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Produkt-Bild: Viel Lärm um nichts

Viel Lärm um nichts
mit Michael Keaton, Robert Sean Leonard, Regie: Kenneth Branagh

DVD von MGM Home Entertainment GmbH (dt.)
Preis bei Amazon: EUR 6,99, Angebote ab EUR 6,02

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: August 2009
Zoom ± Produkt-Bild: Viel Lärm um nichts

Amazon.de


Mit seiner Verfilmung des Historienstücks Henry V. ist der irische Theaterschauspieler und Regisseur Kenneth Branagh nicht nur gleich einem Kometen zur großen Hoffnung des europäischen Kinos aufgestiegen, er hat auch Shakespeare für die Leinwand und eine neue Generation von Film-Begeisterten wiederentdeckt. Der Erfolg dieses düsteren Schlachtengemäldes hat eine ganze Welle von zum Teil klassischen und zum Teil stark modernisierten Shakespeare-Adaptionen ausgelöst, zu der Branagh selbst mit der Komödie Viel Lärm um Nichts und der großen Tragödie Hamlet zwei der am stärksten herausragenden Beiträge geliefert hat.
Wie ein Gegenentwurf zu dem dunklen, in Braun- und Schlammtönen gehaltenen Henry V., der die ganze Breite von Shakespeares Schaffen auch filmisch illustriert, wirkt Viel Lärm um Nichts. Die Sonne der Toskana lässt diese Komödie von Irrungen und Wirrungen der Liebe im schönsten Glanz erstrahlen. Zwei Paare, die zusammengehören, haben doch Schwierigkeiten zueinander zu finden. Beatrice (Emma Thompson) und Benedikt (Kenneth Branagh) streiten nur, aber hinter all dem Spott verbirgt sich ein Gefühl, das sie sich erst einmal eingestehen müssen. Komplizierter ist es da schon mit Hero (Kate Beckinsale) und Claudio (Robert Sean Leonard), die kurz vor ihrer Hochzeit durch die Intrige des von Grund auf bösen Don Juan (Keanu Reeves) auseinander gebracht werden.
Die Lust und die Lebensfreude, die genauso wie das Erotische und das Exotische bei Shakespeare erst einmal in der Sprache liegen, finden bei Branagh ihren direkten Ausdruck in den Bildern. Das Tempo der Inszenierung entspricht dem der wunderbaren Wortgefechte zwischen Beatrice und Benedikt, die von Branagh und seiner damaligen Frau Emma Thompson genüsslich ausgetragen werden. Die Komödie wird zum Rausch, der in den absurden Auftritten Michael Keatons als Holzapfel, dem sich zu Höherem berufen fühlenden Constabler, gipfelt. --Sascha Westphal
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4 Kundenrezensionen:

Hey Nonny Nonny!
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Kenneth Branagh ist gemeinhin bekannt für Shakespeare-Verfilmungen, von denen man das Gefühl hat, daß der berühmte Dichter selbst wohl sehr zufrieden mit der Umsetzung seiner Stoffe gewesen sein dürfte. Hier hat sich kein avantgardistischer Regisseur ausgetobt und seiner aufmerksamkeitsheischenden Kreativität auf dem Rücken des Shakespeare-Textes freien Lauf gelassen, wohl wissend daß es viel schwieriger ist, ein eigenes Stück zu schreiben als ein bereits bekanntes zu verunstalten. Eine gewisse Eitelkeit ist Mr. Branagh sicher nicht abzusprechen, aber sie bleibt nach meinem Empfinden immer im Rahmen einer angemessenen Inszenierung. Während dieser Verzicht auf gewagte Experimente bei "Henry V." (1989) und "Hamlet" (1996) ausgesprochen wohltuend ist, kommt mir "Much Ado About Nothing" (1993) allerdings ein wenig zu gefällig daher.

Branagh läßt in diesem Film kunstvoll eine opulente Traumwelt entstehen, die den Zuschauer in ihrer farbenfrohen Romantik und mit ihren vor Naivität umhertanzenden und lachenden und dabei den schönen Dingen des Lebens keineswegs abgeneigten Bewohnern an die Schäferromane aus dem Frankreich des Ancien régime denken läßt, selbst wenn er - wie ich - das Glück hatte, nie einen von ihnen wirklich lesen zu müssen. Diese das Auge betörende leichtherzige Schönheit und der überschwengliche Witz, der über allem schwebt, ein im Brunnen tanzender Benedick und eine schaukelnde Beatrice in der Überblende, die Pracht und unterschwellige Erotik eines Maskenballs und ähnliche Farbtupfer mögen dazu beigetragen haben, daß dieser Film seinerzeit ein recht großer Kinokassenerfolg war. Aber ist Shakespeare ausschließlich leichtfüßige Romantik? Ein Literaturwissenschaftler wird mir wahrscheinlich ohnehin sagen, daß ich den Begriff Romantik hier anachronistisch verwende, aber darauf will ich gar nicht hinaus.

Mein Eindruck ist dieser, daß nämlich gerade in dieser Komödie hinter dem scheinbar Leichtherzigen eine Welt des Grauens lauert und daß Shakespeare uns für diese durchaus zu sensibilisieren versuchte. Nehmen wir nur mal Leonato: Er hat eine Tochter und eine verwaiste Nichte, die er aus reiner Barmherzigkeit - sicherlich auch des guten Tones wegen - in seinem Haus aufgenommen hat. Zu Shakespeares Zeiten waren unverheiratete Frauen eines gewissen Standes in erster Linie ein Kostenfaktor, da sie ja nicht arbeiten durften, aber doch auch eine Möglichkeit, Politik zu machen. Leonato hat seine Tochter, wie ich hier bereits zeigte, auch entsprechend eingenordet; die gute Hero redet nur, wenn sie gefragt wird, und der Gedanke, Don Pedro könnte sich für seine Tochter interessieren, eröffnet Leonato ungeahnte Möglichkeiten. Aber auch Claudio als Schwiegersohn bedeutet für den alten Mann eine Aufwertung seiner Familie, so daß er nicht versäumt durchblicken zu lassen, daß Hero die alleinige Erbin seines Besitzes sein wird. Beatrice wiederum kann sich ihre flinke Zunge nur deshalb leisten, weil sie weniger stark im Zentrum der Heiratspolitik des Hauses Leonatos steht, doch auch ihr wirft ihr alter Onkel vor, daß sie zu gradheraus sei und mit ihrer Kratzbürstigkeit als alte Jungfer enden werde. Das bedeutet aber auch, daß sie weiter auf Leonatos Wohltätigkeit angewiesen sein wird. Einen solchen Aspekt - die Abhängigkeit der Frau von ihrer Familie und die wenig schmeichelhafte Stellung, die sie innehatte - stärker zu gewichten, hätte diesen Film zu einem wahrhaft besonderen werden lassen können. Da gibt es zwar die Szene, in der Leonato, vor dem Hochzeitsaltar seiner Tochter zutiefst gedemütigt, diese am Schopfe packt und wie ein Berserker auf den Boden schleudert und mit Verwünschungen überhäuft, aber schon wenig später ist alles wieder eitel Sonnenschein, und der brutale Vater erscheint uns wieder als netter alter Herr, und Hero heiratet überglücklich den Gimpel, der sie noch vor kurzem vor aller Welt erniedrigt hat. Hier hätte Branagh durchaus mehr Mut zu Mißtönen beweisen sollen.

Der Liebhaber romantischer - in your face, literary critics! - Komödien indes ist mit diesem Film bestens bedient, und dank der unnachahmlichen Schauspielkunst Michael Keatons kommt auch der grotesk-klamaukhafte Humor nicht zu kurz, wenngleich ich Dogberrys Reiten auf einem nichtvorhandenen Pferd als eine etwas zu schamlose Anleihe aus "Monty Python and the Holy Grail" empfinde. Für meinen Geschmack ist der Film, um ihn zu einem vollen Erfolg zu machen, ein wenig zu süßlich inszeniert, und so kann man es nachgerade als eine Bestätigung des shakespeareschen "tongue in cheek" ansehen, daß sich Bennie und Bea, also Branagh und Thompson, im realen Leben schließlich wieder trennten.

