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PASTEWKA - 2. Staffel (2 DVDs)
DVD von Sony Music Entertainment |
ProduktbeschreibungBastian Pastewka-Pastewka-2.Staffel DV 5 Kundenrezensionen:Pastewka ist einfach der Brüller 5 von 5 PunktenDie 2. Staffel von Pastewka steht der 1. in nichts nach. Toll gemacht und nach wie vor sehr unterhaltsam. Ein Lacher folgt dem anderen. Top Film! Besser gehts nimmer ! 5 von 5 PunktenAlso die Alltagsgeschichten von Bastian Pastewka sowie seiner Familie sind einfach zum schreien komisch. Man kann die einzelnen Folgen so runterlaufen lassen. Sie verfliegen wie im Flug. Ich lach mich jedes Mal aufs Neue schlapp. Die Rollen der Familienangehörigen sind pefekt besetzt ebenso die Gastrollen von etlichen Promis. Diese DVD gehört einfach in jede Comedy-Sammlung Einfach nur gut! 5 von 5 PunktenIch habe die erste Staffel schon gesehen, die war wirklich gut, die zweite steht diesem in keinem Fall nach! Einfach super! Das lange warten hat ein Ende Der Brisko in uns allen ... 5 von 5 PunktenAuch wenn die Fernsehnation die derzeit laufende dritte Staffel weitestgehend ignoriert: Bastian Pastewka ist einer der ganz großen deutschen Komiker. Und warum das so ist, zeigt sich in der zweiten Staffel seiner "pseudobiographischen" TV-Serie. Es ist ganz einfach: Pastewka ist ein Menschenkenner. Und als solcher führt er uns die Absurdität gewisser Aspekte unseres Alltags vor Augen. Das, was Pastewkas Fernseh-Alter-Ego erlebt, kennen wir alle so oder ähnlich aus eigener Erfahrung. Für fernsehnostalgische Zuschauer zwischen dreißig und vierzig kommt erschwerend hinzu, daß er die perfekte Identifikationsfigur abgibt. Dies und eine gehörige Portion Überzeichnung und Situationskomik vereinen sich in diesem kleinen Meisterwerk der freitäglichen Abendunterhaltung. Schön, daß nun auch die zweite Staffel auf 'nem Silberling erhältlich ist. Die zweite übertrifft die erste gar -- wer hätte das für möglich gehalten? Mal wieder Pastewka in Höchstform! 5 von 5 PunktenAuch bei dieser Staffel habe ich mich köstlich amüsiert und alle Folgen an einem Tag hintereinander angeschaut! Nachdem ich von der 1. Staffel sehr begeistert war und ich es kaum abwarten konnte neue Folgen zu sehen, erscheint nun endlich die 2. Staffel. Das Warten hat sich gelohnt! Die 9 Folgen der neuen Staffel knüpfen ohne Probleme an die hohe Qualität der vorherigen Staffel an. Mal wieder lügt Pastewka ohne rot zu werden, muss sich jede menge Beleidungen anhören und tapt von einem Schlamassel ins nächste, sei es beim Küchenkauf, Dreh eines Werbetrailers oder im Fitness-Studio. Ich selber habe oft mit Pastewka mitgelitten und er macht seine Sache mal wieder hervorragend. Allein über seine Mimik holt er oft das beste aus einer Szene raus. Diesmal hat sich Pastewka prominente Unterstützung geholt wie z. B. Axel Stein, Anke Engelke und Jeanette Biedermann. Am Anfang war ich bei den ersten zwei Folgen nur etwas verwirrt da mir einiges noch von der 1. Staffel bekannt vorkam. Hier handelte es sich um kurze Zusammenfassungen dieser Staffel. Auch die Bonus DVD ist sehr zu empfehlen. Am besten finde ich hier die Outtakes gefolgt von den Audiokommentaren. Dann gibt es noch Fernsehspots, Bastian als Brisko Schneider, Bastian bei Harald Schmidt, Fotogalerie, ein Quiz und Werbetrailer. Das Bildformat beträgt 4:3 und der Ton liegt in Stereo vor. Dies ist bei den meisten deutschen TV Serien Standard. Insgesamt würde ich dies als "gut" bezeichnen. Mehr habe ich hier auch nicht erwartet Fazit: Wer die erste Staffel mochte darf hier ohne zu überlegen zugreifen! Wer Pastewka bisher noch nicht gesehen hat sollte dies dringend nacholen. |
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Auf der Spur der Träume / The Dream Catcher ( O oneirokynigos ) ( The Dreamcatcher ) [ Französische Fassung, Keine Deutsche Sprache ]
DVD von DORIANE FILMS |
ProduktbeschreibungFrankreich Edition, PAL/Region 2 DVD: TON: Englisch ( Dolby Digital 2.0 ), Französisch ( Untertitel ), BONUSMATERIAL: Biographien, FormMannschaft Interview(s), Szene Zugang, Wechselwirkendes Menü, SYNOPSIS: Ein junger Mann, dessen Vater im Gefängnis sitzt, reißt von zu Hause aus, um den Geldsorgen und den Anforderungen der schwangeren Freundin zu entkommen. Auf seiner Reise quer durch Amerika trifft er einen jungen Kleptomanen, der auf der Suche nach seiner Mutter ist. Sie freunden sich an und lassen sich eine Zeitlang treiben, wobei sich die ständige Bewegung als Flucht vor den eigenen Gedanken darstellt. Erst in der Begegnung mit einem indianischen Pfarrer eröffnen sich dem Ausreißer neue Perspektiven. Verhalten inszeniertes Road Movie mit glaubwürdigen Charakteren, das das Schicksal einer elternlosen, unbeheimateten Generation, die ihre Ziele finden und definieren muss. SCREENING/VERGEBEN IN: Thessaloniki Film-Festival, |
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Ohne Worte - Bastian Pastewka
DVD von Sony Pictures |
ProduktbeschreibungBeschreibung: Bastian Pastewka erlebt in dieser Comedyreihe in den unterschiedlichsten Charakteren dramatische Situationen, die er - völlig ohne Worte - zu meistern versucht. So manövriert sich der bekannte Komiker im wahrsten Sinne sprachlos von einem Dilemma ins nächste.
