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Spicy - Scharf abnehmen. 145 heiße Rezepte, die Ihre Fettverbrennung auf Touren bringen von Chris Schreiber, Jerry GoldbergBroschiert von Blv BuchverlagPreis bei Amazon: EUR 3,99, Angebote ab EUR 2,15 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3835400053, Erscheinungsdatum: 2006, Auflage: 1 |
4 Kundenrezensionen:Super Spicy!!! 5 von 5 PunktenAbsoluter Hammer!Bin hin und weg.Man nimmt nicht noch ab sondern ist nach dem Essen einfach nur gut drauf und happy :-) Hatte zuerst ein bisschen Skepsis ob das alles nicht zu scharf ist und man das auch gut vertragen würde, bin aber nach dem 1.Versuch wirklich positiv überrascht worden.Die Rezepte schmecken wirklich super. Zudem ist man nach den Mahlzeiten richtig satt, fühlt sich aber nicht voll. Kann dieses Buch nur empfehlen! Lecker , Scharf und Gut für die Linie 5 von 5 PunktenWas will man mehr ? Eine gute Nachricht für alle die gern scharf essen. Scharf macht schlank. Leckere Gerichte unterschiedlichster Art : Suppen , aber auch Fisch + Fleischgerichte - einfach querbeet. Und dazu kommt noch ein wunderbarer Nebeneffekt : Durch Chili, Ingwer , Pfeffer und Co. wird die ( Fett -)Verbrennung angekurbelt und auch das Immunsystem gestärkt. Das Buch macht richtig Spaß ! Und Gute Laune ! SPICY - scharf abnehmen 5 von 5 PunktenBin begeistert!!! Das ist der Hammer. Meine Freundin und ich haben in 10 Tagen 4 Kilo abgenommen (nicht beide zusammen - jeder!). Toll die Powersuppen, die wir uns abends gemacht haben. Eine heiße Sache. Zuerst dachte ich zu scharf. Aber der Geschmack ist sensationell, dann merkt man die Schärfe einfach nicht mehr. Wir haben am Wochenende für Gäste gekocht, mit Brasse und karibischer Salsa und gelben Kartoffeln - war spitzenmäßig. Und abends arabische Linsensuppe - Winter ade. Chili ist ja ein Teufelszeug, aber klasse. Ich habe gelesen, dass Chili sogar gegen Krebs vorbeugt. Ich habe im Leben nicht soviel gewürzt, weil ich nie wusste wie man es macht. Aber jetzt würze ich nur noch - bringt die totale Power. Chris, du bist scharf! cooler Hamburger für heiße Sache 5 von 5 PunktenFür einen coolen Hamburger eine heiße Sache! Die Rezepte sind sehr ausgewogen, sehr abwechslungsreich, gar nicht so scharf, sehr farbenfroh - gelbe und blaue Kartoffeln und heisse Bohnen, die super schmecken. Die Powersuppen haben es in sich. Ich hatte danach tatsächlich kein Hunger mehr und fühlte mich super. Chris Schreiber hat viel von der Südsee übernommen. Das gefällt mir sehr gut. Ich hab meiner Freundin schon gesagt, sie soll sich das Buch mal vornehmen. "Scharf abnehmen" - mein Freund hat erst einmal etwas ganz anderes darunter verstanden. Bis er dann gemerkt hat, dass damit die Gewürze gemeint sind. Jetzt ist er ganz scharf drauf, seine Kilos loszuwerden. Ich hab ihm das Buch zum Geburtstag geschenkt. |
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Ra ta ta tam. Die seltsame Geschichte einer kleinen Lok von Peter Nickl, Binette SchroederGebundene Ausgabe von Nord-Süd-VerlagPreis bei Amazon: EUR 4,95, Angebote ab EUR 4,32 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3314012411, Erscheinungsdatum: 2004, Auflage: Neuauflage |
2 Kundenrezensionen:Verzaubernd 5 von 5 PunktenWie alle Bücher von und mit Binette Schroeder ist auch dieses einfach zauberhaft und neben "Archibald und sein kleines Rot" vielleicht sogar das Beste. Ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen, jedes Kind wird es lieben und ein Leben lang die Bilder im Herzen behalten. Einfach verzaubernt! 5 von 5 PunktenEndlich, kommt mein Lieblingsbuch wieder auf den Markt, das ich als Kind so geliebt habe! Ratatatam erzählt von einer kleinen weißen Lok und ihrem Erfinder Mattäus Winzig! Ich habe das Buch als Kind so geliebt, wegen der schönen Geschichte und den schönen Bildern,nach jahrerlangen Suche in Antiquariaten, Buchhandlungen und beim Verlag selbst, kommt endlich dieses tolle Buch wieder auf den Markt! |
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Die Kunst des Krieges von Sun TsuGebundene Ausgabe von Nikol Verlags-GmbHPreis bei Amazon: EUR 4,95 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3937872876, Erscheinungsdatum: Januar 2008 |
Aus der Amazon.de-RedaktionWer in seiner Jugend beim Räuber- und Gendarmspiel oder den Schlachten mit den selbstgegossenen Zinnsoldaten immer den kürzeren zog, der hatte entweder gemeine Geschwister oder die Kriegsstrategien von Sun Zsu noch nicht gelesen. Bisher konnten nur unsere Körper von alten, traditionellen asiatischen Kampfkünsten profitieren, und unser seelisches Gleichgewicht durch die Lehren des Zen stabilisiert werden. Doch seit in den letzten Jahren Sun Zsus 13 Kapitel über die Kriegskunst bei uns immer bekannter und beliebter werden, können wir auch unsere geistigen Fähigkeiten an einem asiatischen, über 2000 Jahre alten Meisterwerk schärfen. In Asien ist man sich der Bedeutung von Sun Tsus Traktat schon viel länger bewußt. So soll der vielleicht berühmteste japanische Samurai und Schöpfer der Zwei-Schwert-Technik, Miyamoto Musashi, sich die Basis für seine Kampfkunst durch das Studium Sun Tsus Schriften erworben haben. Sun Tsus Strategien erinnern durch ihre klare, einfache Struktur und ihre innere Logik an die vollendete Zen-Poesie Han Shans, den steinernen Garten von Ryoanji oder die Gemälde Zhang Zaos, der in tranceähnlichem Zustand und mit zwei Pinseln gleichzeitig taoistische Meisterwerke schuf. Der Hauptgrund für die wachsende Beliebtheit von Sun Zsus Traktat ist aber seine universelle Anwendbarkeit. Ob bei beruflichen Verhandlungen oder familiären Problemen, handelt man nach der Kunst des Krieges, kann man komplexe Situationen schnell und sicher einschätzen und Auseinandersetzungen aller Art als Sieger beenden. Wer das Buch als einen strategischen Lebensplaner für sich entdeckt hat, kann es ohne Bedenken jedem weiterempfehlen -- nur nicht seinem ärgsten Feind! --Andreas Kerschner 5 Kundenrezensionen:Sunzi Die Kunst des Krieges 5 von 5 PunktenIch bin durch den Film Wall Street mit Michael Douglas zu dem Buch gekommen und habe es verschlungen. Für jeden der sich mit Kriegsführung beschäftigt ein absolutes MUSS. ...und es gelingt wirklich keine Chinesisch-Deutsche Übersetzung? 