwunschene Sichtweise. Sie erinnert an Kindermärchen und holt jeden in Kindertage zurück, in denen aus bunten Bilderbüchern facettenreiche Geschichten vorgelesen wurden. Amélie sieht die Welt, wie sie sie sich in ihrer Kindheit vorgestellt hat, denn ihre Eltern haben ihr nie vorgelesen, ihr nie eine Vorlage für ihre Fantasie gegeben, so war die kleine Amélie schon immer auf ihre eigene Kreativität angewiesen. Diese Kreativität hat sie behalten.
Man nimmt die verschiedensten noch so kleinen Details war, das liegt daran, dass sie keine Chance haben, in einer Masse von Farben unterzugehen. Man achtet unbewusst auf jede kleinste Bewegung, auf einen Augenaufschlag, ein Lächlen. Es ist, als ob man auf ein schwarz-weiß Bild schaut, auf dessen Zeitlosigkeit, Ruhe und Überschaubarkeit. So unterschiedlich wie schwarz und weiß sind auch rot und grün, die Farben, die den Film dominieren, es sind allerdings lebendige Farben, es spiegelt sich Leben in ihnen wider, jedoch nicht zu viel, um überladen zu wirken.
Amélie schreitet durch ihre Welt, wie ein Engel, oder ein Held eines Kinderbuches, immer darauf bedacht unerkannt zu bleiben und doch gleichzeitig mit ihrer Aura soviel zu beeinflussen, dass alles eine gute Wendung nimmt. Nur mit einem tut sich die sensible Französin schwer, mit ihrem eigenen Glück. Mal gibt einem Mann die Schätze seiner Kindheit wieder, mal tritt sie als sanfter Racheengel auf, der einen Gemüsehändler durch kleine Veränderungen aus seinem gewohnten Rhythmus bringt, doch bis zu ihrem Traumprinzen, dem schüchternen Nino, ist es noch ein weiter Weg. Ein Weg über kleine Botschaften und Bilder.
Wird Amélie zu Nino finden, oder steht ihr ihre eigene Fantasie womöglich noch im Weg? Es ist schwer, eine Gefühlsregung bei Amélie auszumachen, sie ist zu sehr darauf erpicht eine Geschichte zu kreieren, wobei sie vergisst, dass das Leben kein Traum ist, wohl aber zum erfüllen jener einlädt.
In dem Paris, von dem Die fabelhafte Welt der Amélie so wunderschön erzählt, würde man sicherlich gerne mal Ferien machen, denn so erholt fühlt man sich, wenn man den Fernseher wieder ausschaltet und sich aus dem Sessel erhebt. Man tänzelt im dreiviertel Takt langsam Richtung Bett, um so schnell wie möglich in eine ähnlich schöne Welt abzutauchen, wie die, die man vor wenigen Augenblicken noch vor sich hatte.

frook
Fabelhaft
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Was für ein wunderschöner Film! Man sieht die Welt mit anderen Augen, ich bin fasziniert von diesem Film und werde ihn mir sicherlich noch öfter anschauen.
Ein fazinirender Film...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Bei den vielen Hollywoodkomödien die heute den Markt überschwemmen, denkt man manchmal wahrscheinlich: Liebe, das ist nie wie im Fernsehen. Nie so aufopfernd, oder so pompös, so perfekt, so ehrlich.

Dieser Film ist feinfühliger, kleiner und komplizierter. Trotzdem preist er die Liebe in all ihren Varianten: Die Liebe zwischen Menschen, aber auch die Liebe zum Gefühl, zu kleinen Gewohnheiten und nicht zuletzt zu Traumwelten. Und doch ist der Film nicht aufreizend, sondern bleibt auf dem Teppich und übberrascht einen ein ums andere Mal.

Man kann, denke ich, 100 Hollywoodkomödien( von denen einige ja auch wirklich gut sind) sehen und nicht an die Liebe glauben, aber ich für meinen Teil konnte es nach diesem Film nicht mehr.
Wunderschön!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ja, Paris ist nicht so sauber und bunt wie hier gezeigt. Ja, der Film hat seine schwachen und kitschigen Momente. Und ja, Audrey Tautou ist mit ihren Bambi-Augen einfach nur hinreißend süß. Na und? Ich liebe diesen Film!

Jean-Pierre Jeunets Meisterwerk rückte 2001 wieder nachhaltig ins Gedächtnis, welche verdammt sympathischen Filme in unserem Nachbarland entstehen. Die skurrile Geschichte um die Halbwaise Amélie Poulain, die sich dazu berufen fühlt, unerkannt im Hintergrund als Engel Gutes für ihre Mitmenschen zu tun, ist einfach herzerwärmend.

Dabei spart der Film nicht mit schrägen oder auch nachdenklichen Momenten. Der einzige Vorwurf, den man Jeunet (wie auch bei seiner späteren erneuten Zusammenarbeit mit Audrey Tautou, "Mathilde - Eine große Liebe") machen kann - das Endergebnis ist einen Zacken zu lang! Ein paar Kürzungen und Straffungen und dies wäre der perfekte Film geworden. So aber wechseln sich einprägsame Bilder aus dem 18. Arrondissement von Paris mit ein paar Leerläufen (gerade in den Szenen mit dem von Serge Merlin gespielten kranken Maler Raymond Dufayel) ab. Immerhin wird alles geprägt von der großartigen Filmmusik Yann Tiersens, den wunderschönen (wenn auch optisch nachbearbeiteten) Aufnahmen Bruno Delbonnels und den schauspielerischen Leistungen aller Beteiligten, wobei wieder einmal Jeunet-Spezi Dominique Pinon nicht fehlen darf.