Angaben laut Hersteller Darsteller: Bastian Pastewka, Arved Birnbaum, Lucia Gailová Regisseur(e): Joseph Orr, Tobi Baumann Format: Dolby, HiFi Sound, PAL Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0) Region: Region 2 Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1 FSK: Freigegeben ab 12 Jahren Studio: Sony Pictures Home Entertainment Erscheinungstermin: 27. September 2005 Produktionsjahr: 2004 Spieldauer: 84 Minuten 5 Kundenrezensionen:Lustig 5 von 5 PunktenBastian Pastewka in einer klassen Rolle. "Ohne Worte" ist einfach lustig, alle die Comedy mögen sollten hier zugreifen ;) Super Lustig - aber eben auch auf DVD 5 von 5 PunktenOhne Worte ist wie ich finde ein Highlite, ein Stummfilm des Farbfernsehen. Wer Bastian Pastewka kennt (aus der Wochenshow u.a.), der weis wie lustig vorallem die Situationscomedy durch ihn präsentiert wird. Deutlich zu teuer für ein Best-of, inhaltlich aber Spitze 2 von 5 PunktenFür den Preis erwarte ich eine komplette Season und nicht nur ein Best-of einer Serie. Insofern ist diese DVD deutlich zu teuer. Der Inhalt hingegen ist schon Spitze, für Fans vieler Comedy-Genres zu empfehlen. Bastian Pastewka läuft sowohl in Bild (ohne Wort) als auch in Wort (per Audiokommentar) zu Höchstform auf. Mein Rat: Wartet, bis eine komplette Staffel dieser Serie erscheint (oder - wer Best-ofs mag - bis der Preis fällt). 90 Minuten Schweigen 4 von 5 PunktenLeider war ich zu der Zeit als die erste und leider einzige Staffel dieser wunderbaren Serie lief noch nicht der Bastian Pastewka Fan, der ich heute bin, so dass mir fast alles, bis auf den überall gezeigten Sketch mit den Schwitzflecken, entgangen ist. Schande auf mein Haupt. Aber Abhilfe wurde ja nun zumindest Ansatzweise in dieser DVD-Veröffentlichung auf den Markt gebracht. Die 50 ausgewählten Sketche gehören mit zum besten und witzigsten, was ich in den letzten Jahren im deutschen Fernsehen gesehen habe (auch wenn ichs ja eigentlich nicht im Fernsehen gesehen habe) und die Hürde des nicht vorhandenen Sprachgebrauchs erzeugt eine dermaßen originelle Eigendynamik, dass sie kaum mit etwas anderem vergleichbar ist. Vielleicht am ehesten mit Mr. Bean, wobei sich Pastewka natürlich hier von Sketch zu Sketch in immer neue Persönlichkeiten verwandelt und nicht einen Charakter durchspielt. Das Ganze wirkt irgendwie weniger hektisch als andere Sketchshows was eine gewisse Gemütlichkeit hervorruft, die andere Sendungen vermissen lassen. Als Extras gibt es den unverzichtbaren Audiokommentar von Pastewka Himself, einen lustigen Auftritt bei einer Preisverleichung und das merkwürdige Pac(Pastewka)Man - Spiel, bei dem man zusätzliche Sketche ?freispielen" kann. Einen Punkt Abzug gebe ich aber trotzdem, weil es halt nicht die ganze Staffel ist, sondern nur ein Best of und ein winzig kleiner Nachgeschmack bleibt, was für Perlen der Komik man vielleicht jetzt doch verpasst hat. Ohne Worte - Ohne Humor 2 von 5 PunktenWie der Titel "Ohne Worte" schon andeutet, liegt die Messlatte klar bei Mr. Bean, und es ist so eindeutig abgekupfert, dass es mir den Atem verschlägt. Nur dass Mr. Bean in einer deutlich höheren Liga spielt. Bastian Pastewka ist mit diesen Sketchen für mich schon in der Vorqualifikation ausgeschieden. Ich habe mich selten so gelangweilt. Es ist selten volle Situationskomik, in der ich jederzeit lachen kann, nein, in den meisten Fällen arbeitet alles mühsam auf eine (wohl für deutsches Publikum unvermeidliche) Schlusspointe hin, die mir auch in den meisten Fällen nur ein Gähnen abrang. Es blieb am (ersehnten) Ende dieser Darbietung (und so lange läuft die DVD eigentlich garnicht) der Trost, dass ich die DVD nur ausgeliehen hatte. Und da habe ich vor Freude geschmunzelt. |
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Plötzlich im letzten Sommer
DVD von Sony |
ProduktbeschreibungEin junger, homosexueller Mann wird unter schauerlichen Umständen getötet. Seine Cousine, die einzige Augenzeugin, erleidet dabei einen Schock. Die Mutter des Mannes, eine reiche Witwe, will verhindern, dass die Wahrheit über die Begleitumstände des Mordes bekannt werden. Sie veranlasst die Einlieferung der Augenzeugin in eine Nervenheilanstalt. Dort soll an dem Mädchen eine grauenhafte Operation vorgenommen werden ... 5 Kundenrezensionen:Homosexualität und Kannibalismus 5 von 5 PunktenEin wenig befremdlich ist diese Kombination schon, auch wenn damit höchstwahrscheinlich auf antike Opferriten angespielt werden soll, und ich gestehe, ich weiß nicht, was Tennessee Williams, nach dessen Einakter dieses Filmdrama aus dem Jahre 1959 von Joseph L. Mankiewicz gedreht wurde, zu einer solch sensationslüsternen Auflösung trieb, wenn nicht Probleme mit seiner eigenen Homosexualität. Mankiewicz setzt Williams' Stück alles in allem kongenial um, und dies zu einer Zeit, da das Breen Office noch mit Argusaugen über die Einhaltung von Zensurbestimmungen zum Schutze dessen, was man unter "guten Sitten" verstand, wachte. Zwar tauchen nirgendwo direkt Worte wie "Inzest" oder "Homosexualität" auf, aber die Anspielungen auf diese Themen waren für die damalige Zeit sicher ungewöhnlich unmißverständlich. Montgomery Clift spielt einen jungen und begabten Arzt, der für ein städtisches Krankenhaus arbeitet, dem eine reiche Witwe, Violet Venable (Katharine Hepburn), üppige finanzielle Zuwendungen zusagt, sobald man an ihrer Nichte, Catherine Holly (Elizabeth Taylor), eine Lobotomie vorgenommen habe. Catherine, so Mrs. Venable, habe nach dem plötzlichen Herztod ihres Cousins während einer Sommerreise in einem spanischen Ort mit dem sprechenden Namen Cabeza de Lobo den Verstand verloren und ergehe sich nun in obszönen Verleumdungen über die Umstände dieses Todes. Die Lobotomie soll ihr - eigentlich Catherine, aber noch eigentlicher Mrs. Venable selbst - etwas Ruhe verschaffen. Der junge