1 von 5 Punkten"The Art of War" ist sicher ein bedeutsames Buch, aus dem man selbst heute noch Lehren ziehen kann - und wenn nur im Umgang mit chinesischen Geschäftspartnern, die aus diesem Buch ihre Lehren ziehen. Harro von Sengers "Die Kunst der List" hat meiner Meinung nach im praktischen Leben mindestens genausoviel Bedeutung, und ich bin der Meinung, "The Art of War" wird überbewertet. Ärgerlich ist allerdings, daß alle verfügbaren Ausgaben in Deutsch, die ich bisher gesehen habe, Zweitübersetzungen aus dem Englischen sind. Dies wirft doch ein bedenkliches Licht auf die deutsche Verlagslandschaft - ich denke nicht, daß es in Deutschland nicht auch kompetente Sinologen gäbe, die eine direkte Chinesisch-Deutsche Übersetzung von Sun Tzu Bing Fa anfertigen könnten. Ich muß gestehen, dies hat mich enttäuscht; ich denke, im Umweg über eine weitere Sprache gehen immer Nuancen verloren, so daß eine Direktübersetzung vorzuziehen ist. Gerade bei einem Buch wie der "Kunst des Krieges", das so bedeutend ist, daß es immerhin eine Fülle von Ausgaben selbst des Originaltextes gibt - von Sekundärliteratur wie "Sun Tzu für Katzenzüchter" einmal abgesehen. Hier sollten die großen deutschen Verlage nachsitzen - und amazon eine Information einfügen, aus welcher Sprache von wem eine Ausgabe übersetzt wurde. Super 5 von 5 PunktenDieses Buch ist auch für Laien ein absoluter Volltreffer. Die Strategien die der geniale Autor vorschlägt, kann man auch heute noch in leicht veränderter Form im Job oder anderswo anwenden. Die einzelnen Kapitel sind durch die vielen verwendeten Metaphern selbsterklärend. Wertvoll - wenn man geistig rege und flexibel ist 5 von 5 PunktenSunzi sieht Krieg nicht als etwas Glorifizierbares und sieht einen ruhmsüchtigen Menschen als einen schlechten Menschenführer sondern als ein selten notwendiges Übel. So verbringt er auch viel Zeit damit darzulegen, wie und wann eine Auseinandersetzung zu vermeiden ist, denn Die größte Leistung besteht darin, den Widerstand des Feindes ohne einen Kampf zu brechen. Zusammen mit Il Principe und dem Go Rin No Sho ist Die Kunst des Krieges auch eines der grundlegendsten Werke zur Unternehmens- und Menschenführung , sofern man die in diesen Werken dargelegten Ideen an die jeweiligen Umstände anpasst was gerade Sunzi als die wichtigste Fähigkeit eines guten Generals beschreibt. Sicherlich eines der zeitlosen Werke des menschlichen Denkens sowohl um Geschichte und Politik zu verstehen als auch ein Handbuch um unter gegebenen Umständen darauf zurück zu greifen. Wenn man bereit ist, die zur Anwendung notwednige Denkarbeit zu leisten. Gut, aber überbewertet. 4 von 5 PunktenSun Tsu gibt in seinem Werk "Die Kunst des Krieges" Anweisungen über die Kriegskunst, nicht mehr und nicht weniger. Auch wenn heutzutage gerne auf Sun Tsu verwiesen wird mit dem Kommentar, dass sein Werk unverzichtbar ist für beruflichen Erfolg, so bleibt der Inhalt doch trotzdem auf den Krieg begrenzt. Wie genau man aus diesen Hinweisen in Bezug auf Spione, Heeresgröße und ähnliches einen Vorteil im Beruf erlangen soll bleibt mir weiterhin schleierhaft. Wer sich für Taktiken des Krieges interessiert, für den ist die früheste Abhandlung über eben dieses Thema unverzichtbar, wer Hilfe im Job sucht, sucht vergebens. |
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Die Eismalerin von Kristin M. Baldursdottir, Coletta BürlingGebundene Ausgabe von Krüger, FrankfurtPreis bei Amazon: EUR 4,95, Angebote ab EUR 2,29 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3810502561, Erscheinungsdatum: 2006, Auflage: 3 |
5 Kundenrezensionen:Ein wunderschönes Buch 5 von 5 PunktenIch habe mir dieses Buch gekauft, weil mich das Bild auf dem Umschlag und die kurze Beschreibung einfach ansprachen. Der Buchhändler konnte mir nichts zu diesem Buch sagen, ich habe es aus einer Intuition trotzdem mitgenommen und wurde nicht enttäuscht. Ein wunderschönes Buch, nach kurzer Zeit war ich erstaunt, wie weit ich stets schon wieder gelesen hatte, ohne tatsächlich spannend zu sein, verging die Zeit und ich wollte immer nur weiter lesen. Kurz musste ich mich an den Stil gewöhnen, auch hatten mich die erste 2 Seiten nicht gleich gefesselt, aber das war schnell überwunden. Worum es in dem Buch geht, wurde hier zur Genüge geschrieben, mich faszinierte die Art, die Figuren, das Leben, ihre Gedanken, das Land zu beschreiben. Allerdings muss ich mich einer Kundenrezension anschließen, auch ich dachte manchmal, ob man das nicht vielleicht an manchen Stellen etwas besser oder schöner übersetzen könnte. Gern hätte ich das Original gelesen, doch das ist mir leider überhaupt nicht möglich, ist aber sicher noch mal besser. Dieses Buch ist mein Tipp, wer ein bisschen etwas für den Norden übrig hat, wer es mag Bücher zu lesen, die ohne langweilig zu werden so wunderbar dahinfließen, der könnte großen Gefallen finden. Ich werde mehr lesen von dieser Autorin! Es wird erzählt von einer Zeit, in der die Gemeinschaft von Menschen in den Dörfern noch zählte und tragen konnte in Krisen 5 von 5 PunktenKristín Marja Baldursdóttir, eine der bekanntesten Journalistinnen und Schriftstellerinnen Island, führt uns in ihrem vierten Roman zurück in das Island Anfang des 20. Jahrhunderts. Steinunn Olafsdóttir lebt, jung verwitwet, mit ihren sechs Kindern im Süden dieser für uns Westeuropäer nach wie vor fremden Insel. Sie ist eine selbstbewusste und intelligente Frau, die schon ein zartes Bewusstsein entwickelt hat für die Rechte und die Emanzipation der Frauen, von den entsprechenden Bewegungen in ihrem Land und auf dem europäischen Kontinent weiß und sich immer wieder darüber zu informieren sucht. So ist ihr auch vollkommen klar, daß ihre Kinder, besonders aber ihre Töchter nur dann eine wirkliche Chance für ein eigenständiges, selbstbewusstes und selbstbestimmtes Leben haben werden, wenn sie die entsprechende Bildung besitzen. Deshalb ruht Steinunn Olafsdóttir nicht, bis sie das nötige Geld zusammen hat, in die kleine Stadt Akureyi im Norden Islands zu ziehen, damit ihre Kinder dort die Schule besuchen können und in der dortigen Fischindustrie Arbeit finden. Obwohl Steinunn nicht die Hauptfigur dieses Buches ist, beeindruckt ihre Charakterisierung. Es ist immer wieder überraschend und wohltuend zu lesen, wie doch überall damals, auch unter schlechten Bedingungen, Menschen versucht haben, in ein besseres, selbstbestimmtes Leben aufzubrechen und sich nicht von zahlreichen widrigen Bedingungen abhalten ließen. Wie die Autorin die Arbeit der Menschen in den Fischfabriken schildert, zeichnet ein eindrucksvolles sozialgeschichtliches Bild des Island um 1910. Steinunn arbeitet hart und es gelingt ihr tatsächlich im Laufe der Jahre allen ihren Kindern zu einer ordentlichen Ausbildung und zu einem selbständigen Leben zu verhelfen. Das Talent ihrer Tochter Karitas, Hauptfigur dieses wunderbaren Romans, erkennt sie bald und versucht es zu fördern. Karitas zeichnet gern und beobachtet eines Tages draußen im Feld eine fremde Frau an einer Staffelei. Sie ist beeindruckt, doch am nächsten Tag ist die Frau