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Ausser Dienst: Eine Bilanz von Helmut Schmidt

Gebundene Ausgabe von Siedler
Preis bei Amazon: EUR 22,95, Angebote ab EUR 17,05

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3886808637, Erscheinungsdatum: Sept. 2008, Auflage: 5
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Eine kürzliche Umfrage ergab, dass, wäre der Mann nicht definitiv zu alt, sich 80 Prozent aller Deutschen Helmut Schmidt als idealen Kanzler vorstellen könnten. Wenn dies, 25 Jahre nach dem Rückzug aus allen politischen Ämtern, keine Auszeichnung ist! Der Altkanzler, dessen unglaublicher 90. Geburtstag bevorsteht, rangiert im Bewusstsein der Deutschen immer noch als Staatsmann par excellence. Und eine solch hochrangige Persönlichkeit erlaubt es sich, eine „außerdienstliche“ Bilanzierung seines politischen Erfahrungsschatzes vorzulegen. „Denn“, so Schmidt verschmitzt bescheiden, „vielleicht könnte doch einer von den Jüngeren daraus einen Nutzen ziehen.“ -- Nichts wäre mehr zu wünschen, Herr Bundeskanzler!
Eines vorab: Es handelt sich hier nicht um die autobiografische Rückblende auf ein politisches Lebens- und Gesamtwerk. Im Gegenteil. Schmidt, der Pragmatiker, möchte seine in aktiver Zeit gewonnenen Erfahrungen angesichts einer völlig veränderten politischen Weltlage zur Verfügung stellen. Immer im Gepäck, die großen philosophischen Fragen: Welchen Leitbildern sollten wir folgen? Was lässt sich aus Geschichte lernen? Im Spiegel gerade dieser Frage reflektiert der Altkanzler über die Unvorstellbarkeit eines Auslandseinsatzes der Bundeswehr in Afghanistan noch zu seinen Zeiten. Gelegenheit für einen historischen Ausflug und die noch immer problematische Stellung Deutschlands im politisch-militärischen Weltgefüge.
Natürlich holt der Wirtschaftsfachmann Schmidt zu einem satten Referat über die Finanzmärkte aus. Beklagt wird die verschlafene „Modernisierung unseres zerklüfteten Bankensystems“, gewarnt wird vor Spekulantentum und Heuschreckenflügen. Betrauert die große Zeit des von der RAF ermordeten Freundes Herrhausen und seiner Deutschen Bank. Institutionen, so Schmidt, an die sich eine Bundesregierung in ökonomischen Fragen noch vertrauensvoll wenden konnte. Wie anders heute. Der Kanzler wird (in Maßen) privat. Erstaunt vernehmen wir, dass Schmidt die „Guillaume-Affäre“ als Rücktrittsgrund Willy Brandts im Mai 1974 völlig inakzeptabel fand und ihm die eigene künftige Kanzlerschaft große Sorgen bereitete. Risiken und Chancen der Globalisierung. Der „Sonderfall“ der Neuen Bundesländer. Die radikal veränderte Rentensituation, die ebenso radikal veränderte Maßstäbe verlangt. Ein kleiner Seitenhieb auf Lafontaine und seine „Sekundärtugenden“. Eine Schulung bei den antiken Rhetorikern. Spurensuche nach eigenen Fehlern. In einem der letzten Sätze seiner klugen Reflexion appelliert der Altkanzler mit einer römischen Weisheit an die heutige Politikerkaste: Im Zweifelsfalle sei das Gemeinwohl höherzustellen als die eigene Karriere. Um schließlich witzelnd, aber nicht ohne Wehmut festzustellen: „Die meisten meiner Weggefährten haben schon endgültig ihre Adresse gewechselt.“ - Das können Sie sich aus dem Kopf schlagen, Herr Bundeskanzler. Die Republik braucht Sie noch! -Ravi Unger
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5 Kundenrezensionen:

Mit großem Gwinnn
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Mit großem Gewinn lese ich das Buch von Helmut Schmidt. Er schafft es, die Geschichte mit der Gegenwart zuverbinden und es ist zu Weilen erschreckend, wie wenig wir daraus gelernt haben. Doch Helmut Schmidt ist nachsichtig und zuversichtlich, für ihn ist Demokratie kein Zustand sondern ein Prozess, was mich auch wieder nachsichtig stimmt. Beeindruckt hat mich seine parteiübergreifende Wertschätzung gegenüber Andersdenkenden. Er ist auch heute noch mit 90 Jahren eine Lernender und alles andere als ein "Besserwisser", er steht zu seinen Schwächen und sagt ganz klar, dass er nicht zum Vorbild tauge und dies auch nie seine Absicht gewesen sei, wahrscheinlich ein Grund weshalb er so authentisch ist. Seinen Ergeiz begründet er in dem Wunsch nach Anerkennung und vergleicht sich darin mit Schauspielern und Künstlern. Das zeugt von Ehrlichkeit, ohne sich hinter altruistischen Motiven zu verstecken oder als "Weltverbesserer" aufzutreten.
Zudem ist er ein Zeitzeuge mit viel Lebenserfahrung, politisch und persönlich, und einem immer offenem Geist.
Als Helmut Schmidt 1918 das Licht der Welt erblickte gab es noch Postkutschen, Autos waren eine Seltenheit, ganz zu schweigen von der heutigen Technologie. Er hat den Hitler-Wahnsinn miterlebt und überlebt, hat schmerzliche Verluste durchlitten. Was mir natürlich auch bewusst ist und ich glaube ihm selbst auch, das seine Frau die tragende Stütze in seinem Leben ist, das gibt es in der heutigen Generation der emanzipierten Frauen so nicht mehr und das ist auch gut so. Der Spruch "hinter jedem starken Mann, steht ein starke Frau" hat keine Gültigkeit mehr. Das ist auch Helmut Schmidt klar und in seinem Buch drückt er auch ganz klar aus, das es hier kein zurück mehr gibt und er auch keinen Sinn darin sieht. Auch wenn Helmut Schmidt auf den ersten Blick emotional "hanseatische" kühl wirkt, spürt man beim Lesen zwischen den Zeilen seine Liebe zu den Menschen. die ihm nahe standen und stehen.
Dieses Buch hat mich bereichert und zugleich meine Seele tiefberührt.
Vielen Dank, lieber Helmut Schmidt (eine "Urenkelin")
Ein Staatsmann mit Weitblick zieht seine persönliche Bilanz
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Helmut Schmidt hat einmal gesagt, ein Autobiograf laufe immer Gefahr, sich schöner darzustellen, als er sei, und deshalb werde es von ihm nie Memoiren geben. Laut Untertitel handelt es sich bei seinem neuen Buch daher um eine Bilanz, nicht um Memoiren.

Altkanzler Helmut Schmidt hat im Vorfeld seines 90. Geburtstages sein neues Buch »Außer Dienst« veröffentlicht. Doch Schmidt ist alles andere als das. Als ehemaliger Bundeskanzler und Staatsmann mit Weitblick mischt er sich auch im hohen Alter in die Politik ein und kommentiert aktuelle Entwicklungen. Helmut Schmidt hat auch in diesem Buch wieder einiges zu sagen, hält Rückschau auf sein bewegtes Politikerleben und zieht dabei eine persönliche Bilanz.