Mediziner wird durch Mrs. Venables Beschreibung ihres Verhältnisses zu ihrem Sohn mißtrauisch, und eine erste Begegnung mit Catherine tut ein übriges, um dieses Mißtrauen noch zu verschärfen, so daß er Mrs. Venables Drängen ignoriert und sich schließlich daran macht zu erforschen, was im letzten Sommer passierte. Dieses sehr autobiographisch gefärbte Stück - es ist nicht weiter schwer, Parallelen zwischen dem Dichtersohn Sebastian und Williams selbst zu erkennen, und auch Williams Schwester Rose wurde auf Betreiben ihrer Eltern einer Lobotomie unterzogen - wird von Mankiewicz düster und atmosphärisch in Szene gesetzt, was allein schon durch die Schwarzweißbilder gelingt. So wirken die beiden Hallen, in denen die Insassen der Lion's View Nervenheilanstalt den Tag verbringen, mit ihren Kuppelfenstern wie riesige Käfige und gleichzeitig auch wie Löwengruben. Catherines Anwesenheit in der Galerie der Kuppeln, die sie von den übrigen Insassen trennt, kann als ein Symbol dafür angesehen werden, daß die junge Frau alles andere als geistesgestört ist, und ihr Vorhaben, von der Brüstung zu springen, gewinnt die Qualität einer Selbstaufgabe an den Wahnsinn. Sebastian und seine Mutter werden, in Analogie zu der fleischfressenden Pflanze im Garten des Dichters, als lebenszerstörende Parasiten gezeichnet, die andere Menschen, aber auch einander rücksichtslos ausnutzen. So umgibt sich Sebastian während seiner Sommerreisen mit seiner Mutter, damit diese ihm Kontakte mit jungen Männern ermögliche, und als ihre Reize zu schwinden beginnen, ersetzt er sie durch Catherine als Begleiterin, während Violet ihren Sohn immer noch mit zerstörerischer Eifersucht beansprucht. Um wenigstens das Andenken ihres Sohnes sowie ihr falsches Bild von ihm zu wahren, schreckt sie auch nicht davor zurück, sowohl die Heilanstalt als auch die gierigen Verwandten Catherines mit ihrem Geld zu kaufen, um dafür zu sorgen, daß ihre Nichte die Wahrheit über Sebastians Tod nicht verbreiten kann. Während Clift eher in die Rolle eines Beobachters statt eines Akteurs gedrängt wird - und in der Gartenszene vielleicht deshalb ein wenig zum Overacting neigt -, liefern sich die Hepburn und die Taylor hier einen Kampf, der des Anschauens wert ist, wobei meiner Meinung nach die jüngere der beiden Schauspielerinnen eindeutig die bessere ist. Dies kommt besonders in einer Szene zum Ausdruck, in der sich Catherine die Beschimpfungen und Vorwürfe ihrer Tante mit mühsam bezwungener Ungeduld anhört, in der ungeachtet all ihres Trotzes immer wieder das Bewußtsein durchschimmert, daß sie einstweilen in der schwächeren Position ist. Als zum fulminanten Finale des Filmes eine Rückblende auf die tatsächlichen Umstände von Sebastians Tod erfolgt - hier taucht denn auch der Todesengel wieder auf, der, überrankt von obszön kräftiger Vegetation, in Sebastians Garten steht -, lebt diese Retrospektive vor allem von der dramatischen Darbietung Elizabeth Taylors, die der Rückschau ihre atemlos die Wahrheit heraussprudelnde Stimme leiht. Katharine Hepburn überzeugt vor allem, wenn sie spricht, denn ihr gelingt die Entschlossenheit der vereinnahmenden Mrs. Venable durch ihren Tonfall besonders gut. Wer noch mehr über die Symbolik und die packenden Dialoge des Filmes wissen möchte, der schaue sich am besten Christines begeisternde Rezension an, die mich überhaupt erst auf dieses Werk gebracht hat. Trotz meiner anfangs zum Ausdruck gebrachten Skepsis über die reißerische Auflösung finde ich diesen Film ausgesprochen faszinierend und verstörend, und wenn auch sowohl ich als auch alle anderen, die hier Rezensionen schreiben und lesen, ein wahrer Ausbund an Tugend und Menschenfreundlichkeit sind, so ist uns doch allen bekannt, daß solche dunklen Seiten, wie sie hier ausgelotet werden, in den Menschen existieren. "Ein Himmel voll wilder, verschlingender Raubvögel" 5 von 5 PunktenSo beschreibt Mrs. Venable den Moment, in dem ihr Sohn "das Antlitz Gottes" gesehen haben will. Die Adaption des Bühnenstücks von Tennessee Williams ist auch gut fünfzig Jahre später noch beunruhigend und gut. Zur Handlung: Der ehrgeizige Chirurg Dr. Cukrowicz (Montgomery Clift) arbeitet an einer finanziell angeschlagenen staatlichen Nervenheilanstalt. Die wohlhabende Mrs. Venable (Katharine Hepburn), die noch immer unter dem plötzlichen Tod ihres Sohnes Sebastian leidet, stellt eine großzügige Spende in Aussicht. Natürlich erwartet sie dafür eine angemessene Behandlung ihrer anscheinend psychisch gestörten Nichte Catherine Holly (Elizabeth Taylor). Sie wünscht allerdings keine Therapie, sondern dass Cukrowicz möglichst schnell eine Lobotomie durchführt, damit Catherine nicht so viel "plappert": Catherine war Sebastians Begleiterin im letzten Sommer und Zeugin seines Todes. Aber "Irrsinn ist ein so bedeutungsloses Wort", Dr. Cukrowicz will der Sache auf den Grund gehen. Ein Jahr nach der "Katze auf dem heißen Blechdach" ist Liz Taylor wieder Darstellerin in einer Williams-Adaption. Anders als dort thematisiert "Plötzlich im letzten Sommer" relativ unverblümt das Thema Homosexualität. Auch eine (heterosexuelle) Vergewaltigung wird offen angesprochen. Es gibt Anspielungen auf eine eventuell inzestuöse Beziehung und Kannibalismus, selbst für Williams-Kenner starker Tobak. Williams adaptierte zusammen mit Gore Vidal sein Stück. In der Beschränkung der Orte (Klinik bzw. Haus von Mrs. Venable, so wie eine Szene in einem Kloster, in dem Catherine versorgt wurde) zeigt sich deutlich die Herkunft von der Bühne, lediglich in der Schlussszene sehen die Zuschauer in einer "Außenszene", was wirklich im letzten Sommer passierte: Während Liz Taylor rechts im Bild mit schreckverzerrtem Gesicht erzählt, sehen wir links Sebastians letzte Stunden. Die eigentliche Dynamik ergibt sich ohnehin aus dem Erzählten. Während der arglose Zuschauer vielleicht