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Verhängnis
DVD von Kinowelt GmbH |
ProduktbeschreibungVerhängnis DV 4 Kundenrezensionen:Grandioser Film 5 von 5 PunktenDiese faszinierende Dreiecksgeschichte zwischen Vater, Sohn und Sohns Freundin ist so tiefgründig, dass man diesen Film immer wieder ansehen kann. Emotion pur! Tolle Dialoge. Sensationelle Darsteller. Erotikthirller? Nein. Das trifft es nicht. Aber nah dran. Und keine "skandalösen" Sexszenen, wassn Blödsinn. Liebhaber von Laufmaschen dürften aber auf ihre Kosten kommen, hihi. Irgendwo habe ich gelesen, dass gerade diese Szenen für Juliette Binoche anstrengend waren, weil Jermy Irons immer wieder fragte: "Wie hab ich ausgesehen? Hab ich toll ausgesehen? Hauptsache, ich hab toll ausgesehen!" Der Film fasziniert so sehr, weil er in sich absolut stimmig ist. Weil man als Zuschauer die Katastrophe kommen sieht. Weil Anna so rätselhaft bleibt und man anfangs glaubt, sie zu verstehen. Wow, der Film ist ein Kino-Diamant!! Kein gewöhnlicher Film 4 von 5 PunktenWer hat nicht schon daran gedacht sein Leben umzukrempeln, hat es vll getan und oft spielt dabei ein anderer Mensch eine Rolle. Diesen Film sollte sich jeder in einer stillen Minute anschauen und zwischen den Zeilen die Töne wahrnehmen. Rezension: Wozu Leidenschaft führen kann. 5 von 5 PunktenAuf der Rückseite der DVD-Beschreibung steht zu lesen: "Stephen Fleming ist Staatssekretär im britischen Parlament: beruflich erfolgreich, aber gelangweilt in seinem Familienidyll. Doch dann lernt er die neue Freundin seines Sohnes kennen und stürzt sich in eine verhängnisvolle Affäre. Als der Sohn die beiden in flagranti ertappt, kommt es zur Katastrophe." Hätte ich mich ausschließlich von dieser Kurzbeschreibung zum Kauf des Films beeinflussen lassen, hätte ich ihn gewiss nicht erstanden, sondern ihn als banalen Quatsch abgetan. Die Tatsache, dass Juliette Binoche die weibliche Hauptrolle im Film inne hat und Louis Malle der Regisseur ist, ließ mich aufhorchen und machte mich neugierig. Anna (Juliette Binoche) ist die Freundin des Sohnes, von der in der Kurzbeschreibung die Rede ist. Sie ist schön, ihre Augen sind geheimnisvoll und genau dieser geheimnisvolle Blick ist es, der den Staatssekretär in Bann schlägt. Anna hat Trauer im Blick. In diese Traurigkeit hat sich der sensible, äußerst sympathische Sohn Flemings verliebt und zwar so sehr, dass er Anna heiraten, sie gewissermaßen retten möchte. Anna liebt Flemings Sohn, wie ihre Mutter vermutet, weil er ihrem toten Bruder sehr ähnlich ist. Demnach liebt sie ihren toten Bruder in Fleming jun. und diese neue Liebe ist eine bloße Obsession. Anna berichtet von ihre Grundbeziehung zu ihrem Bruder, der sich als 16 jähriger aus Liebe zu ihr die Pulsadern aufschnitt, nachdem er sah wie das fünfzehnjährige Mädchen von seinem Freund Peter geküsst wurde. In Verzweiflung schläft Anna noch am Tag des Selbstmordes mit Peter, der später ihr bester Freund wird, bei, offenbar nicht aus Lust oder Liebe, sondern m.E. um sich schuldiger am Tod ihre geliebten Bruders fühlen zu können. Den smarten Perfektionisten Fleming lernt Anna auf einem Empfang kennen. Sie weiß, dass er der Vater ihres zukünftigen Mannes ist. Die beiden schauen sich in die Augen und von da an ist Fleming Anna willenlos verfallen. Ich hatte nicht den Eindruck, dass Fleming sich in seinem Familienidyll gelangweilt hat, bevor er Anna kennenlernte, sondern eher den, dass er sich glücklich schätzte einen perfekten privaten Rahmen für seinen perfekten Habitus als Staatssekretär zu besitzen. Fleming hat sein Leben völlig unter Kontrolle, ist verkopft, alles läuft in erfolgreichen Bahnen bis ihm die Frau seines Lebens begegnet. Er kann dieser Frau nicht widerstehen, obschon er ein solches Verhaltensmuster stets abgelehnt zu haben scheint, wie in einem Dialog mit seiner Frau zu Anfang deutlich wird. Fleming als kalten Karrieristen zu verschubladen scheint mir falsch. In meinen Augen lernt dieser Mann die Wucht seiner Fähigkeit zur Leidenschaft das erste Mal richtig kennen, nachdem ihm Anna begegnet ist. Damit kann er nicht umgehen, wird zur somnabulen Ziehpuppe dieser Leidenschaftlichkeit, die ihn dazu veranlasst, Sohn und Ehefrau zu verraten. Er kann nicht anders. Die heimlichen Begegnung zwischen ihm und Anna sind ein Fest der Sinne und ähnlich wortlos wie die Liebesszenen, die man aus Salz auf unserer Haut kennt. Die Liebe zwischen Mann und Frau wird dargestellt als ein bedingungsloser körperlicher Akt des Ineinander-Verschmelzen-Wollens, der in dieser Intensität nicht lebbar ist und deshalb in irgendeiner Form zur Katastrophe führen muss. Die Form die Malle gewählt hat, will ich an dieser Stelle nicht ausbreiten, um dem Zuschauer