Irgendwie hat man nach Anschauen des Films Lust, sofort nach Paris zu reisen, sich ins Café "Deux Moulins" zu setzen und sich von Amélie etwas zu trinken bringen zu lassen, während sich der eifersüchtige Joseph (Pinon) am Nachbartisch wieder einmal Notizen über seine Angebeteten macht und Hypochonder-Königin Georgette (Isabelle Nanty) über ihre neuesten eingebildeten Krankheiten sinniert.

Die Bonusmaterialien beider DVDs bieten ein buntes Sammelsurium an Extras, die von Audiokommentaren, Casting-Aufnahmen über diverse geschnittene Szenen und Fotogalerien bis hin zur Polaroid-Parade des "reisenden Gartenzwergs" reichen. Dafür allein volle Punktzahl!
bezaubernd
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Dieser Film ist einfach nur süß. Es ist eine Hommage an die kleinen Dinge des Lebens, die einfachen Freuden. Amelie (Audrey Tautou) beschließt die Welt zu retten und für alle Menschen alles zum guten zu wenden. Nur ihr eigenes ganz persönliches Glück kann sie nicht in die richtigen Bahnen lenken. Wie bekommt unsere gute Fee ihren Traumprinzen?

Definitiv einne sehenswerte Liebeskomödie.
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Produkt-Bild: Gothika

Gothika
mit Halle Berry, Robert Downey Jr., Charles S. Dutton, Regie: Mathieu Kassovitz

DVD von Sony
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 1,99

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Sept. 2004
Zoom ± Produkt-Bild: Gothika
  • FSK 16

Produktbeschreibung


Sony Pictures Gothika, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 27.09.04

Aus der Amazon-Redaktion


Der Titel Gothika bereitet den Zuschauer auf einen gruseligen, atmosphärischen Thriller vor, mit Betonung auf übernatürliche Mysterien. Man geht am Besten an den Film heran, indem man sich klar macht, dass es sich dabei um einen Wachtraum handelt, der im Reich geistiger Gesundheit keinen Sinn ergibt. Der französische Schauspieler und Regisseur Mathieu Kassovitz liefert nach seinem überragenden Thriller Die purpurnen Flüsse aus dem Jahre 2000 ein knalliges Debüt in Hollywood. Er schafft eine düstere und stürmische Atmosphäre, indem er eine fachkundige Psychologin (Halle Berry) in jenem Gefängnistrakt einsperrt, wo sie dort Inhaftierte behandelte (darunter Penelope Cruz) - bis sie für den Mord an ihrem Mann (Charles S. Dutton) verurteilt wurde, der auch ihr Vorgesetzter war. Leidet sie aufgrund eines Autounfalls an geisterhaften Wahnvorstellungen, oder schickt ihr ein junges Mädchen, das schon seit vier Jahren tot ist, Nachrichten aus dem Jenseits? Berry muss ihre Unschuld beweisen, während Kassovitz alles und jeden in Bezug auf die Richtung, in die sich die unsinnige Handlung bewegt, im Dunklen lässt - inklusive dem Zuschauer und dem zweiten Hauptdarsteller Robert Downey Jr. (als Berrys Kollege). Irgendwie hätte das ein besserer Film werden können, zwischen all den Gängen und Winkeln des Gefängnis-Schlosses, wobei Berry eine hundertprozentige Vorstellung liefert, welche in Übereinstimmung steht mit dem überfrachteten Stil des Films. Aufmerksame Zuschauer werden schon früh heraus finden, wer der Mörder ist, und das Ende stellt auch keine Steigerung dar, aber Gothika liefert dennoch ein paar gute Schocker für Freunde von Gruselfilmen. --Jeff Shannon
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5 Kundenrezensionen:

Gänsehautfeeling vorprogrammiert
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Gothika war einer meiner ersten Thriller, die ich gesehen habe und er hat mein Interesse an solchen Filmen durchaus geweckt. Als ich ihn zum ersten Mal gesehen habe wusste ich wirklich nicht, wer hier wahnsinnig ist und wer nicht. Man wusste sehr lange nicht, wer der Verbrecher dieser Story ist und musste dadurch viele Handlungswechsel miterleben.
Selbst wenn ich den Film heute noch sehe finde ich ihn spannend, auch wenn ich schon weiß, wer der Mörder ist.
Halle Berry brilliert ein weiteres Mal in ihrer Rolle und lässt das Blut in den Adern der Zuschauer stillstehn.
EInfach ein sehr guter Film.
Nur ein kleiner Mängel: Neu ist hier wirklich nciht sehr viel. Alte Tricks wurden jedoch perfekt umgesetzt
nichts Neues
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Gothica ist eine nette Unterhaltung für einen Abend, ein Film, den man schnell vergisst, da er nichts Neues bringt. Auch Halle Barry reißt nichts durch ihr hübsches Gesicht heraus. Die Art und Weise wie Dr. Miranda Grey als Patientin in die eigene Anstalt gerät, kommt unglaubwürdig rüber. Niemand will auch nur ein Sterbenswort mit ihr reden, dabei würde jeder normale Mensch doch versuchen, sich zu erklären, da sie bei ihrem Kollegen eh einen Stein im Brett hat. Allein die angedeuteten Vergewaltigungen der von Penelope Cruz gespielten Patientin durch einen Dämon sind erschreckend.
Atmosphärisch guter Grusel-Thriller
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
FILM
Gothica - von Regiesseur Mathieu Kassovitz (Die purpurnen Flüsse) - ist kein Film für die Ewigkeit, da sicherlich nicht unbedingt innovativ; das Ende enttäuscht etwas.
Wer sich aber einen spannenden Filmabend machen möchte, ist mit dem Film trotzdem gut bedient. Warum:
- Die Handlung ist nicht zu vorhersehbar
- Die Filmlocations und speziell die Atmosphäre sind sehr gelungen und tragen ein gutes Stück dazu bei, dass man sich bei Gothica so richtig schön gruseln kann.
- Halle Berry und Robert Downey Jr. bieten gute schauspielerische Leistungen. Penelope Cruz ist bisweilen ganz schön beängstigend
- Der Film lässt genügend Raum für Zwischenmenschliches, Emotioneles, Psychologie und Dialoge und setzt nicht nur auf eine Effekt- und Actionschlacht.
- Zwischenrein wird die Handlung immer einmal wieder durch richtig schöne Schocker "aufgelockert".