verschwunden. Diese geheimnisvolle "Eis-Malerin" wird es sein, die Karitas später ein fünfjähriges Studium an der Kunsthochschule in Kopenhagen finanzieren wird, weil sie, als sie die ersten Bilder von Karitas sieht, ihr außergewöhnliches Talent erkennt und fördern will. Stark sind die Bindungen und die Traditionen, großen Druck muß Karitas aushalten von ihren Schwestern, die sie beschwören, daheim zu bleiben, sich um die Mutter zu kümmern und einem "ordentlichen" Broterwerb nachzugehen. Doch Karitas geht. Über diese fünfjährige Studienzeit in Kopenhagen erfahren wir später nur, daß die Zeit hart war, weil sie für ihre Kost und Logis abends schwer und lange arbeiten musste. In der Zwischenzeit geht das Leben auf der Insel weiter und es ist hart, auch weil der Erste Weltkrieg zu vielen Versorgungsengpässen führt. Als Karitas 1923 aus Kopenhagen zurückkehrt nach Island, träumt sie davon, ein eigenes Atelier zu eröffnen. Sie hat einen eigenen Stil entwickelt, der im Buch nur ansatzweise beschrieben ist, der aber schon vielen Leuten positiv aufgefallen ist. Von einer ersten Ausstellung ist die Rede, die ihre Gönnerin Eugenia, die sie einst im Feld malen sah, organisieren will. Doch zunächst muß Karitas Geld verdienen. Und sie macht es wie ihre Mutter und wie all die anderen Frauen damals: sie arbeitet in der Fischfabrik. Dort, hoch oben im Norden der Insel, trifft sie auf einen Mann, der ihr Leben verändern wird. Sie schläft schlussendlich mit Sigmar, dem großen, gutaussehenden Fischer, der zunächst von einem eigenen Boot und dann irgendwann von einer eigenen großen Fangflotte träumt. Karitas wird schwanger, Sigmar fährt wieder zur See und aus ist es mit den Träumen von der Künstlerexistenz in Reykjavik. Karitas kommt bei Verwandten unter, die ihr zusammen mit den anderen Menschen im Dorf so gut es geht unter die Arme greifen. Die Schilderung dieser gegenseitigen Hilfe, bei der auch die Männer ihren Platz haben, gehört für mich zu den stärksten Seiten dieses Buches. Obwohl die Menschen hart arbeiten müssen, haben sie einen Sinn für das Wesentliche im Leben, und auch das Lachen und Feiern hat seinen angestammten Platz. Karitas ist mit ihrer Art und ihren Bildern natürlich eine Exotin im Dorf, doch niemand lacht über sie. Im Gegenteil: sie genießt manche Privilegien und Unterstützung und malt weiter, nachts, wenn das Kind schläft. Mit die jeweiligen Kapitel einleitenden Bildbeschreibungen vermittelt die Autorin dem Leser einen plastischen Eindruck von Karitas Kunst. Irgendwann kommt Sigmar, mittlerweile Eigentümer eines großen Fangschiffes, nicht mehr zurück und Karitas richtet sich in ihrem neuen Leben ein, so gut es geht und zieht ihren Jungen groß. Doch nach vielen, langen Jahren, 1939, steht Sigmar plötzlich als gemachter Mann vor der Tür und will sie mitnehmen nach Italien, wo er all die Zeit lebte. Karitas muß eine Entscheidung treffen ... Kristín Marja Baldursdóttir hat einen Roman geschrieben, für den sie ausführlich recherchiert hat. Ein Roman über Island, ein Künstlerroman und ein Buch über den Kampf von Frauen um eine eigene Existenz. Ein Buch aber auch über eine Zeit, in der die Gemeinschaft von Menschen in den Dörfern noch zählte und sie tragen konnte auch durch schwerste Lebenskrisen. Ich kann das Buch nur ausdrücklich empfehlen. Genauso eindrucksvoll, wie ihre letzten Bücher 5 von 5 PunktenKristín Mary Baldursdottir hat es auch wieder mit diesem Buch geschafft, den Leser zu fesseln. Ihre Hauptfigur Karitas, wie auch die anderen Frauenrollen werden so scharf charakteresiert, dass man sie sich lebhaft vorstellen kann. Das Leben der Karitas ist sehr eindrucksvoll beschrieben. Man bekommt eine sehr gute Vorstellung von den damaligen Bedingungen, unter der die Frauen auf Island zu Beginn des 20. Jhd. (1915-1939) zu leben hatten. Eine akademische Bildung war eher die Ausnahme für Frauen. So ist es sehr spannend zu verfolgen, wie es Karitas schafft ihrer Berufung nachzugehen. Sehr lesenswert! Die Liebe, die Kunst und das Land - ein gezeichnetes Zeitbild 4 von 5 PunktenKristin Baldursdottir hat ihre Großmütter befragt und somit ein fundiertes Gerüst für ihr Buch - die Beschreibung der isländischen Landschaft, das geheimnisvolle und raue der Insel und die Menschen, die vom Klima dieser Welt geprägt sind - geschaffen. Es ist ein Frauenroman, aber die gesamte Handlung ergeht sich nicht im leicht verklärenden oder realitätsabgeschwächten Stil, den vermeintliche Frauenliteratur oft ausmacht. Baldursdottir wählt Form und Stil, die glaubwürdig, authentisch und keinesfalls verkitscht daherkommen. Aber erst am Ende entwickelt der Roman seine volle Stärke. Lange Zeit findet man keinen direkten Zugang zu den Protagonisten. Vergleichbar mit einer Kinovorstellung rauschten die Bilder vorbei. Alles war irgendwie schön beschrieben, aber trotzdem wirkten die Personen zugeknöpft und relativ farblos, was vielleicht an ihrer nur skizzenhaften Beschreibung lag. Es fehlte an einer vollständigen Komposition mit Tiefgang. Außerdem klangen viele Dialoge äußerst gestelzt: "Ob der Wind... aufdreht?", sagte der Hausherr... "Er dreht", sagte Sigmar. "Willst du heute noch nach Hause?", fragte der Hausherr... "Das hatte ich eigentlich vor", sagte Sigmar. "Geht es dir jetzt... besser... ?", fragte die Hausfrau... Auch die Rede in der 3. Person Mehrzahl ("Es... wurde so kalt... und so... zogen sie mit ihren Betten... um. Anschließend wurde es wieder wärmer, und sie zogen wieder zurück.") trug nicht dazu bei, den Personen gefühlsmäßig näher zu kommen. Ich habe das Buch nicht im Original gelesen. Vielleicht haben wir es auch nur mit einer schlechten Übersetzung zu tun. Äußerst gelungen sind die Einschübe zwischen den einzelnen Kapiteln, die in poetischer aber trotzdem prägnanter, klarer Sprache geschrieben sind. Sie spiegeln die künstlerische Entwicklung Karitas wider: beginnend mit Bleistiftradierungen ohne Namen, über Aquarelle, Öl und Collagen. Fazit: Ein schöner Frauenroman über ein wunderschönes Land und dessen Bewohner zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit kleinen Abstrichen beim Tiefgang sowie beim Sprachstil, der sich im letzten Drittel jedoch besser entfaltet. danke für diesen wunderbaren Roman 5 von 5 PunktenIm Island Anfang des letzten Jahrhunderts zieht Steinunn mit ihren 6 Kindern in den Norden, um so ihren Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen. Darauf legt sie besonderen Wert und unterscheidet sich mit diesem Wunsch bereits sehr von ihren Mitmenschen. Es ist die Geschichte von Karitas, der jüngsten Tochter, die schon früh ihre Liebe zur Malerei entdeckt, deren Leben in den folgenden Jahren jedoch ständig geprägt ist von