Zuletzt sei noch darauf hingewiesen, daß nur die neuere Ausgabe der DVD die englische Originaltonspur aufweist, die vielleicht gerade bei einer Shakespeare-Verfilmung reizvoll sein dürfte.
Endlich die DVD-Version, die dieser Film verdient
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich liebe diesen Film schon seit langem, habe aber die erste deutsche DVD-Veröffentlichung nicht gekauft, weil ich es als Frechheit empfand, dass auf dieser keine englische Tonspur auf dieser zu finden war. Dieser Fehler wurde hier behoben.
Ich habe mit dieser DVD alles, was ich haben will: Einen top besetzten Film in guter Qualität mit deutscher und englischer Tonspur zu einem günstigen Preis.
Viel Lärm um nichts - Bewertung
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Die DVD wurde schnell geliefert und war in einem super Zustand. Ich bin sehr zufrieden mit dem Produkt und dem Service!
As you like it
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Eine sehr gut gemachte Production von einer sehr schönen Geschichte. Der englische Ton ist hervorragend. Emma Thompson brilliert wie immer und die herrlichen Landschaftsbilder sind ein Augenschmaus.
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Produkt-Bild: Henry V.

Henry V.
mit Derek Jacobi, Sir Ian Holm, Kenneth Branagh, Emma Thompson, Regie: Kenneth Branagh

DVD von KSM GmbH
Preis bei Amazon: EUR 9,99, Angebote ab EUR 5,19

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 2009
Zoom ± Produkt-Bild: Henry V.

Produktbeschreibung



Henry VHeinrich der V, Monarch Englands, ist empört. Der französische Dauphin, seit jeher Erzfeind der Krone, hat es gewagt seine Majestät zu beleidigen. Doch so sehr der König auch verärgert ist, wittert er doch eine Gelegenheit, den Thron Frankreichs für sich zu beanspruchen. So schart der junge König seine Truppen um sich und beginnt mit der Kanalüberquerung. Vor Agincourt kommt es zur entscheidenden Schlacht um die Macht in Frankreich.

Viele Filmepen schmücken sich allzu gern mit dem legendären Namen Shakespeares, doch wenige werden dem großen Namen auch nur im Ansatz gerecht. 1989 versucht sich der britische Schauspieler und Regisseur Kenneth Branagh an dem monumentalen Schlachtenepos, das nicht nur literarisch sondern auch historisch eine kaum zu überschätzende Bedeutung in sich trägt. Branagh gelingt hierbei, unterstützt durch eine opulente Ausstattung, nicht nur einen optisch ansprechenden und tiefgreifenden Unterhaltungsfilm zu schaffen, es gelingt ihm auch Shakespeares Vorlage und den berühmten Dialogen gerecht zu werden und präsentiert eine der authentischsten Shakespeareverfilmungen aller Zeiten. Produziert von Bruce Sharman unter dem Banner der BBC und Renaissance Films und mit weltbekannten Schauspielern, wie unter anderen Derek Jacobi, Keneth Branagh, Judi Dench, Emma Thompson und Ian Holm besetzt, entsteht ein Meisterwerk, das bis heute seinesgleichen sucht und zu Recht für drei Oscar® und mehrere BAFTA-Awards nominiert wird. Henry V

NewKSM bringt mit Henry V eine weitere hochkarätige BBC-Produktion fernab der plattgetretenen Hollywoodpfade in die Heimkinos. In gewohnt guter Ton und Bildqualität in 16:9, wahlweise deutscher und englischer Tonspur in Dolby Digital 2.0 (deutsche Untertitel sind ebenfalls verfügbar) sowie Extras wie Biografien und Bildgalerien bietet Henry V mitreißende Unterhaltung vor dem Hintergrund des hundertjährigen Krieges.
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4 Kundenrezensionen:

Ein hervorragender Film.
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Die Geschichte von Henry V ist bekannt.
Kenneth Branagh hat sie noch nicht einmal dreißigjährig inszeniert. Perfekt wurde hier Shakespeare auf die Leinwand gebracht. Die Schauspieler bringen kraftvoll das leidvolle Geschehen der Geschichte rüber. Und endlich gibt es auch deutsche Untertitel.
Der Film hat also 5 Sterne verdient.

Leider ist die Qualität der DVD kaum ertragbar. Das Bild rauscht nicht nur bei dunklen Szenen. Es gibt sogar digitale Bildfehler. Ein Dolby Ton hört sich auch anders an.
Die DVD (Iron Version) ist somit leider nicht zu empfehlen.
Spannende Shakespeareverfilmung.
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ein lohnendes Filmerlebnis für Menschen, die gern gut gemachte Historienfilme sehen. Die Charaktere sind glaubhaft gezeichnet und werden von guten Schauspielern dargestellt. Die Geschicht ist schnell erzählt, es ist der Kampf um Macht und die damit einhergehende Veränderung eines Mannes.
Der Film ist zu recht für seine gute Ausstattung ausgezeichnet worden.
Die Texte sind zwar etwas gewunden und streckenweise pathetisch, aber für eine Shakespeareverfilmung sind die Dialoge fließend und leicht verständlich.
Kurz gesagt, eine echte Bereicherung für die persönliche DVD-Sammlung.
Shakespeare gelungen ...
3 Punkte 3 von 5 Punkten
... Darstellung leider nicht.
Die literarische Umsetzung des Films ist gut. Daran gibt es für wahr nichts zu rütteln.
Aber rein Filmtechnisch muss ich sagen gab es Anfang der 80ziger schon weitaus bessere Filme wie z.B. "Ivanhoe der Schwarze Ritter" von 1980 oder "Die Ritter der Tafelrunde" von 1981. Da waren die Schlachtfelder noch voller Menschen bzw. Darstellern, und nicht so versprengt wie in diesem Film hier.

Die parallel Story zu Sir John's Anhängern wirkt eher Laienhaft und wie ein Lückenfüller als ob man kein Material hatte die Hauptstory voranzutreiben. Und die Schlachten sind grauenhaft. Kurz, hektisch und die wirre Kameraführung ist eine Zumutung. Zudem kann man zu keinem Zeitpunkt die gewaltige Übermacht der Franzosen sehen.

Meiner Meinung nach nur für Shakespere-Liebhaber geeignet.
Haben wir nicht die Glocken um Mitternacht spielen hören?
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Zu der Handlung von Heinrich V gibt es selbst nichts mehr zu sagen.
Jedoch zu der Umsetzung die sich mehr als sehen lassen kann! Kenneth Branagh hat
auf eindrucksvolle Weiße bewiesen, dass er wie kein anderer in unserer Zeit es versteht,
den Dramen Shakespeares Gestalt zu verleihen.

Die Umsetzung ist dermaßen bildgewaltig und eindrucksvoll, dass es fast schwer fällt zu glauben,
dies sei ein Film aus den späten 80ern. Wortgetreu und gleichzeitig realitätsnah
wird dieses Schauspiel, das bis heute an Wert und Aktualität nicht verloren hat,
von den Darstellern auf die Leinwand gebannt. Jedoch sollte man sich in klaren sein,
dass Henry V keine allzu leichte Kost ist! Die Handlung und besonders die Dialoge sind teils
recht komplex und tiefgründig, sodass wohl so mancher enttäuscht sein wird, der sich hier
eine leicht verdauliche und oberflächliche Familienunterhaltung erwartet!