»Außer Dienst« ist ein Werk der Rückschau mit einer Prognose in die Zukunft sowie des panoramahaften Überblicks über mehrere Jahrzehnte politischer Zeitgeschichte - durch den Blick des Staatsmannes. Über weite Passagen beschränkt sich »Außer Dienst« jedoch nicht auf die Rückschau, sondern beschäftigt sich intensiv mit drängenden Zukunftsproblemen - vom internationalen "Raubtierkapitalismus" bis hin zum Aufbau Ostdeutschlands. Als würde der Autor noch für weitere Legislaturperioden Verantwortung tragen.

Helmut Schmidt verfolgt und analysiert gewohnt gekonnt mit sicherer Urteilskraft das politische Geschehen, kommentiert aktuelle Vorgämge und gibt seine Ratschläge. Er macht sich in dem Buch seine Gedanken über die historische Bedeutsamkeit des 20. Jahrhunderts (deutsche und europäische Geschichte, EU etc.), dem Zustand und dem Fortwirken des 21. Jahrhunderts. Dabei stellt er immer den in der Verantwortung stehenden Menschen in den Mittelpunkt seines Handelns und Wissens.

Der Staatsmann Helmut Schmidt stellt neben sittlichem Handeln, Verwantwortungs- und Pflichtbewußtsein den in der Verantwortung stehenden Menschen in den Mittelpunkt seines Handelns. Er weiß dabei aufgrund seiner politischen Erfahrung und seiner sicheren Urteilskraft zu überzeugen. In seinen Vorschlägen und Äußerungen mit Weitblick wird stets der Vernunft und der Verantwortung im Bezug auf die zu erfordernde Moralität im gemeinschaftlichen Zusammenleben der Vorrang eingeräumt, was ihn zu einer gewissen Vorbildfunktion charakterisiert - gerade im gegenwärtigen Zustand mangelnder Vorbilder.

Helmut Schmidt's Bilanz ist eine lesenswerte Mischung aus Grundkurs Politik, Erinnerungen und Einschätzungen, religionsphilosophischer Meditation und einem bemerkenswerten Kapitel, in dem Schmidt über die eigenen Fehler nachdenkt. Es ist ein lebendiges Buch voller Gedanken und Erinnerungen, sorgfältiger Analysen und kleiner Anekdoten, ein Buch, das als die Summe eines reichen Politikerlebens gelten kann.
Schwach
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Zeitlicher Abstand und allseits unterstellte intellektuelle Brillanz hätten den Autor zu mehr befähigen müssen als zu diesem schwachen Buch.
Jede visionäre, kritische oder auch provokante These sucht man vergebens. Zu sehr bleibt Schmidt einem hilflos wirkenden, oft als staatsmännisch misdeuteten Pathos verhaftet. Allenfalls noch die aussenpolitischen Mahnungen und Anregungen geben - wenn schon nicht neu - kleinere Denkanstöße.
Die Appelle an die Redlichkeit von Berufspolitikern wirken putzig. Die von blanker Unkenntnis oder zumindest grob veralteten Wissen verrührenden Kommentare zu Wirtschafts- und Finanzfragen hätten ein sorgfältiges Fachlektorat so nicht passieren dürfen.
Nicht ganz der große Wurf
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Helmut Schmidt, der große alte Mann mit der Zigarette polarisiert natürlich. Einer der wenigen Politiker der "alten" Bundesrepublik, die sich noch regelmäßig zu Wort melden. Oft wird ja angenommen, das neue Buch von Herrn Schmidt sei wieder so etwas wie eine Biographie. Na, das stimmt nur ganz zum Teil - natürlich wird gerne auf Lebenserinnerungen zurückgegriffen, besonders im ersten Drittel des Buchs, aber Schmidt berichtet in loser Reihenfolge und in der Form kurzer Essays über seine Erfahrungen, vor allem auch persönlicher Art, die er in seiner langen Laufbahn als Politiker gesammelt hat. Er berichtet auch von Fehlern und Versäumnissen und wendet sich auch besonders an junge Menschen in der Politik und gibt Ratschläge. Das Buch ist immer in klaren, eher einfachen Worten abgefasst. Was manchmal aber auch ein bisschen oberflächlich wirkt. Es werden viele Namen aufgezählt, die Schmidt beeinflusst haben, aber das Konkrete entzieht sich manchmal etwas. Beispiel: S.37 zur Rolle der Gewerkschaften, Banken, da heißt es, der Kontakt zur Wirtschaft sei "wichtig", das ist aber dem Leser sicher keine große Neuigkeit und solche Binsenweisheiten sind leider ziemlich häufig im Buch. Andere Sachen aus den 50er/60er Jahren sind aber auch zeitgeschichtlich interessant, z.B. die Story mit dem Atomminengürtel in Deutschland oder dem Flughafenprojekt bei Hamburg. Es mag zwar etwas trivial klingen, was z.B. über das angebliche (mangelhafte) Wissen der Deutschen über ihre Nachbarländer gesagt wird, mit seinen ganzen putzigen Aufzählungen (S.103-118) hat Schmidt aber da schon recht - wie viel wird wirklich über die Politik in Dänemark oder Kulturelles in Tschechien bekannt?- In Deutschland ist das Interesse an den Nachbarn tatsächlich nicht so herausragend.
Gesamteindruck: Ein Buch, das tatsächlich mehr von einem großen Namen lebt. Es enthält einige interessante Stellen und wenig Neues, Schmidt präsentiert sich als Netzwerker und Machtmensch mit einem guten Sinn für Entwicklungen, aber auch als Mann der Wirtschaft- Globalisierungsgegner z.B. lehnt er rundheraus ab. Da scheint er einen besonderen Gegner gefunden zu haben, wie man an vielen Stellen im Buch lesen kann. Einen besonderen Ratgeber für angehende Politiker kann ich aber im Buch nicht wirklich erkennen.
Auch noch außer Dienst dienen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Helmut Schmidt ist ein umstrittener, diskussionsfreudiger und -anregender Mensch, wie man ihn sich insbesondere als Politiker heutzutage öfter wünscht. Wer bis ins hohe Alter hinein derartig interessiert am öffentlichen Leben bleibt, sich einmischt und immer wieder Brücken zwischen Vergangenheit und Zukunft zu schlagen vermag: dem gebührt an sich schon Respekt. Sein neues Buch unterstreicht seine Leistung und Haltung für den deutschen Staat wiedermal in besonderer Weise. Ihm gelingt es, in ausgesprochen deutlicher und verständlicher Sprache, Einschätzungen zu den großen und kleinen Themen in Deutshcland und der Welt abzugeben. Seine von Respekt gepräge Sprache erhält hier einen passenden Rahmen. Man hat als Leser das Gefühl, als unterhalte man sich mit dem Altbundeskanzler. "Außer Dienst" ist für dieses Werk auch der passende Titel; denn Helmut Schmidt hat in seinem Leben gezeigt, dass man auch außerhalb des Dienstes dem Wohle des Volkes verpflichtet ist und ihm dienen kann. Ob nun in seinen politischen Ämtern oder als Herausgeber der Wochenzeitung "Die Zeit": Helmut Schmidt war eigentlich nie "außer Dienst". Sicher kann man ihm einzelne politische Entscheidungen vorwerfen und auch sein Zigarettenkonsum mag nicht immer auf Anerkennung stoßen; dennoch gebührt seinem übergreifenden Fach- und Allgemeinwissen und seine Einschätzung moralischer Fragestellungen hoher Respekt. Für dieses Werk fehlt es stellenweise an tiefergehenderen Erläuterungen; doch schafft er es Weitblick in die politische Landschaft zu geben, die allzu oft von Schnellschüssen und demoskopischen Aspekten geprägt ist.
Die Kapiteleinteilung selber (Erfahrungen verändern Massstäbe, aus der Geschichte bzw. aus persönlichen Erfahrungen lernen,die Welt vor neuen Herausforderungen, Deuschland muss sich ändern sowie Religion, Vernunft und Gewissen) lässt gut erkennen, welchen Gebieten Helmut Schmidt besonderes Augenmerk schenkt und welche er dem Politikernachwuchs und allen der Demokratie verpflichteten Menschen besonders ans Herz legt.
Die parteiübergreifenden, langfristig orientierten, von enormen Wissen gespeisten Denkansätze und -anstösse von Helmut Schmidt - gepaart mit besonderer Charakterstärke und Menschenfreundlichkeit - machen das Buch "Außer Dienst" zu einem Vermächtnis, zu einem Appell, im Wirken, Streben und besonderem Einsatz für die Demokratie und die Menschenrechte nicht nachzulassen; man hat Helmut Schmidt zu danken, dass er sich unermüdlich für ein soziales und demokratisches Deutschland, das eingebettet ist in einem europäischen und globalen Netzwerk, eingesetzt hat. So heißt es für die Zukunft, die Bilanz "Außer Dienst" genau zu studieren und Rückschlüsse für das private und öffentliche Leben zu ziehen: denn Demokratie kennt kein "Außer Dienst"!
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Produkt-Bild: Die Deutschen: Vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert

Die Deutschen: Vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert von Guido Knopp, Stefan Brauburger, Peter Arens

Gebundene Ausgabe von C. Bertelsmann Verlag
Preis bei Amazon: EUR 24,95, Angebote ab EUR 21,33

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3570009424, Erscheinungsdatum: November 2008
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3 Kundenrezensionen:

Zehn Epochen deutscher Geschichte - spannend und hochwertig verpackt
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Unter der Federführung von Professor Guido Knopp ist dieses aufwändig illustrierte und optisch sowie inhaltlich hochwertige Begleitbuch zum gleichnamigen aktuellen ZDF-Dokumentations-Mehrteiler "Die Deutschen" entstanden, was aber ohne Frage auch als ein eigenständiges Standardwerk angesehen werden kann.

Dabei hat sich das Autorentrio - neben Knopp noch Stefan Brauburger und Peter Arens - zehn historische Persönlichkeiten, die für ihre Zeit, deren Denken und die Entwicklung der deutschen Nation gewissermaßen repräsentativ waren, herausgegriffen, um den Bogen zu spannen über die über zehn Jahrhunderte reichende Geschichte der Deutschen. Was am Buch besonders erfreut, ist die angenehm leichte Lesbarkeit, die ihm zugrunde liegt - ohne auf vertiefende historische Darstellungen zu verzichten.
Hier bewahrheitet sich der Ausspruch, dass Geschichte niemals nur langweiliges, aneinander gereihtes Faktenwissen ist. Vielmehr ist ein abwechslungsreiches, vielfarbiges und ungemein faszinierendes Gesamtporträt dieser "verspäteten Nation" entstanden - ein Kaleidoskop, welches die wechselhafte und von allerlei tiefgreifenden politischen sowie sozialen Zerrüttungen und Konflikten geprägte Geschichte des "Täusche-Volks", wie die Deutschen einmal von ihrem eigenen Philosophen - Friedrich Nietzsche - umschrieben wurden, widerspiegelt und nachempfinden lässt.

Die Epochen im Einzelnen:

- Otto und das Reich
- Heinrich und der Papst
- Barbarossa und das Kaisertum
- Luther und die Nation
- Wallenstein und der Krieg
- Preußens Friedrich und die Kaiserin
- Napoleon und die Deutschen
- Robert Blum und die Revolution (Anm.: Mitglied der Paulskirchenversammlung 1848)
- Bismarck und das Deutsche Reich
- Wilhelm und die Welt [ergänzt wird der Band durch Knopps Abriss zur deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts: Die Deutschen im 20. Jahrhundert: Vom Ersten Weltkrieg bis zum Fall der Mauer]

Im Ganzen ist ein sehr, sehr schöner und zudem opulent ausgestatteter Geschichtsband herausgegeben worden, der dem breitgefächerten historischen Fundus der Deutschen gerecht wird und darüber hinaus Lust macht, die Geschichte der eigenen Nation zu entdecken. Ich kann dieses Buch jedem geschichtlich Interessierten nur wärmstens weiterempfehlen - vor allem auch als Geschenk eignet sich dieser Prachtband meiner Ansicht nach hervorragend! Von mir gibt es summa summarum die verdiente Höchstpunktzahl.
Tolles Buch zur Serie!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Mit "Die Deutschen" erscheint nun das Begleitbuch zur neuen ZDF-Serie. Unter der bewährten Federführung von Guido Knopp und Stefan Brauburger aus der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte führt das Werk auf 448 Seiten in einer sehr schönen Ausstattung durch fast 1000 Jahre deutscher Geschichte.
Begleitet wird der Text durchgehend von einer Vielzahl erstklassiger Abbildungen.

Es handelt sich allerdings nicht um ein "klassisches" Geschichtsbuch. Vielmehr beschreiben die Autoren am Beispiel von 10 historischen Persönlichkeiten besonders interssante und prägende Abschnitte der deutschen Geschichte. Besonders befasst sich das Buch mit der Identitätsfindung der Deutschen.

Das Buch ist ideal zur Vertiefung der Inhalte aus der Fernsehserie geeignet. Schön auch für historisch Interessierte oder auch als ein perfektes Weihnachtsgeschenk für alle Bibliophilen.