glaubt, es würde zu viel geredet (zum Beispiel erzählt Hepburn eine Geschichte über Schildkrötenjunge, die auf ihrem Marsch zum Wasser von Vögeln gefressen werden), liegt der Reiz des Stückes darin, dass alle Puzzleteile zusammen das Portrait eines rücksichtslosen Narzissten mit schrecklichem Ende ergeben. Der Name Sebastian ist natürlich auch kein Zufall (mal in den Heiligenlegenden nachschlagen!). Auch die Bildsprache überzeugt: Mrs. Venable hat einen tropische Garten mit Fleisch fressenden Pflanzen, in dem ein geflügeltes Skelett steht. Ein Motiv, das auch in Catherines Erinnerungen auftaucht. Der weiße Himmel Spaniens ist keine Ferienidylle, sondern erbarmungslos und menschenfeindlich. Der Fahrstuhl, mit dem Hepburn immer herunterfährt, um ihre Besucher zu empfangen, zeigt ihre Hochmütigkeit, das "Herabsehen" auf andere. Auch Williams` Metaphern sitzen: Von Überfütterung und Hunger ist die Rede, wenn Sebastians Gefühle beschrieben werden, er habe an der "Nabelschnur" seiner Mutter gehangen usw. Mercedes McCambridge spielt Catherines Mutter so abscheulich wie eine Wiedergängerin der schrecklichen Mae aus der "Katze", die Beziehung zwischen Sebastian und seiner Mutter zeigt ähnliche Verfallserscheinungen wie die zwischen Brick und Skipper. Die Musik ist nie sentimental und unterstreicht kongenial das ungeheuerliche Geschehen. Die tolle Schwarz-Weiß-Kamera akzentuiert auch die Gegensätze zwischen den Rivalinnen Hepburn (meist in Weiß) und Taylor (oft in Schwarz). Die Szene, in der Taylor aus Versehen in die Männerabteilung der Psychiatrie gerät, veranschaulicht auch die Urängste nicht nur der Heldin. Ich persönlich halte Taylors Catherine für ihre beste Rolle. Wenngleich Williams etwas ungläubig festhielt, dass er sie nicht für naiv genug halte, um nicht sofort zu merken, "dass sie für etwas Schlechtes missbraucht wurde. Ich glaube, Liz hätte Sebastian an den Ohren nach Hause gezerrt und beide vor der beachtlichen Peinlichkeit dieses Sommers bewahrt." Montgomery Clift zeigt leider schon erste Anzeichen seines beginnenden Alkohol- und Drogenmissbrauchs, aber in den Szenen mit Taylor, mit der er auch privat eng befreundet war, ist die alte Chemie wieder spürbar, die auch in "Ein Platz an der Sonne" für Furore sorgte. Taylor, Hepburn und die Ausstattung wurden für den Oscar nominiert. Der finanzielle Erfolg des Films war bescheiden. Es wundert mich nicht, in vielem war er seiner Zeit voraus. Regie: Joseph L. Mankiewicz, Kamera: Jack Hildyard; Musik: Buxton Orr und Malcolm Arnold. Die DVD verfügt über üppig Untertitel (u.a. Deutsch und Englisch). Alle Tonfassungen in gutem Monoton, Format 16:9. Extras: ein gut 7-minütiges Feature, das Filmstandbilder und Fotos von den Dreharbeiten kombiniert, Filmplakate, Filmographien auf Texttafeln und ein Werbetrailer (leider nicht für diesen Film!). Einer meiner persönlichen Lieblingsfilme. Empfehlenswert, aber sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Bissige Psycho-Groteske nach Tennessee Williams 5 von 5 PunktenEine Warnung für alle, die hinter dem Titel und der Besetzung sowie dem Namen Tennessee Williams ein Südstaaten-Drama der romantischeren Art erwarten. "Plötzlich im letzten Sommer", nach einem selten gespielten Einakter (kein Dreiakter, wie ein anderer Rezenent anmerkte) des Autors, ist eine groteske Psycho-Farce, ein Horrorfilm, der gegen Ende ernsthaft zu verstören weiß, so betulich er auch beginnt. Die Geschichte einer herrschsüchtigen Mutter (Hepburn), die ihre Nichte (Taylor) einer Gehirnoperation unterziehen möchte, damit diese nicht mehr herumerzählt, was ihr geliebter Sohn alles getrieben hat, bevor er bestialisch ermordet wurde, ist starker Tobak, selbst für Williams' Verhältnisse. Die Filmversion umspielt zwar recht geschickt die Homosexualität des Sohnes aus der Vorlage, dessen Verlangen hier letztlich zu seinem Tod geführt hat, und dies auf so subtile Art, dass man das Thema dennoch klar erkennen kann (anders als in der "Katze auf dem heißen Blechdach", wo dieser Subtext schlicht unkenntlich gemacht wurde und zu Verwirrung bezüglich der Motivationen führt). Regisseur Mankiewicz ist ein Meister im Umgang mit Schauspielern, und sowohl Elizabeth Taylor als auch Katharine Hepburn befanden sich auf dem Höhepunkt ihrer Kunst. Der Hepburn und ihrer exaltierten, melodischen Bühnensprache im Originalton zu lauschen, ist ein Genuss für sich. Der arme Montgomery Clift, stark gezeichnet von seinem Unfall, bleibt etwas blass, aber seine Rolle gibt auch nicht so viel her - die Frauen sind bei Williams grundsätzlich interessanter. Clift und Taylor sind seit "Ein Platz an der Sonne" ohnehin immer eine sehenswerte Paarung, egal in welchen Rollen. Ihre Beziehung in "Plötzlich im letzten Sommer" bleibt die von Arzt und Patientin - überhaupt gibt es keine erhliche Liebe in der gesamten Geschichte. Sie wird ersetzt durch die schlimmsten menschlichen Eigenschaften, Habgier, Besitzanspruch, Ausbeutung und Missbrauch. Jeder manipuliert den anderen, einige geschickter als andere. Die Opfer bleiben auf der Strecke, manchmal trifft es aber auch die Täter - hart. Das ausufernde Finale, in dem Elizabeth Taylor sich zurückerinnert (genau, an den letzten Sommer) und wir die letzten Momente des Verstorbenen sehen können, ist eine schauspielerische und inszenatorische Meisterleistung, packend, beängstigend, schockierend, intensiv. Für die damalige zeit eine echte Grenzüberschreitung und heute noch wirkungsvoll. "Plötzlich im letzten Sommer" ist ein Meisterwerk der Groteske, eine Geschichte, so roh und wahnsinnig, dass man auch heute noch erstaunt ist, wie der Film damals überhaupt entstehen konnte. Hervorragende Unterhaltung - wenn auch nicht für jedermann. Tennessee Horror Picture Show 2 von 5 PunktenDer Inhalt dieses Films wurde ja schon von anderen Rezensenten wiedergegeben, darum