die Spannung nicht zu nehmen. Nicht nur die Folgen dieser Liebe, sondern auch diese Liebe selbst verändern Fleming, der auf diese Weise zu sich selbst findet und die einfachen Dinge des Lebens zu schätzen lernt, weil alles an Bedeutung verliert, wenn man dieses Gefühl irgendwann einmal kennen gelernt hat. Die Sexszenen fand ich übrigens nicht skandalös, sondern sehr feinsinnig dargestellt, sowohl von Juliette Binoche als auch von Jeremy Irons. Alle Beteiligten sind Opfer ihrer Gefühle. Einen Schuldigen gibt es m.E. nicht. Grasser Liebesfilm 5 von 5 Punkten... es siegt das moralisch einwandfreie Ende. Die Anziehung zwischen den zwei sich wahnsinnig Liebenden kommt wunderbar rüber. Viel geht über Blicke. Das bittere Ende ist allerdings ein wenig konstruiert... |
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And Now ... Ladies and Gentlemen
DVD von 3L Film GmbH & Co. KG |
Aus der Amazon.de-RedaktionAnd now... Ladies and Gentlemen verwickelt seine beiden Hauptdarsteller Patricia Kaas und Jeremy Irons in eine Jetset-Romanze, die uns durch das Hochglanz-Marokko von Regisseur Claude Lelouch führt. Claude Lelouch wurde Mitte der 60er-Jahre mit Ein Mann und eine Frau schlagartig bekannt. Der Film gewann die Goldene Palme beim Filmfestival in Cannes und überführte die formalen Innovationen der Nouvelle Vague in glatte Kommerzialität. Seitdem ist Lelouch auf melancholische, extrem stilisierte Melodramen abonniert, und es fällt in der Rückbetrachtung schwer, seine Filme auseinander zu halten. Auch And now... Ladies and Gentlemen, der im Wettbewerb um den furchtbarsten Filmtitel kaum Konkurrenz zu scheuen bräuchte, ist da keine Ausnahme. Patricia Kaas spielt ein wenig sich selbst: eine verträumt dreinblickende Sängerin, die die nobelsten Hotelbars Marokkos mit ihrem Gesang beglückt. Doch die introvertierte Diva leidet an einer mysteriösen Krankheit, die zu Black-outs führt und ihre Haut im Vergleich zu allen anderen Darstellern unwirklich weiß erscheinen lässt. Erst als der Gentleman-Gauner Valentin Valentin (Jeremy Irons) in ihrer Umgebung auftaucht, beginnt die blasierte Blasse aufzublühen. Mr Irons darf ein ums andere Mal seine Verwandlungsfähigkeit demonstrieren, wenn er als Jetset-Gauner den Juwelier Bulgari mal in London, dann in Paris beklaut. Auch wenn der Film der Sängerin Patricia Kaas viel Raum gibt, ist ihre Besetzung angesichts der arg limitierten darstellerischen Möglichkeiten zumindest fragwürdig. Die Geschichte bietet wenige Überraschungsmomente, die routinierte, mitunter elegante Inszenierung lässt die knappen zwei Stunden am Zuschauer jedoch vorbeifliegen wie eine Frühlingsbrise. Mancher wird Lelouchs Stil als platte Werbefilmästhetik empfinden, ein anderer wiederum mag begeistert in den bunten Bildern schwelgen. Es ist wie immer eben auch eine Frage des Geschmacks. --Thomas Reuthebuch 4 Kundenrezensionen:Dieb mit Amnesie 3 von 5 PunktenSo irreführend wie der Titel - er enthält den Namen einer Yacht und ist keine Ansage - ist auch die Erzählweise. Claude Lelouch stellt ein richtungsweisendes Zitat an den Anfang des Films Das Leben ist ein Schlaf, dessen Traum die Liebe ist. So kann er, was im wirklichen Leben unmöglich ist, tun: Szenen öfters wiederholen oder dasselbe aus anderer Perspektive zeigen. Manches greift so überraschend vor. Lelouch erzählt die Handlung nicht linear, sondern er zerschneidet sie. Dadurch entsteht ein interessantes Geflecht, das ab und zu von Patricia Kaas Chansons untermalt wird. Dazu gibt es auch noch das einzige gesungene Telefonat von ihr. Claudia Cardinale hat eine etwas unglückliche Rolle übernommen. Und am Ende höchst sonderbar gleich zwei Happy Ends für den tollen Jeremy Irons, den wir gleich in mehreren Verkleidungen sehen und dessen Überfälle auf Juwelierläden neu sind. Es ist anspruchsvolle Unterhaltung mit eindrucksvollen Bildern. prima 4 von 5 Punktenjeremy irons und patricia kaas ein garant für ein himmliches filmvergnügen. toller soundtrack, ein film, der sich lohnt. Entrückt 4 von 5 PunktenSeit meine Mutter mich zum Jeremy-Irons-Fan gemacht hat, liebe ich auch im realen Leben diesen hageren, groß gewachsenen, ein bisschen verschlossenen und in die Jahre gekommenen Männertypus. In diesem Film brilliert nicht nur Herr Irons, auch Patricia ist mit ihren über 40 eine strahlende Kindfrau von subtiler Erotik und charmant-entrücktem Wesen. Diese Entrücktheit führt sie schließlich zu ihrem Filmpartner, wobei der Zuschauer sich in einer Odyssee warmer Farben und intensiver Landschaftsbilder verlieren kann, ohne dass es kitschig wird. Die sinnlich-rauchige Stimme der Kaas rundet diesen sehr atmosphärischen Film perfekt ab. Ich hab's genossen. Die Synchro finde ich übrigens gelungen, zumal