In Anbetracht der Bedeutung und der Qualität dieses Films ist es bedauerlich,
dass es nicht viel mehr Shakespeare Verfilmungen dieser Art gibt!
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Produkt-Bild: Shakespeare Collection (4 DVDs)

Shakespeare Collection (4 DVDs)
mit Kenneth Branagh

DVD von Warner
Preis bei Amazon: EUR 12,92

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: April 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Shakespeare Collection (4 DVDs)

Produktbeschreibung


SHAKESPEARE COLLECTION

Inhalt


Dieses Box Set beinhaltet 3 Literaturverfilmungen von Werken von William Shakespeare, einem der bedeutendsten Dramatiker der Weltliteratur. In der Box befinden sich die Filme Hamlet als 2-Disc Edition, Othello und Julius Caesar.
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4 Kundenrezensionen:

Ein Stück Shakespeare
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Eine gefällige Sammlung der bekanntesten Stücke Shakespeares.
Die opulente Verfilmung von Hamlet mit Kenneth Branagh in der Titelrolle und bekannten Schauspielern selbst in Nebenrollen ist schon sehenswert. Vor allen Dinge der ungekürzte Original-Text sind eine Sternstunde der gelungenen Shakespeare-Verfilmungen. Ich für meine Teil ziehe jedoch die Version von 1990 mit Mel Gibson in der Hauptrolle vor.
Othello mit Laurence Fishburne ist auch sehenswert, wobei ich im Theater schon bessere Inszenierungen sah.
Julius Caesar von 1953 ist der dritte Film der Sammlung. Sicherlich sehr sehenswert, allein wegen Marlon Brando und James Mason. Allerdings ist die deutsche Synchronisation doch ein wenig holperig, wenn möglich ist sollte man doch die englische Sprache wählen.
Das gilt allerdings für alle drei Filme.
Genial
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Kenneth Branagh ist ein Genialer Schauspieler und spielt die Rolle des Hamlets sensationel gut. Ein Genuss sich dies anzusehen. Immer und immer wieder. Die Beste Hamlet-Verfilmung. Auch das Stück Othello gefällt mir sehr gut. Julius Caesar habe ich mir noch nicht angesehen aber die Worte Shakespears und die schauspielerische Kunst von Marlon Brando sagt schon alles. Eine Mischung die viel zu erwarten lässt und sicher hoch erfreut.
Sehr zu empfehlen.
eine etwas merkwürdige Mischung, aber aus guten Zutaten
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Grundsätzlich: Bevor man kauft, sieht man genau, was man bekommt. Beschwerden über die S/W-Version von Julius Cesar kann ich deshalb nicht teilen, denn ich weiß vorher, was auf mich zukommt. Klar wäre mir eine reine Branagh-Kollektion auch lieber gewesen, aber da ich in erster Linie den Hamlet gesucht hatte, waren mir für einen Aufpreis von 5-10 Euro 2 zusätzliche Shakespeare-Verfilmungen nur recht und billig.

Zu den Filmen selbst:

Wer den Branagh-Hamlet noch nicht kennt: WTF?!? Get a friggin' life, man! Where've you been all this time!?! Diese Verfilmung ist nicht nur wegen der grandiosen Inszenierung und der tollen Besetzung absolutes Pflichtprogramm, sondern vor allem aufgrund der genialen Transponierung ins Wienerische Hofleben des 19. Jahrhunderts. Okay, das ist nicht so drastisch wie die Almereyda-Version (oder der fantastische "Romeo & Juliet" von Luhrman), aber Branagh hat sich meines Wissens die einzige moderne Shakespeare-Verfilmung zugetraut, die (fast?) ohne Textkürzungen auskommt und allen Sofatheatergängern (wie mir ;-) die ganze Pracht des Originaltexts bietet. Und hey - gibt es überhaupt einen Branagh-Shakespeare, der NICHT Maßstäbe setzt?

Damit ist das Wichtigste über den Othello in diesem Pack auch gesagt. In dieser Fassung darf man außerdem den Meister persönlich ;-) als Bösewicht Iago bewundern. Gewohnte Branagh-Qualitäten transportieren den jahrhundertealten Text in eine zugängliche und packende Darstellungsform, mit der jeder aufgeschlossene zeitgenössische Zuschauer etwas anfangen kann - sogar Schüler ;-)

Und damit zur Anomalie in diesem Dreigestirn: Der "Julius Cesar" mit Marlon Brando als Marc Antony...: Aus heutiger Sicht wirkt die Inszenierung pathetisch und überdramatisiert (wozu der Text natürlich verführt, besonders der Monolog des Marc A.) und ist mit Branaghs Fassungen nicht vergleichbar - daher passt dieser Film stilistisch natürlich überhaupt nicht in dieses Paket. Trotzdem kann man der Verfilmung etwas abgewinnen, wenn man bereit ist, ein wenig über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Obwohl ich den Verdacht hege, dass es genau solche Inszenierungen sind, die der breiten Masse die Lust an Shakespeare vergällen, hat diese Fassung durchaus ihre Berechtigung. Insgesamt merkt man aber auch, dass J.C. nicht Shakespeares stärkster Text ist und - nach der Ermordung im 3. Akt - etwas dahindümpelt (ähnlich wie der Merchant of Venice). Ganz anders dagegen MacBeth oder Romeo & Juliet. Aber was soll's - für lau nehme ich so was am Rande gerne mit und erweitere mal meinen Horizont, denn bei 20 Euro für die 3er-Box kann man hier wirklich nicht meckern. Im Einzelkauf bezahle ich für nur 2 von diesen 3 Filmen schon mehr als das.

Fazit: Wer hier keine Sammlung aus einem Guss erwartet (und das geht aus der Produktbeschreibung eindeutig hervor!), bekommt viel "bang for the buck". Empfehlenswert!
Shakespeare Collection
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Ich war sehr enttäuscht über die DVD Julius Caesar. Das Cover ist farbig gedruckt, so dass der Eindruck entsteht, dass auch der Film ein Farbfilm ist. Er ist aber in schwarz-weiß, altmodisch und passt überhaupt nicht zu den beiden hervorragenden Branagh-Verfilungen. Eine bessere Auswahl, z. B. einen dritten Branagh-Film "Wie es Euch gefällt" o.ä. wäre für diese Collection perfekter. Deshalb nur 3 Sterne, sonst hätte ich 5 Sterne gegeben.
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Produkt-Bild: Kenneth Branagh - Die Zauberflöte (OmU)

Kenneth Branagh - Die Zauberflöte (OmU)
mit Joseph Kaiser, Amy Carson, Benjamin Jay Davis, Regie: Kenneth Branagh

DVD von Salzgeber & Co. Medien GmbH
Preis bei Amazon: EUR 16,99, Angebote ab EUR 11,99

3,5 Punkte.
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Sept. 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Kenneth Branagh - Die Zauberflöte (OmU)

Produktbeschreibung


Z - Die Zauberflöte 2006 OmU
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3 Kundenrezensionen:

hier geht nicht mal Augen zu und Musik geniesen
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Ist eine Mozartinszenierung schlecht macht man die Augen zu und geniest die Musik aber selbst das geht hier dank Panzer und Flugzeuggeräuschen nicht!

Während des Ersten Weltkriegs wird Tamino auf eine höchst gefährliche Mission geschickt. Sein Auftrag ist es, die schöne Pamina retten, in die er sich nach dem Anblick ihres Fotos sofort verliebt. Unterstützung erfährt er nur von seinem treuen Begleiter Papageno, der in den Schützengräben mit Hilfe von Singvögeln die Gefahr von Gasangriffen überprüft.

Kenneth Branagh ist bekannt für seine verkitschten Shakespearverfilmungen.
Er schafft es immer seine eigene Rolle in ein Positives Licht zurücken.
An ihm scheiden sich die Geister. Doch Trotz seinem Hang zum Kitsch sind seine Shakespearverfilmungen durchaus sehenswert.
Mozarts Zauberflöte ist auch im Urtext ein Paradies für jeden Kitschfan: wilde Schlangen, eine Zauberflöte, ein verzaubertes Glockenspiel, ein Vogelfänger der am ganzen Körper mit Federn bedeckt ist.

Was Kenneth Branagh aber in diese Geschichte interpretiert, ist für mich nicht mehr nachvollziehbar. Wie bereits im ersten abschnitt beschrieben wurde die Geschichte in den ersten Weltkrieg verlegt. Die Toneffekte in dem Film stören gerade bei der Ouvertüre den Musikgenuss. Die digitalen Effekte sind sehr billig gemacht und erinnern eher an einen schlechten TV-Film aus den 90er
Jahren. Gleich bei ihrem ersten Auftritt schweben die 3 Damen in einer schlechten
Blueboxeinstellung als Krankenschwestern zum Prinzen Tamino um kurz darauf ihre Roben zu öffnen damit die Brüste auf der Leinwand auch ja gut zusehen sind!
Alles in allem, purer Kitsch der durch billige Effekte noch unerträglicher wird.