nur einige Anmerkungen an dieser Stelle. Der angebliche Südstaatenakzent der Hepburn, den einer meiner Vorredner herausgehört haben will, ist tatsächlich ein manieriertes britisches Englisch, ihre Darstellung dermaßen überzogen, daß sie sich bestens in die "Rocky Horror Picture Show" eingefügt hätte. Die unfreiwillige Komik rund um die drohende Lobotomie der Taylor ist das bestimmende Element und man kann sich des Gefühls nicht erwehren, das Monty nur mit Mühe ernst bleiben kann. Mit ein paar schönen Musiknummern ließe sich hieraus ein fabelhaftes neues Kultmusical basteln. "Endstation Sehnsucht", "Die tätowierte Rose", "Die Katze auf dem heißen Blechdach" erzählten Geschichten von richtigen Menschen, deren Konflikten und Neurosen. Natürlich geht es auch hier um unterdrückte Homosexualität, der Kannibalismus allerdings wirkt unmotiviert und absurd und läßt eigentlich nur Rückschlüsse auf düstere Abgründe des Dramatikers zu. Da das erste Drittel des Films verheißungsvoll und recht atmosphärisch ist und es natürlich immer spannend ist solche Schauspieler bei der Arbeit zu beobachten gibt es immerhin 2 Sterne. Wer Taylor & Clift in einem Meisterwerk sehen möchte, sehe sich "Ein Platz an der Sonne" an ! Fesselnd! 4 von 5 PunktenEin guter Film! Ich bin nur durch Zufall auf diesen Film aufmerksam geworden und durch einige kurze Hinweise bezüglich des Inhalts bin ich dann neugierig geworden und habe mich dann entschlossen ihn zu kaufen. Ich habe es nicht bereut. Der Film lässt einen nicht mehr los, vor allem das Ende nicht. Obwohl hier in den anderen Rezensionen einiges über den Inhalt und seine Deutung geschrieben wird ist mir der Film immer noch nicht ganz klar. Aber das ändert nichts daran das er ungewöhnlich und für sein Entstehungsjahr doch sehr radikal ist/war. Ich persönlich bin mir noch nicht über die Beziehung von Mutter und Sohn im klaren: spielt Inzest da auch mit rein, sowas wie ein umgekehrter Ödipus-Effekt? Und hat die Mutter schon immer einen kleinen Knacks weggehabt oder ist das erst nach seinem Tod gekommen? Was genau hat die Mutter für eine Rolle gespielt? Ich glaube ich werde mir den Film noch mehrere Male anschauen müssen bis ich es gelernt habe zwischen die Zeilen zu lesen. Im Endeffekt sollte man bei dem Film aufpassen: Er fängt sehr ruhig und gemälich an und man fragt sich oft warum da soviel "überflüssiges" Zeug geredet wird, aber alles läuft dann auf das unvermeitliche Ende hin und im Nachhinein ergibt es dann irgendwie einen Sinn. Also unbefangen an den Film gehen und wirklich zu Ende schauen und nicht entnervt vorspulen oder aufgeben. Zur technischen Seite: Bildqualität ok, Ton auch ok. Ein bisschen wenig Extras, aber da kann man mit leben. |
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Plötzlich im letzten Sommer [VHS]Videokassette von Sony Pictures Home EntertainmentAngebote ab EUR 5,00 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) |
5 Kundenrezensionen:Homosexualität und Kannibalismus 5 von 5 PunktenEin wenig befremdlich ist diese Kombination schon, auch wenn damit höchstwahrscheinlich auf antike Opferriten angespielt werden soll, und ich gestehe, ich weiß nicht, was Tennessee Williams, nach dessen Einakter dieses Filmdrama aus dem Jahre 1959 von Joseph L. Mankiewicz gedreht wurde, zu einer solch sensationslüsternen Auflösung trieb, wenn nicht Probleme mit seiner eigenen Homosexualität. Mankiewicz setzt Williams' Stück alles in allem kongenial um, und dies zu einer Zeit, da das Breen Office noch mit Argusaugen über die Einhaltung von Zensurbestimmungen zum Schutze dessen, was man unter "guten Sitten" verstand, wachte. Zwar tauchen nirgendwo direkt Worte wie "Inzest" oder "Homosexualität" auf, aber die Anspielungen auf diese Themen waren für die damalige Zeit sicher ungewöhnlich unmißverständlich. Montgomery Clift spielt einen jungen und begabten Arzt, der für ein städtisches Krankenhaus arbeitet, dem eine reiche Witwe, Violet Venable (Katharine Hepburn), üppige finanzielle Zuwendungen zusagt, sobald man an ihrer Nichte, Catherine Holly (Elizabeth Taylor), eine Lobotomie vorgenommen habe. Catherine, so Mrs. Venable, habe nach dem plötzlichen Herztod ihres Cousins während einer Sommerreise in einem spanischen Ort mit dem sprechenden Namen Cabeza de Lobo den Verstand verloren und ergehe sich nun in obszönen Verleumdungen über die Umstände dieses Todes. Die Lobotomie soll ihr - eigentlich Catherine, aber noch eigentlicher Mrs. Venable selbst - etwas Ruhe verschaffen. Der junge Mediziner wird durch Mrs. Venables Beschreibung ihres Verhältnisses zu ihrem Sohn mißtrauisch, und eine erste Begegnung mit Catherine tut ein übriges, um dieses Mißtrauen noch zu verschärfen, so daß er Mrs. Venables Drängen ignoriert und sich schließlich daran macht zu erforschen, was im letzten Sommer passierte. Dieses sehr autobiographisch gefärbte Stück - es ist nicht weiter schwer, Parallelen zwischen dem Dichtersohn Sebastian und Williams selbst zu erkennen, und auch Williams Schwester Rose wurde auf Betreiben ihrer Eltern einer Lobotomie unterzogen - wird von Mankiewicz düster und atmosphärisch in Szene gesetzt, was allein schon durch die Schwarzweißbilder gelingt. So wirken die beiden Hallen, in denen die Insassen der Lion's View Nervenheilanstalt den Tag verbringen, mit ihren Kuppelfenstern wie riesige Käfige und gleichzeitig auch wie Löwengruben. Catherines Anwesenheit in der Galerie der Kuppeln, die sie von den übrigen Insassen trennt, kann als ein Symbol dafür angesehen werden, daß die junge Frau alles andere als geistesgestört ist, und ihr Vorhaben, von der Brüstung zu springen, gewinnt die Qualität einer Selbstaufgabe an den Wahnsinn. Sebastian und seine Mutter werden, in Analogie zu der fleischfressenden Pflanze im Garten des Dichters, als lebenszerstörende Parasiten gezeichnet, die andere