Patricia auch die deutsche Stimme spricht. Der emotionale Spitzen-Thriller von Oscar-Preisträger Claude Lelouche 5 von 5 PunktenIn der federleichten Komödie (Thriller) outet sich Jeremy Irons ("Lolita"; "Stirb Langsam 3") als komisches Talent, während sich Patricia Kaas (als erfolgreiche Sänger der auf Deutschlandtour),für weitere anspruchsvolle Rollen empfiehlt. In einer Nebenrolle brilliert Claudia Cardinale als liebesbedürftige Alt-Diva. Der Abschlussfilm des Festivals 2002 in Cannes wird somit nicht nur frankophilen Filmfans köstliche Stunden bereiten. Spitze, wir Jeremy Irons zu seiner Diebesbeute gelangt. Sehr erfinderisch und gut umgesetzt. Prima Film für alle ab 30! Story: Beide leiden unter Blackouts. Beide wollen ihre Vergangenheit hinter sich lassen: Der Gangster Valentin (Oscar-Preisträger Jeremy Irons) mehr Gentleman als Räuber inszeniert seine Coups mit Eleganz und Raffinesse. Er setzt Segel in ein neues Leben und träumt davon, seine Opfer zu entschädigen. Jane (Patricia Kaas) singt ihren Blues über verschmähte Liebe in marokkanischen Hotels. Ein Juwelendiebstahl verbindet den Betrüger und die Sängerin, ihr Alibi schweißt sie zusammen. Bonus: Wahlweise deutsche Kinofassung oder Directors Cut inkl. Geschnittener Szenen der französischen Originalversion, Deleted Scenes, Making of (deutsche UT), Original Kinotrailer, Interviews mit Jeremy Irons, Patricia Kaas und Claude Lelouch, Filmographien von Darstellern und Regisseur, Promptview |
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Alles nur Theater
DVD von Euro Video |
ProduktbeschreibungA - Spielfilme A-Z - Alles nur Theater 2 Kundenrezensionen:Amüsanter Film 4 von 5 PunktenDer Film ist ja schon etwas älter, daher muss man schon Spaß daran haben, Leute in einer seltsamen Mode herumlaufen zu sehen :) Der Film hat an sich Spaß gemacht, die Schauspieler ebenso. Es ist kein Knaller-Kino Film aber was witziges für nen Abend. Nur die Bildqualität ist so als hätte man eine ältere VHS Kassette eingelegt, was mich aber auch nicht riesig gestört hat. Ein Michael Winner-Film mit eigenwilligem Humor und zwei großen Stars 4 von 5 PunktenSo im 'Vorbeigehen' entschloß ich mich kürzlich, diese DVD zu kaufen, deren witzige, dabei nicht sehr aussagekräftige Covergestaltung wenigstens Aufschluß über einige Mitwirkende gibt. Nach dem Einlegen des Films in den Player, klärte mich der Vorspann darüber auf: Ich hatte mir einen Michael Winner-Film besorgt! Und was für einen, ALLES NUR THEATER ist gespickt mit eigenwilligen Charakteren, die in ihrem ca. 93minütigen Zusammen- sowie auch Gegeneinanderwirken den skurrilen Charakter der britischen Küsten-Kommunität formen, in der soeben Guy Jones (Jeremy Irons) eintrifft ... allen voran Anthony Hopkins in seiner Rolle als Dafydd ApLlewellyn. Guy Jones, von Natur aus schüchtern, wird von seiner Firma nach dem Tod seiner Frau in diese Kleinstadt versetzt, wo sich die Damenwelt schnell für ihn erwärmt, doch auch die Männer gewinnen ein Interesse am Kontakt zu Guy, denn er scheint Einfluß/Beziehungen zu haben, wovon sie profitieren wollen. Die Bewohner der Stadt haben auch eine Amateur-Theatergruppe und Guy läßt sich dazu überreden, im Ensemble mitzuwirken - das Stück "Beggar's Opera" soll aufgeführt werden, die Intendanz übernimmt Dafydd - Anthony Hopkins glänzt einmal mehr in einer Rolle, die ihm auf den Leib geschrieben scheint. Die Proben ziehen sich in die Länge (in der Frühphase muß der Zuschauer den Eindruck gewinnen, daß dieses Stück niemals aufgeführt wird), doch im weiteren Verlauf avanciert Guy, der zunächst in einer nahezu unbedeutenden Rolle begann, zum Star dieser Truppe, deren Aufführung schließlich auch bejubelt wird. Den 'plötzlichen Ruhm' hat Guy allerdings keinesfalls alleinig seinem Talent zu verdanken, sondern den Sympathien, sowie den eigennützigen Interessen der Ortsansässigen, die ihn quasi 'pushen'. Und die Strömungen, die zu dieser 'Blitzkarriere' geführt haben, sind es, die den Film sehenswert machen ... zu sehen gibt es nicht allein Dafydd's eigenwilliges Familienleben, sondern ebenfalls einige senile Herren, sowie einen jugendlichen Punk und farblose Damen mit verborgenen Leidenschaften, außerdem gespannte Kneipenatmosphäre, 'Weiberkeile', außereheliche Seitensprünge, Eifersüchteleien, Intrigen, ein Ehepaar mit Swinger-Ambitionen, Ehe-interne, intime Bekenntnisse, die per Mithöranlage auch anderen Ohren nicht verborgen bleiben, eine geheime Liebesaffäre, buchstäblich plötzlich im Scheinwerferlicht, der Wunsch, allen gerecht zu werden und am Ende dennoch allein da zu stehen ... wirklich ALLES NUR THEATER oder erinnert einen vieles davon nicht durchaus an das 'wirkliche' Leben?! Genau das ist Michael Winner mit der