Fazit: Ein tolles Buch zum Einstieg in die Geschichte "der Deutschen".
Klare Kaufempfehlung!
zum Nachlesen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Das Buch bildet eine schöne Ergänzung zu den Fernsehfilmen, die im ZDF ausgestrahlt werden. Es ist aber auch ohne die Filme gesehen zu haben ein gutes Geschichtsbuch. Der Inhalt der 10 Filme wird hier nochmal ausführlicher vertieft, mit vielen Abbildungen und einigen Karten. In hervorgehobenen Kästen werden Themen kurz schwerpunktmäßig erklärt, z.B. die Fugger, die Königswahl usw. Für Schüler zu ausführlich, für Studenten zu knapp, aber für Lehrer und Geschichtsinteressierte eine reine Freude!
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Produkt-Bild: Ein amerikanischer Traum. Die Geschichte meiner Familie

Ein amerikanischer Traum. Die Geschichte meiner Familie von Barack Obama

Gebundene Ausgabe von Hanser Belletristik
Preis bei Amazon: EUR 24,90, Angebote ab EUR 18,95

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3446230211, Erscheinungsdatum: Februar 2008, Auflage: 1
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Bis zu seine Ankündigung, er wolle demokratischer Präsidentschaftskandidat werden, kannte kaum jemand außerhalb von Illinois Barack Obama. Dass der Senator aus diesem Bundesstaat schon wenige Monate später als Shooting-Star der Primaries und charismatischer Hoffnungsträger gefeiert wurde, hat das politische Establishment in seinen Grundfesten erschüttert. In seiner Autobiografie erzählt er von seinen ersten 34 Lebensjahren.
Obama ist nicht nur aufgrund seines raschen Erfolgs ein Phänomen. Er ist sperrig und lässt sich nur schwer irgendeinem Lager zuordnen; wenig verwunderlich, dass die amerikanischen Demoskopen regelmäßig in ihren Vorhersagen scheitern. Obama ist schwarz, stammt aber nicht von aus Afrika verschleppten Sklaven ab. Sein Vater kam aus Kenia als Gaststudent in die USA, die Mutter ist eine weiße Amerikanerin aus Kansas. So ist er vielen Schwarzen zu weiß und hat bei den ersten Vorwahlen im "weißen" Iowa demonstriert, dass er eine Mehrheit unter weißen Wählern einfahren kann. Anderen wiederum gilt er wahlweise als neuer Martin Luther King oder J.F. Kennedy.
Obama tritt in einem Land an, das hinsichtlich seiner verschiedenen Ethnien noch immer tief zerissen ist, in dem die Konfliktlinien auch für Insider mitunter schwer verständlich sind. Seine Autobiografie zeigt, wie sich diese Zerrissenheit in dem Werdegang eines Mannes spiegelt, der lange um seine Identität rang. Obamas Autobiografie ist 1995 zum ersten Mal erschienen. Er nennt sie einen "Beitrag zum Verständnis der Rassenprobleme in unserem Land..." Aus ihr lässt sich einiges über die frühen Prägungen des Newcomers erfahren und auch über seine Visionen von einem neuen Amerika. Dass er diese Erinnerungen heute anders schreiben würde, darf als gesichert gelten.
So erzählt er freimütig von studentischen Marathon-Partys mit nächtelangen Diskussionen, jeder Menge Dosenbier und Zigaretten. Es sind Passagen wie diese, die nicht zum klassischen Image eines Präsidentschaftskandidaten passen wollen, die aber etwas Wichtiges leisten: Sie helfen, eine Persönlichkeit zu verstehen, die ihren eigenen, keineswegs immer geraden Weg gegangen ist; die eine juristische Karriere in Harvard begann, dann aber in der armen Chicagoer South Side Bürgeranwalt wurde, sich um die Menschen am Rande der Gesellschaft kümmerte und erst langsam in die Lokal-, Landes- und schließlich nationale Politik hineinwuchs. Entstanden ist eine fast intime Autobiografie, "eine persönliche, innere Reise ... die Suche eines Jungen nach seinem Vater und damit auch nach einem überzeugenden Lebensinhalt für ihn, den schwarzen Amerikaner." --Henrik Flor, Literaturtest
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5 Kundenrezensionen:

Sehr persönlich und aufschlussreich
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Der Stil des zum ersten Mal vor ca. 14 Jahren erschienenen Buchs ist für einen Politiker sehr persönlich gehalten, der Inhalt insgesamt sehr aufschlussreich. "Ein amerikanischer Traum" beschreibt im Wesentlichen drei Lebensstationen: Barack Obamas Kindheit in Hawaii und Indonesien, dann den Beginn seiner politischen Arbeit in Chicago und schließlich die Suche nach seiner Familie und seinen Wurzeln väterlicherseits in Afrika.

Wer sich ein genaueres Bild des neuen amerikanischen Präsidenten machen möchte, der sollte das Buch unbedingt lesen. Seine ganze Lebensgeschichte macht deutlich, dass dies tatsächlich mal wieder ein "amerikanischer Traum" ist, denn im Grunde könnte er als ein Amerikaner mit Migrationshintergrund bezeichnet werden: Geboren wird er auf Hawaii - weitab vom amerikanischen Festland - als Sohn einer weißen Studentin aus Kansas und eines schwarzen Studenten aus Kenia. Schon zwei Jahre nach seiner Geburt trennen sich die Eltern wieder. Die Mutter heiratet bald wieder, diesmal einen indonesischen Studenten, dem sie - zusammen mit Barack - bald in dessen Heimat (noch weiter vom amerikanischen Festland entfernt) folgt. Erst mit 10 kehrt Barack Obama nach Hawaii zurück, wo er zunächst von den Eltern seiner Mutter aufgezogen wird. Dies zeigt zweierlei: Erstens unterscheidet sich Obama mit seiner Lebensgeschichte ganz erheblich von den meisten Afroamerikanern, und zweitens erwarb er schon frühzeitig weit über die USA hinausgehende Erfahrungen, zu denen beide Familienstränge (väterlicherseits und mütterlicherseits) beigetragen haben.

Diese frühen Erfahrungen, gepaart mit einer genauen Beobachtungsgabe, mit Intelligenz und Empathie und den Grundlagen, die er bei seiner politischen Arbeit in Chicago erworben hat, haben ihn wohl zu der Person gemacht, die nun auf eindrucksvolle Weise die US-Präsidentschaftswahl gewinnen konnte.
Erfolg ist eine Frage des richtigen Timings...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
und hat natürlich genau so viel mit der geeigneten Zeitqualität zu tun. Obama als richtiger Mann für den Job, den er ab Januar einnehmen wird, kann schwierige Beziehungen heilen und die Welt durch seinen Beitrag zu einem besseren Ort machen. Nachzulesen in "Das Spiegel-Phänomen - schwierige Beziehungen heilen mit kosmischen Geheimlehren". Die Reife, die Obama heute besitzt befähigt ihn zum höchsten politischen Amt in den USA. Wunderbar!
Der Familienmensch Barack Obama
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Wer den Politiker Obama kennenlernen will, sollte ein anderes Buch kaufen. In diesem Buch begegnet einem in erster Linie der Mensch Barack Obama und seine zahlreiche Familie in den USA und Kenia. Die Sprache und die Bilder die Obama für sein intensives Erleben findet, sind gelungen und schön und bergen auch eine Spannung, die das Buch und die über 400 Seiten, ohne Langeweile aufkommen zu lassen, tragen.
Die Themen die ihn, nach meinem Empfinden vor allem bewegen, sind Chancengleichheit und Hoffnung unabhängig von Herkunft und Rasse. Beim derzeitigen Zustand der USA wird er da reichlich zu tun haben. Wünschen wir ihm, falls er die Chance bekommt, gutes Gelingen.
Er bewegt Kopf und Herz - auch als Schriftsteller
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Er kann es, denn er kennt die Menschen. Dieses Buch, vor vierzehn Jahren zuerst erschienen, ist nicht der markige Auftritt eines politisch aufstrebenden Jungstars in Sachen Eigenwerbung, sondern das Zeugnis einer mit erstaunlicher Beobachtungsgabe, zwischenmenschlicher Sensibilität und Empathie gewonnenen frühen Lebensweisheit, die sich politisch zu wirken berufen sieht. Dass diese Berufung von der Organisation sozialer Projekte in einem wegen hoffnungsloser Zustände schon fast aufgegebenen Elendsviertel Chicagos nun zur Präsidentschaft über jene Nation geführt hat, die aus Tradition und Größe immer noch die wichtigste neuzeitliche Demokratie überhaupt darstellt, ist das Glück dieser Tage.