Menschen, aber auch einander rücksichtslos ausnutzen. So umgibt sich Sebastian während seiner Sommerreisen mit seiner Mutter, damit diese ihm Kontakte mit jungen Männern ermögliche, und als ihre Reize zu schwinden beginnen, ersetzt er sie durch Catherine als Begleiterin, während Violet ihren Sohn immer noch mit zerstörerischer Eifersucht beansprucht. Um wenigstens das Andenken ihres Sohnes sowie ihr falsches Bild von ihm zu wahren, schreckt sie auch nicht davor zurück, sowohl die Heilanstalt als auch die gierigen Verwandten Catherines mit ihrem Geld zu kaufen, um dafür zu sorgen, daß ihre Nichte die Wahrheit über Sebastians Tod nicht verbreiten kann. Während Clift eher in die Rolle eines Beobachters statt eines Akteurs gedrängt wird - und in der Gartenszene vielleicht deshalb ein wenig zum Overacting neigt -, liefern sich die Hepburn und die Taylor hier einen Kampf, der des Anschauens wert ist, wobei meiner Meinung nach die jüngere der beiden Schauspielerinnen eindeutig die bessere ist. Dies kommt besonders in einer Szene zum Ausdruck, in der sich Catherine die Beschimpfungen und Vorwürfe ihrer Tante mit mühsam bezwungener Ungeduld anhört, in der ungeachtet all ihres Trotzes immer wieder das Bewußtsein durchschimmert, daß sie einstweilen in der schwächeren Position ist. Als zum fulminanten Finale des Filmes eine Rückblende auf die tatsächlichen Umstände von Sebastians Tod erfolgt - hier taucht denn auch der Todesengel wieder auf, der, überrankt von obszön kräftiger Vegetation, in Sebastians Garten steht -, lebt diese Retrospektive vor allem von der dramatischen Darbietung Elizabeth Taylors, die der Rückschau ihre atemlos die Wahrheit heraussprudelnde Stimme leiht. Katharine Hepburn überzeugt vor allem, wenn sie spricht, denn ihr gelingt die Entschlossenheit der vereinnahmenden Mrs. Venable durch ihren Tonfall besonders gut. Wer noch mehr über die Symbolik und die packenden Dialoge des Filmes wissen möchte, der schaue sich am besten Christines begeisternde Rezension an, die mich überhaupt erst auf dieses Werk gebracht hat. Trotz meiner anfangs zum Ausdruck gebrachten Skepsis über die reißerische Auflösung finde ich diesen Film ausgesprochen faszinierend und verstörend, und wenn auch sowohl ich als auch alle anderen, die hier Rezensionen schreiben und lesen, ein wahrer Ausbund an Tugend und Menschenfreundlichkeit sind, so ist uns doch allen bekannt, daß solche dunklen Seiten, wie sie hier ausgelotet werden, in den Menschen existieren. "Ein Himmel voll wilder, verschlingender Raubvögel" 5 von 5 PunktenSo beschreibt Mrs. Venable den Moment, in dem ihr Sohn "das Antlitz Gottes" gesehen haben will. Die Adaption des Bühnenstücks von Tennessee Williams ist auch gut fünfzig Jahre später noch beunruhigend und gut. Zur Handlung: Der ehrgeizige Chirurg Dr. Cukrowicz (Montgomery Clift) arbeitet an einer finanziell angeschlagenen staatlichen Nervenheilanstalt. Die wohlhabende Mrs. Venable (Katharine Hepburn), die noch immer unter dem plötzlichen Tod ihres Sohnes Sebastian leidet, stellt eine großzügige Spende in Aussicht. Natürlich erwartet sie dafür eine angemessene Behandlung ihrer anscheinend psychisch gestörten Nichte Catherine Holly (Elizabeth Taylor). Sie wünscht allerdings keine Therapie, sondern dass Cukrowicz möglichst schnell eine Lobotomie durchführt, damit Catherine nicht so viel "plappert": Catherine war Sebastians Begleiterin im letzten Sommer und Zeugin seines Todes. Aber "Irrsinn ist ein so bedeutungsloses Wort", Dr. Cukrowicz will der Sache auf den Grund gehen. Ein Jahr nach der "Katze auf dem heißen Blechdach" ist Liz Taylor wieder Darstellerin in einer Williams-Adaption. Anders als dort thematisiert "Plötzlich im letzten Sommer" relativ unverblümt das Thema Homosexualität. Auch eine (heterosexuelle) Vergewaltigung wird offen angesprochen. Es gibt Anspielungen auf eine eventuell inzestuöse Beziehung und Kannibalismus, selbst für Williams-Kenner starker Tobak. Williams adaptierte zusammen mit Gore Vidal sein Stück. In der Beschränkung der Orte (Klinik bzw. Haus von Mrs. Venable, so wie eine Szene in einem Kloster, in dem Catherine versorgt wurde) zeigt sich deutlich die Herkunft von der Bühne, lediglich in der Schlussszene sehen die Zuschauer in einer "Außenszene", was wirklich im letzten Sommer passierte: Während Liz Taylor rechts im Bild mit schreckverzerrtem Gesicht erzählt, sehen wir links Sebastians letzte Stunden. Die eigentliche Dynamik ergibt sich ohnehin aus dem Erzählten. Während der arglose Zuschauer vielleicht glaubt, es würde zu viel geredet (zum Beispiel erzählt Hepburn eine Geschichte über Schildkrötenjunge, die auf ihrem Marsch zum Wasser von Vögeln gefressen werden), liegt der Reiz des Stückes darin, dass alle Puzzleteile zusammen das Portrait eines rücksichtslosen Narzissten mit schrecklichem Ende ergeben. Der Name Sebastian ist natürlich auch kein Zufall (mal in den Heiligenlegenden nachschlagen!). Auch die Bildsprache überzeugt: Mrs. Venable hat einen tropische Garten mit Fleisch fressenden Pflanzen, in dem ein geflügeltes Skelett steht. Ein Motiv, das auch in Catherines Erinnerungen auftaucht. Der weiße Himmel Spaniens ist keine Ferienidylle, sondern erbarmungslos und menschenfeindlich. Der Fahrstuhl, mit dem Hepburn immer herunterfährt, um ihre Besucher zu empfangen, zeigt ihre Hochmütigkeit, das "Herabsehen" auf andere. Auch Williams` Metaphern sitzen: Von Überfütterung und Hunger ist die Rede, wenn Sebastians Gefühle beschrieben werden, er habe an der "Nabelschnur" seiner Mutter gehangen usw. Mercedes McCambridge spielt Catherines Mutter so abscheulich wie eine Wiedergängerin der schrecklichen Mae aus der "Katze", die Beziehung zwischen Sebastian und seiner Mutter zeigt ähnliche Verfallserscheinungen wie die zwischen Brick und Skipper. Die Musik ist nie sentimental und unterstreicht kongenial das