Inszenierung dieser bewußt überspitzten Tragikomödie so gut gelungen: Die Grenzen zwischen beidem verschwimmen zu lassen, für die Beteiligten und, aus einem natürlich noch distanzierterem Blickwinkel heraus, ebenfalls für den Zuschauer. Die gesamte DVD-Präsentation (und nicht allein das Cover) ist ein wenig unprofessionell. Zwar gibt es, neben der deutschen, auch die englische Originaltonspur, darüber hinaus (außer 10 Trailern) aber keine Extras - was allein auch noch nicht das Schlimmste ist. Ein wenig (!) bedenklich ist die Bildqualität. Noch während des Vorspanns bekam ich den Eindruck, mich würde jetzt ein Film aus den frühen 70ern erwarten und so überprüfte ich simultan schnell im Netz das Erscheinungsdatum (auf dem Cover konnte ich auch diesbezüglich keine Information finden): 1988. Für diesen Jahrgang sollte man eigentlich mehr erwarten können, die Farben sind überwiegend ein wenig blaß, das Bild weit entfernt von HD, aber keine Panik: Es gibt keine gelegentlichen oder gar permanenten Beeinträchtigungen - ich meine nur, es müßte sich mehr rausholen lassen. 1988 hatte Regisseur Michael Winner die Charles Bronson-"Death Wish"-Phase bereits hinter sich, Jeremy Irons drehte im selben Jahr mit David Cronenberg "Dead Ringers" und Anthony Hopkins war noch drei Jahre entfernt von der Verkörperung des Hannibal Lecter in "Das Schweigen der Lämmer" - derjenigen Rolle also, die wohl am stärksten mit seiner Person assoziiert wird. Obwohl sich alle drei im Laufe ihrer Karrieren bis heute als wandlungsfähig und flexibel erwiesen haben, stellt auch unter diesem Aspekt ALLES NUR THEATER eine kleine Ausnahmeerscheinung dar, paßt in diese Kathegorien so gar nicht hinein. Ein Ausnahmefilm, auch über die Dreier-Kombination hinaus, ist dieser Film aber ohnehin, keinesfalls im Sinne eines herausragenden Meisterwerks, eher unter dem Aspekt eines leicht zu übersehenden, sympathischen, kurzweilig inszenierten, dabei durch schrägen Humor erheiternden 'Kabinettstückchens', daß wenigstens der Cineast doch gern gesehen haben sollte ... ein etwas 'anderer' Film, der - in der richtigen Stimmung genossen - wirklich Spaß macht. -- theSilentNoirFreak |
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Kafka
DVD von Universum |
ProduktbeschreibungOscar-Preisträger Jeremy Irons in einer fesselnden und ausdrucksstarken Hommage an den großen Franz Kafka. Der kränkelnde Kafka arbeitet in einem höchst autoritären Betrieb als Angestellter. Als sein Kollege Edouard zu einem geheimnisvollen Schloss gerufen und anschließend unter mysteriösen Umständen tot aufgefunden wird, wird der passive Kafka - ganz gegen seine Gewohnheit - zur Aktion gedrängt. Mutig schließt er sich einer Untergrundbewegung an und lernt die hübsche Gabriela kennen, für die er heimlich schwärmt. Als jedoch immer mehr Leichen gefunden werden und Gabriela auch noch verschwindet, überwindet Kafka seine Angst und Apathie und besucht schließlich selbst das geheimnisvolle Schloss. Dort macht er eine grauenhafte Entdeckung... 4 Kundenrezensionen:als Horror-Krimi gelungen, als Kafka-Hommage nicht! 4 von 5 PunktenKafka ist krank. Immer häufiger spuckt er Blut. Seine Arbeit macht ihm auch keinen Spaß. Einerseits ist seine Tätigkeit scheinbar sinnlos und bürokratisch, andererseits quält ihn sein extrem cholerischer und strenger Chef, wo er nur kann. Die kleinste Verfehlung dient diesem Pedanten und Sadisten dazu, seine Untergebenen zu demütigen. Kafka erträgt das alles mit der ihm eigenen Gelassenheit, ja mit fast stoischem Gleichmut. Der einzige Mensch, mit dem er Kontakt pflegt und den er ein wenig mag, ist sein Kollege Edouard. Als just dieser Kollege zum geheimnisvollen Schloss gerufen wird, scheint es sich um einen Routinefall zu handeln. Doch Edouard wird nur wenig später unter mysteriösen Umständen tot aufgefunden. Kafka entschließt sich zu handeln. Er nutzt eine zufällige Begebenheit, um sich der Untergrundbewegung anzuschließen, und lernt dort Gabriela kennen. Die anfängliche Irritation, fast Abneigung weicht einer seltsamen Faszination. Es tauchen immer mehr entstellte Leichen auf und eines Morgens ist auch Gabriela verschwunden. Kafka setzt nun alles daran, in das Schloss zu gelangen. Aus seiner Passivität wird eine nervöse Entschlossenheit. Doch was er im Schloss entdeckt, gleicht einem monströsen Alptraum, aus dem es kein Erwachen mehr zu geben scheint. Im Jahr 1991 versuchte Steven Soderbergh, berühmt geworden als Regisseur von "Ocean?s Eleven" und "Ocean?s Twelve", "Sex, Lügen und Video", "Erin Brockovich - Eine wahre Geschichte", "Solaris" und "Out of Sight", den Roman von Franz Kafka filmisch zu variieren. Anstatt sich an das Buch "Das Schloss" zu halten, versuchte Soderbergh eine Hommage an