Was die Welt von Barack Obama erhoffen darf, liegt wesentlich in seiner Herkunft und Lebensgeschichte begründet, deren prägenden Teil er in diesem Buch äußerst eindrucksvoll, farbig und reflektiert behandelt. Wer sich auf Hawaii, in Jakarta, in Kenia, in Chicago und in den USA von der Ost- bis zur Westküste insgesamt zu Hause fühlen darf in der Weise, wie es Obama hier miterleben lässt, der mag das Land, das nicht nur seinen Traum erfüllt, obenan stellen; er wird ihm aber durch seine Berufung und Amtsführung auch in der nichtamerikanischen Welt einen auf wechselseitige Anerkennung und Wertschätzung gegründeten Platz zurückzugeben vermögen.

Selbstverständlich sind Hautfarbe und Rassenproblem ein Dreh- und Angelpunkt dieser frühen Selbstvergewisserung. Die sehr persönliche Weise, in der Obama einerseits darin steht, nicht davon lässt und doch als Versöhner darüber hinausgelangt, ist der Schlüssel zu seinem Werdegang als Mensch und Politiker. Nicht nur als Redner, auch als Schriftsteller, der sein Heranwachsen an wechselnden Schauplätzen ebenso fesselnd wie umsichtig schildert, rührt er ans Herz. Das auch stilistisch schätzenswerte Frühwerk kann bereits jetzt Anspruch anmelden, einmal zu den wichtigsten autobiographischen Schriften unserer Zeit gezählt zu werden: Hier hat nicht nur ein amerikanischer oder afrikanischer Traum Gestalt angenommen, sondern ein Menschheitstraum.
Sehr beeindruckend
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
"Ein amerikanischer Traum" ist ein großartiges und sehr beeindruckendes Werk, voller Ehrlichkeit, Offenheit und Sensibilität. Es ist also in jeder Hinsicht ungewöhnlich, vor allem, wenn man bedenkt, dass der Autor ein Politiker ist!
Das Buch ist in drei große Bereiche gegliedert. Der erste Teil befasst sich mit Obamas Kindheit auf Hawaii und in Indonesien, im zweiten Teil erfährt man viel über die Anfänge seiner politschen Arbeit in Chicago, wo Obama zusammen mit benachteiligten Schwarzen gegen zahlreiche Mißstände kämpft. Der dritte Teil handelt von Obamas Reise nach Afrika, wo er nach seinen Wurzeln und seiner Identität sucht und Mitglieder seiner Familie kennen lernt. Der Stil ist sehr persönlich, man lernt Obama in erster Linie als Mensch und Privatperson und erst in zweiter Linie als Politiker kennen. Man erfährt, was ihn ausmacht, wie er zu dem Mann geworden ist, der heute ist. Und als Draufgabe kommt auf keiner Seite Langeweile auf. Es gibt nichts, was ich an diesem Werk kritisieren könnte, deshalb: 5 Sterne!
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Produkt-Bild: Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser: Von den Anfängen bis zum Mittelalter. 5 CDs

Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser: Von den Anfängen bis zum Mittelalter. 5 CDs von Ernst H. Gombrich

Audio CD von Argon Verlag GmbH
Preis bei Amazon: EUR 15,97, Angebote ab EUR 13,45

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3866100981, Erscheinungsdatum: Sept. 2006, Auflage: 10., Aufl.
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Produktbeschreibung


1EINE KURZE WELTGESCHICHTE F
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5 Kundenrezensionen:

Märchenbuch statt Geschichtsdarstellung
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Wem wäre, unabhängig von persönlichen Umständen, das Angebot nicht reizvoll vorgekommen, eine »Weltgeschichte für junge Leser« zu verfassen, wie es dem später großen Gelehrten Gombrich im Alter von 25 angetragen wurde? Er setzte sich hin, und in wenigen Wochen hatte er sich den Stoff angeeignet und das Buch verfaßt. Daß das möglich ist, zeigt jede Seite, die zweifellos mit schriftstellerischer Begabung, gefällig und gekonnt geschrieben sind. Leider gibt es, neben dem auch an anderer Stelle schon kritisierten Problem der ideologischen Einkleidung oder Verdrehung vieler Prozesse durch christliche Sehweise ein noch gravierenderes, auch wenn man gar nicht übermäßig genau hinsieht: Der junge Gombrich hat leider die Darstellung von Geschichte, ihrer Prozesse und Akteure, zumindest über viele Strecken in ein Märchenbuch mit nur ganz oberflächlicher Gemeinsamkeit mit einem Geschichtsbuch verwandelt, leider auch mit nicht geringen Zügen von Kindertümelei. Nicht daß Märchen nicht auf »Wahrheit« zielten oder zielen könnten. Eine Darstellung von Geschichte, erst recht, aber keinesfalls nur für jugendliche Leser, bedarf jedoch der Heranführung an eine rationale Sehweise, deren Ziel Erklärung, besser: Aufklärung, ist. Die Eigentümlichkeit von Gombrichs Buch läßt sich gewiß nicht mit der Entstehungszeit des Buches (1935) begründen (in der historischer Weitblick jedenfalls in engagierten Kreisen vielleicht sogar verbreitetet war als heute), sondern nur aus einem Fehlverständnis dessen heraus erklären, was jugendlichen Lesern an Verständnisvermögen -- gleich ob damals oder erst recht heute -- zuzutrauen ist.
Geschichte - unterhaltsam mit Tiefe ohne Langeweile
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Der Anfang schleppt sich ein bisschen. Aber dann legt die Geschichte so richtig los und macht insbesondere meinem älteren Sohn (12) noch mehr Lust an Geschichte. Der jüngere (9) tut sich ein Stück schwerer. Kein Problem, er kriegt es in 2-3 Jahren halt noch mal zu hören. Mir als Erwachsenen hat es bestens gefallen und ich habe einiges aufgefrischt bzw. sogar neu erfahren. Und das noch dazu unterhaltend ohne zu langweilen.
Geschickt verdichtet und verknüpft
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Das Erste was auffällt ist die Aussprache. Christoph Waltz hat einen Dialekt und eine Betonung, die schon sehr ungewöhnlich, auch teilweise abgehackt ist. Kombiniert mit einer holprigen Wortwahl und Formulierung (z. B. 'nach dem Osten' statt 'nach Osten' oder 'wiewohl' statt 'obwohl'), muss man sich etwas reinhören und meine Kinder waren teilweise etwas irritiert.