Auch wenn Bergmanns Verfilmung der Zauberflöte heute nicht mehr dem Standard entspricht so war seine Idee gut umgesetzt und zählt heute zu den Klassikern unter den Opernverfilmungen.

Die Version von Kenneth Branagh hat meines Erachtens nur die Chance an Filmhochschulen, als abschreckendes Beispiel für eine misslungene Umsetzung eines klassischen Stoffes zu dienen!

Fazit: Die Musik von Mozert ist unternormalen Umständen nicht zu zertstören aber wenn Panzer und Flugzeuggeräusche die musik untermalen ist auch Mozart kein Hörgenuss.
Aber zum Schluss doch etwas Positives. Branagh ist es gelungen ein gutes Ensemble zusammenzustellen. Allein Rene Pape als Sarastro ist ein wahrer Hörgenuss.
Überraschung gerantiert
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich möchte nicht all das gesagte meines Vorgängers wiederholen, doch ich kann einfach nur sagen, es ist ein Kunstwerk der besonderen Art. Wunderbare Stimmen, schöne Bilder, traurige Szenen, erschreckende Emotionen, lustige Charaktere. Einen Malus muss ich trotzdem anmerken: Die Oper wird auf englisch gesungen (nicht so schlimm, weil man sie ja doch meistens schon mitsingen kann), doch sollte man sich dazu entschließen, deutsche Untertitel einblenden zu lassen, dann wird die Oper zum Horror, denn die Rückübersetzung ist miserabel. Also: englisch hören und genießen. Trotzdem vergebe ich die fünf Sterne, weil es die Oper einfach verdient.
Ein rauschendes Fest
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ein Feuerwerk der Emotionen, ein Klangkunstwerk der hochfliegenden Töne, eine meisterliche Entfesselung der Phantasie. Welche Superlative man auch immer für dieses Gesamtkunstwerk von Kenneth Branagh bemühen möchte, kann man die Wirkung dieses Films mit Worten kaum beschreiben. Überbordende Spielfreude und großartige Stimmen sind in vollkommener Harmonie mit den genialen Kulissen, die einen nachhaltigen Ausdruck hinterlassen. Entstaubt wurde das Libretto zu Wolfgang Amadeus Mozarts berühmtester Oper von Kenneth Branagh zusammen mit Stephen Fry, um die zeitlose Botschaft der Kraft der Musik, die von Liebe getragen wird, auch einem Publikum zugänglich zu machen, die bisher mit diesem Genre nichts anfangen konnten. Gleichzeitig sollten die Liebhaber der Zauberflöte verwöhnt und verzaubert werden. Das Ergebnis ist in jeder Hinsicht einzigartig.

Es ist Krieg, doch der Rasen ist noch grün und die Flugzeuge fliegen noch lustig am blau-en Himmel. Wenig später ist das Leben der Soldaten düster, die sich in ihren Schützengräben dem Grauen der Auseinandersetzung stellen müssen und auch der blauäugige Tamino (mit wunderbar schmelzender Stimme: Joseph Kaiser) sieht die gierigen Nebel des Todes schnell näher rücken. Gerettet wird der gutaussehende Soldat von drei wehrfähigen Damen, die ihn in das Blickfeld der rachsüchtigen Königin der Nacht (sehr ausdrucksstark und klanggewaltig: Lyubov Petrova) rücken. Ihr Auftritt auf dem schwarzen Panzerwagen erschreckt den tapferen Helden nicht wenig, doch das Foto, das ihm die temperamentvolle Auftraggeberin in die Hand drückt, erweckt in ihm einen Liebestraum. Das Antlitz von Pamina (Newcomerin Amy Carson) verzaubert ihn und er übernimmt die tödliche Mission, die Schöne aus den Klauen des Erzfeindes der Königin der Nacht, dem gefürchteten Sarastro (sehr würdevoll und mit tiefer, wohlklingender Stimme: Renè Pape) zu befreien. Als Dank bietet die Königin Tamino die Hand ihrer Tochter, Pamina, an und überreicht ihm vorab eine zauberhafte Flöte, die ihm helfen soll. Der ehemalige Vogelfänger, Papageno (unnachahmliches Mienenspiel: Benjamin Jay Davis), braucht zwar zunächst etwas Nachhilfe von den Gefährtinnen der Königin, doch dann beschließt auch er, die Schützengräben zu verlassen, um seinem neuen Freund beizustehen und bei diesem Abenteuer vielleicht selbst seine geheime Liebe, die er vor fünf Jahren beinahe getroffen hätte, wieder zu finden. Bald schon finden die tapferen Helden einen Weg in die Festung Sarastros, wobei sie Hilfe von drei stimmgewaltigen Jungen bekommen. Doch dort angekommen, stellen die Freunde fest, dass nichts so ist, wie es zunächst erscheint. Sie beschließen, dem Ruf ihres Herzens zu folgen und nehmen die Herausforderung an, für Liebe, Musik und Frieden zu kämpfen.

Wie ein losgelassener Luftballon wirbelt die Königin der Nacht am schwarzen Himmel, während ihre wilden Kapriolen von abgestimmten Oktaven begleitet werden. Der liebestolle Papageno läuft in seinen Träumen den süßen Vögelchen hinterher und fällt in ein riesiges, rotes Kissen in Form eines verführerischen Mundes. Mit eindrücklichen Symbolen und vielen, originellen Einfällen wird das Libretto in einer Weise unterstützt, die den Zuschauer in Staunen versetzt. Mit einer gesunden Portion Humor versetzt, kann man des Öfteren herzlich lachen.
Die Kameraführung ist exzellent. Als z.B. die Königin der Nacht den Schmerz einer Mutter besingt und damit eigentlich die Herzen rührt, wird in Großaufnahme ein Blick auf die Au-gen der Sängerin gestattet, die boshaft glänzen und kalte Berechnung verraten.

Viel Freude auf der Entdeckungsreise dieser märchenhaften Geschichte im neuen Gewand. Die DVD wird in einem aufwändig gestalteten Cover aus Pappe aufbewahrt. Hier kann man noch Hintergrundinformationen zu Cast und Crew erhalten. Der Film selbst wird im englischen Originalton serviert, wobei deutsche Untertitel als Orientierungshilfe geboten werden!
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Wunsch & Wirklichkeit

Wunsch & Wirklichkeit
mit Kenneth Branagh, Madeleine Stowe, William Hurt, Regie: Lesli Linka Glatter

DVD von Universal Studios
Preis bei Amazon: EUR 12,98, Angebote ab EUR 4,29

3 Punkte.
3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Februar 2005
Zoom ± Produkt-Bild: Wunsch & Wirklichkeit
  • FSK 12

Produktbeschreibung


Universal Wunsch & Wirklichkeit, USK/FSK: 12+ VÃ--Datum: 03.02.05
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4 Kundenrezensionen:

Sehenswerter Film
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Der Inhalt ist konzipiert nach einen Rezept für einen typischen Hollywood Verkaufschlager.
Das Produkt: Dank der sehr guten schauspielerischen Leistungen der drei Hauptakteure => ein sehenswerter Film.
Wunsch und Wirklichkeit
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Ich habe die DVD nicht gekauft und zurückgeschickt, weil ich den Inhalt der Erzählung erst zu spät mitbekommen habe und mir diese Geschichte überhaupt nicht gefällt und ich mich damit nicht befassen will!!Wollte keinen Stern abgeben, aber diese Möglichkeit existiert bei der Rezension nicht!
Ein Klassiker unter den modernen Filmen!
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Es ist ein offenes Geheimnis, dass reißerische Filme (sogenannte Blockbuster) nach Geschmack und der eventuellen heißen Nachfrage der Zuschauer gedreht werden. R.W.Fassbinder sagte mal in einem Interview, früher haben sich die Regisseure noch gefragt, was ihre Filme bewirken, was man über sie später mal sagen wird. Doch die meisten Neuproduktionen, die ich bisher gesehen habe, waren oft "gut", aber eben nicht mehr. Dieser Film ist "fast" eine Ausnahme. Gewiss, Kenneth Branagh ist für mich immer ein Gütezeichen zumindest für Filme, über die man hinterher nachdenkt. So auch dieser. Ein aktuelles Thema, ein Verwirrspiel a la Shakespeare, gute Schauspielkunst. Und am Schluss ein Thema, über das man sprechen kann. Mehr als blosse Unterhlatung also.
Endlich auf DVD erhältlich
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Wunsch & Wirklichkeit
Den Film hatte ich bereits im Fernsehen gesehen. Da mir die Handlung gut gefiel, hatte ich mir die VHS-Kassette gekauft, auch weil eine DVD zum damaligen Zeitpunkt noch nicht verfügbar war.