DVD
Bild und Ton sind sehr gut. Die Zusatzausstattung umfasst diverse Dokus, Musikvideos und Kommentare.
Das soll von Kassovitz sein...?
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Mathieu Kassovitz ist für mich der aktuell beste französische Regisseur und seine Filme umfassen ein so weitreichendes Spektrum, dass sich anspruchsvolle Dramen ('La Haine') und herausragende Thriller-Kost ('Die purpurnen Flüsse') abwechseln. Die einzige Konstante: Seine Filme sind dicht, atmosphärisch immer eine Hausnummer und er hat ein Händchen für seine Schauspieler. 'Gothika' markiert 2003 nun den ersten Film, den Kassovitz in den USA gedreht hat und manche mögen es schon befürchtet haben: von Kassovitz ist kaum noch etwas zu sehen, anstatt dessen erwartet den Zuschauer Durschnittskost, die auch jeder andere halbwegs talentierte Regisseur hätte bieten können.

Die Story ist schnell erzählt: Die Psychiaterin Dr. Miranda Grey (Halle Berry) findet sich nach einem Zusammentreffen mit einem mysteriösen Mädchen auf einer verlassenen Straße drei Tage später auf der anderen Seite der Zelle wieder. Sie soll ihren Mann bestialisch mit der Axt ermordet haben und hat ganz offensichtlich den Verstand verloren. Während sie versucht hinter die Geschehnisse zu kommen, um herauszufinden, was sich in betreffender Nacht wirklich zugetragen hat, wird sie auch in der Anstalt weiterhin von dem Mädchen verfolgt...

Es gab eine Zeit, da war Halle Berry ('Monster's Ball') fast schon Garantie alleine dafür, dass der Film ein Hit wird. Seit dem 'Catwoman'-Desaster hat sich der Hype um die Schöne etwas gelegt. Dass sie ohnehin überschätzt wurde, zeigt 'Gothika'. Ihre Figur ist so dermaßen simpel getaltet, dass sie einzig durch knappe Shirts und Schreie auffällt und dass man für sie einen großartigen Schauspieler wie Robert Downey Jr. ('Zodiac') in einer Nebenrolle so verschleudert, grenzt schon fast an ein Sakrileg.
'Gothika' entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als dreistes Plagiat zweier Genre-Referenzen und entnimmt die zentralen Aspekte des Films aus den Klassikern 'The Ring' und 'Sixth Sense', ohne jedoch nicht einmal im Ansatz deren Klasse zu erreichen. Heraus kommt ein Horror-Thriller, der viele altbackene Effekte, wie die davonhuschende Eule in Widdow Creek benutzt und so nur wenig mehr als einen allenfalls soliden Horror-Film darstellt. Kassovitz Händchen blitzt nur einmal auf: Die Spiegel-Sequenz, in der sich Halle Berry im Spiegel betrachtet und ihr Gesicht eine erschreckende Metamorphose durchläuft, macht wirklich Angst und wird durch eine tolle Akustik unterlegt...leider ein Einzelfall.

Fazit
------
'Gothika' ist angesichts von Kassovitz' Potential eine Enttäuschung, die sich 08/15-Effekten bedient und eine nervige Hauptfigur und hanebüchene, vor Logiklöchern strotzende Story aufweist. Zudem bedient sich der Film dreist bei besseren Werken und tut sich somit selbst keinen Gefallen, erreicht aber zumindest durchschnittliche Qualität.
Krasser Horrothriller
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Vorab: Geisterhorrorfilme sind nicht so mein Ding.
Aber Gothika bildet da mit "the Others" und "der eisige Tod" eine ausnahme.
Gothika ist mit abstand einer der betsen psychohorrofilme den ich gesehen habe
Viele Schockmomente und die anhaltende düstere Athmosphäre machen ihm
zu einem wahren Spektakel der Horrorgerne.
Wenig Blut und Ekel ala Saw und Hostel dafür umso mehr Spannung.
Ein empfelendswerter Horrorfilm der sich eindeutig von Saw, Hostel und Co.
abhebt.
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Produkt-Bild: Gothika [Blu-ray]

Gothika [Blu-ray]
mit Halle Berry, Robert Downey Jr., Charles S. Dutton, John Carroll Lynch, Bernard Hill, Regie: Mathieu Kassovitz

Blu-ray von Sony
Preis bei Amazon: EUR 25,95, Angebote ab EUR 15,29

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Juli 2007
Zoom ± Produkt-Bild: Gothika [Blu-ray]

