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Sunshine - Ein Hauch von Sonnenschein
DVD von KINOWELT |
ProduktbeschreibungNach seiner Entlassung aus dem Gefängnis kehrt Ivan Sors in das Haus seines Urgroßvaters Emmanuel Sonnenschein zurück. Er macht sich auf die Suche nach einem verschollenen Rezeptbuch, das die Ingredienzen eines besonderen Kräuterelixiers beinhaltet. Der delikate Schnaps, der als Heilmittel für so manches Leiden galt, verhalf einst seiner Familie zu Reichtum. Doch anstelle des Buches, trifft Ivan auf verworrene Geschichten aus der Vergangenheit. Aus der Amazon.de-RedaktionEuropäische Schicksale im späten 19. und im 20. Jahrhundert standen von Anfang an im Mittelpunkt der Filme des ungarischen Regisseurs István Szabó. Seit beinahe 40 Jahren widmet er sich nun schon den Wechselfällen der mitteleuropäischen Geschichte. Vom Leben in den Jahren der k. u. k. Monarchie, des Faschismus und des Kommunismus erzählen solche modernen Klassiker wie Mephisto, Oberst Redl und Ein Liebesfilm. Immer wieder verschränkt sich in ihnen das Private mit dem Politischen zu sensiblen Porträts unruhiger, von Tragik und Unrecht beherrschter Zeiten. Mit Sunshine hat Szabó passend zum Übergang in ein neues Jahrhundert nun so etwas wie die Summe seiner Themen und Motive vorgelegt. Das geheime Rezept für einen ganz besonderen Kräuterlikör verhilft der jüdischen Familie Sonnenschein am Ende des 19. Jahrhunderts zu unerwartetem Reichtum. Ihre Mitglieder werden Teil des Budapester Großbürgertums, aber aufgrund ihrer Religion bleiben sie zugleich Außenseiter. Später, während Hitler und Stalin Europa verheeren, werden sie dann sogar zu Gejagten, denen ihre Stellung und ihre Geschichte wenig hilft. Szabó verfolgt das Schicksal der Sonnenscheins, die sich aus politischen Erwägungen in Sors umbenennen, über beinahe hundert Jahre und drei Generationen hinweg. Dabei spielt in jedem Drittel Ralph Fiennes die zentrale Figur. Von Generation zu Generation verändert er sich und bleibt doch auch erkennbar als ein Teil einer großen Familie mit einer bewegten Geschichte. Dieser ungewöhnliche Besetzungscoup, der Fiennes die Möglichkeit gibt, jeweils andere Fassetten seines Könnens auszuspielen, schafft eine faszinierende Kontinuität und ermöglicht zugleich einen Blick auf die Veränderungen, die eine Familie im Laufe eines Jahrhunderts durchmacht. Anhand seiner drei Figuren verdeutlicht Ralph Fiennes auf eindrucksvolle Weise wie Menschen mit Politik umgehen können, wie sie an ihr zerbrechen oder aber auch über sie triumphieren. Abgerundet wird dieses nachdenklich stimmende Epos durch grandiose Auftritte von William Hurt, Jennifer Ehle, Rachel Weisz, Molly Parker und Deborah Kara Unger. --Sascha Westphal 5 Kundenrezensionen:überaus intensive Charakterstudie 4 von 5 PunktenTechnisch eine solide Arbeit, die in den Bildwerten noch leicht optimierungsfähig ist. Die Disc bietet überdies vier Trailer und Interviews mit Regisseur und Darstellern. Szabós Film ist wie immer eine feinfühlige Beobachtung eines Ausnahmecharakters, der sich hier über Generationen gewißerweise vererbt. Ralph Fiennes spielt hier weniger, als er sich durch den Film "hindurch-empfindet", was sich als eine überaus intensive Charakterstudie darstellt. Drei Generationen Sonnenschein 4 von 5 PunktenEs ist großartiges Erzählkino. Mit eindrucksvollen Bildern erzählt Istvan Szabo die Geschichte der jüdischen Familie Sonnenschein über drei Generationen hinweg. Der besondere Kick ist, dass Ralph Fiennes jedes Mal die Hauptfigur darstellt. Der zeitliche Bogen spannt sich vom ersten Weltkrieg bis zum Ungarnaufstand 1956 und enthält eindrucksvolle Beispiele des Familienlebens, das von den politischen Ereignissen beeinträchtigt wird. Mit viel Geschick steigen die Sonnenscheins in jeder Epoche sozial auf, müssen aber auch Opfer bringen. Meistens stehen sie auf der Seite der Machthaber, nivellieren soziale Tabus und nutzen jede Chance, die sich bietet. Sie erfahren aber auch, dass Recht nicht immer Gerechtigkeit ist, welche Kraft ein Familienverband hat und dass alles vergebens ist, wenn man nicht authentisch bleibt, sondern von maßlosem Ehrgeiz getrieben, seine Wurzeln verleugnet. Sehenswert. Ein monumentales Meisterwerk 5 von 5 PunktenAuf der Suche nach weiteren Filmen mit Ralph Fiennes, stieß ich durch Zufall auf ?Sunshine - Ein Hauch von Sonnenschein". Dieser Film überzeugte mich wieder einmal, dass sich Ralph Fiennes zu einem großartigen Charakterschauspieler entwickelt hat. Der Handlungsbogen spannt sich über drei Generationen hinweg, die alle politisch-geschichtlichen Phasen des 20.Jahrhunderts ( k. und k. Monarchie, Faschismus und Kommunismus) durchleben. Es ist ein hervorragender Film, für den man sich viel