Zum Inhalt ist zu sagen: Romantische Handlung mit dramatischer Wendung. Die gute schauspielerische Besetzung durch Kenneth Brannagh, Madeleine Stowe und William Hurt ist überzeugend gut. Auch wenn sich Männer der Kirche, mit allen Verpflichtungen, geweiht haben, sind sie doch für die Reize einer Frau empfänglich. Leider meint es das Schicksal nicht gut mit Eleanor, sie verstirbt bei der Geburt ihrer Zwillinge. Die Geschichte birgt einige Geheimnisse. Es brechen familiäre Konflikte auf, die nach mehreren heftigen Diskussionen gelöst werden. Insgesamt sehr unterhaltsam und spannend.
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Othello

Othello
mit Laurence Fishburne, Irène Jacob, Kenneth Branagh, Regie: Oliver Parker

DVD von Warner
Preis bei Amazon: EUR 16,99, Angebote ab EUR 7,99

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: August 2007
Zoom ± Produkt-Bild: Othello

Produktbeschreibung


Othello 1995 DV

Aus der Amazon.de-Redaktion


"Das Beste -- der Film ist frei von Ken Branagh," frohlockte die englische Presse und adelte damit alle Shakespeare-Adaptionen, die nicht aus der Regie Branaghs stammten. Diese Kritik trifft den Schauspieler und Regisseur nicht ganz zu Unrecht, hat es doch noch immer den Anschein, als wolle Branagh im Schnelldurchgang Shakespeares gesammelte Werke auf die Leinwand bringen, immer mit sich selbt als dem einzig legitimen Interpret in der Titelpartie. Aber er ist nicht der Einzige, der die Bühnenstücke des wohl meist gespielten Dramatikers für die Leinwand aufbereitet. Othello gehört zu den Werken, die von Branaghs Umtriebigkeit (bisher) verschont blieben.
In dieser Fassung agiert er nur vor der Kamera, mimt den an intriganter Kraft kaum noch zu überbietenden Jago. Regie führte der damalige Newcomer Oliver Parker, und es scheint, als wolle er sich vor seinem berühmten Regiekollegen Branagh verneigen. Er lässt ihm jede nur erdenkliche Freiheit -- mehr als manchmal gut gewesen wäre. So entgleitet dessen Spiel allzu oft ins Aufdringliche und Possenhafte. Zuweilen scheint es, als sei die die Partie des Jago die zentrale Gestalt und die des Othello eine Nebenrolle.
Konventionell ist die Inszenierung und seltsam uninspiriert. Zu oft heftet sich die Kamera an die Personen, bindet sich an das Prinzip des abgefilmten Theaters mit wenig spektakulärem Bildarrangement. Einzig der heftige Konflikt zwischen Jago und Othello, den Parker an einen Strand verlagerte, besticht durch packende Bilder. Wenn Branagh und Fishburne aufeinander losgehen, der eine den anderen in den Wellen zu ertränken sucht, erreicht das Drama einen ersten und leider einzigen Höhepunkt.
Laurence Fishburne als Othello weiß dank seines hervorragenden Spiels Akzente zu setzen. Er gibt einen innerlich zerissenen Othello, eine eher labile Persönlichkeit, die sich fortwährend in die Enge gedrängt fühlt, jedoch den fatalen Hang zum Jähzorn in sich trägt. So ist die Katastrophe vorprogrammiert. Hinter Fishburnes Brillanz und Branaghs Dominanz kann sich Irene Jacob als Desdemona kaum entfalten, der Rest der Besetzung ist degradiert zur Staffage.
Auch wenn der Ausgang des Dramas hinlänglich bekannt ist, meint man doch, es könne sich noch zum Guten wenden. Man wartet in der berühmten Schlüsselszene förmlich auf den Moment, in dem Othello die Augen aufgehen, und er das schmutzige Spiel Jagos durchschaut. Aber Desdemona schweigt. Der Rest ist bekannt. --Stefanie Hartl-Prauser
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

4 Kundenrezensionen:

Intrigen, Neid, Lügen, Verleumdung... heute noch große Themen! Othello, beste Verfilmung!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Shakespeares großes Thema in all seinen Büchern ist, dass man der Willkür desjenigen ausgesetzt ist, der Lügen über einen verbreitet, weil er ganz genau weiß, dass es in der Natur des Menschen liegt, auf Lügen hereinzufallen und es ein leichtes Spiel für Intriganten ist, Intrigen zu spinnen. Der unwissende Mensch ist eine leichte Beute. Denn hat man die Lüge erst einmal in die Welt gesetzt, kann man den Belogenen kaum mehr vom Gegenteil überzeugen. Er macht sich dann nicht einmal mehr die Mühe, die Wahrheit selbst herauszufinden.

Mein Lieblingsbuch von Shakespeare ist Othello. Dort wird einem in aller Deutlichkeit vor Augen geführt, was der Neid im Menschen auslöst und wie sehr es schadet, wenn man auf Lügen hereinfällt. Othello wollte Desdemona nicht glauben. Er hat lieber Jagos Lügen Glauben geschenkt und nicht erkannt, dass Jagos vorgespielte Treue und Loyalität nur aus Hass bestand. Erst nachdem Othello Desdemona ermordet hatte, erkannte er die Wahrheit.

Othello ist für mich der Grund, wieso ich mich von allem immer selbst überzeuge. Und Shakespeare war ein Meister, wenn es darum ging, dem Leser zu zeigen, dass Neid ein schlechter Charakterzug der Menschen ist und es jeder selbst in der Hand hat, wie sehr er ihn nährt.

Gerade deshalb war es auch zur Zeit der Inquisition so ein leichtes Spiel für diejenigen, unliebsame Menschen/Nachbarn/Freunde auszuschalten, denen man bestimmte Dinge nicht gegönnt hatte. Man hat sie einfach fälschlicherweise beschuldigt, mit dem Teufel im Bunde zu sein. Und schon war man sie los. Und so ähnlich verfährt man noch heute mit unliebsamer Konkurrenz.

Othello ist ein Meisterwerk!
Und die Verfilmung absolut gelungen! Absolut sehenswert!
umwerfend
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Hier stimmt auch alles! Shakespeare lebt immer dann, wenn sich wirkliche Künstler (fast genieverdächtige Könner) mit ihm messen - was hier offensichtlich passiert ist. Kein Wort wurde verändert - aber die Bilder sind heutig und spannend, wie selten. Der Rhythmus, in dem Laurence Fishburne als Othello und Kennneth Branagh als Jago um die Desdemona der Irene Jacob agieren, ist schlicht atemberaubend. Noch in keinem Othellofilm sind mir Jagos Motive so klar geworden - ist die Tragik Othellos so klug durchschaut. Und : Es knistert vor erotischer Spannung zwischen Othello und Desdemona. Bitte, Oliver Parker, machen Sie noch fünf solcher Shakespearefilme ... damit ich mir nicht diesen einen immer wieder und wieder anschauen muss.

Anna Susanna
Aber die Musik.......
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Ganz ungerecht, sich einmal richtig über die Filmmusik aufzuregen. Die meisten Film haben fragwürdige, oftmals peinliche Filmmusik. Meist dient sie dazu, Gefühle zu unterstreochen oder hervorzulocken. Man scheint der Story und dem Bild nicht zu vertrauen und drückt dann ordentlich auf die Tube, damit sich durch die Musik dann die Gefühle einstellen, die man evozieren will.