Produktbeschreibung


GOTHIKA/ V�: bereits erschienen/ Genre: Thriller/ Ausgabeformat: 1920 x 1080p/ Aufnahmeformat: 1,85:1/ Länge: 01:34:00/ FSK: 16

Aus der Amazon-Redaktion


Der Titel Gothika bereitet den Zuschauer auf einen gruseligen, atmosphärischen Thriller vor, mit Betonung auf übernatürliche Mysterien. Man geht am Besten an den Film heran, indem man sich klar macht, dass es sich dabei um einen Wachtraum handelt, der im Reich geistiger Gesundheit keinen Sinn ergibt. Der französische Schauspieler und Regisseur Mathieu Kassovitz liefert nach seinem überragenden Thriller Die purpurnen Flüsse aus dem Jahre 2000 ein knalliges Debüt in Hollywood. Er schafft eine düstere und stürmische Atmosphäre, indem er eine fachkundige Psychologin (Halle Berry) in jenem Gefängnistrakt einsperrt, wo sie dort Inhaftierte behandelte (darunter Penelope Cruz) - bis sie für den Mord an ihrem Mann (Charles S. Dutton) verurteilt wurde, der auch ihr Vorgesetzter war. Leidet sie aufgrund eines Autounfalls an geisterhaften Wahnvorstellungen, oder schickt ihr ein junges Mädchen, das schon seit vier Jahren tot ist, Nachrichten aus dem Jenseits? Berry muss ihre Unschuld beweisen, während Kassovitz alles und jeden in Bezug auf die Richtung, in die sich die unsinnige Handlung bewegt, im Dunklen lässt - inklusive dem Zuschauer und dem zweiten Hauptdarsteller Robert Downey Jr. (als Berrys Kollege). Irgendwie hätte das ein besserer Film werden können, zwischen all den Gängen und Winkeln des Gefängnis-Schlosses, wobei Berry eine hundertprozentige Vorstellung liefert, welche in Übereinstimmung steht mit dem überfrachteten Stil des Films. Aufmerksame Zuschauer werden schon früh heraus finden, wer der Mörder ist, und das Ende stellt auch keine Steigerung dar, aber Gothika liefert dennoch ein paar gute Schocker für Freunde von Gruselfilmen. --Jeff Shannon
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Gänsehautfeeling vorprogrammiert
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Gothika war einer meiner ersten Thriller, die ich gesehen habe und er hat mein Interesse an solchen Filmen durchaus geweckt. Als ich ihn zum ersten Mal gesehen habe wusste ich wirklich nicht, wer hier wahnsinnig ist und wer nicht. Man wusste sehr lange nicht, wer der Verbrecher dieser Story ist und musste dadurch viele Handlungswechsel miterleben.
Selbst wenn ich den Film heute noch sehe finde ich ihn spannend, auch wenn ich schon weiß, wer der Mörder ist.
Halle Berry brilliert ein weiteres Mal in ihrer Rolle und lässt das Blut in den Adern der Zuschauer stillstehn.
EInfach ein sehr guter Film.
Nur ein kleiner Mängel: Neu ist hier wirklich nciht sehr viel. Alte Tricks wurden jedoch perfekt umgesetzt
nichts Neues
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Gothica ist eine nette Unterhaltung für einen Abend, ein Film, den man schnell vergisst, da er nichts Neues bringt. Auch Halle Barry reißt nichts durch ihr hübsches Gesicht heraus. Die Art und Weise wie Dr. Miranda Grey als Patientin in die eigene Anstalt gerät, kommt unglaubwürdig rüber. Niemand will auch nur ein Sterbenswort mit ihr reden, dabei würde jeder normale Mensch doch versuchen, sich zu erklären, da sie bei ihrem Kollegen eh einen Stein im Brett hat. Allein die angedeuteten Vergewaltigungen der von Penelope Cruz gespielten Patientin durch einen Dämon sind erschreckend.
Atmosphärisch guter Grusel-Thriller
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
FILM
Gothica - von Regiesseur Mathieu Kassovitz (Die purpurnen Flüsse) - ist kein Film für die Ewigkeit, da sicherlich nicht unbedingt innovativ; das Ende enttäuscht etwas.
Wer sich aber einen spannenden Filmabend machen möchte, ist mit dem Film trotzdem gut bedient. Warum:
- Die Handlung ist nicht zu vorhersehbar
- Die Filmlocations und speziell die Atmosphäre sind sehr gelungen und tragen ein gutes Stück dazu bei, dass man sich bei Gothica so richtig schön gruseln kann.
- Halle Berry und Robert Downey Jr. bieten gute schauspielerische Leistungen. Penelope Cruz ist bisweilen ganz schön beängstigend
- Der Film lässt genügend Raum für Zwischenmenschliches, Emotioneles, Psychologie und Dialoge und setzt nicht nur auf eine Effekt- und Actionschlacht.
- Zwischenrein wird die Handlung immer einmal wieder durch richtig schöne Schocker "aufgelockert".

DVD
Bild und Ton sind sehr gut. Die Zusatzausstattung umfasst diverse Dokus, Musikvideos und Kommentare.
Das soll von Kassovitz sein...?
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Mathieu Kassovitz ist für mich der aktuell beste französische Regisseur und seine Filme umfassen ein so weitreichendes Spektrum, dass sich anspruchsvolle Dramen ('La Haine') und herausragende Thriller-Kost ('Die purpurnen Flüsse') abwechseln. Die einzige Konstante: Seine Filme sind dicht, atmosphärisch immer eine Hausnummer und er hat ein Händchen für seine Schauspieler. 'Gothika' markiert 2003 nun den ersten Film, den Kassovitz in den USA gedreht hat und manche mögen es schon befürchtet haben: von Kassovitz ist kaum noch etwas zu sehen, anstatt dessen erwartet den Zuschauer Durschnittskost, die auch jeder andere halbwegs talentierte Regisseur hätte bieten können.