Kafka mit Szenen des Buches zu verknüpfen und um den Alptraum, der im Schloss gegenwärtig wird, zu erweitern. Und genau das ist das Problem dieses Films. Die Anfangsszenen, sein Büroalltag, die Bedrohung durch Unbekannte, das übermächtige Schloss, die Gänge, die er dort durchwandert: Alles ist absolut perfekt. Kafkaesk und virtuos, unfassbar dicht und atmosphärisch beeindruckend. Aber dann wird der Alptraum in Bilder gefasst. Aus der unsichtbaren Bedrohung, dem dräuenden Unheil wird ein sichtbare Gefahr. Eine Person, ein Gegner kristallisiert sich aus dem nebelhaften und unwirklichen "Mythos Schloss" heraus und wird gewöhnlich, wird normal, wird zu einem schlichten Verrückten und größenwahnsinnigen Menschen. Dies nimmt dem Film und der Hommage die Kraft. Sie verortet die Geschichte damit auf das schlichte Niveau eines Horrorfilms. Zwar eines genialen und mit beeindruckenden Bildern versehenen Films, aber der Vorlage Kafkas wird er so nicht mehr gerecht. Ist es bei Kafka gerade die Unerreichbarkeit, die Sinnlosigkeit des Unterfangens, sich aufzulehnen, wird hier, mit den Zutaten eines Horrorfilms, daraus eine reale Gefahr und - schlimmer noch - der "Held Kafka" weiß ihr zu begegnen. Dank der Leistung von Jeremy Irons fühlt sich der Zuschauer wie in diesen Alptraum versetzt und alle Zutaten sind geeignet, einem den Angstschweiß auf die Stirn zu treiben. Wenn nicht Kafka und sein Werk Ziel dieses Films gewesen wären, es hätte ein großartiger Film sein können. So aber führt zumindest der Schluss zu dem Urteil: als Hommage an Kafka misslungen! Fazit: Ein toller, spannender Horrorstreifen Soderberghs, der jedem Fan dieser Art von Filmen wärmstens ans Herz gelegt werden kann. Einzig das Etikett "Kafka" verführt zu der Hoffnung, dem Werk dieses einmaligen Autors würde Ehre erwiesen. Dies ist aber leider nicht der Fall. Das Urteil ist also zwiespältig. Als Horrortrip genial, als Kafka-Hommage unteres Mittelmaß. Stefan Erlemann "Ich habe versucht, Alpträume nachzuzeichnen, Sie haben einen erschaffen." 5 von 5 PunktenNach seinem sensationellen Erfolg von "Sex, Lügen und Video" drehte Steven Soderbergh als zweiten abendfüllenden Film ein Werk, das sich gängigen Genreeinteilungen entzieht. Basierend auf Motiven von Kafkas Romanen ("Das Schloss", "Der Prozess") und Stationen seines Lebens folgend entspinnt der Film eine verstörende Geschichte: Nach der Ermordung eines Versicherungsangestellen wird sein Arbeitskollege Kafka (Jeremy Irons) in dessen Verschwörerkreis eingeweiht. Die Geliebte des Ermordeten (Theresa Russell in einer gewohnt undurchsichtigen Rolle) verschwindet und der ermittelnde Polizist (Armin Mueller-Stahl) gibt deutlich zu erkennen, dass er keine Sympathien für Kafka hegt. Zwei neue Mitarbeiter erweisen sich als nur scheinbar tölpelhafte Zeitgenossen. Wie gut, wenn man einen literarisch interessierten Steinmetz kennt, der einem in Gefahr beisteht: Immer, so der Steinmetz, habe er Arbeit bekommen, wenn jemand von diesen beiden Männern mitgenommen worden sei. Auf eigene Faust recherchiert Kafka im Schloss und kommt zu einer entsetzlichen Erkenntnis. Als Kafkas Vorgesetzte sehen wir in weiteren Rollen Joel Grey (genau, der oscargekrönte Conférencier aus "Cabaret") und Sir Alec Guinness (in einer seiner letzten Rollen). Die Bildästhetik orientiert sich deutlich am deutschen Expressionismus eines Robert Wiene oder F.W. Murnau. Die Figur des willenlosen Mörders erinnert an Cesare im "Cabinett des Dr. Caligari". Eine der Figuren im Film heißt sogar Dr. Murnau. Das mittelalterliche Prag erweist sich dafür natürlich als idealer Drehort. Immer wieder deuten die schrägen Kameraperspektiven auf den surrealen Charakter des Films. Die Sequenz im Schloss ist in Farbe gedreht und beschwört Assoziationen an furchtbare Anti-Utopien wie "1984" oder Terry Gilliams "Brazil". Wie in vielen Ideologien wird das Bild eines "neuen Menschen" beschworen. Das Leben des Einzelnen ist nichts wert in einer totalitären Welt. "Big Brother is watching you" wird auf erschreckende Weise visualisiert. Ein Attentat misslingt, Kafka entkommt. Um sein eigenes Lebens zu schützen, leugnet Kafka zum Schluss die schreckliche Wahrheit. Aber da merkt er, dass er selbst sterbenskrank ist. Soderbergh ruinierte mit dem bescheidenen finanziellen Erfolg des Films für Jahre seinen Ruf als Regie-Wunderkind. Erst mit "Out of Sight" gelang ihm ein Comeback. Nach einigen Mainstreamfilmen versuchte er mit "The Good German" einen weiteren Kunstfilm, der aber nicht im Geringsten so fesselnd und mehrdeutig wie dieses Frühwerk ist. Wirklich ein Film, der das mehrfache Ansehen lohnt. Wer allerdings ein Kafka-"Biopic" erwartet, ist einfach im falschen Film. Es ist sehr bezeichnend für Hollywood, dass der Film bei den Oscars vollkommen übersehen wurde. Kamera, Ausstattung und Filmmusik (eine suggestive Zithermusik, die manchmal an den "dritten Mann" erinnert) hätten eine Nominierung verdient. Bild und Ton sind gut, die Ausstattung der DVD ist allerdings bescheiden. Außer Untertiteln in Deutsch und Englisch, sowie ein paar Trailern (allerdings nicht zum Hauptfilm) gibt es keine Extras. Der Film ist allerdings eine Klasse für sich. Eine Kommentierung würde wahrscheinlich sogar stören. Ansehen, darüber nachdenken und dann noch mal ansehen! bilderrausch ! 