den Entscheidungen anderer. Da ist z.B. ihre resolute Schwester Bjarghildur, die ihren Hof mit eisernem Regiment führt, oder auch Sigmar, in den sich Karitas verliebt. Wie wird Karitas mit ihrem Leben fertig, bestimmt die Liebe ihr Leben, wie kann sie ihre Begeisterung für die Malerei ausleben - das sind die Fragen in dieser Geschichte. Baldursdottir fängt mit ihrer Geschichte 1915 an, und als ich die Jahreszahl las, hatte ich erst Bedenken, ob mir dieser Roman gefallen würde. Doch ganz schnell wurde ich aufgesogen von den Beschreibungen des überaus harten Lebens im Island der damaligen Zeit, den zarten Befreiungsversuchen der Frauen, endlich ihren Weg zu gehen, andererseits werden die Schwierigkeiten sehr eindringlich vermittelt, was die traditionelle Rolle der Frau angeht, ihre Ehen ohne Wissen über Verhütung, ihre Einsamkeit - und trotzdem ihre schiere Lebensfreude und außerordentliche Hilfsbereitschaft untereinander. Ich liebe Baldursdottirs Schreibstil, ihre skuril-liebevoll gezeichneten Figuren, die überaus viel Menschlichkeit zeigen, die feine Ironie, mit der sie die verschiedenen Lebenssituationen beschreibt, und immer wieder beweist sie bewunderswertes Einfühlungsvermögen in die Handlungsweisen ihrer Protagonisten, deren Leben sie mit leichter Feder zeichnet. Ein sehr warmherziger Roman aus dem kühlen Norden - er hat mich echt begeistert! |
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Zwei Liebende. Roman von Catherine Guillebaud, Anne BraunGebundene Ausgabe von Fischer (S.), FrankfurtPreis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 3,85 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3100244141, Erscheinungsdatum: 2005, Auflage: 2 |
Eine Kundenrezension:Zündfunken der Liebe 4 von 5 PunktenEs ist Liebe - bzw. Lust und Begehren - auf den ersten Blick. Zuerst geschieht alles zu schnell, geradezu überstürzt. Der Lesende findet keine Handlung vor und mag sich fragen, was eine solche Sprunghaftigkeit soll. Schnell jedoch findet er den Grund dafür vor. Der Autorin geht es um Gefühle, und zwar um sehr tiefe. In unglaublicher Weise gelingt es ihr, sie in Worte zu fassen und sie buchstäblich spürbar zu machen, als wäre man selbst dabei. Sie entwirft meisterhafte Bilder der verschiedenen Gesichter der Liebe, beziehungsweise, was Liebende daraus machen. Sprachgewaltig und extrem sensibel, aber in einer verblüffend einfachen Sprache, ohne übertriebenes Pathos - gerade deshalb so ungeheuerlich wirkungsvoll - beschreibt sie alle Freunden und Sehnsüchte eines geteilten Liebesgeheimnisses sowie die damit verbundenen Zweifel, Ängste und Entbehrungen. Von ihren Zeilen kann man nicht genug bekommen, denn sie malt mit der Sprache und verleiht den beschriebenen Situationen durch ihre grosse Wortkraft eine ungeahnte Dichte und Gegenwart. Ihre Sätze wirken beinahe hypnotisierend. Das kann kaum jemand empfinden, der nicht Ähnliches erlebt hat oder davon zu träumen wagt. Sehr eindrücklich schildert die französische Autorin auch, wie in diesem Pas de deux der Liebe feine Haarrisse entstehen und sich die kleinen Ärgernisse des Alltags langsam beginnen, bemerkar zu machen. Das Buch sagt mehr, als es seine Worte vermögen und muss einen auch sehr nachdenklich stimmen über den Exklusivanspruch der Liebe in der Ehegemeinschaft unserer Gesellschaft. Ein Glück, dass einem solche Bücher in die Hände fallen! Schade nur um die vereinzelten Stolpersteine vulgärer Wortwahlen. Darob ist leider ein Stern erlöscht. |
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Ihm in die Augen sehen - Meine verlorene Kindheit von Sabine Dardenne, Marie-Therese CunyGebundene Ausgabe von Droemer/KnaurPreis bei Amazon: EUR 3,95, Angebote ab EUR 2,14 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3426273675, Erscheinungsdatum: 2004, Auflage: 1 |
Aus der Amazon.de-RedaktionIch war zwölf, nahm mein Fahrrad und machte mich auf den Weg zur Schule. Ich heiße Sabine. Ich wohnte in einem belgischen Dorf, und auf dem Weg zur Schule bin ich verschwunden. - So rührend lapidar beginnt der Bericht über ein Martyrium. Am 28. Mai 1996 wurde Sabine Dardenne entführt und gefangen gehalten von dem Mann, den sie in ihrem Buch nur als Monster oder Dreckskerl tituliert. Bis zu ihrer Befreiung befand Sabine sich achtzig Tage in den Fängen des belgischen Kinderschänders und Mädchenmörders Marc Dutroux. Acht Jahre später wirft sie einen erschütternden Blick zurück. Der Schrecken begann in Gestalt zweier Männer in einem schäbigen Lieferwagen, die sie von ihrem Rad rissen und unter Drogen setzten. Während in ganz Belgien die Fahndung anrollt, beginnt Sabines Albtraum: Angekettet im dunklen Verlies, die modrige Matratze, Dutroux` verlogene Lösegeldstory, verzweifelte Briefe an die Eltern, die nie abgesandt werden, die gierigen Hände des Mannes mit den fettigen Haaren, die Nacktfotos. Schließlich die Vergewaltigungen (man ist dankbar für das Ausblenden der fürchterlichsten Details). 173 Seiten eines grauenhaften Protokolls zerren an den Nerven. Dann die Befreiung. Auf Drängen Sabines nach einer Gefährtin, entführt Dutroux Laetitia Delhez. Doch nun ist die Polizei auf der Spur des Mannes, der wegen guter Führung vorzeitig entlassen wurde. Nach der Rettung bleiben Schuldgefühle gegenüber Laetitia und Scham gegenüber den Eltern. Sabine lehnt Therapieangebote ab. Ihr simples, aber pragmatisches Rezept: Das Vergangene wird ausgeblendet. Der Selbstheilungsprozess beginnt. Man mag es Verdrängung nennen, es funktioniert...bis zum letzten, schwersten Gang: Das Wiedersehen mit dem Peiniger und seinen Helfershelfern vor Gericht. Doch auch in dieser Extremsituation zeigt Sabine Standfestigkeit. Die ungewohnte Gerichtssituation irritiert mehr, als der Blick in Dutroux` Augen. Die Bitte um Verzeihung, geäußert von seiner Frau, verweigert Sabine. Zu groß ist der Hass. Eine Reaktion, die nach all den widerfahrenen Ungeheuerlichkeiten nur zu verständlich ist. Dutroux` Verbrechen ließen die gesamte belgische Nation bis in ihre Grundfesten erbeben. Sabine Dardennes mutige Erinnerungen fassen den Horror nachträglich in grausige Bilder. -Ravi Unger 5 Kundenrezensionen:Einfach spitze 5 von 5 PunktenDieses Buch spiegelt einfach unglaublich. Während des Lesens musste ich mir immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass das alles Wirklichkeit ist und nicht irgend ein Film. Den Mut, den die Schriftstellerin bewiesen hat in dieser schweren Zeit, kann man deutlich beim Lesen erkennen. Es ist absolut kein Buch was man ohne Widerwillen einfach so weglegen kann. Man möchte es am Liebsten gleich durchlesen. Zu wenig Details 3 von 5 PunktenDen Roman "Ihm in die Augen sehen" fand ich sehr gut geschrieben. Er liest sich sehr autentisch. Leider haben mir etwas die Details gefehlt. Wenn ich mir ein solches Buch kaufe, möchte ich meine Augen vor der Wahrheit nicht verschließen. Sabine beschreibt eigentlich gar nicht, was ihr Entführer mit ihr macht. Aus 2-3 Stellen kann man lesen, dass es sich um Sex handelt, viel mehr aber nicht. Ich verstehe sehr wohl, das Sabine ihr Erlebtes nicht noch einmal beschreiben möchte, doch ich hätte es mir eben erhofft, um mich besser in Sabine hinein zu versetzen können. Bewundernswert 5 von 5 PunktenIch hab das Buch mittlerweile schon mehrmals gelesen.. Wer eine detailierte beschreibung des grauens will ist hier zum Glück falsch.. auch ohne eingehende details ist es eine erschütternde geschichte..Ihm in die augen sehn und den Teufel besiegen.. Ohne sich vor jede Kamera zu schmeißen wie manch andere.. bewegend... 