Zeit nehmen sollte. Der einzige Minuspunkt ist die teilweise recht mangelhafte Bild- und Tonqualität der DVD. hervorragend 5 von 5 PunktenDrei Epochen, zwei Kriege und ein Jahrhundert voller Abgründe in Ungarn. Ein farbenprächtiger Bilderrausch aus packender Handlung und grossen Emotionen. Glanzleistung Ralph Fiennes in Bestform 5 von 5 PunktenDie länge des Filmes macht erst möglich, mit dem Film mitzufühlen, mitzugehen und auch mitzuwachsen. Denn der Film "überlebt" geschickt alle politischen Epochen ohne wirklich tiefgreifend sich zu verlieren. MEISTERHAFT inszeniert und erstklassig umgesetzt. Nichts für Actionhelden und Rambofans. Dies ist ein Film mit dem Gespür zum Leben. Die Mischung aus Macht und Politik und was wirklich das Leben lebenswert macht. Da kommen und gehen Leute. Da Reden Leute die nichts sagen und da sagen Leute etwas, die nicht reden sollen. ! Auf die Frage, wie dir Film mir gefallen hat? Ich konnte tatsächlich nicht klar antworten, ausser ein erstaunten "Wauuu - das wirkt" TOLL, wie der Film in einem zum nachdenken anregt, wenn er vorüber ist. Wer sich wirklich etwas Gutes tun möchte und ein wenig es geniesst wenn ein Film auch mal dahin gleitet - ANSCHAUEN! |
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Zauber der Venus
DVD von Warner |
ProduktbeschreibungEs knnte die Chance seines Lebens sein Der im Westen praktisch unbekannte Dirigent Zoltan Szanto erhlt die Chance, an der Pariser Oper Richard Wagners Meisterwerk Tannhuser zu dirigieren. Die Inszenierung soll fr Szanto zu einem Kampf werden, der ihn an die Grenzen seiner Persnlichkeit fhrt. 4 Kundenrezensionen:Tannhäuser 5 von 5 PunktenDer Film eignet sich gut, um Zugang zu Tannhäuser zu finden. Ich habe ihn das erste Mal 1988 gesehen und seitdem in so guter Erinnerung behalten, dass ich ihn unbedingt noch einmal sehen wollte. Das habe ich dann letztes Jahr endlich getan. Das Drama des Tannhäusers, der mit vielen Schwierigkeiten auf der Bühne inszeniert wird, findet parallel auch im "realen" Leben der beteiligten Schauspieler bzw. des Dirigentens statt - dazu der Pilgerchor... man muss es natürlich mögen. Taschentücher am Ende sind ein Muss. Einfach wunderbar, Wagner Lebt!! 5 von 5 PunktenEin wunderbarer Film mit gigantischer Musik aus Wagners Tannhäuser. Zum Inhalt: ein Dirigent aus Ungarn muss sich mit den Gepflogenheiten an der Pariser Oper auseinandersetzen, was nicht immer einfach ist. Die Gewerkschaft dem das Orchester angehört und das nur zu bestimmten Zeiten spielen will, die Sänger die man bei Laune halten muss u.s.w.. Er merkt bald, dass an der Pariser Oper nicht die Musik im Vordergrund steht. Das ganze findet seinen Höhepunkt bei der Premiere, als die Bühnenarbeiter streiken und sich weigern den eisernen Vorhang zu öffnen. Aber wie sagt man immer so gerne "Alles wird Gut"! Musikliebhaber (Wagner) aufgepasst! 5 von 5 PunktenDargestellt wird eine Liebesgeschichte zwischen einem (verheirateten) Dirigenten aus Ungarn (zu Zeiten des kalten Krieges) und einer seiner Hauptdarstellerin in der Oper Paris. Dies wird kombiniert mit Tannhäuser, der Oper von Wagner. Es ist also nicht nur eine Romanze, sondern auch ein musikalischer Genuss, wenn auch nur in Fragmenten. Ich finde diesen Film spitze, habe ihn bestimmt schon 5 mal gesehen. Die Liebesgeschichte mag etwas schwach sein, aber in Kombination mit Wagners Oper finde ich diesen Film sehenswert, ein (nicht so bekannter) Leckerbissen. Ironische Betrachtung der Oper 5 von 5 PunktenNatürlich ist auch eine Liebesgeschichte darin, eine Dreiecksgeschichte, die ein Bild auf den Charakter des Dirigenten wird. Aber im Vordergrund steht doch der Intrigen-Grossbetrieb " Oper".Szabo versammelt alle immer wieder auftauchenden Widerstände in einem Focus und man wundert sich, dass es überhaupt je zu einer Aufführung kommt. Das Menschliche scheint das Künstlerische absolut zu überwuchern, scheint...denn es kommt zu einer Aufführung und, vielleicht ein wenig dick aufgetragen die Paralelle zum Tannhäuser, am trockenen Holze blüht es- zur Transformation durch Musik.Durch die Kraft der Kunst, der Musik werden Widrigkeiten überwunden,Nickligkeiten und Verletzungen ausgeblendet. Man findet zur Gemeinsamkeit im Tun. Das ist eine großartige Vision ( und wahrscheinlich nicht einmal so Wirklichkeitsfremd). Ein grossartiger Film von Szabo, zu wenig beachtet. |
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Mephisto
DVD von Concorde Video |