5 von 5 PunktenDer Regisseur Steven Soderbergh bietet mit seinem KAFKA einen bildergewaltigen Schwarz-weiß-Film, wie man ihn seit den 30er, 40er Jahren nicht gesehen hat. Daß dies nicht mit einer Verfilmung des Lebens von Franz Kafka verwechselt werden darf, ist natürlich klar. Kafka Themen und Bilder werden geschickt gemixt, ein ganz wunderbarer Cocktail kommt heraus; sehr gruselig und spannend ist der auch noch. Der sehr präsente englische Schauspieler Jeremy Irons passt optimal dazu. wow! wirklich gut 5 von 5 Punktenauf welche lichtblicke man doch immer wieder stößt! kafka ist einer dieser filme, die anders sind, die einen tieferen sinn verfolgen, stimmung aufbauen können und dabei technisch wie auch schauspielerisch einwandfrei sind! hat mir ausgezeichnet gefallen, nur zu empfehlen! |
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Lolita - Ungekürzte Originalfassung
DVD von Universum Film GmbH |
ProduktbeschreibungHumbert verliebt sich rettungslos in die erst zwölfjährige Lolita. Dank einer unglaublichen Verkettung von Umständen gelingt es ihm sogar, die Schülerin zu seiner Geliebten zu machen. Gemeinsam begibt sich das seltsamste aller seltsamen Paare auf eine ziellose Autoreise durch Amerika, ein Land, so jung, rätselhaft, kindlich und gefährlich wie Lolita selbst. Viel zu spät erkennt Humbert, daß sein wiederentdecktes Paradies der Vorhof zur Hölle ist und er systematisch zerstört, was er liebt... 4 Kundenrezensionen:Altersbegrenzung übertrieben 4 von 5 PunktenAlles in allem ein sehr interessanter, wenn auch langwieriger Film. Die Darstellungen der Akteure fand ich sehr gut. Allerdings wollte sich keinerlei Spannung aufbauen. Was mich jedoch enttäuschte, war das man von Beginn an vorhersehen konnte wohin das ganze verlief. Die Altersbegrenzung ab 18 Jahren finde ich übertrieben, da die Nacktaufnahmen kaum wahrnehmbar und auch nicht pornografisch angehaucht waren. Eine Altersbegrenzung von 16 Jahren wäre auf Grund des Themas des Filmes dennoch zu empfehlen. Erotisch und auch etwas verboten 5 von 5 PunktenIm Grunde ist dieser Klassiker der Erotikgeschichte sehr gewagt besonders an der Grenze des verbotenen. Nicht desto trotz sollte man diesen Film gesehen haben da er einen wirklich sehr nahe geht. Banale Bebilderung eines Klassikers 3 von 5 PunktenEs ist immer sehr mutig, einen Klassiker zu verfilmen, erst recht, wenn bereits eine kongeniale Adaption vorliegt (Lolita hier von Stanley Kubrick). Aber natürlich ändern sich die Zeiten und dementsprechend auch der filmische Zugang zu einem Roman. In den 1990er Jahren wurde dazu Adrian Lyne für eine weitere Verfilmung verpflichtet. Was ihn allerdings nach der reißerischen "verhängnisvollen Affäre" und dem albernen "unmoralischen Angebot" dazu prädestiniert haben sollte, ist mir schleierhaft, "Lolita" ist schließlich ein sehr komplexer Roman Vladimir Nabokovs und nicht irgendein Sexroman. Die Besetzung lässt erst einmal das Herz des Zuschauers höher schlagen: Jeremy Irons als Humbert Humbert, Melanie Griffith als Charlotte Haze und Frank Langella als Clare Quilty. Die begabte Newcomerin Dominique Swain spielt Lolita. Die Handlung dürfte bekannt sein. Der etwa 40jährige englische Literat Humbert Humbert mietet sich bei seinem USA-Aufenthalt bei der verwitweten Charlotte Haze ein. Zur Tarnung seiner Leidenschaft für ihre Tochter Lolita heiratet er Charlotte. Als sie hinter sein Geheimnis kommt, verunglückt sie tödlich. Humbert reist mit seiner Stieftochter quer durchs Land, fängt ein sexuelles Verhältnis mit ihr an, verliert Lolita schließlich an den obskuren Literaten Clare Quilty. Anders als bei Kubricks Film scheint das Drehbuch am Roman zu kleben. Immer wieder werden Humberts Gedanken von einem Off-Sprecher verdeutlicht. Bei Literaturverfilmungen sollte man diesen Kniff nicht überstrapazieren, da sich der berechtigte Eindruck aufdrängt, die Filmemachen hätten ihren Stoff nicht im Griff, hätten keine Bilder, Dialoge für ihre Ideen gefunden. Selbst die Vorgeschichte Humberts wird dargestellt, das Leiden des Vierzehnjährigen, der seine gleichaltrige Geliebte verliert. Die Romanteile, die Humberts Verstellungskünste