4 von 5 PunktenDieses Buch gehört zu denen, die tief bewegen und die man so schnell nicht vergisst. Ich bewundere dieses kleine Mädchen, das sich damals nicht hat unterkriegen lassen und diesem Monster die Stirn geboten hat. Diejenigen, die reißerische Details über die Misshandlungen erwarten (oder gar erhoffen) sind aber zum Glück an der falschen Adresse. Auf jeden Fall lesenswert!!!! Starker Tobak 5 von 5 PunktenAn den Skandal um Dutroux erinnere ich mich noch sehr lebhaft. Im Gegensatz zu vielen anderen schrecklichen Geschichten ist diese Sache auch nicht in Vergessenheit geraten. Leider gibt es Leute, die das ganze Land Belgien mit Dutroux identifizieren. Vor ca. einem Jahr habe ich auf einer Party eine Belgierin kennengelernt, und ein taktloser Mensch sagte ihr nach zwei Minuten Bekanntschaft, bei Belgien denke er immer als erstes an den Fall Dutroux... Sie hat es zum Glück gelassen aufgenommen. Die Autorin dieses Buches ist eines der beiden Dutroux-Opfer, das überlebt hat. Sie war zwölf, als sie 1996 auf dem Schulweg gekidnappt wurde angesprungen, vom Rad gezerrt und in einen Lieferwagen geworfen. Man fühlt sich hilflos, wenn bei Sabines Schilderung klarwird, daß sie absolut keine Chance hatte. Dutroux und ein Komplize haben ihr eine Woche lang aufgelauert und einfach auf einen günstigen Moment ohne Zeugen gewartet. Schneller als ich denken konnte, befand ich mich im Innern des Kastenwagens (...). Natürlich habe ich versucht, mich zu wehren, aber ich war viel zu klein. Ich war zwölf, sah aber aus wie zehn, ein Meter fünfundvierzig, dreiunddreißig Kilo (...). Das Ganze (...) hat sicher eine Minute gedauert. Die Tips, die Kinder für solche Fälle bekommen schreien, hauen, treten -, klingen da nur noch so ratlos und untauglich, wie sie sind. Dutroux sperrt Sabine ein und erzählt ihr eine absurde Geschichte: Er sei ihr Beschützer und würde sie bewachen, und zwar vor irgendeinem fiesen Chef, der Lösegeld von ihren Eltern fordere die könnten nicht zahlen, und deshalb müsse sie bei ihm, Marc Dutroux, bleiben. Sabine glaubt ihrem Entführer, sie glaubt ihm sogar, daß er die Briefe, die sie ihren Eltern schreibt, wirklich ihren Eltern zukommen läßt. Daß sie einem Kriminellen in die Hände gefallen ist, wird ihr nicht klar sie ist eine verängstigte Zwölfjährige, die raffiniert manipuliert wird. Sabine haust unter menschenunwürdigen Bedingungen, Dutroux erklärt sie zu seiner neuen Frau und beginnt, sie zu vergewaltigen großzügig verwendet er dafür Gleitmittel: Er hat mich 'davor' mit einem Gleitmittel eingeschmiert: 'Wir machen das jetzt so, dann ist Ruhe. (...) Hör auf zu heulen (...) beim ersten Mal tut es eben weh. Genauer werden die Schilderungen nicht, und ich war froh darüber mir hat sich schon bei diesen Andeutungen der Magen umgedreht. Daß hier Leute das Fehlen detailgetreuer Vergewaltigungsszenen beklagen, läßt mich erschauern. Es ist doch kein Wunder, wenn Sabine darüber nicht sprechen will oder kann, und die Beschreibung ihres Martyriums ist auch ohne pornographische Einzelheiten schrecklich genug: ein enges Verlies, ein Eimer als Toilette, eine sich auflösende Schaumstoffmatratze, widerlicher Dosenfraß, Ungeziefer, zeitweise nur ein Schlüpfer als Bekleidung... Wem das nicht gruselig genug ist, dem ist nicht mehr zu helfen! Daß Sabine nicht wahnsinnig geworden ist in den achtzig Tagen Qual, ist ein Wunder. Sie zählt die Tage und schreibt Briefe, um sich irgendwie abzulenken. Eines Tages ist noch ein Mädchen da Laetitia, 14 Jahre alt. Sabine fühlt sich offenbar bis heute schuldig, weil sie gejammert hat Ich brauche eine Freundin zum Reden und Dutroux bei Laetitias Ankunft sagt: Ich habe dir eine Freundin mitgebracht. Vor Gericht erklärt er auch noch frech, Sabine hätte ihm keine Ruhe gelassen! Das ist natürlich Unsinn, erstens war sie kurz vor dem Verrücktwerden, zweitens war ihr noch nicht klar, was für ein Mensch Dutroux wirklich ist, und drittens hätte er Laetitia sicher auch ohne Sabines Wunsch entführt. Laetitia meint, Sabine schon einmal gesehen zu haben, und sie weiß auch, wo: Auf Fotos, mit denen mittlerweile ganz Belgien tapeziert ist. Du wirst gesucht, versichert sie ihr. Sabine glaubt ihr nicht, denn Dutroux hat ihr weisgemacht, ihre Eltern hätten sie längst aufgegeben. Kurz nach Laetitias Entführung ist das Elend der beiden Mädchen zu Ende, denn endlich kommt die Polizei Dutroux auf die Schliche. Der Täter ist nicht einmal besonders geschickt: Er fährt ein schrottreifes Auto mit ungeheuer lautem Auspuff, also eins, das auffallen muß. Als die Polizei Laetitia sucht, erinnern sich zum Glück mehrere Leute an diesen Wagen die Polizei ermittelt den Halter und erfährt, daß dieser einschlägig vorbestraft ist. Sie finden das Versteck und die beiden Mädchen gesucht hatten sie eigentlich nur Laetitia, Sabine lebend zu finden, hatten sie schon aufgegeben. Erst jetzt begreift Sabine, daß Dutroux sie ausgetrickst hat, daß es gar keinen Chef und keine Lösegeldforderungen gab, daß sie die ganze Zeit gesucht wurde und Dutroux ein Sadist ist. Daß sie in Lebensgefahr war, daß Dutroux sie und Laetitia höchstwahrscheinlich umgebracht und sich danach wieder neue Opfer gesucht hätte, wird ihr endgültig klar, als sie die Fernsehbilder sieht, auf denen Bagger Dutrouxs Garten umgraben. Anscheinend war es seine Strategie, immer zwei Mädchen gemeinsam zu entführen auch das zeigt, daß es allein Dutrouxs Idee war, Laetitia zu entführen und Sabine nichts damit zu tun hatte. Die Freude ist riesengroß, als Sabine wieder da ist sie selbst hat nur ein Ziel: Ihr normales Leben wieder aufnehmen und vergessen, was ihr passiert ist. Mit 17 hat sie ihren ersten Freund, obwohl sie ihre schrecklichen Erlebnisse noch lange nicht überwunden hat. Dutroux hat sie also nicht kleingekriegt bewundernswert! Wie ich Sabine