ProduktbeschreibungMephisto - Classic Selection 5 Kundenrezensionen:Rezension:Mephisto 5 von 5 PunktenWozu Eitelkeit und Ehrgeiz führen können, wenn ein Mensch ohne Wertvorstellungen handelt "Mephisto" ist die hervorragende Verfilmung des gleichnamigen Romans von Klaus Mann. Es handelt sich dabei um eine Arbeit des Regisseurs Istvan Szabo. Der Schauspieler Hendrik Höfgen (Klaus Brandauer) arbeitet am Hamburger Künstlertheater. Befreundet ist er mit dem Kommunisten Otto Ulrichs, mit dem er gemeinsam ein "Revolutionäres Theater" plant. Handlungszeit dieser Sequenzen sind die 20er Jahre. Höfgen leidet darunter ein Provinzschauspieler zu sein. Er weiß, dass er das Zeug hat an großen Bühnen aufzutreten und verhält sich ziemlich arrogant und tyrannisch gegenüber seinen Schauspielerkollegen. Bei der dunkelhäutigen Juliette Martins nimmt er Tanzunterricht. Sie wird seine Geliebte und bleibt es auch während seiner ersten Ehe. Brandauer erinnert durch seine dargestellte Geschmeidigkeit in diesem Film immer wieder an eine Katze. Das gilt für seine Sprache, seine Mimik und seine Bewegungen, besonders beim Tanzen.Er heiratet nicht Juliette, sondern Barbara Bruckner, eine Frau aus intellektueller, nicht unvermögender Familie und gelangt schließlich nach Berlin, wo er ein Engagement am Staatstheater erhält. Man erlebt Höfgens Aufstieg am Theater. Dort spielt er schließlich seine Traumrolle "Mephisto" und lebt fortan nur noch für das Theater. Seiner Frau wirft er ihr liberales Verhalten gegenüber den immer stärker werdenden Nazis vor. Als die Nazis 1933 die Macht erringen verlassen wenig später seine Frau und sein Schwiegervater Deutschland. Höfgen bleibt, weil er an einer deutschsprachigen Bühne Theater spielen möchte. Plötzlich sind ihm die politischen Verhältnisse einerlei. Aufgrund von Protektion seitens Lotte Lindenthal, die den Nazis nahesteht, "vergessen" die Entscheider sein vormaliges Engagement bezüglich des " Revolutionären Theaters". Nun entwickelt sich der Schauspieler zum Opportunisten und wird fortan vom Ministerpräsidenten (in ihm erkennt man unschwer Göring) persönlich protegiert. Höfgens Frau lässt sich scheiden, Juliette wird nach Paris abgeschoben. Höfgen wird Intendant des Staatstheaters und gilt als die Schauspielergröße im Naziregime... Klaus Brandauer ist es gelungen den Schauspieler und Opportunisten Hendrik Höfgen (er ist ein Abbild Gustaf Gründgens) überzeugend zu mimen und anhand der dargestellten Figur zu zeigen, wozu Menschen ohne Wertevorstellung fähig sind, wenn sie durch Ehrgeiz und Eitelkeit in ihrem Tun angetrieben werden . Ein beeindruckender Film, mit ganz hervorragenden, hochintellektuellen Dialogen. wichtig ! ! 4 von 5 Punktenein ganz, ganz wichtiger Film ... das Buch von Thomas Mann eine brilliante Vorlage ... der Film ist ebenbürdig (oder besser?) - der Brandauer in Hochform ... nie einen besseren Mephisto gesehen! Perfekt inszenierte One-Man-Show Brandauers 5 von 5 PunktenIstván Szabó ist mit der Umsetzung des gleichnamigen Romans von Klaus Mann etwas ausgesprochen Großes gelungen. Als "Mephisto" 1981 das Licht der Welt erblickte, da war es noch nicht lange her, dass das Publikationsverbot des Texts aufgehoben war. Wer je den Text Manns gelesen hat, der wird darin ein psychologisch plausibles Bild des Mitläufertums finden, dem wird allerdings auch die fehlende Distanz des Autors aufgefallen sein. Die kühne Abrechnung des Anschmeißens eines der ganz großen Mimen, Gustaf Gründgens, hat nämlich auch leider einige Schwächen. Szabó nimmt sich die überzeugend gestalteten Passagen aus dem Roman heraus und veredelt diese in der Manier eines großen Regisseurs. Was am Ende des Film im Gedächtnis bleiben dürfte, ist allerdings vor allem das grandiose Spiel Klaus Maria Brandauers in der Rolle des Hendrik Höfgen. Die Arbeit des Duos Brandauer/Szabó wurde folgerichtig mit dem Oscar als bester ausländischer Film ausgezeichnet. Dem wird ein jeder, der diese Art Schauspielfilm mag, sicher zustimmen. Szabó packt das Dritte Reich in faszinierende Bilder, sein Held sträubt sich vor allen moralischen Bedenken - Kunst geht über das Klima, in dem sie entsteht hinaus; Kunst ist autonom. Eine von vielen grandiosen Passagen ist gewiss diejenige mit der abendlichen Gesellschaft: Höfgen wird von einer Gruppe Mephisto-Darsteller umringt, die zu einem völlig seichten, aber eingängigen Liedchen "Im Grunewald ist Holzauktion" um ihn herumtanzen. Mephisto, der Verführer schlechthin, findet sich hier gleich zigfach multipliziert. Mit billigen Tricks gelingt es, den Menschen einzuspannen und zu begeistern. Fazit: Leider erfüllt die DVD, wie schon von einigen angesprochen, nicht die technischen Erwartungen, die man eigentlich in unseren Zeiten an eine DVD stellen darf. Das ist zwar ausgesprochen ärgerlich, sollte aber Filmfreunde anspruchsvoller Unterhaltung nicht abschrecken. Innen hui, aussen pfui! 1 von 5 PunktenIch will hier gar nichts über den Film schreiben, denn zum einen ist der inzwischen durchaus fast ein Klassiker, zum anderen