Wenn man der CD zuhört, so fällt vor allem die Kunst auf, durch direkte Ansprache der Kinder ("Du"), durch kindgerechte Zwischenfragen, Verknüpfungen, punktuelle Details und zusätzliche Erläuterungen z. B. von geschichtlichen Redewendungen das für die meisten eher trockene Thema 'Geschichte' spannend und locker zu vermitteln.

Dass Schwerpunkte gesetzt werden müssen, die Kontinente Afrika, Australien und Amerika ganz fehlen und auch aus der alten Welt viele Etappen und Herrscher übersprungen werden müssen, ist völlig klar und der Länge nach angemessen. Die ausführliche Schilderung der Lebensweise der Ritter und des höfischen Lebens erscheint demgegenüber jedoch eindeutig zu lang. Aber die Kinder stört es nicht, weil das Thema Ritter natürlich immer gut ankommt.

Das neutral dargestellte Kapitel über die Ursprünge und Grundpfeiler des Islam ist (gerade heute) sehr interessant und wichtig.

Die eindeutig christliche Weltanschauung des Autoren (jenseits der historischen Bedeutung von Kirche, Rom und den Päpsten) kommt in diversen Kapiteln deutlich herüber.

Darüber hinaus kann ich den guten Rezensionen der Vorredner nur zustimmen und sprare mir eine Wiederholung.

Also: Solch ein Werk ist für alle jungen Zuhörer (und auch älteren Zuhörer, die ein Grundwissen auffrischen wollen) eine spannende und lebendige Art, Geschichtswissen zu vermitteln.
Leider unausgewogen
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
In weiten Teilen ein sehr gutes, interessantes Hörbuch, mit einer leider völlig unausgewogenen viel zu positiven Darstellung der Kirche und der Kirchengeschichte. Gerade zum Ende des Buches unerträglich für Menschen, die sich mit der Kirche auch kritisch auseinandersetzen. Schade.
Allgemeinbildung leicht verdaulich dargebogen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Dieses Hörbuch ist auch für Erwachsene interessant und ermöglicht es, sich auf angenehme und vergnügliche Weise ein Überblicks-Allgemeinwissen anzueignen. Man erwirbt sich eine Art Grundgerüst, in das man dann anderes "einhängen" kann. Ich habe kürzlich in Spanien die Alhambra besichtigt und an einer Führung teilgenommen. Ich habe gezögert daran teilzunehmen, weil ich Führungen bisher meist sehr langweilig fand und mich zwingen musste zuzuhören. Durch das Hörbuch von Ernst Gombrich hatte ich so viel Hintergrundwissen erworben, dass ich die einzelnen Annekdoten und Hinweise bei der Führung einordnen konnte und sehr viel Spaß daran hatte. Sehr zu empfehlen!
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Produkt-Bild: Der Baader-Meinhof-Komplex:

Der Baader-Meinhof-Komplex: von Stefan Aust

Broschiert von Goldmann Verlag
Preis bei Amazon: EUR 10,00, Angebote ab EUR 6,80

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3442469015, Erscheinungsdatum: August 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Der Baader-Meinhof-Komplex:

Aus der Amazon.de-Redaktion


Gerade noch rechtzeitig, bevor sich das 68-er Jubiläumsjahr mit dem Kinostart des oskarverdächtigen Spielfilms Der Baader Meinhof Komplex zu Ende neigt, hat der Autor der Drehbuchvorlage, Stefan Aust, eine neue Version seines gleichnamigen Werkes von 1985 vorgelegt. Natürlich drängt sich bei diesem Timing der Verdacht auf, es ginge dem unlängst geschassten Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Der Spiegel darum, beflügelt vom Hype um den Film noch einmal kräftig Kasse zu machen. Doch die Anschaffung des inzwischen auf knapp 900 Seiten angewachsenen Opus Magnus von Aust lohnt sich tatsächlich!
Nicht umsonst galt Austs ebenso präzise wie unvoreingenommene Chronik der Ereignisse vom Juni 1967 bis zum „Deutschen Herbst“ 1977 schon bald nach Erscheinen der Erstauflage als Standardwerk. Die Eliminierung von Fehlern, die Anreicherung mit weiteren Details und die Illustration mit Fotos, die der Autor für die dritte Ausgabe geleistet hat, wird diesen Anspruch sicherlich weiter zementieren. Erstehanderfahrungen und die persönliche Bekanntschaft mit etlichen Akteuren der RAF und deren Umfeld machten das Buch seit jeher so einzigartig und authentisch. Dabei hat es der Sache nur wenig Abbruch getan, dass Aust, der sich seine ersten Sporen noch unter der Ägide von Ulrike Meinhof bei der linksradikalen Postille Konkret verdiente, mit dem Verdikt des Revisionisten und Karrieristen im inneren Zirkel der RAF stets auf eine Mauer des Schweigens stieß. Durchbrochen lediglich von einer Handvoll Renegaten, die sich vor allzu unvorsichtigen Äußerungen freilich gehütet haben dürften, um ihre Bewährung nicht zu gefährden.
Vor allem im Umgang mit ihnen und den offiziellen Quellen, die noch immer weit davon entfernt sind, ungefiltert zu sprudeln, ist investigatives Gespür gefragt. Und über ein solches verfügt der alte Hase des Enthüllungsjournalismus zweifellos in einem weit höheren Maße als die meisten anderen Publizisten, die sich in den letzten Jahrzehnten mit der RAF auseinandergesetzt haben. Trugen bei der Neuausgabe von 1997 vor allem Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) sowie Aussagen einiger in der DDR untergetauchter RAF-Mitglieder zur weiteren Erhellung des dunkelsten Kapitels der deutschen Nachkriegsgeschichte bei, so kreist Austs Spot diesmal über den zwielichtigen Machenschaften westdeutscher Geheimdienstler, die er schon in seiner TV-Dokumentation beleuchtete. Auch in dieser Hinsicht eine erhellende Lektüre! Roland Detsch, literaturanzeiger.de
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5 Kundenrezensionen:

Zu Recht das Standardwerk zum Deutschen Herbst
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Wertfreie Dokumentation, Versuch die Gedanken und Hintergründe der RAF begreiflich zu machen, extensive Schilderung der Schnittstelle RAF - Staat (vor und nach Verhaftungen). Ausführliche Dokumentation der Sichtweise der Gefangenen. Besser kann man ein Buch zu diesem Thema nicht schreiben.
sehr wichtiges Buch
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich finde dieses Buch ist ein ganz wichtiges Werk deutscher Geschichte.
Es stellt die Tragik der 60 iger und 70 iger Jahre im politischen Kampf glasklar da.Das Buch rüttelt auf und macht bewußt, daß die Demokratie damals immer noch in den Kinderschuhen steckte...Ich hoffe, daß wir daraus weiter lernen und zu einem demokratischen und sozialen Staat uns entwickeln.
Danke, daß es das Buch gibt.
Lehrreich...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
... ist für mich das Buch von Stefan Aust durchaus.