Dardennes Aufzeichnungen entnehme, ist ihr zumindest eins erspart geblieben nämlich, daß ihr als Opfer eine Mitschuld am Geschehenen zugeschoben wurde, daß Leute behaupteten, sie habe irgend etwas an sich gehabt, das den Täter auf sie hatte aufmerksam werden lassen. Das ist also NICHT passiert, Gott sei Dank, zumindest schreibt Sabine nichts davon ich habe beim Lesen die ganze Zeit befürchtet, auf so etwas zu stoßen, diese Ansicht ist nämlich leider ziemlich verbreitet (wer's nicht glaubt, der lese meine Rezension zu Kraftzentrale Unterbewußtsein von Erhard F. Freitag und den ersten Kommentar dazu). Einige Reaktionen sind auch so schlimm genug z. B. sagt ein Geschworener zu Laetitia: Sie hatten also Ihre Tage und behaupten trotzdem, er habe Sie vergewaltigt! Aha Menstruation ist also ein Schutz vor Vergewaltigung??? Sabine schildert ausführlich Dutrouxs Verhalten nach seiner Verhaftung der Mann erzählt jeden Tag eine neue Geschichte, präsentiert immer neue Versionen und führt alle an der Nase herum. Immer gleich bleibt nur seine Ausrede, er sei es gar nicht gewesen, habe das Opfer XY nur betäubt, den Mord begangen habe sein Komplize Sowieso usw. Am Ende glauben viele seinen Behauptungen, er sei nur ein Teil eines Netzwerks von Kinderschändern, das bis in die höchsten Kreise der Politik hineinreiche. Alles Lüge, wie sich zeigt: Dutroux hat nur eine Handvoll Komplizen, darunter seine Frau. Anscheinend hat er sich buchstäblich im Rampenlicht gesonnt und sich einen Spaß daraus gemacht, alle zum Narren zu halten. Dutroux und seine Frau Michele Martin haben übrigens eigene Kinder die sind zu bedauern, alle haben ihre Namen geändert, weil sie Schikanen ausgesetzt waren. Dabei können sie ja nun wirklich nichts für ihre Eltern und verdienen Mitleid, weil sie mit dem Wissen leben müssen, Kinder von Schwerverbrechern zu sein. Es dauert 8 Jahre, bis Dutroux endlich der Prozeß gemacht wird, Sabine ist mittlerweile erwachsen und schafft es, ins Gericht zu gehen und ihrem Peiniger in die Augen zu sehen. Sie begegnet auch einer Frau, deren Tochter vermißt wurde die Mutter glaubte, sie sei Dutroux in die Hände gefallen. Wie sich erst 2004 herausstellt, war es in diesem Fall nicht Dutroux, sondern Fourniret, ein anderer Perverser. Der hat seine Opfer freundlicherweise gleich umgebracht und sie nicht noch monatelang traktiert. Was an dieser Geschichte so wütend macht, ist, wie Sabine sagt, der Wiederholungsfall - die Tatsache, daß Dutroux kein unbeschriebenes Blatt war. Er war mehrfach vorbestraft und wurde trotzdem vorzeitig wegen guter Führung aus der Haft entlassen. In seinem Fall hatte sich nicht einmal ein Gutachter geirrt und eine falsche günstige Sozialprognose abgegeben nein, der Gefängnispsychologe hatte ausdrücklich GEGEN Dutrouxs Freilassung votiert. Warum kommen solche Leute wieder frei? Es zeugt wirklich von einer erschreckenden Weltfremdheit, wenn man sie für therapierbar hält. Und selbst wenn sie therapierbar wären und keine Gefahr mehr darstellten: Ihre Schuld ist so groß, daß sie verdienen, den Rest ihres Lebens hinter Gittern zu verbringen. Ich gehöre keineswegs zu den Stammtisch-Politikern, die nun nach dem Henker rufen und eine Wiedereinführung der Todesstrafe fordern, aber: Wer für die Resozialisierung solcher Leute ist, der muß sich fragen lassen, ob er so jemanden gern als Arbeitskollegen oder Nachbarn hätte... Hoffnungslos naiv und unrealistisch wirkt die geäußerte Hoffnung, Fälle wie der von Dutroux würden sich nicht wiederholen. Leute wie Dutroux, Fourniret, Fritzl und Konsorten wird es immer geben, solange gefährliche Psychopathen mit Bewährungsstrafen davonkommen da hilft kein Weißer Marsch, sondern nur längere Haftstrafen, Sicherheitsverwahrung und, wenn man tatsächlich jemanden wieder freiläßt, lebenslange Überwachung. Dutroux hat sich im Knast gut geführt, aber nicht aus Reue oder Einsicht, sondern nur, um bald wieder rauszukommen und seinen Neigungen weiter nachgehen zu können, und zwar mit dem Ziel, diesmal nicht erwischt zu werden. Und daß er 1998 aus der Haft fliehen konnte, zeigt ja auch, daß er nicht allzu streng bewacht wurde. Da fragt man sich: Was muß denn noch passieren? |
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Falsch Verbunden von Harald BraunGebundene Ausgabe von EhrenwirthPreis bei Amazon: EUR 3,97, Angebote ab EUR 1,69 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 343103215X, Erscheinungsdatum: 2004, Auflage: 1 |
5 Kundenrezensionen:Das Beste zum ewigen Geschlechter-Thema 5 von 5 PunktenIch habe schon einige Bücher zu besagter Thematik gelesen, aber keins hat den ewigen Geschlechterkampf vom ersten Date bis zum letzten Telefongespräch, so präzise und so treffend charakterisiert und wiedergegeben wie dieses Buch. Zudem gelingt es dem Autor durch seine brilliant süffisante Art zu überzeugen. Sein witziger Stil wirkt weder aufgesetzt, noch übertrieben und/oder zwanghaft lustig, sondern ist schlicht und einfach urkomisch. Das hätte keine Frau besser machen können. Ich kann nur sagen: Lesen! und er hat recht 5 von 5 Punktenin einem durch wird in locker flockigem tonfall in kurzen abhandlungen erzählt, wie sich beziehungen vom ersten date, erstem sex bis hin zur trennung entwickeln. als akteure dienen die freunde, deren geschichten hier in unterhaltsamer weise widergegeben werden. ein buch zum lachen. empfehlenswert! Hätte ich nicht gedacht, .. 5 von 5 Punktenaber - kaum zur Seite legen mochte ich dieses Buch, nachdem ich die ersten Seiten gelesen hatte. Brilliant, amüsant ... Wer neue Erkenntnisse erwartet wird enttäuscht - wer auf der Suche nach einem aussergewöhnlichen Schreibstil ist, auf keinen Fall. Nicht was beschrieben wird, sondern wie : macht den Reiz dieses Buches aus. Grinsen Kichern Lachen : alles garantiert. Ob Single oder nicht: unbedingt lesen ! Uneingeschränkt empfehlenswert!!! 5 von 5 PunktenWer auch immer noch Fragen zum Beziehungswahnsinn hat, der lese.... Ich habe dieses Buch verschlungen, und das nicht nur einmal, und ich hab mich jedesmal aufs neue königlich amüsiert. Der ewige Zweikampf der Geschlechter ist ja nicht neu, aber er wird selten so erfrischend und treffend dokumentiert, wie in den Abhandlungen von Mr. Braun;-) Die einzelnen Phasen der zwischenmenschlichen Gefühls- bzw. Beziehungszustände mit einem nüchternen Kopf zu betrachten und dann noch so treffend zu Papier zu bringen, hat mich in meinen Mittagspausen echt zum brüllen gebracht - ertappt! ;-) Auch wenn ich entgegen dieser "Aufklärungsmaßnahmen" kein Single mehr bin: Leute, lest dieses Buch! Buch des Monats (Oktober 2006) beim Literaturreport 5 von 5 PunktenAnekdoten über die vermeintlich große Liebe »Zwischen meinem 19. und 22. Lebensjahr führte ich das Leben eines Romantikers, litt unter einer ausgeprägten Geschmacksverirrung und wurde als Sittenstrolch geächtet. Und das alles gleichzeitig. Dabei hatte ich nichts Erwähnenswertes geleistet. Jedenfalls nichts, das sonderlich von dem abwich, was ich in den Jahren zuvor mein Leben nannte: Ich schleppte mich mit mäßigem Erfolg durch die gymnasiale Oberstufe und begann ein Studium in einer Fächerkombination, die es mir gestattete, morgens auszuschlafen und nachts in Programmkinos abzuhängen. Ich trieb Sport, fuhr einen Käfer und freute mich über gelegentlichen Geschlechtsverkehr mit jungen Mädchen aus meiner Stadt.