wird einen das Anschauen desselben schon vorab gründlich verleidet. Leider habe ich diese DVD nicht via Amazon gekauft, denn hier wird wenigstens das - einer absoluten Zumutung gleichenden - 4:3-Format aufgeführt. Das ist auf der DVD-Hülle anders, denn diese verspricht ein 16:9-Bild. Über die bereits angesprochene Zumutung, heutzutage einen 16:9-Film auf 4:3 zu verstümmeln, will ich gar nicht erst weiter sprechen. Aber die falsche Angabe auf dem Cover kommt für mich einem Betrug durch die Firma Concorde (Herausgeber der DVD) gleich. Ganz nach dem Motto "Der doofe Kunde wird das schon nicht merken - und falls doch, nicht aufmucken ..." Kunst & Faschismus 5 von 5 PunktenEiner der dichtesten und immer wieder auf`s Neue anregenden Filme Szabos. Nach dem siebentenmal entdeckte ich immernoch kleine dramaturgische Details, die man in der "Überfülle" beim ersten Ansehen gar nicht mitbekommt, welche jedoch wichtig scheinen. Warum trägt "Leni Riefenstahl" bei Höfgens erster Hochzeit ein Trauerkleid?.. Als bekennender Gründgens-Fan zeigt mir der Film dessen pragmatisches Verhalten gegenüber den damaligen Machthabern. Leider sparte der große Mime in seinem Interview mit G.Gauss den gesamten damaligen Themenkomlex vollkommen aus. Somit fehlt die subjektive Bestätigung durch Gründgens selbst. Zuvor hatte ich dessen Biografie gelesen und muß sagen, daß Szabo diese filmisch ausgezeichnet umsetzte. "Mephisto" ist ein, in vielen Richtungen intensiver Film, der in keiner Privat-DVD-Sammlung fehlen sollte. |
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Oberst Redl
DVD von EuroVideo |
ProduktbeschreibungEurovideo Oberst Redl, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 10.05.07 4 Kundenrezensionen:Grandios! 5 von 5 PunktenKlaus Maria Brandauer zum Weinen schön, wie in seinen Altersrollen in der Burg! Schon deshalb, aber nicht nur, absolute Kaufempfehlung samt Geheimtipp und Topseller: Jeder, der Interesse an der k.u.k. Monarchie hat, aber durchaus deren "Beschmutzung" ertragen kann, möge zuschlagen! Meisterwerk! 5 von 5 PunktenMeine Vor-Rezensenten haben das Wichtigste über Inhalt und Dramatik des Filmes bereits gesagt. Dem ist nicht viel hinzuzufügen! Ich kann mich erinnern, wie ich - vor vielleicht 15 Jahren (oder mehr) - den Film aus dem Fernsehen auf VHS aufgenommen habe. Nie zuvor hatte mich eine Filmszene mehr beeindruckt, als Brandauers letzte zwei Minuten als "Redl", kurz vor dessen erzwungenem Selbstmord. Die Panik, die Resignation, das Unterdrücken des Brechreizes, das Auf und Ab im Hotelzimmer...! Das ist Weltklasse außer Konkurrenz!!! Ich ziehe meinen Hut vor diesem Schauspieler und vor dem Regisseur, der neben Brandauer weitere Weltschauspieler wie Müller-Stahl sich zu unglaublichen Leistungen empor schrauben lässt. Dagegen wirken Hollywood-Machwerke wie dünner Rauch! Ganz großes Kino! 10 Sterne wert!!!!!! Großartiger Film!!!! 5 von 5 PunktenEndlich habe ich diesen Film auf DVD!! Ich habe ihn irgendwann vor 10 Jahren gesehen und musste immer wieder an Armin Müller-Stahl denken, der die eiskalte, zynische Natur des Kronprinzen einfach unglaublich überzeugend spielt. Es gefriert einem schlicht das Blut in den Adern, wenn er zum erstenmal auftaucht und Redl über seine Mission aufklärt. Brandauer ist natürlich ebenfalls großartig als dienstbeflissener Emporkömmling, der erst zum Schluss erkennt, dass er derjenige sein wird, den man verheizt. Einfach ein toller Film. Schade, dass es nicht viel mehr von dieser Art gibt. P.S.: historisch ist der Film überaus korrekt (bis auf die eigentliche Geschichte des Oberst Redl natürlich): da stimmt - soweit ich es erkennen kann - jede Uniform und jedes Möbelstück und die Stimmung des moribunden KuK-Reiches wird wunderbar eingefangen! Atmosphäre 4 von 5 PunktenÖsterreich-Ungarn in seinen letzten Zügen vor dem grossen Sterben. Ein Viel-Völker-Staat, eine Bürokratie balkanesken Zuschnitts,ein Militär, dessen Offizierkorps einfach dekadent ist, viel säuft,Weibergeschichten hat und den Dienst sehr schlampig versieht. In dieses Umfeld kommt ein Kaisertreuer, effizienter junger Mann, der den richtigen Gönner hat, der ihn fördert.Dies Umfeld ist grossartig von Szabo eingefangen.Er erliegt nicht der Versuchung, die Geschichte des wahren Redl zu verfilmen,obwohl sich daraus vielleicht sehr viel mehr Film-Stoff ergeben hätte. Redl im Film ist ein immer bemühter, einer, der an die Ideale des Reichs glaubt, der sich immer tiefer in den Sumpf dieses untergehenden Reichs verstrickt,immer weniger Handelnder als Getriebener ist, der längst über die Dimension seiner Herkunft hinausgewachsen ist und deswegen freischwebend,ohne den Schutz einer Familie mit Verbindungen agieren muss. Brandauer, der Protagonist dieses Film ( trotz eines grossartigen Müller-Stahl) vermittelt glaubwürdig die zunehmende Anspannung,Isolation dieses Menschen, sein Ringen um das Scheitern ( ihm wird Selbstmord nach der Enttarnung angetragen, so wie im wahren Fall auch). Anders als wahren Leben ist dieser Redl eine tragische Figur, die an ihren Idealen scheitert,in einen Apparat hineingerät, der für den " kleinen" Redl nicht beherrschbar ist,obwohl er als Inhaber einer Überfülle von Informationen über andere, ja eigentlch mächtig sein könnte. Er kann diese Macht nicht auskosten, weil er leichtes Opfer einer Intrige war, deren Folgen er einfach nicht gewachsen war. Ein grossartiges Dokument einer absterbenden Epoche, wie eine verwelkte Blume, die dann geknickt wird. Leider fehlen alle sonstigen Features, was zu Punktabzug führen muss. |
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Hanussen
DVD von Universum |
ProduktbeschreibungUniversum Film Hanussen, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 20.08.07 Eine Kundenrezension:Klasse Film, mieser Preis 3 von 5 PunktenDen Film an sich kann man wirklich empfehlen, sehr gut und Fans von Klaus Maria Brandauer werden ihre helle Freude daran haben. Aber - für eine DVD ohne jegliche Extras, ohne Untertitel und mit diesem Bild/Ton (lt. Angaben) finde ich den Preis schlicht unverschämt. Und wer sich fragt, wozu Untertitel - es gibt viele schwerhörige oder taube Menschen, die auch gern Filme genießen. Der Film an sich wäre mehr Sterne wert und es ist auch nur der Film, der dieser DVD eine 3-Stern-Bewertung von mir bringt. |
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Being Julia
DVD von Concorde |
ProduktbeschreibungDie "wilden" 30er Jahre. Julia Lambert Annette Bening ist der absolute Star der Londoner Theaterszene. Doch ihre Leidenschaft Für den Beruf ist ähnlich erloschen wie die für ihren Mann Michael Jeremy Irons. Eine Affäre mit dem jungen Amerikaner Tom lässt die Endvierzigerin wieder aufblühen. Als sie jedoch erkennt, dass Tom sie nur für seine Ziele benutzt, rüstet sie sich zur süßen Rache - zur Vorstellung ihres Lebens... Aus der Amazon.de-RedaktionJulia Lamberts ist der große Star der Londoner Theaterszene am Vorabend des Zweiten Weltkriegs. Abend für Abend steht sie auf der Bühne, doch allmählich fühlt sich die Endvierzigerin trotz aller Erfolge ausgebrannt und leer. Die Leidenschaft für ihren Beruf scheint sich ebenso erschöpft zu haben wie die für ihren Mann und Regisseur Michael. Als dieser sie dem jungen Amerikaner Tom vorstellt, der ihr insgeheim seine Verehrung gesteht, ist es um Julia geschehen: Entgegen aller Warnungen stürzt sie sich in eine Affäre. Doch Tom hat sie nur benutzt, um seiner Geliebten, der aufstrebenden Schauspielerin Avice Crichton, den Weg zu ebnen. Diese geht ihrerseits über Leichen ? Alles über Eva lässt grüßen ?, sofern es ihrer Karriere förderlich ist. Zutiefst verletzt läuft Julia zur Form ihres Lebens auf, um auf offener Bühne Rache zu üben. Ansonsten eher für ernste, politische Stoffe bekannt, legt István Szabó (Mephisto) dieses Mal eine amüsante, spitzzüngige Komödie vor. Basierend auf W. Somerset Maughams Roman Theater führt Szabó hinter die Kulissen des Theatermilieus und auf die Bühne Lebens. Es entspannt sich ein temperamentvoller Machtkampf um Liebe, Ruhm und den Beifall des Publikums Die gelungenen Kostüme und Ausstattung des Films lassen dabei die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts aufs Trefflichste wieder lebendig werden. Für ihre schauspielerische Leistung erhielt Annette Bening (American Beauty) den Golden Globe und bereits ihre dritte Oscar-Nominierung. An ihrer Seite brillieren u.a. Jeremy Irons (Königreich der Himmel), Michael Gambon und Juliet Stevenson. Das Drehbuch lieferte Oscar-Preisträger Ronald Harwood (Der Pianist). -- Birgit Schwenger 3 Kundenrezensionen:Liebenswerter Blick hinter den Theatervorhang 5 von 5 PunktenDer Film, den ich mir wegen Jeremy Irons ausgeliehen hatte, war eine wunderbare Überraschung! Er ist bis in die kleinste Rolle durchgehend hervorragend besetzt und zeichnet ein atmosphärisch fesselndes Bild, das sowohl das Privatleben einer gefeierten Schauspielerin, als auch die beruflichen Alltagssorgen und Abläufe in den Garderoben, hinter der Bühne und in der Verwaltung eines Theaters im London der frühen 30er Jahre ausmalt. Außerdem gibt es Kulissen zum Schwelgen und herrliche Filmmusik. Die Definition des Begriffes Star 5 von 5 PunktenEher zufällig sah ich gerade im TV diesen Spielfilm, stehe noch ganz unter dem Eindruck und kann nur den Film selbst rezensieren, nicht die DVD und ihre Ausstattung. Es ist unglaublich, wie Annette Bening spielen kann. Diese Frau zeigt eine schier leuchtende Präsenz. Im London der 30er Jahre