Es blieben einige Ungereimtheiten auf die Aust selber hinweist.

Mein Kommentar zu der Geschichte "Two wrongs do not make one right."

Die Verflechtungen der Geheimdienste (beider Seiten) zu Zeiten des Ost-West-Konflikts lassen durchaus die Vermutung zu das einige der Informationen in den Giftschränken der jeweiligen Dienste verwahrt wurden und werden.

Gefallen hat mir an dem Buch das der Autor nicht versucht die Motive zu bewerten oder gar welche zu postulieren. Interessant wäre es die weissen Flecken die verbleiben auszufüllen. Mit Tatsachen, nicht Legenden.

Am Ende bleiben Fragen offen. Und ein Gefühl das beide Seiten an Glaubwürdigkeit verloren haben.

Für mich als Leser bewahrheitete sich das in jedem Konflikt das erste Opfer die Wahrheit ist und das die Entmenschlichung der Gegner ("Terroristen/Mordbuben","Schweine") einer der ersten Schritte Richtung Gewalt ist. Und das es immer wieder fatal ist an die eigene Propaganda bedingungslos zu glauben.

Wer sich mit der jüngeren deutschen Geschichte bekannt machen möchte sollte dieses Buch unbedingt lesen. Sicher werden beide Lager da auch Argumente für sich finden, aber das ist nur Rationalisierung der eigenen Haltung nach den oben erwähnten "Two wrongs"...
Danke an Stefan Aust für dieses Buch
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Da ich 1969 geboren bin, gehöre ich der Generation an, die immer neugierig auf die Plakate der Gesuchten starrte, wenn Muttern bei der Bank oder Post war.. Natürlich kannte und hatte man von der Entführung der Lanshut und Martin Schleiers -auch in meiner Generation- gehört, dennoch kannte ich viele dieser kleinen Details nicht. Super geschrieben, ein fesselnder Krimi- Danke Stefan Aust
Aktuell wie eh und je
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich denke, viele Dinge sind schon gesagt und müssen nicht mehr wiederholt, und somit viele potentielle Leser bei der Information über dieses Buch gelangweilt werden.
Das wäre nämlich sehr schade - ist dieses Buch doch genau das Gegenteil von langweilig!
Ich habe schon in Rezensionen zuvor gelesen, daß es teilweise als trockene Aneinanderreihung von Informationen gesehen wird - das hat dieses Buch nicht verdient, im Gegenteil:
gerade eine gewisse nüchterne Betrachtungsweise gibt ihm doch gerade das, was es als objektiv auszeichnen kann. Stefan Aust, der selbst viele Leute kennenlernteoder bereits kannte, welche in die RAF oder zumindest in den Untergrund gingen, hält trotzdem eine bewundernswerte Objektivität zum Thema.
In meinem Bücherregal steht noch zudem noch die Taschenbuchausgabe von 1989, bereits "in Ehren" etwas angegilbt; jetzt könnte man denken: Wer ist so blöd und kauft sich dasselbe Buch zweimal? Dasselbe ist es aber nicht, denn was sich seitdem noch an neuen Erkenntnissen ergab, läßt das Thema nicht einfach unter dem Überbegriff "Deutsche Nachkriegsgeschichte" versinken.
Die gebundene Ausgabe beinhaltet zudem viel Bildmaterial - großartig!
Jetzt fehlt eigentlich nur noch eine DVD-Kollektion mit Doku-Material.
Anmerken möchte ich noch etwas, eher allgemeiner Natur denn dem Produkt entsprechend: Ich fand es schade, daß mittlerweile viele Jugendliche oder Heranwachsende keine Ahnung von der Materie haben, obwohl es doch Auswuchs der so wichtigen 68er ist. Bedauerlich, wieviele im Kino saßen und an Stellen lachten, an denen eigentlich das Lachen im Halse stecken bleiben sollte...
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Produkt-Bild: Die Deutschen im 20. Jahrhundert: Vom Ersten Weltkrieg bis zum Fall der Mauer

Die Deutschen im 20. Jahrhundert: Vom Ersten Weltkrieg bis zum Fall der Mauer von Guido Knopp

Gebundene Ausgabe von C. Bertelsmann Verlag
Preis bei Amazon: EUR 24,95, Angebote ab EUR 18,00

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3570009769, Erscheinungsdatum: Oktober 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Die Deutschen im 20. Jahrhundert: Vom Ersten Weltkrieg bis zum Fall der Mauer

Eine Kundenrezension:

Tolles Buch zur Serie! Teil 2
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Hier nun der zweite Teil "Der Deutschen". In diesem Fall zur noch kommenden ZDF-Serie.

Wie auch der erste Teil, stammt das Buch von dem bewährten Autorenteam aus der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte um Guido Knopp. Das schön ausgestattete, gebundene Buch, ist durchgehend mit hervorragenden Bildern illustriert.

Das Werk knüpft da an, wo der erste Band aufhört, nämlich im 20. Jahrhundert. Auch hier handelt es sich nicht um ein klassisches Geschichtsbuch. Eher könnte man es als "geschichtliches Lesebuch" bezeichnen. Diese erzählerische Komponente macht das Buch sehr interssant; Längen werden geschickt vermieden.

Besonderes Augenmerk legen die Autoren auf die Jahre 1914, 1918, 1933, 1945, 1949 und 1989 als Wendepunkte in der deutschen, aber auch europäischen Geschichte. Die Darstellung der Jahre 1914 bis 1945 als ineinander greifendes Ereignis, als "Dreißigjähriger Krieg des 20. Jahrhunderts", beeindruckt ebenso, wie die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Das Buch ist ein idealer Einstieg in die zentralen Themen deutscher Geschichte im 20. Jahrhundert. Durch den eher erzählerischen Ansatz eignet es sich aber auch für bereits entsprechend belesene historisch Interessierte, als schöne, zusammenfassend Reflexion des Themas, mit teils ungewöhnlichen Gedankenansätzen und Sichtweisen.