« (Textauszug; Harald Braun / Falsch verbunden) Wer den Traum der großen Liebe träumt, fällt spätestens dann auf die Nase, wenn ihn die bunte Realität einholt, die einst von der rosaroten Brille etwas" verzerrt wurde. Mit einer gepfefferten Mischung aus Ironie und wilden Theorien suggeriert uns Harald Braun in Form von zahlreichen amüsanten Anekdoten den Teufelskreis der Liebe. »Beziehungen werden nach marktwirtschaftlichen Gesetzen geschlossen.« Witzige Dialoge erörtern nicht nur die Modeerscheinung Beziehungsunfähigkeit", sondern vor allem auch den Grund, warum bei Beendigung einer Beziehung meist ein Nachmieter gesucht werden muss. Vom Singledasein bis hin zum ersten Geschlechtsakt. Von musikalischen Dosenöffnern, Fassbrause, Flugspucke und Pubertätsprosa" vermittelt Braun einen wortgewaltigen Gesamteindruck, dem ein klassischer Beziehungsratgeber kaum standhalten kann. Hier wird auf Tatsachen zurückgegriffen und nicht versucht eine Hilfsbrücke fürs Daten und Flirten zu schaffen. Vielmehr eröffnet uns dieser Titel die Vorzüge des Alleinseins und zählt auf, mit welchen Problemen" man als Single eben nicht konfrontiert wird und warum man Beziehungsratgeber besser beiseite legen sollte, um dem literarisch geflochtenem Netz aus Luftschlössern zu entkommen und kopfüber in die harte Realität zu plumpsen. »Vergessen Sie aber auf jeden Fall die Ratschläge von Leuten, die wahrscheinlich ihre Jugendliebe vom Schulhof weggeheiratet haben und Ihnen heute pathetisch ins Ohr raunen: Die Liebe kann man nicht zwingen, sie kommt ungefragt zu dir!" Einen Blödsinn kommt sie. Umgefragt tauchen nur schmerzhafte Krankheiten und Typen von der GEZ auf. Um Menschen, die man mal in ihrer Unterwäsche sehen möchte, wird man schon ein bisschen kämpfen müssen.« Der unbeabsichtigte Verlust von besten Freunden durch die feste Bindung mit einer Frau. Warum man in der ersten Nacht nie Das ganze Lied" spielen sollte und warum der Satz Ich brauche einfach mal ein bisschen Abstand" tiefgründiger ist und eher die Vorstufe zur Trennung als zur beziehungstechnischen Wiedervereinigung darstellt ist nur ein Bruchteil aus einem enormen Fundus, den uns Braun nicht vorenthalten möchte. Kurzum: ein Buch, das sich nicht nur von Lachern untermauert in einem Zug weglesen lässt, sondern in seiner herrlich ordinären und zotig flotten Schreibweise durchaus eine willkommene Leseabwechslung darstellt. |
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Im Zeichen des Jaguar. Spiritueller Roman von Nana NauwaldGebundene Ausgabe von O. W. Barth Bei ScherzPreis bei Amazon: EUR 4,99, Angebote ab EUR 4,88 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3502611459, Erscheinungsdatum: 2005, Auflage: 1 |
3 Kundenrezensionen:Liebesgeschicht und Fachbuch 5 von 5 PunktenNana Nau8wald, mir bisher eher bekannt als großartige Malerin (www.visionary-art.de) und Erforscherin von schamanischen Wirklichkeiten schreibt nun auch Romane. Kann das gut gehen? Ohne Zweifel, es kann! Dies ist ihr zweiter Roman und ihr gelingt ein Kunststück: Sie erzählt die berührende und spannende Geschichte von Carla, die in Peru Heilung und ihe Jugendliebe sucht und noch viel mehr findet. Und gleichzeitig berichtet sie uns von dem Denken und der Wirklichkeit der indigen Menschen und von ihren Schamanen und Ritualen. Nana Nauwald kennt diese Welt sehr gut, reist sie doch seit Jahen zu indigenen Völkern und beschäftigt sich auf vielen Ebenen mit Schamanismus. Sie hat ein großes Wissen und viele Erfahrungen. So wird dieser Roman beides, eine spannende Liebesgeschichte und ein Buch über Schamanismus. Der Jaguar als Bruder 5 von 5 PunktenIch habe das Buch geschenkt bekommen und bin dafür sehr dankbar. "Im Zeichen des Jaguar" ist ein Sachbuch in Romangestalt: eine spannende Reise- und Liebesgeschichte bildet den Rahmen für eine kundige Beschreibung schamanischer Rituale an der peruanischen Westküste und im Dschungel. Wer schon dort war, merkt, das die Autorin weiß, wovon sie schreibt, sie kennt sich aus und gibt uns ein Handbuch für die Suche nach Heilung und Erkenntnis bei den Menschen, die den Jaguar ihren Bruder nennen. Wenn Carla, die Heldin, zu Beginn ihrer Abenteuer immer wieder nach dem Preis für dies und jenes fragt, lächeln wir nicht nur über die deutsche Angst vor Abzocke, sondern wir erfahren eben auch, was es wohl kostet, bei eine Familie zu wohnen und an San-Pedro-Ritualen teilzunehmen. Mir gefällt sehr gut, dass die Autorin bei ihren Beschreibungen der Arbeit peruanischer curanderas und curanderos die Heiligkeit und Mysterien nicht in den Himmel wachsen lässt, sondern immer einen leichtfüßigen Humor bewahrt. Die Arbeit mit San Pedro und Ayahuasca und das Leben der Shipibo werden mit Ernst und Respekt dargestellt und auch die starken Frauen dieses Volkes werden gewürdigt! Wer etwas über den schönen und mühevollen Initiationsweg mit den mächtigen Pflanzen lernen will, findet viel in diesem Buch, dazu Spannung und auch allemal was fürs Herz. Dschungelkurzurlaub 5 von 5 PunktenWas nach einigen Seiten mir mit diesem Buch passiert ist, kann ich nur erstaunt als Schnellreise in ferne , unbekannte Welt erinnern. Eben war es Morgen und plötzlich auch schon Mitternacht- ein ganzer kurzweiliger Tag , der mit wunderbar beschriebener Lebenswelt der Shipipo Indianer im Dschungel des Amazonas und der Anteilnahme am Schicksal einer scheinbar typischen West -Weissen-Frau und ihrer höchst spannenden Gedanken und Einsichten verstrich. Deren Reise beginnt in Deutschland und führt sie in Kontakt mit Schamanen und Curanderas in Peru. Zum Glück kommt dieses Buch niemals besserwisserisch daher (Witzig die Vergleiche mit dem deutschen Seminargeschehen!)und verändert doch zügig die eigene Perspektive. Ausserdem scheint die Autorin ein fundiertes Hintergrundwissen zu haben, die Beschreibung der Heilrituale ist z. b. so nah, so authentisch.Sehr erfassend. |