ist sie ein gefeierter Bühnenstar auf dem Höhepunkt der Karriere, der sich eine Affaire mit einem jungen Amerikaner gestattet. Sie, Julia Lambert, ist stets von einem illustren Kreis von "Bewunderern" umgeben, und mit Julia darf man sich fragen, wer denn ein wahrer Freund ist - allerdings ist es auch bei ihr schwer zu sagen, sprunghaft, impulsiv und launisch, wie sie ist. Sie setzt ihr schauspielerisches Talent in jeder Lebenslage ein. Als sie eines Tages spürt, dass sie aufgrund komplizierter Verwicklungen in ihrem privaten Umfeld die Übersicht zu verlieren droht, und außerdem ihr Publikum sie nicht ewig ernst nehmen wird, zeigt sie an einem Premierenabend noch einmal allen, wo es langgeht, und was ihre Persönlichkeit wirklich ausmacht. Wo Julia Lambert ist, ist vorn! Annette Bening gelingt es, dem Charakter der Bühnendiva wirklich alles abzugewinnen: Hingabe, Haß, Selbstironie, Witz, Lebensklugheit. Selbst ihre nicht gerade unbekannten Schauspielkollegen - Michael Gambon als lange verstorbener, nichtsdestotrotz einflussreicher Schauspiellehrer, oder der elegante Jeremy Irons, der ihren Ehemann und Manager spielt - leuchten in diesem Film nur halb so hell wie diese strahlende Frau. Für diese schauspielerische Leistung, ich kannte sie bislang lediglich aus "American Beauty", kann man Annette Bening nur bewundern; unvergeßlich ihr unglaubliches Lachen und diese selten sinnliche Art, ein Glas Bier zu trinken. Eine bravouröse Vorstellung 5 von 5 PunktenAnnette Bening ist ganz die Diva. Ihr Ehemann (Irons) kümmert sich im Hintergrund ganz um Ihre Karriere und ihre Hauptsponsorin. Er sorgt dafür, dass sie immer ihren Verpfichtungen nachkommt, obwohl sich ihr beruflicher Niedergang langsam abzuzeichnen beginnt. Derweil verliebt sich die "alternde" Diva in einen ihrer Bewunderer und beginnt eine heftige Affäre mit ihm. Als persönlicher Ratgeber dient ihr eher ein alter Jugendfreund denn ihr Ehemann. Als ihr Geliebter sie mit einer jungen Schauspielerin hintergeht, da zeigt sie nochmal allen, dass man immer noch mit ihr rechnen muss. Mit einer herausragenden Besetzung ist dieser Film nicht nur ein "Muss" für Annette Bening Fans. Die intensive Darstellung und geschliffene Dialoge sind ein Genuss. Warum dieser Film im Kino so schlecht abgeschnitten hat, ist mir ein Rätsel. |
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Mephisto
DVD von Concorde Video |
Eine Kundenrezension:Wozu Eitelkeit und Ehrgeiz führen können, wenn ein Mensch ohne Wertvorstellungen handelt.... 5 von 5 Punkten" Mephisto " ist die hervorragende Verfilmung des gleichnamigen Romans von Klaus Mann. Es handelt sich dabei um eine Arbeit des Regisseurs Istvan Szabo. Der Schauspieler Hendrik Höfgen (Klaus Brandauer) arbeitet am Hamburger Künstlertheater. Befreundet ist er mit dem Kommunisten Otto Ulrichs, mit dem er gemeinsam ein " Revolutionäres Theater " plant. Handlungszeit dieser Sequenzen sind die 20er Jahre. Höfgen leidet darunter ein Provinzschauspieler zu sein. Er weiß, dass er das Zeug hat an großen Bühnen aufzutreten und verhält sich ziemlich arrogant und tyrannisch gegenüber seinen Schauspielerkollegen. Bei der dunkelhäutigen Juliette Martins nimmt er Tanzunterricht. Sie wird seine Geliebte und bleibt es auch während seiner ersten Ehe. Brandauer erinnert durch seine dargestellte Geschmeidigkeit in diesem Film immer wieder an eine Katze. Das gilt für seine Sprache, seine Mimik und seine Bewegungen, besonders beim Tanzen. Er heiratet nicht Juliette, sondern Barbara Bruckner, eine Frau aus intellektueller, nicht unvermögender Familie und gelangt schließlich nach Berlin, wo er ein Engagement am Staatstheater erhält. Man erlebt Höfgens Aufstieg am Theater. Dort spielt er schließlich seine Traumrolle " Mephisto " und lebt fortan nur noch für das Theater. Seiner Frau wirft er ihr liberales Verhalten gegenüber den immer stärker werdenden Nazis vor. Als die Nazis 1933 die Macht erringen verlassen wenig später seine Frau und sein Schwiegervater Deutschland. Höfgen bleibt, weil er an einer deutschsprachigen Bühne Theater spielen möchte. Plötzlich sind ihm die politischen Verhältnisse einerlei. Aufgrund von Protektion seitens Lotte Lindenthal, die den Nazis nahesteht, " vergessen " die Entscheider sein vormaliges Engagement bezüglich des " Revolutionären Theaters ". Nun entwickelt sich der Schauspieler zum Opportunisten und wird fortan vom Ministerpräsidenten ( in ihm erkennt man unschwer Göring) persönlich protegiert. Höfgens Frau lässt sich scheiden, Juliette wird nach Paris abgeschoben. Höfgen wird Intendant des Staatstheaters und gilt als die Schauspielergröße im Naziregime... Klaus Brandauer ist es gelungen den Schauspieler und Opportunisten Hendrik Höfgen ( er ist ein Abbild Gustaf Gründgens) überzeugend zu mimen und anhand der dargestellten Figur zu zeigen, wozu Menschen ohne Wertevorstellung fähig sind, wenn sie durch Ehrgeiz und Eitelkeit in ihrem Tun angetrieben werden . Ein beeindruckender Film, mit ganz hervorragenden, hochintellektuellen Dialogen. Die Ton- und Bildqualität sind bestens. Empfehlenswert. |