Die Story ist schnell erzählt: Die Psychiaterin Dr. Miranda Grey (Halle Berry) findet sich nach einem Zusammentreffen mit einem mysteriösen Mädchen auf einer verlassenen Straße drei Tage später auf der anderen Seite der Zelle wieder. Sie soll ihren Mann bestialisch mit der Axt ermordet haben und hat ganz offensichtlich den Verstand verloren. Während sie versucht hinter die Geschehnisse zu kommen, um herauszufinden, was sich in betreffender Nacht wirklich zugetragen hat, wird sie auch in der Anstalt weiterhin von dem Mädchen verfolgt...

Es gab eine Zeit, da war Halle Berry ('Monster's Ball') fast schon Garantie alleine dafür, dass der Film ein Hit wird. Seit dem 'Catwoman'-Desaster hat sich der Hype um die Schöne etwas gelegt. Dass sie ohnehin überschätzt wurde, zeigt 'Gothika'. Ihre Figur ist so dermaßen simpel getaltet, dass sie einzig durch knappe Shirts und Schreie auffällt und dass man für sie einen großartigen Schauspieler wie Robert Downey Jr. ('Zodiac') in einer Nebenrolle so verschleudert, grenzt schon fast an ein Sakrileg.
'Gothika' entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als dreistes Plagiat zweier Genre-Referenzen und entnimmt die zentralen Aspekte des Films aus den Klassikern 'The Ring' und 'Sixth Sense', ohne jedoch nicht einmal im Ansatz deren Klasse zu erreichen. Heraus kommt ein Horror-Thriller, der viele altbackene Effekte, wie die davonhuschende Eule in Widdow Creek benutzt und so nur wenig mehr als einen allenfalls soliden Horror-Film darstellt. Kassovitz Händchen blitzt nur einmal auf: Die Spiegel-Sequenz, in der sich Halle Berry im Spiegel betrachtet und ihr Gesicht eine erschreckende Metamorphose durchläuft, macht wirklich Angst und wird durch eine tolle Akustik unterlegt...leider ein Einzelfall.

Fazit
------
'Gothika' ist angesichts von Kassovitz' Potential eine Enttäuschung, die sich 08/15-Effekten bedient und eine nervige Hauptfigur und hanebüchene, vor Logiklöchern strotzende Story aufweist. Zudem bedient sich der Film dreist bei besseren Werken und tut sich somit selbst keinen Gefallen, erreicht aber zumindest durchschnittliche Qualität.
Krasser Horrothriller
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Vorab: Geisterhorrorfilme sind nicht so mein Ding.
Aber Gothika bildet da mit "the Others" und "der eisige Tod" eine ausnahme.
Gothika ist mit abstand einer der betsen psychohorrofilme den ich gesehen habe
Viele Schockmomente und die anhaltende düstere Athmosphäre machen ihm
zu einem wahren Spektakel der Horrorgerne.
Wenig Blut und Ekel ala Saw und Hostel dafür umso mehr Spannung.
Ein empfelendswerter Horrorfilm der sich eindeutig von Saw, Hostel und Co.
abhebt.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Der Stellvertreter

Der Stellvertreter
mit Ulrich Tukur, Mathieu Kassovitz, Ulrich Mühe, Regie: Constantin Costa-Gavras

DVD von Concorde
Preis bei Amazon: EUR 12,95, Angebote ab EUR 6,89

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: April 2003
Zoom ± Produkt-Bild: Der Stellvertreter
  • FSK 12