ungeheuerliche Geschehen. Die tolle Schwarz-Weiß-Kamera akzentuiert auch die Gegensätze zwischen den Rivalinnen Hepburn (meist in Weiß) und Taylor (oft in Schwarz). Die Szene, in der Taylor aus Versehen in die Männerabteilung der Psychiatrie gerät, veranschaulicht auch die Urängste nicht nur der Heldin. Ich persönlich halte Taylors Catherine für ihre beste Rolle. Wenngleich Williams etwas ungläubig festhielt, dass er sie nicht für naiv genug halte, um nicht sofort zu merken, "dass sie für etwas Schlechtes missbraucht wurde. Ich glaube, Liz hätte Sebastian an den Ohren nach Hause gezerrt und beide vor der beachtlichen Peinlichkeit dieses Sommers bewahrt." Montgomery Clift zeigt leider schon erste Anzeichen seines beginnenden Alkohol- und Drogenmissbrauchs, aber in den Szenen mit Taylor, mit der er auch privat eng befreundet war, ist die alte Chemie wieder spürbar, die auch in "Ein Platz an der Sonne" für Furore sorgte. Taylor, Hepburn und die Ausstattung wurden für den Oscar nominiert. Der finanzielle Erfolg des Films war bescheiden. Es wundert mich nicht, in vielem war er seiner Zeit voraus. Regie: Joseph L. Mankiewicz, Kamera: Jack Hildyard; Musik: Buxton Orr und Malcolm Arnold. Die DVD verfügt über üppig Untertitel (u.a. Deutsch und Englisch). Alle Tonfassungen in gutem Monoton, Format 16:9. Extras: ein gut 7-minütiges Feature, das Filmstandbilder und Fotos von den Dreharbeiten kombiniert, Filmplakate, Filmographien auf Texttafeln und ein Werbetrailer (leider nicht für diesen Film!). Einer meiner persönlichen Lieblingsfilme. Empfehlenswert, aber sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Bissige Psycho-Groteske nach Tennessee Williams 5 von 5 PunktenEine Warnung für alle, die hinter dem Titel und der Besetzung sowie dem Namen Tennessee Williams ein Südstaaten-Drama der romantischeren Art erwarten. "Plötzlich im letzten Sommer", nach einem selten gespielten Einakter (kein Dreiakter, wie ein anderer Rezenent anmerkte) des Autors, ist eine groteske Psycho-Farce, ein Horrorfilm, der gegen Ende ernsthaft zu verstören weiß, so betulich er auch beginnt. Die Geschichte einer herrschsüchtigen Mutter (Hepburn), die ihre Nichte (Taylor) einer Gehirnoperation unterziehen möchte, damit diese nicht mehr herumerzählt, was ihr geliebter Sohn alles getrieben hat, bevor er bestialisch ermordet wurde, ist starker Tobak, selbst für Williams' Verhältnisse. Die Filmversion umspielt zwar recht geschickt die Homosexualität des Sohnes aus der Vorlage, dessen Verlangen hier letztlich zu seinem Tod geführt hat, und dies auf so subtile Art, dass man das Thema dennoch klar erkennen kann (anders als in der "Katze auf dem heißen Blechdach", wo dieser Subtext schlicht unkenntlich gemacht wurde und zu Verwirrung bezüglich der Motivationen führt). Regisseur Mankiewicz ist ein Meister im Umgang mit Schauspielern, und sowohl Elizabeth Taylor als auch Katharine Hepburn befanden sich auf dem Höhepunkt ihrer Kunst. Der Hepburn und ihrer exaltierten, melodischen Bühnensprache im Originalton zu lauschen, ist ein Genuss für sich. Der arme Montgomery Clift, stark gezeichnet von seinem Unfall, bleibt etwas blass, aber seine Rolle gibt auch nicht so viel her - die Frauen sind bei Williams grundsätzlich interessanter. Clift und Taylor sind seit "Ein Platz an der Sonne" ohnehin immer eine sehenswerte Paarung, egal in welchen Rollen. Ihre Beziehung in "Plötzlich im letzten Sommer" bleibt die von Arzt und Patientin - überhaupt gibt es keine erhliche Liebe in der gesamten Geschichte. Sie wird ersetzt durch die schlimmsten menschlichen Eigenschaften, Habgier, Besitzanspruch, Ausbeutung und Missbrauch. Jeder manipuliert den anderen, einige geschickter als andere. Die Opfer bleiben auf der Strecke, manchmal trifft es aber auch die Täter - hart. Das ausufernde Finale, in dem Elizabeth Taylor sich zurückerinnert (genau, an den letzten Sommer) und wir die letzten Momente des Verstorbenen sehen können, ist eine schauspielerische und inszenatorische Meisterleistung, packend, beängstigend, schockierend, intensiv. Für die damalige zeit eine echte Grenzüberschreitung und heute noch wirkungsvoll. "Plötzlich im letzten Sommer" ist ein Meisterwerk der Groteske, eine Geschichte, so roh und wahnsinnig, dass man auch heute noch erstaunt ist, wie der Film damals überhaupt entstehen konnte. Hervorragende Unterhaltung - wenn auch nicht für jedermann. Tennessee Horror Picture Show 2 von 5 PunktenDer Inhalt dieses Films wurde ja schon von anderen Rezensenten wiedergegeben, darum nur einige Anmerkungen an dieser Stelle. Der angebliche Südstaatenakzent der Hepburn, den einer meiner Vorredner herausgehört haben will, ist tatsächlich ein manieriertes britisches Englisch, ihre Darstellung dermaßen überzogen, daß sie sich bestens in die "Rocky Horror Picture Show" eingefügt hätte. Die unfreiwillige Komik rund um die drohende Lobotomie der Taylor ist das bestimmende Element und man kann sich des Gefühls nicht erwehren, das Monty nur mit Mühe ernst bleiben kann. Mit ein paar schönen Musiknummern ließe sich hieraus ein fabelhaftes neues Kultmusical basteln. "Endstation Sehnsucht", "Die tätowierte Rose", "Die Katze auf dem heißen Blechdach" erzählten Geschichten von richtigen Menschen, deren Konflikten und Neurosen. Natürlich geht es auch hier um unterdrückte Homosexualität, der Kannibalismus allerdings wirkt unmotiviert und absurd und läßt eigentlich nur Rückschlüsse auf düstere Abgründe des Dramatikers zu. Da das erste Drittel des Films verheißungsvoll und recht atmosphärisch ist und es natürlich immer spannend ist solche Schauspieler bei der Arbeit zu beobachten gibt es immerhin 2 Sterne. Wer Taylor & Clift in einem Meisterwerk sehen möchte, sehe sich "Ein Platz an der Sonne" an ! Fesselnd! 