Die Musik bei diesem Film ist schwer erträglich. Wenn man den Othello von Verdi gesehen hat, ist es ohnehin schwer, einen anderen zu sehen, der nicht diese überwältigende Musik hat.

Nun wird hier nicht die Oper verfilmt, sondern ein Stück von Shakespeare, das im übrigen viel mehr als die Oper deutlich macht, warum der Mohr ein Aussenseiter ist, der seinen Hass auf die ihn ablehnende Gesellschaft der Weissen dann an seiner weissen Frau Desdemona entlädt.

Aber es ist ein historischer Stoff und man hätte eine Musik suchen können, die dem Sujet adäquater ist als eine aus der Tonschmiede von Dutzendware. Wirklich gute Filme beziehen dies ein. Immer noch vorbildlich Stanley Kubrick, der sich um die Musik seiner Filme viele Gedanken gemacht hat und überzeugende Lösungen findet, man denke an 2001, clockwork orange, Barry Lyndon, nein, eigentlich alle. Das ist keine Frage der Musikrichtung, sondern der Angemessenheit der Musik in einem Film.Ein wirklich guter Film ist ein Gesamtkunstwerk, für das Auge, für das Ohr, für den Verstand, für das Gefühl.

Nachdem ich mich viel mit Othello beschäftigt habe,stört mich diese Filmmusik umso mehr.Es ist sicher nicht gerecht, einen Film nach seiner Musik zu beurteilen. Aber ein wirklicher guter Film hat auch die angemessene Musik.

Dieser hat es nicht.
Liebe und Eifersucht...
5 Punkte 5 von 5 Punkten
...prägen in dieser wunderbaren Umsetzung des Shakespears Klassikers "Othello" das Leben des Titelhelden. In dieser zeitlosen Geschichte, werden die menschlichen Leidenschaften, Sehnsüchte und Abgründe in meisterhafter Weise dargestellt.
Laurence Fishurne gibt einen überzeugenden und beeindruckenden Othello und Kenneth Branagh ist ein hervorragender Iago.
In dieser wirklich liebevollen Inszenierung paßt einfach alles zusammen.

Die Umsetzung auf DVD ist auch ohne Makel gelungen.
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Produkt-Bild: Wallander - Series 1-2 [UK Import]

Wallander - Series 1-2 [UK Import]
mit Kenneth Branagh, David Sibley, Sally Hurst, Tom Hiddleston, David Warner, Regie: Andy Wilson, Aisling Walsh, Hettie Macdonald, Philip Martin, Niall MacCormick

DVD von 2 Entertain Video
Preis bei Amazon: EUR 52,99, Angebote ab EUR 35,36

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Februar 2010
Zoom ± Produkt-Bild: Wallander - Series 1-2 [UK Import]

Eine Kundenrezension:

The dark side of investigating
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Already this series is being compared to other BBC productions. So I will also and say the there is a lot in common with Midsomer Murders (1997 TV series) that spends as much time on the family as it does on the investigation. However it is much darker in content, not bloodier but psychologically darker.

Kurt Wallander (Kenneth Branagh) must solve seemingly unsolvable crimes. This is today and not a period piece.

Right after Branagh it was surprising to see how well David Warner played Kurt's father, Povel (1 episode, 2008).
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Produkt-Bild: Shackleton - Verschollen im ewigen Eis (2 DVDs)

Shackleton - Verschollen im ewigen Eis (2 DVDs)
mit Kenneth Branagh, Lorcan Cranitch, Mark McGann, Regie: Charles Sturridge

DVD von Polyband & Toppic Video/WVG
Preis bei Amazon: EUR 18,99, Angebote ab EUR 17,31

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Februar 2010
Zoom ± Produkt-Bild: Shackleton - Verschollen im ewigen Eis (2 DVDs)

3 Kundenrezensionen:

Brilliante Vorstellung, Mr. Branagh ...
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Kenneth Branagh besticht durch sein facettenreiches und äußerst talentiertes Schauspiel. Er verkörpert Sir E. Shackelton sehr überzeugend.
Von den Betteltouren, bei reichen Leuten, um Geld für die Expedition zu bekommen genauso sowie das "angedeutete" Schäferstündchen mit seiner Geliebten.
Seine Eheprobleme sowie die Angst vor dem 1. Weltkrieg und damit verbundenen Problemen, weil die geplante Expedition dann nicht starten kann.
Besonders gut gefallen hat mir die Szene, wo Shackelton mit seiner Familie am Strand spazieren geht und er plötzlich ins Wasser, mit Schuhen an den Füssen, läuft und wild mit den Armen herumrudert und man glaubt fast, er fällt komplett ins Wasser. Es erinnert etwas an einen Dick-& Doof Film.

Auch gut gefällt mir, der ständige Wechsel zwischen Autorität seiner Mannschaft gegenüber (Böden schrubben) und verbaler Situationskomik (der blinde Passagier wird zuerst gegessen - bitte dem Koch vorstellen).

Meine Lieblingsszene ist allerdings, zum Schluß des Filmes, als Sir Shackelton seine zurückgelassenen Männer von der kleinen Insel abholen kommt, und
man sieht genau die Tränen in seinen Augen. Ein phantastischer Abschluß.
Ich habe Mr. Branagh schon oft in seinen Filmen weinen sehen, aber seine Erleichterung über die gelungene Rettung seiner Mannschaft, erreicht auch mich emotional
auf meinem Sessel im heimischen Wohnzimmer. Ich glaube, das Kenneth Branagh der einzige Schauspieler ist, bei dem WEINEN auf "Knopfdruck" möglich ist.

Ich möchte noch erwähnen, das der ganze Film schauspielerisch hochkarätig besetzt ist.

Besondere schön ist auch das Bonus-Material, wo KB erklärt, wie man einen Mini in Fulham/London in 3 Zügen wenden kann und das dann mit dem Eisbrecher Polar-Bird vergleicht.

Die Naturaufnahmen ebenso die Filmmusik sind einzigartig.
Der ganze Film ist ein wahrer optischer Leckerbissen und gehört in jedes DVD-Regal.