Produktbeschreibung


Concorde Der Stellvertreter, USK/FSK: 12+

Aus der Amazon.de-Redaktion


Die Zeiten, in denen Rolf Hochhuths "christliches Trauerspiel" Der Stellvertreter noch -- wie damals, 1962, bei seiner Uraufführung -- einen Skandal und große Diskussionen ausgelöst hat, sind lange vorbei. Wir wissen vom Schweigen des Papstes und der hohen Kurie angesichts des Holocausts. Die Wut und die Entrüstung, die vor 40 Jahren Christen auf der ganzen Welt empfunden haben, sind anderen, gedämpfteren Gefühlen gewichen, vielleicht sogar einer gewissen resignativen Gleichgültigkeit. Gerade deshalb kommt Costa-Gavras' Filmadaption des Stückes nun genau zur rechten Zeit. Sie wirkt dem Vergessen und der Verdrängung entgegen und profitiert zugleich von der nicht mehr ganz so erhitzten Sicht auf die von Hochhuth akribisch genau dargestellten Ereignisse.
Rolf Hochhuth war in der Wahl seiner Mittel nicht gerade sehr subtil, nichts sollte die Botschaft seines Trauerspiels verdecken. Und so setzt auch Costa-Gavras auf deutliche Zeichen. Immer wieder zeigt er die Züge, die Hunderte von Menschen in die Todesfabriken von Auschwitz bringen und dann wieder leer zurückfahren, um die nächsten zu holen. Vor dem Hintergrund dieser nicht abreißenden Transporte bekommen die Bemühungen des deutschen Chemikers und Offiziers der Waffen-SS Kurt Gerstein (Ulrich Tukur) und des italienischen Jesuitenpaters Riccardo Fontana (Mathieu Kassovitz) um eine Intervention des Vatikans, nicht nur eine ungeheuere Dringlichkeit. Sie sind einfach selbstverständlich, und man kann kaum begreifen, wie Papst Pius XII. (Marcel Iures) und seine Berater aus diplomatischen Erwägungen heraus die Augen verschließen konnten.
Aber bei aller politischen und historischen Eindringlichkeit ist Der Stellvertreter doch viel mehr als nur eine filmische Geschichtslektion. Die konkreten Ereignisse sind der Hintergrund, vor dem Costa-Gavras die zu jeder Zeit gültigen Dramen und Tragödien von Kurt Gerstein, Riccardo Fontana und dem namenlos bleibenden Doktor (Ulrich Mühe), der die Todesmaschinerie im Osten überwacht, ausbreitet. Der Christ Gerstein, der die Qualität des Zyklon B kontrolliert, kämpft gleich auf mehreren Ebenen gegen die Vernichtung der Juden an. Dafür bleibt ihm nur ein Weg: Er muss in seiner Position bei der Waffen-SS verharren und so selbst Tag für Tag schuldig werden. Die Schuld, die er auf sich lädt, zerreißt Gerstein innerlich fast, und man spürt, die auf ihm liegende Last in jedem Blick, in jeder Geste Ulrich Tukurs. Sein Porträt des Widerständlers, der doch Teil des Systems ist, wird man so schnell nicht wieder vergessen. Und auch Mathieu Kassovitz und Ulrich Mühe überzeugen durch ihre eindringliche Darstellung des idealistischen Geistlichen und des zynischen Opportunisten. In Hochhuths Tragödie ist der "Doktor" eine Figur, die man verabscheut. Ulrich Mühe verwandelt ihn in einen vielschichtigen Charakter, den man letztlich nicht einmal hassen kann. --Sascha Westphal
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Geschichtsfälschung wird durch Medium Film nicht besser!
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Hochhuts leichtfertiger Umgang mit der Wahrheit und des Ignorierens historischer Tatsachen erreicht durch einen Film eine breite Masse, fällt bei einem gewissen Klientel auf fruchtbaren Boden und wird schließlich zu politisch korrekter Geschichte. Enzykliken wie "Mit brennender Sorge" (Pius XI.) oder Summi Pontificatus (Pius XII.) werden ohnehin schlichtweg ignoriert. Aber auch Äußerungen und Ehrungen von Juden, die den "umstrittenen Papst" für die Rettung von 850.000 Juden ausdrücklich dankten und ehrten, werden aus ideologischen Gründen nicht benannt. Daher braucht man gar nicht erst darüber zu diskutieren, ob ein ähnlicher Hirtenbrief, wie er an die holländischen Gläubigen gerichtet war, in Deutschland eine andere Reaktion hervorgerufen hätte (in den Niederlanden führte der Hirtenbrief schließlich auch zur Verfolgung der zum Christentum konvertierten Juden). Noch ein Zitat eines weiteren, prominenten Juden: "Nur die katholische Kirche protestierte gegen den Angriff Hitlers auf die Freiheit. Bis dahin war ich nicht an der Kirche interessiert, doch heute empfinde ich große Bewunderung für die Kirche, die als einzige den Mut hatte, für geistige Wahrheit (...) zu kämpfen (Albert Einstein). Eine weitere Geste: Die Schweigeminute Leonard Bernsteins zum Tode des Papstes Pius XII. Aber wie stand es richtigerweise am 21.02.08 in der Wiener Tageszeitung "Die Presse": "Das deutsche Feuilleton, sonst so debattenfreudig, griff die Frage nicht auf."
Hochhuts Geschichtsignoranz wird durch ein reißerisches Drehbuch nicht besser.
Costa-Gavras hat schon spannenderes gemacht
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Schade dass Costa-Gavras, sonst einer meiner Lieblingsregisseure, das ganze nicht anders aufgezogen hat. Herausgekommen ist ein gerade noch erträglicher Film voller Plattitüden. Wie weit darüber steht doch Schindlers Liste, das ist ein wirklich bewegender Film!
Die dunkle Seite der Macht
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Der Film ist eindrucksvoll und bringt eine wichtige - wenn nicht die wichtigste Erkenntnis - zum Holocaust ans Licht: Die katholische Kirche wußte nicht nur vom Massenmord an den Juden, sondern sie hat ihn billigend hingenommen letztlich durch das Reichskonkordat sogar noch erhebliche Vorteile für sich daraus gezogen.
Dafür gibt es keine Entschuldigung. Wenn Papst Benedikt kürzlich in Ausschwitz fragt: "Warum hat Gott hier geschwiegen?" so kommt dies einer Geschichtsfälschung gleich: Die Frage: "Warum hat der Papst hier geschwiegen?" wäre korrekt gewesen.
Von Gottes "Stellvertreter" auf Erden hätte man deutliche Worte im 3. Reich erwarten dürfen - der Märtyrertod für einen Papst, der sich auf Petrus beruft wäre eine Ehre gewesen. Diesen sind viele kleine Priester gestorben, die sich von der Kanzel getrauten, die Wahrheit zu sprechen, der heilige Mann in Rom jedoch hat geschwiegen.
Nach Hochhuths Werk, das bis auf wenige Details, die nicht korrekt sind, im wesentlichen belegt ist, warte ich seit ich das Buch zum ersten Mal gelesen habe (1995) auf eine Entschuldigung der Amtskirche, eine postume Exkommunizierung von Papst Pius XII. und ein Aufkündigung des Reichskonkordats durch die Kirche - dem einzigen Außenvertrag des 3. Reiches, der heute noch gilt.
Dazu wird es aber wohl nicht kommen - die katholische Kirche arbeitet im Gegenteil seit Jahrzehnten eifrig an einem Seeligsprechungsverfahren für Pius XII. Im Namen des (Harken)Kreuzes ist viel Unheil geschehen und es bleibt nur, aus der Geschichte zu lernen.
Aus meiner Sicht kann sich "Der Stellvertreter" mit "Sophie Scholl" oder "Schindlers Liste" durchaus messen. Die Besetzung ist hervorragend - zu gefallen weiß vor allem Ulrich Tukur als Gerstein.
Die Industrialisierung des Bösen.
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Der deutsche Chemiker Kurt Gerstein war im Zweiten Weltkrieg als Offizier der Waffen-SS mit der Qualitätskontrolle des Giftes Zyklon B betraut. Vor Ort erlebt er die grausamen Auswirkungen dieses Giftes. In seiner eigenen Familie unverstanden, sucht er den Kontakt zur Diplomatie und zur Kirche, um auf die Geschehnisse im Osten aufmerksam zu machen. In dem italienischen Jesuitenpater Riccardo Fontana findet er einen Mitstreiter mit guten Kontakten zum Vatikan. Fontana reist nach Rom und stößt in seiner Familie auf die gleichen Vorbehalte wie Gerstein. Gegen alle Interventionen konfrontiert Fontana den Papst in einer Privataudienz und fordert eine Stellungnahme. Damit verstößt er nicht nur gegen das Protokoll. Die von ihm genannten Zahlen liegen so unvorstellbar hoch, das man seine Glaubwürdigkeit anzweifelt. Die diplomatischen Berater des Papstes sind angesichts dieser Fakten überfordert. Die Züge rollen weiter.