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Im Angesicht der Schuld von Sabine KornbichlerGebundene Ausgabe von KnaurPreis bei Amazon: EUR 3,95, Angebote ab EUR 2,50 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3426661772, Erscheinungsdatum: 2006 |
5 Kundenrezensionen:Superklasse!!! 5 von 5 PunktenIch werd mich sehr kurz halten. Das war mein ersten Buch von Sabine Kornbichler, aber bestimmt nicht mein letztes. Dieses Buch habe ich in kürzester Zeit verschlungen. Diese Schriftstellerin hat die Gefühle in ihrem Buch beschrieben, so dass man sie beim Lesen richtig mitfühlen konnte. Wahnsinn. So was erlebt man selten. Ich kann nur jedem raten, dieses Buch zu lesen. Hier hat man Spannung, Gefühle und eine rundum gelungene Story zugleich. Viel Spass beim Lesen. Öde, kitschig, vorhersehbar 2 von 5 PunktenAufgrund der sehr guten Rezensionen habe ich dieses Buch der mir bisher unbekannten Autorin gekauft - und wurde immens enttäuscht. Während eine Autorin wie Jodi Piccoult es schafft, den Leser mit den Protagonisten des Buches wirklich mitleiden zu lassen (bis die Tränen fließen), empfinde ich die Kornbichlerschen Helden als ganz schön nervig: Eine wehleidige Helen, die sich täglich "aus dem Bett schleppt", auf jeder Seite gefühlte 20x jammert "daß sie mit ihrem Mann steinalt werden wollte", seufzt, heult, das Kind zu den Nachbarn abschiebt, auf jeder Seite aufs neue bekommt das Kind ein Käsebrot zu essen, jammert sie, daß sie nicht schlafen und nicht essen konnte. Es berührt aber nicht, ist nur nervig. Richtig schön holzschnittartig. Das Feld der Verdächtigen ist recht übersichtlich, da es ja nur die bösen besten Freunde gibt - richtig schön unsympatisch -, dazu eine furchtbar nette Nachbarin und eine noch nettere, immer fröhliche Nanny. Dazu zwei mysteriöse Frauen und ein mysteriöser Unfall vor 1 Jahr. Die Schwiegermutter ist superchic, supererfolgreich und supernett. Das ganze Umfeld besteht aus Ärzten, Rechtsanwälten etc. Wie halt so der Durchschnittsbürger lebt. Ach ja, Helens Ehemann war ja auch ein wirklich superguter, edler Mann, der beste Ehemann überhaupt mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, man führte eine wirklich supergute Ehe. Das ganze Buch läuft nach Schema F ab, spielt in der Schickimickiszene, die Reichen bleiben unter sich. Ach ja, eine verdächtige Person war wie folgt gekleidet: "Burberry-Trench, sandfarbene Cambio und dunkelbraune Loafer von Tod's" - so die Beschreibung der illegal arbeitenden polnischen Putzfrau. Tja, ich hatte bis zum Lesen des Buches keine Ahnung was "Cambio" für ein Kleidungsstück sein soll- obwohl ich spanisch spreche und weiß, daß es u.a. Geldwechsel bedeutet. Aber in der Schickimickiszene kennt man sich halt aus. .... Ich habe das Buch zwar gelesen, aber nach der enttäuschenden AUflösung auf die Seite gelegt. Fazit: Öde, an den Haaren herbeigezogen, in einer fiktiven Welt, die es so nicht gibt, mit fiktiven, holzschnittartigen Menschen, die es so nicht gibt. Die Sprache ist gestelzt, die Geschichte hat keine Tiefe, keine Spannung. Schade um die Zeit und das Geld. Eigentlich nur 1 Stern, aber die Autorin hat sich bemüht, deshalb ein Mitleidsstern. ein typischer "Frauenkrimi" - einfühlsam und spannend 4 von 5 PunktenDieses Buch war das erste welches ich von der Autorin las. Sind alle in dieser Richtung geschrieben, werde ich gerne noch mehr von ihr lesen. Zuerst ein Einblick in eine absolute Traumehe. Ein Paar das sich innig liebt, ihre enge Zuneigung auch gegenseitig zeigt und als Krönung der Harmonie noch eine süße Tochter bekommt. Die Autorin gewährt einen tiefen Einblick in eine absolut intakte - vielleicht etwas unrealistisch wirkende - Ehe. Helen und Gregor scheinen einfach wie füreinander geschaffen. Dieses wunderbare Leben zerbricht mit einem Schlag, als Gregor, ein erfolgreicher und loyaler Anwalt, vom Balkon seines Büros stürzt. Die Polizei nimmt Selbstmord an. Helen kann sich dieser Ansicht nicht anschließen und versucht Licht in das Dunkel zu bringen. Was sehr positiv auffällt ist, dass die Autorin wirklich versucht, den emotionalen Zusammenbruch nach so einem Schicksalsschlag den Lesern zu vermitteln. Helen ist gebrochen und kämpft auch ihrer Tochter zuliebe um ihre Zukunft. Allerdings kann sie sich nicht mit dem Gedanken abfinden, dass ihr Mann Selbstmord begangen haben soll. Verzweifelt sucht sie nach irgendwelchen Anhaltspunkten um näheres über die tragischen Umstände zu erfahren. Ihre Freunde unterstützen sie bestmöglich, aber Helen bekommt nach und nach das Gefühl, manchen Menschen nicht mehr vertrauen zu können und Stück für Stück gibt die Autorin mehr über die Hintergründe vom Tod ihres Mannes preis. Die Spannung steigt bis zum Schluss. Auch wenn man bald eine Ahnung hat, wer der Mörder ist, so ist die Lösung trotzdem gelungen. Fazit: ein spannendes Buch mit viel Empathie für die Protagonistin. Nicht der Weltkrimi, aber kurzweilige, gefühlvolle und spannende Unterhaltung. Teilweise etwas langatmig... 4 von 5 Punkten... aber trotzdem sehr spannend, das ist gar keine Frage!!! Man hat richtig mitgefiebert, wer denn nun endlich der Mörder ist - allerdings war der Weg dahin manchmal etwas zäh. Meiner Meinung nach auf keinen Fall etwas für Anspruchsvolle. Leichte Kost. Raffinierte Geschichte! 5 von 5 PunktenZuerst stellt uns Kornbichler ihre beiden Charaktere vor. Helen und Gregor das Traumpaar schlechthin führt eine Bilderbuchehe, zu der auch eine zauberhafte Tochter gehört. Alles scheint perfekt zu sein. Schon so perfekt, das es irgendwie schon etwas komisch wirkte. Und dann: Gregor stürzt vom Balkon seiner Kanzlei in den Tod, er ist bzw. war erfolgreicher Anwalt. Für Helen bricht eine Welt zusammen. Polizei nimmt Selbstmord an, Helen will das jedoch nicht glauben und fängt an, selbst Nachforschungen anzustellen. Und dabei... den Rest müsst ihr schon selbst lesen. Ein sehr spannender Roman. Ich finde es bemerkenswert, mit was für einer Raffinesse mich Kornbichler immer wieder in die Irre geführt hat. Großartig! Sabine Kornbichler hat mich problemlos in ihre fiktive Welt entführt. Und da ich selbst auch schreibe, weiß ich, wie sehr es einen Schriftsteller freut, wenn er das schafft... denn nur, wenn man den Leser in seine Geschichte eintauchen lässt, hat man erreicht, was man auch erreichen wollte... ;-))))) Hoffe, ich erreiche das mit 'Mariposa' und 'Diagnose: Schizophasie' eines Tages auch. Kornbichler fesselt ihren Leser mit ihrem ganz persönlichen Stil an ihr Buch. Einfach toll! |
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Asia Noodles. lecker & trendy von Martina KittlerBroschiert von Gräfe & UnzerPreis bei Amazon: EUR 1,99, Angebote ab EUR 0,69 ISBN: 3833801549, Erscheinungsdatum: 2006, Auflage: 1. Aufl. |
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