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3 x Ralph Fiennes (3 DVDs)
DVD von KINOWELT |
ProduktbeschreibungKinowelt Ralph Fiennes Box (3 DVDs), USK/FSK: 16+ VÃ--Datum: 06.07.07 |
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Durch die Nacht mit...: Teil 7: Jörg Immendorf & Christoph Schlingensief /Otto Sander & Istvan Szabo , Regie: Edda Baumann-von Broen, Hasko BaumannDVD von ZWEITAUSENDEINSPreis bei Amazon: EUR 15,98, Angebote ab EUR 5,25 |
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Taking Sides - Der Fall Furtwängler
DVD von CINE PLUS |
ProduktbeschreibungCine Plus Taking Sides - Der Fall Furtwängler, USK/FSK: 12+ 5 Kundenrezensionen:NS-Prominente als Mitläufer 5 von 5 PunktenDer Film spielt im Jahre 1945, als der weltberühmte Dirigent Wilhelm Furtwängler von den Amerikanern Dirigierverbot erhielt, weil er, wie sie es sahen, durch sein Auftreten mit den Berliner Philharmonikern für das NS-Regime Propaganda gemacht habe.Obgleich Furtwängler nicht einmal NSDAP-Mitglied war, und obgleich unbe-stritten war,dass er sich persönlich mit Erfolg für zahlreiche jüdische Musiker eingesetzt hatte,wurde ihm ernstlich zum Vorwurf gemacht, dass er Hitler nach einen Konzert, das er am Vorabend von dessen Geburtstag dirigiert hatte, die Hand gegeben habe,dass er auf den jungen Karajan eifersüchtig geween sei, mehrere uneheliche Kinder hatte und ähnliche Vorwürfe, die F. vielleicht nicht persönlich sympathisch erscheinen lassen, aber mit der Untersützung der Nazis nun wirklich nichts zu tuzn haben.Der Film ist hervorragend besetzt ,mit Harvey Keitel, als dem amerikanischen Verhörbeamten Steve Arnold.Dieser war vor dem Krieg ein kleiner Versicherungsange-stellter.Weil seine Vorgesetzten im Rahmen der "Entnazifizierung" unbedingt einen Prominenten zur Strecke bringen wollten,und Arnold deutsh konnte,bekam er die Rolle seines Lebens: Wenn man sieht, wie Arnold es genießt, endlich einmal einen der Großen der Welt demütigen zu dürfen, ist man an den kleinen Klaus aus dem Märchenn erinnertz, der am Sonntag mit den Pferden seines großen Bruders fahren darf und schreit:"Hüh alle meine Pferde."Sehr gut auch Stellan Skarsgard als Wilhelm Furtwängler,der,weltfremd wie er ist,nur "Politik und Kunst trennen" will, sowie Moritz Bleibtreu als englischer Offizier jüdischer Abstammung, der den großen Dirgenten bewundert und gegen seinen amerikanischen Kollegen für eine respekt-vollere Behandlung des großen Mannes ficht. Interessantes Bild der Nachkriegszeit, britische DVD besser - Bonusmaterialien 4 von 5 PunktenDieser Film mit Stellan Skarsgard als Wilhelm Furtwängler und Harvey Keitel als amerikanischem Major, der an dem berühmten Dirigenten ein Exempel statuieren will, beruht auf Tatsachen. Während der Nazizeit waren Künstler in der schwierigen Situation, dass sie - selbst wenn sie selbst wenig für die Nazis übrig hatten - entweder kooperieren oder ihre Karriere und schlimmstenfalls ihr Leben riskieren mussten, wenn sie sich gegen das Regime stellen wollten. Manche waren tatsächlich auf der Seite der Nazis, andere leisteten Widerstand (die Folge waren Schreib- und Veröffentlichungsverbote, schlimmstenfalls Verhaftung, KZ etc.) und andere versuchten ihre Kunst so normal wie möglich zu praktizieren, ohne sich zu sehr in die Politik ziehen zu lassen. Wer nun kein offenes Risiko einging und damit den Eindruck erweckte, dass er vielleicht doch auf der Seite der Nazis stand, hatte nach dem Krieg ein neues Problem, nämlich die Entnazifizierung. Während man vorher das Wohlwollen der Nazis brauchte, um seine Kunst ausüben zu können, brauchte man nun das der Alliierten. Wilhelm Furtwängler war während der Nazizeit ein sehr erfolgreicher Dirigent gewesen, also bot er sich zu einer Entnazifizierungsuntersuchung regelrecht an. Tatsache ist, dass die Karriere eines großen Dirigenten danach erledigt war. Diese realen Ereignisse werden im Film anhand von Verhören nachgezeichnet, wobei der Konflikt zwischen zwei ganz verschiedenen Männern im Mittelpunkt steht: Dem Dirigenten und Feingeist, der im Kleinen eine Art von Widerstand leistet, der ihn selbst nicht Kopf und Kragen kostet, und dem amerikanischen Soldaten, für den es keine Grauzonen gibt und für den jemand, der Konzerte für ein Nazipublikum dirigiert, automatisch selbst Nazi ist. Der Film ist so sicherlich nicht spannend im Sinne von äußerlicher Handlung, aber er ist