Dear Mr. Branagh,
von mir erhalten Sie die volle Punktzahl mit Sternchen.
Tolle Geschichtsstunde und anspruchsvolle Unterhaltung
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieser tolle TV-Zweiteiler der zurecht mit zwei Emmys (u.a. für die Filmmusik) ausgezeichnet wurde, wird bei jedem Zuschauer viel Anklang finden, der sich für die hochwertige Verfilmung von geschichtlichen Stoffen interessiert. Also wer z.b. TV-Mehrteiler wie "Wind und Sterne" (über James Cook) oder "Christoph Columbus" gesehen hat, ergänzt seine Sammlung über Entdecker perfekt.
Aufgeteilt in zwei Teile a 100 Min. hält sich die Handlung nicht mit unnötigem Balast auf, sondern es steht von Anfang an klar im Vordergrund, was Shackeltons Ziel ist. Gekonnt wird Shackelten hier auch nicht als der Überflieger dargestellt. Ich für mich war der Ansicht, dass so eine Expedition zusammen zu stellen, für Leute wie Amundsen, Scott oder eben Shackelten einfach gewesen wäre, dass sie sowas wie Nationalhelden waren, weil sie oft so dargestellt werden. Aber wenn man hier sieht, wie Shackelton auf Betteltour z.b. bei alten Damen gehen, aber auch auf Gewitztheit zurückgreifen muss, um die Expedition zu finanzieren, wird man eines besseren belehrt. Das allerdings auf sehr unterhaltsame Art, weil der Humor hier nie zu kurz kommt. Wenn der Film schon bei den ersten Szenen mit einem Vortrag Shackeltons anfängt und er Fotos zeigt und dazu sagt: "Hier sehen sie einen Kaiserpinguin bei der Besichtigung eines Hundes," sorgt das für einen humorvollen Einstieg und macht neugierig und ja, der Film hat über die ganze Lauflänge einen herrlichen natürlichen Humor, der viel zum Unterhaltungswert beiträgt.
Shackelton wird hier auch nicht eindimensional dargestellt, sondern, man lernt ihn als enthusiastischen Forscher kennen, der an seinen Zielen festhält, aber auch als liebevollen, leicht überdrehten Familienvater, als auch jemanden, der seine Frau betrügt, auf der Expedition als Führer, der Verständnis für seine Männer hat und für Zusammenhalt sorgt, aber auch knallhart durchgreift, wenn es die Sitation (Lebensmittelknappheit z.b.) erfordert. Dieser Facettenreichtum ist Kenneth Branaghs genialem Spiel zu verdanken. Er verkörpert jede der genannten Seiten mit 100% Überzeugungskraft.
Aber die gesamte Besetzung überzeugt durch unterhaltsames Spiel. Kleiner Tip für Fans von "Fluch der Karibik" Mr. Gibbs Darsteller Kevin McNally spielt auch hier mit - als Schiffskapitän.
Perfekt gelungen ist der ganze Look des Films. Die ganze Ausstattung spiegelt perfekt die Welt Anfang des 20. Jahrhunderts wieder. Sehr gelungenes nostalgisches Flair.
Die arktischen Bilder sind bisweilen atemberaubend schön (eine Pracht z.b. die ganz mit Schnee verkrustete Endurance), aber es werden einem als Zuschauer auch die Gefahren der Expedition durch Kälte, Nahrungsnot, Treibeis oder Schneestürme sehr gut verdeutlicht und speziell Tierfreunde werden bei einigen Entscheidungen Shackeltons schwer schlucken müssen.
Alles in allem ein Ereignis unserer Geschichte, dass sehr real für den Zuschauer aufbereitet wurde und das ALLES hat. Humor, Abenteuer, Gefahr, Dramatik, Emotionen.
eine spannende Reise in unergründliche Tiefen
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Er war Arzt, Seemann, Journalist und letztendlich Expeditionsleiter: Der Brite Sir Ernest Shackleton (1874-1922) gilt bis heute zu den bedeutendsten Forschern und Entdeckern der Polarforschung. In diesem 200 Minuten-Epos wird der Forscher gekonnt verkörpert von dem bekannten britischen Schauspieler und Regisseur Kenneth Branagh, der schon in Operation Walküre glänzen durfte.

Die DVD enthält neben dem Emmy-ausgezeichneten Drama auch über 45 Minuten Extramaterial und kommt im Format 16:9 daher.

Die Erforschung des Südpols war eine immense Herausforderung des anfänglichen 20. Jahrhunderts. Zahlreiche Forscher wagten dieses Abenteuer, was etliche auch mit ihrem Leben bezahlten. Zu einem Wettlauf mit dem Tod brach auch Shackleton im Jahre 1914 auf, das hier in einer filmischen Meisterleistung präsentiert wird. Ansehen!
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Produkt-Bild: Hamlet (Premium Edition, 2 DVDs)

Hamlet (Premium Edition, 2 DVDs)
mit Julie Christie, Billy Crystal, Regie: Kenneth Branagh

DVD von Warner
Preis bei Amazon: EUR 17,99, Angebote ab EUR 14,99

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Sept. 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Hamlet (Premium Edition, 2 DVDs)
  • FSK 12

Produktbeschreibung


Warner Hamlet - Premium Edition (2 Discs), USK/FSK: 12+ VÃ--Datum: 12.09.08
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4 Kundenrezensionen:

Neuauflage - aber nichts Neues
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Es handelt sich hier lediglich um eine neue Verpackung. Die DVDs sind identisch zu der bisherigen Ausgabe. Diese ist zwar bei Amazon im Marketplace noch erhältlich, jedoch zur Zeit teurer. Das allein rechtfertigt eine Neu-Auflage der wahrscheinlich werkgetreuesten Hamlet-Verfilmung.
Für all diejenigen, die die alte Auflage besitzen, lohnt sich der Kauf nicht.
Genial
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Einfach Genial. Ich wüsste keinen besseren Schauspieler als Kenneth Branagh für die Rolle Hamlets. Aber Leute, wenn ihr die Geschichte von Hamlet kennt und etwas english versteht, dann schaut ihn in der Originalsprache an.
Pomp & Circumstances
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Da ich kein Technik-Crack bin, will ich lieber ein paar Worte zur filmischen Umsetzung des Stoffes sagen:

Branagh rühmt sich ja, und damit hat er recht, die einzige vollständige (=werkgetreue) Verfilmung des Dramas vorgelegt zu haben. Naja, es klingt vielleicht ketzerisch, aber man darf am Hamlet ruhig etwas kürzen, denn kein Publikum, weder im Theater noch im Kino noch vor der Glotze, hält so einen Wortmarathon ohne Ermüdungserscheinungen durch. So ging es mir, ich hatte schon damals die VHS und hatte das Déjà-vu beim Ansehen der DVD: Es ist eigentlich zu lang, und nach einer Weile nervt das dauerangestrengte Spiel von Branagh - er ist eben quasi die ganze Zeit zu sehen und zu hören!
Man kann sich also getrost auch die gestraffte Mel-Gibson-Version zulegen, um seine Freunde beim Shakespeare-Abend nicht zu verprellen ;-)

Die stargespickte Besetzung hätte vielleicht ga nicht sein müssen, wem nützt Robin Williams in einer 30-Sekunden-Kleinstrolle? Charlton Heston als Player King blieb mir auf jeden Fall im Gedächtnis, famos!

Das Setting im schwülstig-überquellenden klassizistischen 19. Jahrhundert (irgendwie wird das Gros der Sh.-Verfilmungen dorthin verlagert) entspricht genau dem leider sehr konventionellen, überraschungsfreien Zugriff Branaghs auf das Stück: Es fehlen die raren Momente leichten Esprits; alles ist bedeutungsschwanger, pastos aufgetragen, donnert, dröhnt... hier bleibt kein Raum zum Durchatmen, und von postmodernen Ironien oder wenigstens Augenzwinkern à la Stoppard selbstverständlich keine Spur - hier wird allerernsteste Kultur zelebriert!

Wenn man aber diesen Hochglanzpolitur-Charakter hinnimmt, und nicht zurückdenkt an Polanskis verrußtes Schottland, dann hat man eben so eine Art Daimler unter den Hamlet-Verfilmungen - perfekt in Design und Funktion, mit Fetischcharakter und allem Drum & Dran.
Keine Frage, die beste Hamlet-Verfilmung aller Zeiten
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Der Film setzt absolute Maßstäbe in der Umsetzung des Hamlet und ist noch stärker als die tolle Zefirelli Version mit Mel Gibson. Wenn ich richtig gezählt habe, sammeln sich in der Besetzungsliste allein 24 Oscar-Nominierungen, etliche Goldene Palmen oder Filmpreise von Venedig. Es ist ein Spektakel! Das Bild ist gut, auch auf dem Projektor, aber leider gibt es Abzüge für den sehr flachen deutschen Ton, der den Genuss leider etwas trübt. Als Extras gibt es lediglich eine Kommentarspur, die ich noch nicht gehört habe. Wer einen intensiven Abend mit einer großartigen Shakespear-Verfilmung sehen will, für den ist dieser Hamlet Pflicht. Sollte er nochmal mit besserem Ton rauskommen, kaufe ich den auch...
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Produkt-Bild: Verlorene Liebesmüh'

Verlorene Liebesmüh'
mit Nathan Lane, Alicia Silverstone, Regie: Kenneth Branagh

DVD von Highlight
Preis bei Amazon: EUR 6,99, Angebote ab EUR 4,89

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Januar 2001
Zoom ± Produkt-Bild: Verlorene Liebesmüh'

Produktbeschreibung


Helle Aufregung herrscht am Hof des K"nigs von Navarra. Er ?berredet seine Freunde, vor aller Tffentlichkeit einen Eid abzulegen Drei Jahre lang wollen sie sich ganz auf ihre Studien konzentrieren, dabei niemals l,nger als drei Stunden schlafen und es s