4 von 5 PunktenEin guter Film! Ich bin nur durch Zufall auf diesen Film aufmerksam geworden und durch einige kurze Hinweise bezüglich des Inhalts bin ich dann neugierig geworden und habe mich dann entschlossen ihn zu kaufen. Ich habe es nicht bereut. Der Film lässt einen nicht mehr los, vor allem das Ende nicht. Obwohl hier in den anderen Rezensionen einiges über den Inhalt und seine Deutung geschrieben wird ist mir der Film immer noch nicht ganz klar. Aber das ändert nichts daran das er ungewöhnlich und für sein Entstehungsjahr doch sehr radikal ist/war. Ich persönlich bin mir noch nicht über die Beziehung von Mutter und Sohn im klaren: spielt Inzest da auch mit rein, sowas wie ein umgekehrter Ödipus-Effekt? Und hat die Mutter schon immer einen kleinen Knacks weggehabt oder ist das erst nach seinem Tod gekommen? Was genau hat die Mutter für eine Rolle gespielt? Ich glaube ich werde mir den Film noch mehrere Male anschauen müssen bis ich es gelernt habe zwischen die Zeilen zu lesen. Im Endeffekt sollte man bei dem Film aufpassen: Er fängt sehr ruhig und gemälich an und man fragt sich oft warum da soviel "überflüssiges" Zeug geredet wird, aber alles läuft dann auf das unvermeitliche Ende hin und im Nachhinein ergibt es dann irgendwie einen Sinn. Also unbefangen an den Film gehen und wirklich zu Ende schauen und nicht entnervt vorspulen oder aufgeben. Zur technischen Seite: Bildqualität ok, Ton auch ok. Ein bisschen wenig Extras, aber da kann man mit leben. |
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Ohne Worte - Bastian Pastewka [UMD Universal Media Disc]
UMD Universal Media Disc von Sony Pictures Home Entertainment |
ProduktbeschreibungWenn Sie dies hier lesen, ist es vermutlich das letzte Mal, dass ich mich persnlich an Sie wende, schlielich ist mir die direkte Kommunikation auf dem Medium im Inneren dieses Kartons absolut untersagt. Sie werden auf dieser stilvollen Scheibe ganz wunderbare Ereignisse und Absurditten erleben, die alle ohne auch nur ein einziges Wort meinerseits vonstatten gehen. Freuen Sie sich bitte dennoch unbndig auf eine auerordentliche Zusammenstellung von 50 Szenen und ein paar versteckten, die in dieser Form noch nicht im TV zu sehen war. OHNE WORTE, fr mich das bisher unfassbar lustigste Comedy-Projekt, das mich mit Recht an die Grenzen des Machbaren gefhrt hat - und auch bei Ihnen, dem geneigten Publikum, auf groe Resonanz gestoen ist. Sollten Sie dennoch auf dieser OHNE WORTE DVD ein gesprochenes Wort von mir hren neben dem berschwenglichen AUDIOKOMMENTAR natrlich, dann behalten Sie es bitte fr sich ..." 5 Kundenrezensionen:Lustig 5 von 5 PunktenBastian Pastewka in einer klassen Rolle. "Ohne Worte" ist einfach lustig, alle die Comedy mögen sollten hier zugreifen ;) Super Lustig - aber eben auch auf DVD 5 von 5 PunktenOhne Worte ist wie ich finde ein Highlite, ein Stummfilm des Farbfernsehen. Wer Bastian Pastewka kennt (aus der Wochenshow u.a.), der weis wie lustig vorallem die Situationscomedy durch ihn präsentiert wird. Deutlich zu teuer für ein Best-of, inhaltlich aber Spitze 2 von 5 PunktenFür den Preis erwarte ich eine komplette Season und nicht nur ein Best-of einer Serie. Insofern ist diese DVD deutlich zu teuer. Der Inhalt hingegen ist schon Spitze, für Fans vieler Comedy-Genres zu empfehlen. Bastian Pastewka läuft sowohl in Bild (ohne Wort) als auch in Wort (per Audiokommentar) zu Höchstform auf. Mein Rat: Wartet, bis eine komplette Staffel dieser Serie erscheint (oder - wer Best-ofs mag - bis der Preis fällt). 90 Minuten Schweigen 4 von 5 PunktenLeider war ich zu der Zeit als die erste und leider einzige Staffel dieser wunderbaren Serie lief noch nicht der Bastian Pastewka Fan, der ich heute bin, so dass mir fast alles, bis auf den überall gezeigten Sketch mit den Schwitzflecken, entgangen ist. Schande auf mein Haupt. Aber Abhilfe wurde ja nun zumindest Ansatzweise in dieser DVD-Veröffentlichung auf den Markt gebracht. Die 50 ausgewählten Sketche gehören mit zum besten und witzigsten, was ich in den letzten Jahren im deutschen Fernsehen gesehen habe (auch wenn ichs ja eigentlich nicht im Fernsehen gesehen habe) und die Hürde des nicht vorhandenen Sprachgebrauchs erzeugt eine dermaßen originelle Eigendynamik, dass sie kaum mit etwas anderem vergleichbar ist. Vielleicht am ehesten mit Mr. Bean, wobei sich Pastewka natürlich hier von Sketch zu Sketch in immer neue Persönlichkeiten verwandelt und nicht einen Charakter durchspielt. Das Ganze wirkt irgendwie weniger hektisch als andere Sketchshows was eine gewisse Gemütlichkeit hervorruft, die andere Sendungen vermissen lassen. Als Extras gibt es den unverzichtbaren Audiokommentar von Pastewka Himself, einen lustigen Auftritt bei einer Preisverleichung und das merkwürdige Pac(Pastewka)Man - Spiel, bei dem man zusätzliche Sketche ?freispielen" kann. Einen Punkt Abzug gebe ich aber trotzdem, weil es halt nicht die ganze Staffel ist, sondern nur ein Best of und ein winzig kleiner Nachgeschmack bleibt, was für Perlen der Komik man vielleicht jetzt doch verpasst hat. Ohne Worte - Ohne Humor 2 von 5 PunktenWie der Titel "Ohne Worte" schon andeutet, liegt die Messlatte klar bei Mr. Bean, und es ist so eindeutig abgekupfert, dass es mir den Atem verschlägt. Nur dass Mr. Bean in einer deutlich höheren Liga spielt. Bastian Pastewka ist mit diesen Sketchen für mich schon in der Vorqualifikation ausgeschieden. Ich habe mich selten so gelangweilt. Es ist selten volle Situationskomik, in der ich jederzeit lachen kann, nein, in den meisten Fällen arbeitet alles mühsam auf eine (wohl für deutsches Publikum unvermeidliche) Schlusspointe hin, die mir auch in den meisten Fällen nur ein Gähnen abrang. Es blieb am (ersehnten) Ende dieser Darbietung (und so lange läuft die DVD eigentlich garnicht) der Trost, dass ich die DVD nur ausgeliehen hatte. Und da habe ich vor Freude geschmunzelt. |
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