Der Film setzt Rolf Hochhuths christliches Trauerspiel anspruchsvoll in Szene. Es ist dennoch kein Film der Handlungen, sondern einer der Dialoge.
widerstand zwecklos...; erschütternde wahrheit
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
wer auch immer diesen film gesehen und verstanden`hat,wird die meinung teilen,dass das handeln der kath.kirche,die reaktion des damaligen papstes den holocaust betreffend,in keinster weise vertretbar war.moralisch gesehen sogar ein verbrechen an der menschlichkeit,am christentum war. es scheint gerade so; als habe man "im namen gottes" die massenmorde in den konzentrationslagern nicht nur ignoriert sondern
andernfalls gebilligt,zumal; indirekt daran profitiert wurde.es handelt sich um tatsachen,um den mord an millionen unschuldiger menschen,nicht etwa um eine fiktion mit unterhaltungswert!die ignoranz,die angebliche unfähigkeit-die geschehnisse zu vermeiden ist nicht zu entschuldigen.
diese verfilmung,welche den versuch einzelner personen zur verhinderung der verbrechen im nationalsozialismus darstellt, hat einen aufklärungswert im hohen maße und sollte nicht bagatellisiert werden.man ist es allein schon den opfern schuldig!
die darsteller im film sind sensibel ausgewählt und haben meinen persönlichen respekt....
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Produkt-Bild: Hass - La Haine (Einzel-DVD)

Hass - La Haine (Einzel-DVD)
mit Vincent Cassel, Hubert Koundé, Saïd Taghmaoui, Regie: Mathieu Kassovitz

DVD von Universal Studios
Preis bei Amazon: EUR 11,99, Angebote ab EUR 6,97

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Mai 2007
Zoom ± Produkt-Bild: Hass - La Haine (Einzel-DVD)
  • FSK 12

Produktbeschreibung


Universal Hass - La Haine - Single Version, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 04.05.07
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3 Kundenrezensionen:

Unglaublich
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich schreibe ziemlich selten Rezesionen aber bei diesem Meisterwerk mache ich eine Ausnahme. Das zu damaligen Zeitpunkt noch unerfahren Team um Kassovitz, Cassel und Co. schuf hier etwas Aussergewöhnliches .Ein visionärer Regiesseuer der durch seine Arbeitsweise sehr viel abverlangt, wie man aus dem Making of erfährt und drei überzeugende Hauptakteure. Ein Film der vor Kraft strotzt und einen in seiner Kompromisslosigkeit erschlägt. BRAVO
definitiv, ein Geheimtipp
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein Tag in dem Leben von drei Jugendlicher, jeder hat seinen eigenen rausstechenden Charakter, welcher zum Nachdenken führt. Für mich hat der Film das Zeug zum Kultstatus, weil er ein schließende Story, gute Darsteller, ausgearbeitete Charaktere und eine klasse filmische Umsetzung mit sich bringt... schön in Schwarz Weiss gehalten um die Tristes der Zeit hervorzuheben... einfach gut gemachter Film von Kassovitz!!!
aufrüttelnd
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
ich sah diesen film heute morgen in der schule im französischunterricht - in der ersten stunde. ich dachte mir dass dies sicher wieder so ein langweiliger film ist wie all die anderen die ich bisher in der schule sah. doch schon nach kurzer zeit änderte ich meine meinung. dieser film ist eschreckend aber zugleich auch aufrüttelnd (schreibt man das so??) also das ist schon heftig wenn man sowas n der 1. stunde - wo man sowieso noch im halbschlaf ist - sieht. hinzu kommt,dass wir den film mit englischen untertiteln gesehen haben und ich da natürlich nicht alle einzelheiten der dialoge mitbekommen habe, aber de bilder sprechen für sich. ich möchte jetzt auch nicht allzuviel von dem inhalt des filmes verraten, denn ich denke davon muss sich jeder selbst ein bild machen. ich kann nur sagen dass mich besonders die letzte szene sehr erschreckt und mich zum nachdeken angeregt hat. und die altersfreigabe ab 12 jahren kann ich überaupt nicht nachvollziehen, denn dieser film hat mich - eine 16 jährige, die schon so einige filme gesehen hat - sehr berührt, aber auch schockiert. denn solche "straßenschlachten" kannte ich biser nur aus den nachrichten...
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Produkt-Bild: Die fabelhafte Welt der Amélie (Book Edition, 2 DVDs)