Aus der Amazon.de-Redaktion


Vielleicht ist Shakespeare tatsächlich der modernste Drehbuchautor, den das Kino zur Zeit hat. Seine Tragödien und Komödien, seine Historien und Romanzen liefern heutigen Filmemachern zumindest einen beinahe unerschöpflichen Fundus an Geschichten und Figuren, Ideen und Situationen. Und niemand hat sich in den letzten Jahren so geschickt aus ihm bedient wie Kenneth Branagh. Ob er nun Henry V. oder Viel Lärm um Nichts, Hamlet oder wie zuletzt die weitgehend unbekannte romantische Komödie Verlorene Liebesmüh' für das Kino adaptiert, immer gewinnt er den Texten eine ganz andere Perspektive ab und erweitert das filmische Universum Shakespeares jedes Mal um einen neuen, besonders hell strahlenden Stern.
1939, der junge König von Navarra (Alessandro Nivola) und seine drei treuesten Edelmänner (Kenneth Branagh, Adrian Lester und Matthew Lillard) haben zusammen einen Eid geleistet. Sie wollen ihr Leben in den nächsten Jahren ganz dem asketischen Studium der Wissenschaften widmen. Doch als die Prinzessin von Frankreich (Alicia Silverstone) mit drei ihrer Hofdamen in Navarra ankommt, werden die vier Studenten ihrem Eid schnell untreu. Nur durchkreuzt zunächst der Ausbruch des Krieges ihre romantischen Ambitionen.
Anders als bei Hamlet, den er nicht um einen Vers gekürzt hat, erlaubt sich Branagh bei Verlorene Liebesmüh' eine größere Freiheit im Umgang mit Shakespeares Dialogen. In seiner Version bleibt nur ein Bruchteil der Verse übrig. Dafür fließen nun Songs von Irving Berlin und Cole Porter, Jerome Kern und den Gershwins in den gestrafften, zeitlos gewordenen Text ein. Die elisabethanische Komödie verwandelt sich in ein klassisches Hollywood-Musical, dessen Leichtigkeit eigentlich jeden bezaubern muss. Der Schwung und der Esprit der Shakespeare'schen Dialoge, hier lebt er weiter in den Tanz- und Gesangsnummern, mit denen Branagh all den Großen des amerikanischen Musicals seinen Tribut zollt. Am Ende steht der Krieg, den die Liebenden Kraft ihrer Gefühle überstehen -- größer war der Triumph der Liebe im Film schon lange nicht mehr. --Sascha Westphal
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4 Kundenrezensionen:

Verlorene Liebesmüh? Nein!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Man muss kein Shakespeare- Experte sein, um an diesem Meisterwerk gefallen zu finden. Von der ersten Minute an reißen einen nicht nur die "blumigen", bekannten Shakespeare Dialoge mit, sondern auch die sorgfällit, zum mitsingenden motiwirenden Musical Hits der 30er und 40er Jahre mit. Wieder einmal bewies Kenneth James Branagh großes Fingerspitzengefühl in Sachen Theater- Kino- Kunst- Verknüpfung.
Jedem zu empfhelen, der von Romeo und julia begeistert ist und doch ein schöneres Ende möchte.
Vorlorene Liebesmüh aus diesem Stück ein mitreißendes Musical zu machen. Immerhin: Netter Versuch...
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Wie schon von anderen Rezensenten bemerkt: die Idee an sich, ein Shakespeare Stück zum Musical zu machen, songs von Irving Berlin und Cole Porter und Tanzszenen einzubauen ist super, jedoch die Umsetzung... die fehlenden Originaltexte lassen auch den Spannungsbogen reißen und die Szenen wie willkürlich aneinandergereihte Tanzszenen wirken. Bei aller gewollten Leichtigkeit- hier ist zuviel verloren gegangen. Branagh selber, vom dem ich generell in bisherigen Werken begeistert war, nervt hier damit, sich ständig in den Vordergrund zu inszenieren während andere Darsteller lediglich in der Totalen oder Halbtotalen zu sehen sind. Das zieht so einiges ins Lächerliche. Begeistert bin ich lediglich vom vielschichtigen Talent Alessandro Nivolas, dessen Darstellung vorteilhaftere Kameraeinstellungen verdient hätte. Wer ein gut umgesetztes Shakespeare Musical sehen will sollte sich im Sommer lieber die Vorstellungen in den Herrenhäuser Gärten in Hannover gönnen. Hier ist die Umsetzung gelungen.
Idee gut, Umsetzung und Ausstattung enttäuschend
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Ja, die Idee, Shakespeare in einen Musical-like-Film der 30er zu versetzen, ist interessant. Aber damit hört das Positive bei dieser DVD auch schon fast auf! Von Branagh ist man wirklich besseres gewohnt!

Inhaltlich stört:
- Warum nur wurde als Rahmenhandlung der beginnende 2. Weltkrieg gewählt? Meines Erachtens deplatziert und für die Story keine Gewinn oder keine Erweiterung. Der Schluss wird da geradezu unerträglich!

- Text und Handlung wurden stark gekürzt, weil sie für uns Zuschauer zu schwierig seien. Heraus kommt ein Krümelchen von ganz knapp 90 Minuten (inkl. Vor- und Abspann), dem man die fehlenden Teile deutlich anmerkt.

- Branagh hat keine Sänger oder Tänzer zu Schauspielern gemacht, sondern Schauspieler zu Sängern und Tänzern. Ersteres hört man - das ist aber zu ertragen, im "echten" Musical ist das ja meist auch nicht anders - Letzteres sieht man - und das stört wirklich! Die Tänze wirken deplaziert und häufig (mit wenigen Ausnahmen) recht lahm und hölzern. Vom Drive eines Fred Astair, den Branagh in den Extras als Vorbild heranzieht, ist da kein Hauch zu spüren!

Zur Ausstattung:
- (wieder mal) keine englische Originalsprache!

- dafür keine deutschen Untertitel bei den englischsprachigen Songs

- Bildqualität z.T. mangelhaft

- der 5.1-Sound ist irgendwie an mir vorübergegangen, kann ich keine Aussage zu machen

- die Extras sind eine Unverschämtheit: Mini-Interviews von wenigen Sekunden Länge, häufig wiederholen sich die Interviews unter verschiedenen Menüpunkten; unkommentierte Probenaufnahmen von Personen, die einem nicht vorgestellt werden.

Fazit: andere Branagh-Shakespeare-Verfilmungen sind wesentlich lohnender!
Kleines Juwel
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich gebe gleich zu Beginn zu, dass ich den Film nicht vollständig gesehen habe; ich schaltete zufällig hinein und nahm mir vor, ihn später noch einmal auszuleihen oder gleich zu kaufen, weil das Wenige, was ich sah, mich einfach hellauf begeisterte.

Kenneth Branagh ist an sich ohnehin immer gut, aber diese kleine, feine Inszenierung hat noch einmal ihren eigenen Charme. Man findet sich schnell wieder in einem "Reigen" (ein Wort, das irgendwie nur zu Shakespeare passt....) von Eindrücken, Musik, Witz und Hintersinn.

Die Idee, Shalespeare einmal mit dem Original-Text und Musical-/bzw. Tanz-Einlagen auf die Leinwand zu bringen ist (jedenfalls mir) neu und kann sich durchaus neben all den manchmal schon recht ausgelutschten Interpretationen behaupten.

Wenn man die Original-Stücke liest, so erlebt man in Shakespeare keinen Dichter-Fürsten im Elfenbeinturm, sondern einen lebensfrohen Mann, der aus jeder Pore Esprit atmet.

Und ebendiesen Schwung, diese Leichtigkeit, hat der Film sehr schön eingefangen; die Tanzeinlagen wirken nicht störend, sondern tragen zu dem Eindruck von Leichtigkeit nur bei.
An einer Stelle sagt Branagh "Diese Liebe tötet Schafe..." - auf welcher Theaterbühne würde man dieses Shakespeare-Zitat wörtlich umsetzen?

Wem also die Verfilmungen vom "Sommernachtstraum" oder von "Viel Lärm um Nichts" gefallen haben, der wird genauso traurig wie ich darüber sein, dass "Love's Labour's Lost" noch nicht als deutsche DVD erschienen ist.

Bleibt nur zu sagen: Der "große Mann" Shakespeare hätte an diesem Film sein Vergnügen gehabt. Und das ist die Hauptsache, oder nicht?
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