sehr intensiv und schmerzhaft wie ein Kammerspiel oder Theaterstück, bei dem man zusehen muss, wie ein Mann demontiert und seine Kunst zerstört wird. Insofern fand ich den Film unangenehm anzusehen, aber sehr interessant. So mancher ist hier von einer Hölle in die nächste gerutscht und ich denke, die Problematik, dass sich einer, der selbst nicht in dieser Situation war, zum Richter aufschwingen kann, ist sicherlich bedenkenswert. Man kann heute eigentlich nur dankbar sein, dass man nicht in einem solchen Zwiespalt ist. Insofern würde ich zusammenfassend sagen: Interessant, aber nicht leicht zugänglich oder angenehm. zur DVD: Ich denke, dass sich bei einem solchen Thema auch Hintergrundmaterialien anbieten, doch diese sind seltsamerweise nur auf dem britischen Import zu haben. Dieser kommt als Doppel-DVD mit 26 Minuten Making of und einer 60-Minuten Dokumentation zu Ken Adam, dem Designer. Wer nicht auf eine deutsche Sprachfassung angewiesen ist, ist damit besser bedient. Ich persönlich hätte mir dabei noch etwas mehr zum realen Furtwängler gewünscht, aber diese Dokumentationen waren dennoch interessant. Ein Amerikaner gegen einen Schweden, der einen Deutschen spielt 3 von 5 PunktenBislang kenne ich keinen Szabo-Film, der wenigstens meine innere Triangel zum Klingen gebracht hätte. Dabei kenne ich natürlich die Trilogie mit Brandauer, verbinde mit Szabo vor allem eine Kameraarbeit der weißen Strahlefenster und einer ganz speziellen Form von Langeweile. "Sunshine" hatte ich sogar trotz Ralph Fiennes vorzeitig verlassen. Aber dieser Film hat gewisse Stärken, weil sich Szabo nicht allzu viel vornimmt. Kein historisches Panorama, kein Lebenslauf im Kaiserreich - das Kammerspielartige rettet den Film, ein wenig zumindest. Die Schauspieler sind ideal gecastet. Harvey Keitel als kunstferner, arroganter (alle Siegermächte befinden sich naturgemäß in einer solchen Position) und sicherlich auch vom Holocaust schockierter Verhörspezialist ist kein Abziehbild des "american soldier", und Stellan Skarsgard akzentuiert eine gewisse Beamtenhaftigkeit hinter einer schlierenhaften Upperclass-Würde. Verhör-Filme sind aber nur so gut, wie es die Regie erlaubt. Szabo ist kein Meister seines Fachs. Und Furtwängler ist kein hundsgemeiner Folterknecht vom Format eines Amon Göth. Zeitweise fragt man sich, warum einen dieser Stoff überhaupt interessieren soll. Furtwängler war einer dieser unsäglichen "Unpolitischen", wie es Heinz Rühmann ganz genauso war (und im Nachhinein integer blieb) und Grustaf Gründgens bekanntermaßen (der allerdings konnte sich keine saubere Weste bewahren), aber ein Künstler von seinem Rang geht offenbar notgedrungen Kompromisse ein - doch hätte er sich anders entscheiden können? Diese Kernfrage macht den Film stellenweise - ich will nicht sagen: spannend - aber zumindest sehenswert, wenn man sonst nichts zu tun hat. Für die Ausstattung wurde leider wenig Geld ausgegeben. Eine Fahrt mit der Straßenbahn durch die zerbombte Stadt sieht leider etwas billig aus, hätte man weglassen müssen. etwas fade. 2 von 5 Punktendie thematik ist sicherlich garant für eine spannende verfilmung. leider haben es die macher von taking sides nicht verstanden diese auch zu nutzen. was uns dann vorgesetzt wird ist ein dröger mix aus altbackenen storylines die weder spannung noch interesse wecken können. die darsteller agieren leider auch am unteren ende der skala, obgleich größen wie harvey keitel, stellan skarsgard oder moritz bleibtreu sich dort die ehre geben. die story ist einfach zu belanglos und öde als das man mitfiebert. leider gibt sie auch nicht genug her um die protagonisten in einem besseren licht erscheinen zu lassen. alles in allem ein film der einen hohen anspruch fordert, aber diesem dann selber nicht gerecht wird. Ein Film in beige 4 von 5 PunktenEin Film in beige. Gefilmt in Sandsteinbauten und sandfarbenen Räumen. Der Film wirkt die ganze Zeit, als würde der Regisseur sich Farbtupfer nicht erlauben. Außerdem stand der vergeistigte Komponist in so einem starken Kontrast zum kulturbanausenhaften Amerikaner, dass einem die Parteinahme ein bißchen zu leicht fiel. Harvey Keitel spielt eine sehr eindimensionale Figur. Als Furtwängler zum Schluss Göbbels die Hand schüttelt und sich nachher seine Hand mit einem Taschentuch abwischt, soll diese wiederholt gespielte reale Szene wohl Furtwänglers Meinung zu den Nazis ausdrücken. Vielleicht handelt es sich aber auch einfach um eine Zwangsneurose. Dennoch: Man kann sich diesen Film wohl anschauen. Er hat spannende Elemente, wartet einige Male mit Situationskomik auf, und zeigt wahrscheinlich ganz gut, wie die Zeit in Deutschland direkt nach dem Krieg war. |
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