zeigen, wurden allerdings weggelassen, nicht sehr konsequent. Humbert ist hier schon zu Beginn ein Häufchen Elend, das sich gar nicht gegen die vermeintlichen Verführungskünste der Nymphe Lolita schützen kann. Unbewusst übernimmt der Zuschauer Humberts Perspektive. Die melancholische Musik Morricones ist zauberhaft, aber vollkommen unpassend. Jeglicher Sarkasmus fehlt dem Film. Die Lacher sind sehr bemüht, etwa wenn Humbert bei einem Arzt ein Schlafmittel bekommen möchte, mit dem man auch eine Kuh einschläfern könne. Es wird der Versuch unternommen, verschachtelte Handlungsstränge chronologisch wiederzugeben. Das ist etwas so spannend, wie das Langziehen von Luftschlangen, um dann enttäuscht festzustellen, dass es nur dünne Papierstreifen sind. Tipp nebenbei: Ein guter Cutter erkennt, wie lang eine Szene sein muss! Die Ausstattung bildet perfekt die Atmosphäre einer Kleinstadt der späten 1940er Jahre ab, führt aber auch zu einer gewissen Distanzierung. Melanie Griffith ist die attraktive Sirene, aber in keiner Szene die zutiefst verzweifelte Witwe auf der Suche nach neuem Liebesglück. So berührt ihr Filmtod trotz Großaufnahme ihres Gesichts kaum. Wirklich ärgerlich ist eine Szene, in der Lolita während einer Sexszene mehr Geld von Humbert Humbert fordert. Die gibt es in ähnlicher Form auch im Roman, aber dort ist sie eingebettet in das absolute Ausgeliefertsein Lolitas. Diese singuläre Szene im Film lässt Lolita als berechnendes Flittchen erscheinen. Ein Problem, an dem auch Kubricks Version zu knabbern hatte, lässt sich filmisch nicht lösen. Humberts Erkenntnis, Lolita aufrichtig zu lieben, manifestiert sich an einer "verwelkten", für Humbert sexuell nicht mehr so begehrenswerten Frau. Er liebt sie immer noch, obwohl er ihre Veränderung wahrnimmt. Hier ist Dominique Swain aber besonders unglaubwürdig: Eine hässliche Strickjacke und eine schlecht sitzende Brille machen sie nicht erwachsen oder "verwelkt". Im Vergleich zu Masons Darstellung (bei Kubrick) in dieser Szene wirkt Irons fast somnambul, wahre Verzweiflung stelle ich mir anders vor. Als einzigen Pluspunkt in diesem Film sehe ich die Darstellung Langellas als Quilty. Seine Präsenz wirkt sehr bedrohlich (Humbert erinnert sich immer an Lichtflackern). Zugegebenermaßen wirkt es nicht überzeugend, dass sich Lolita in diesen alternden, impotenten (sic!) Schönling verliebt, aber sein Todeskampf ist so grotesk überzeichnet, dass er an die schwarzhumorigen Seiten Nabokovs noch am ehesten heranreicht. Und: Hier zeigt Langella wirklich alles! Fazit: Trotz einer überwiegend überzeugenden Hauptdarstellerin ist der Film sehr enttäuschend. Er bildet Handlung ab, ohne zum Kern des Romans vorzudringen. Die fatale Identifizierung mit Irons verharmlost den Missbrauch. Deshalb ist die Altersfreigabe ab 18 Jahren durchaus verständlich. Lolita 3 von 5 PunktenLieferzeit und Qualität super!! Den Hauptfilm fand ich etwas enttäuschend, da ich mir mehr Sinn und Tiefgrund dabei vorgestellt hatte. Außerdem zog sich der Film Stunden entlang ohne höhen und tiefen, das schon Mühen kostete konzentriert zuzusehen. Selbst die "Wichtigen" Szenen, sprich beispielsweise die "zarten" Sexszenen, schienen eher beiläufig zu sein. Jeder der den Film toll findet, ok liegt im Auge des Betrachters. Aber ich würde den Film nicht mehr kaufen, geschweigeden Empfehlen. Es ist eher so ein "was wäre wenn..." Film. Die 3 Sterne stehen daher auch für Lieferung und Qualität!!! |
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Eine Liebe von Swann
DVD von KINOWELT |
ProduktbeschreibungKinowelt Eine Liebe von Swann - Arthaus, USK/FSK: 16+ VÃ--Datum: 10.10.08 2 Kundenrezensionen:Hier sollte man ausnahmsweise mit einem der Extras anfangen, 5 von 5 Punktennämlich dem Interview, in dem Volker Schlöndorff, der Regisseur, über die Dreharbeiten und das Konzept des Films berichtet. Mit dem Hintergrundwissen aus diesem Gespräch - warum nicht C. Deneuve sondern O. Muti die weibliche Hauptrolle spielt, wie sich A. Delon in den Film hineingedrängt hat, wie Schlöndorff zu der Regie kam; dass hier nur das Gechehen an einem einzigen Tag dargestellt wird; dass es auch darum geht, die französische Gesellschaft darzustellen und zu demaskieren. Wenn man erfährt, dass echter millionenschwerer Cartier Schmuck benutzt wurde - und welche Auswirkungen das hatte...Wenn man all dies vorher weiß, dann wird dieser sehr ruhige und ungemein liebevoll ausgestattete Film erst wirklich spannend. Worum es geht: Um die Liebe Swanns, eines Juden, der deshalb in der Gesellschaft ohnehin nur geduldet ist, zu Odette, einer Kurtisane. Wie er sich vor Eifersucht verzehrt, wie beide umeinander her gehen, wie sie letztlich zueinander finden. Sehr viel Handlung hat das nicht (wie auch bei Proust!), aber sehr viel Atmosphäre... P.S. Eine wunderbare Reportage über die Dreharbeiten hat Marie Luise Scherer geschrieben. Man findet sie in dem ohnehin äußerst lesenswerten Buch "Der Akkordeonspieler"! Swann entscheidet sich für eine Liebe 4 von 5 PunktenHier geht es um Proust, und das heißt, es geht vor allem auch um Prousts Unverfilmbarkeit. "Eine Liebe von Swann" ist nur ein kleiner Teil des großen, volumenreichen Klassikers "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit". Aber schon dieser kleine Teil des Werkes erweist sich als sperrig, als zur Leinwand nicht wirklich kompatibel. In der Geschichte geht es um zu viele Dinge, die kaum visualisiert werden können. Ein Beispiel: Wie zeigt man die unerträgliche Langeweile der gehobenen Gesellschaft, ohne dabei auch den Zuschauer des Films unerträglich zu langweilen? Nicht einfach, würde ich sagen. Der Film springt daher mitten in die Handlung. Während man bei Liebesgeschichten mit dem Kennenlernen beginnt, wird das hier einfach ausgespart. Man sieht eine große Liebe schon in voller Entwicklung, vielleicht sogar schon jenseits des Höhepunktes. Wir sehen Eifersucht, Zweifel und Korruption. Vor allem sehen wir aber einen Mann, der sich selbst bewusst der Lächerlichkeit preis gibt, dem genau das aber so weit überlegen gegenüber dem Scheinleben der Zeitgenossen erscheint, dass man ihm nur beipflichten kann. Und die Frau? Die er so liebt? Man fragt sich, ob es auf sie überhaupt ankommt. Eine Projektionsfläche ist sie, eher einfach, garnicht so hübsch, nicht gebildet und nach den Ansprüchen einer bürgerlichen Gesellschaft ist sie ehrlos. Soll man seinen Ruf, sein Leben, für eine solche Frau opfern? Man muss es wohl sogar. Denn Swann lebt, ganz im Gegensatz zu seiner Umgebung. In seinem Verhalten zeigt sich eine Stärke, die wohl seinen und unseren Zeitgnossen in der Regel fehlt. Nur leider ist es ein Luxus, diese Stärke zu zeigen, und so nimmt die Geschichte einen Weg, der wohl in keiner Hinsicht zu Swanns Gunsten verläuft. Aber so ist das mit Helden. Sie enden tragisch, manchmal auch lächerlich. "Der Dorn in seiner Hose sticht keine Rose", dieser geniale Satz aus dem Film fasst das Problem wohl ganz gut zusammen. Der Film ist mit Jeremy Irons und Ornella Muti mutig und damit großartig besetzt. Der Film lässt sich viel Zeit für die Darstellung eines Paris der Jahrhundertwende. Und bei der Führung der Schauspieler durch die komplexe Story - die ja nicht einmal vollständig erzählt wird - ist dem Regisseur Großes geglückt. Es lohnt, den Film zu sehen, aber man sollte sich dafür bewusst Zeit nehmen. Eines der Extras enthält ein ganz spannendes Interview mit Schlöndorff, dem Regisseur, der über das Zustandekommen des Films und über die Neurosen von Allain Delon berichtet. Auch ganz unterhaltsam. |
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Dead Ringers - Die Unzertrennlichen
DVD von Alive - Vertrieb und Marketing/DVD |
ProduktbeschreibungDead Ringers - Die Unzertrennlichen DV 2 Kundenrezensionen:Ein Meilenstein! 5 von 5 PunktenCronenberg gehört seit jeher zu meinen absoluten Lieblingsregisseuren. Mit "Dead Ringers" liefert er ein verstörendes Meisterwerk ab, in dem er die für ihn typischen Themen verhandelt, zu denen - gerade in seinen mittleren Filmen - immer wieder die Extension des Körpers und die Verwischung von Unterscheidung wie Mensch-Maschine, Natur-Technik usw. gehört. Davon abgesehen spielen die beiden Hauptdarsteller und vor allem Irons atemberaubend. Ein filmisches Kunstwerk und ein Meilenstein! Verstörend und sehenswert! 5 von 5 PunktenUnd auch hier verstört David Cronenberg den Zuschauer erneut: Bis zu diesem Film beschäftigte Cronenberg sich mit der thematik der Metamorphose und zelebrierte Bilder die ekeln und ihm den Ruf als Blutfilmer einbrachten.Mit diesem film beschäftigte er sich mit der Psyche des Menschen und auch wenn der Blut und Ekel Anteil sich seitdem mehr in der Phantasie der Zuschauer abspielt so hat Cronenberg seinen einzigartigen stil beibehalten. Intelligenten Horror schafft halt nur er,der David Lynch des Horrors , und auch mit diesem Film wühlt er so ziemlich in den Köpfen der Zuschauer herum. Das hat soviel Intensität das so mancher vordergründiger Schocker ganz schön alt dagegen aussieht. "Die Unzertrennlichen" ist verstörendes,intelligentes,kontroverses aber sehenswertes Kino auf höchstem Niveau. Dies ist die x- te DVD Veröffentlichung dieses Filmes und auch diese ist leider ziemlich schlecht. Film:***** Bild:** Ton:* Extras:---- |
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Wiedersehen mit Brideshead (3 Disc Set)
DVD von KSM GmbH |
Produktbeschreibung | |
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