Die fabelhafte Welt der Amélie (Book Edition, 2 DVDs)
mit Audrey Tautou, Mathieu Kassovitz, Rufus, Regie: Jean-Pierre Jeunet

DVD von Prokino
Preis bei Amazon: EUR 12,95, Angebote ab EUR 9,00

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: August 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Die fabelhafte Welt der Amélie (Book Edition, 2 DVDs)
  • FSK 6

Produktbeschreibung


Prokino Die fabelhafte Welt der Amelie SE (Bookedition), USK/FSK: 6+ VÃ-Datum: 28.08.08

Aus der Amazon.de-Redaktion


Sie können Die fabelhafte Welt der Amélie einfach als hübsche Liebesgeschichte betrachten; dabei würde Ihnen allerdings ein Stück großartigen Kinos entgehen. Genau genommen erblüht die Romanze sowieso erst in der zweiten Hälfte des Films und auch dann auf recht unkonventionelle Weise. Mit dem Gebrauch von Spezialeffekten, um den inneren Gefühlen Ausdruck zu verleihen, könnte man Amélie auch als eine französische Ausgabe von Ally McBeal ansehen -- aber im Gegensatz zu Ally McBeal ist Amélie über den Mangel an Männern in ihrem Leben nicht frustriert. Im Gegenteil -- der Gedanke an Sex amüsiert sie eher. Einfache Freuden wie das Knacken der Karamelhaube einer Crème brûlée geben Amélie die sinnliche Befriedigung, die sie braucht, und ihr Dasein im Paris der Träume und Fantasien ist mit märchenhafter Sentimentalität gekennzeichnet.
Mit Jean-Pierre Jeunets wunderschöner Interpretation des Pariser Lebens, inklusive der lebhaften Farben, die man vom Regisseur von Delicatessen erwartet, muss dieser cineastische Leckerbissen für das Pariser Fremdenverkehrsamt Wunder gewirkt haben. Hier haben wir es allerdings mit mehr als nur einem Film zum Wohlfühlen zu tun. Amélie strahlt einen interkulturellen Reiz aus; diese elfenhafte Frau ist ein Symbol unserer Zeit. Der Film spielt zurzeit von Prinzessin Dianas Tod, und Amélie ist von der Idee besessen, der Welt das Gute wieder zu geben -- eine Mutter Teresa Frankreichs zu werden. Der Film bietet zu keiner Zeit ein Motiv für diesen Wunsch, Gutes zu tun. Wie alle großen Märtyrer ist und macht Amélie einfach das, was sie will, um anderen eine Freude zu machen. Sie erwartet keinen Dank für ihren Liebesdienst; sie verbirgt sich im Schatten und empfindet tiefe Befriedigung aus dem Bewusstsein, dass es ihr mal wieder gelungen ist, jemandes Leben ins Positive zu verändern.
Im gnadenlosen Klima unserer heutigen Zeit, das von der Unfähigkeit genährt wird, Menschen das Miteinander zu ermöglichen, in der wir die Sorgen und die Einsamkeit unserer Mitmenschen ignorieren, kommt Amélie Poulains Selbstlosigkeit wie eine erfrischende Brise daher. Mit einer starken Besetzung, liebenswerten Charakteren, wunderschönen Bildern und dem typischen französischen Humor, der stark ans Schwarze grenzt, wird Amélie auch Sie einfach verzaubern. --Nikki Disney
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Eine Kundenrezension:

...eine fabelhafte Welt in einem fabelhaften Film
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
...ein gigantischer Film mit einer überragenden Audrey Tautou als Amélie in einem Märchen in Paris, mit allem Charme einer poetischen Verzauberung.
Ausgearbeitet bis ins kleinste Detail erzeugen diese wunderschönen Bilder ein "Festival der Sinne".

Amélie, eine gute Fee inmitten von skurrilen Charakteren.
...eine phantastische Geschichte in den Schluchten der Großstadt ...die Akteure in grellen Farben gemalt auf zartem Hintergrund ...mit sehnsüchtiger Musik begleitet.

...ein genialer Film, so leicht und trotzdem so tiefgründig

Darsteller:
* Audrey Tautou: Amélie Poulain
* Mathieu Kassovitz: Nino Quincampoix
* Rufus: Raphaël Poulain
* Lorella Cravotta: Amandine Poulain
* Serge Merlin: Raymond Dufayel
* Clotilde Mollet: Gina
* Jamel Debbouze: Lucien
* Claire Maurier: Suzanne
* Dominique Pinon: Joseph
* Isabelle Nanty: Georgette
* Urbain Cancelier: Mr. Collignon
* Yolande Moreau: Madame Wallace
* Maurice Bénichou: Dominique Bredoteau
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