Fazit: Ebenso wie Teil 1 ein tolles Buch und eine klare Kaufempfehlung!
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Produkt-Bild: Bei Anruf nackt: Meine Partnersuche im Internet

Bei Anruf nackt: Meine Partnersuche im Internet von Ulrike Bornschein

Broschiert von Heyne
Preis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 6,60

3,5 von 5 Punkten
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3453645219, Erscheinungsdatum: November 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Bei Anruf nackt: Meine Partnersuche im Internet

5 Kundenrezensionen:

Narzistische Selbstdarstellung
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Ist zwar alles recht gut und schön, aber letztlich komplett daneben: Hier stellt die Autorin im Grunde nur ihre intellektuellen Machtspielchen mit den für sie interessanten Männern zur Schau: Die sind alle Unternehmer oder Akademiker, gesellschaftlich etabliert und mit dem nötigen Kleingeld ausgestattet, sie auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten bei guter Laune zu halten. Darin unterscheiden sie sich von der Protagonistin, die hier ihrerseits in klassischer Selbstoffenbarung zeigt, worum es ihr im Grunde geht: Geld, Macht, Schönheit und Sex. Das Spiel also jener emotional abgeschnittenen und beziehungsunfähigen Menschen, denen nur ihr Narzismus geblieben ist.
An drei Abenden durchgelesen ...
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
... obwohl ich wegen des plumpen, unpassenden Titels, der wohl absatzfördernd wirken soll, erst nichts davon wissen wollte. Noch vor der Lektüre sah ich die Autorin in einer Talkshow, wo sie für meinen Geschmack zu lange brauchte, um auf den Punkt zu kommen, aber vielleicht war sie nur aufgeregt. Trotzdem habe ich das Buch gelesen und wurde nicht enttäuscht.
Die einzelnen Männer und Situationen werden bildhaft beschrieben. In der Online-Welt hätten mich die zum Teil enorm langen, (pseudo)intellektuellen Briefwechsel allerdings erschlagen. Und ich mag auch nicht glauben, dass die Idee zu diesem Buch erst nach all den Treffen geboren worden sein soll. Denn den (abgedruckten) Schriftwechsel mit einem der "Stalker-Typen" hatte die Autorin ja vernichtet, wie sie selbst schreibt.
Dennoch, ein kurzweiliger, interessanter Einblick, nicht mehr, nicht weniger.
Recht interessante Recherche zum Online-Dating
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Das Buch ist sehr gut und auch fesselnd geschrieben. Die verschiedenen Charaktere der Männer, die sie kontaktiert und mit denen sie sich dann auch getroffen hat, werden eingehend und nachvollziehbar beschrieben. Gerade die Teile des Buches sind sehr unterhaltsam und irgendwie auch lehrreich. Allerdings meine ich, dass man das Buch durchaus so lesen sollte, wie es bereits der Untertitel rät: "Meine Partnersuche im Internet". Es handelt sich um einen Bericht einer konkreten Partnersuche im Internet, und zwar von einer ganz spezifischen Person in einer spezifischen Lebenssituation mit ganz spezifischen Absichten und Interessen (möglicherweise auch, um darüber ein Buch zu schreiben). Ich glaube nicht, dass die Erfahrungen unbedingt auf eine Frau übertragbar sind, die nur jemanden zum Ausgehen sucht oder die umgekehrt auf der Suche nach einem Ehemann ist. Und auf Männer möglicherweise sowieso nicht, wie mir ein Bekannter verriet, der das Buch gleichfalls gelesen hat. Der behauptete nämlich, die Autorin hätte eine erstaunlich hohe Erfolgsquote gehabt: andersherum gäbe es viel mehr Pleiten.
Nett geschrieben, mehr nicht
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Am Anfang liest man noch mit großem Interesse die Steckbriefe und die Mails zur ersten Kontaktaufnahme.
Mit der Zeit jedoch langweilen die zum Teil geschwollenen Ergüsse und betont intelligent abgefaßten Kontaktmails über Psyche, Erwartungen, Enttäuschungen... es wiederholt sich halt alles. Jeder der Partner möchte sich natürlich in bestem Licht darstellen und es wird "gelabert" was das Zeug hält - bis zum ersten Treffen und zur großen Enttäuschung, denn die E-Mail-Traktate sagen wenig über den Original-Dating-Partner aus.

Sind die Resultate der Partnersuche im Internet wirklich so wie dargestellt? Da bin ich mir nicht sicher. Natürlich hängt es mit den eigenen Vorstellungen zusammen - den absoluten Traumpartner wird es nicht geben, man muß Kompromisse eingehen und ist dazu mit über 40 - wie die Autorin - vielleicht nicht mehr unbedingt bereit.
Das Buch langweilte auf den letzten Seiten, da sich alles irgendwie wiederholte, außerdem stellte die Autorin ja klar, daß die große Liebe nicht unter den Dating-Partnern zu finden war.
Fazit: Ein interessanter Einblick in die Dating-Welt, muß man jedoch nicht gelesen haben.
Meine Empfehlung: KAUFEN!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich bin über einen Artikel im Internet auf das Buch aufmerksam gemacht worden und dachte gleich, Oh was für eine lustige Geschichte. Der Schreibstil von Ulrike ist einfach nur entzückend. Ich fand das Buch sehr amüsant und habe oft genug laut lachen müssen. Danke Ulrike, dass du uns so hast in dein Leben schauen lassen. Bzgl. der Erfolgsquote, es sind 12 Monate, da kann so einiges passieren. Das Buch ist genau das richtige für einen schönen, kurzweiligen und lustigen Winterabend. Meine Empfehlung: KAUFEN!
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Produkt-Bild: Gomorrha. Reise in das Reich der Camorra

Gomorrha. Reise in das Reich der Camorra von Roberto Saviano

Gebundene Ausgabe von Hanser Belletristik
Preis bei Amazon: EUR 21,50, Angebote ab EUR 16,00

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3446209492, Erscheinungsdatum: August 2007, Auflage: 1
Zoom ± Produkt-Bild: Gomorrha. Reise in das Reich der Camorra

5 Kundenrezensionen:

Kurz und bündig bewertet...
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Meine kurze aber bündige Rezension:

+ die Darstellung der Reichweite und des Einflußes der Camorra, national und international... da sieht man Italien wieder mit anderen Augen

- die Masse an Namen, Spitznamen und Ortschaften, Verwandschaftsgraden und Beziehungen untereinander läßt einem während der Geschichte das Gesicht einschlafen
Die harte Realität im Reich der Camorra
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Das öffentliche Bild vom organisierten Verbrechen mag zwar von der sizilianischen Mafia geprägt sein, doch diese ist gegen die süditalienische Camorra, so der Autor, kaum mehr als ein Knabenchor. Roberto Saviano, der inzwischen im Untergrund lebt, erhielt für seine Recherchen zu diesem Buch 2006 den Premio Viareggio, einen italienischen Literaturpreis. Während die italienischen Juroren vermutlich ausreichend Hintergrundkenntnisse besitzen, um zwischen harten Fakten und Überzeichnung unterscheiden zu können, ist davon beim deutschen Otto-Normal-Leser höchstwahrscheinlich nicht auszugehen. Die Frage, wo Savionas Buch nun Roman und wo Sachbuch ist, kann der Laie kaum beantworten. Nicht zuletzt, weil die Kapitel in sich abgeschlossen sind und damit oft zusammenhanglos erscheinen. Der rote Faden versteckt sich hinter blutigen Anekdoten.
Gratulation und Beileid
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Zu dem Buch kann man nur gratulieren. Also dem Verlag. Dem Käufer und Leser nicht.

Der Verlag hat es geschafft, in den Medien einen riesigen Wirbel um dieses Buch zu entfachen. Alle Qualitätszeitungen haben recht positiv darüber berichtet. Leider haben die Journalisten das Buch wohl nicht selber gelesen und die Berichterstattung basierte primär auf einer Pressemitteilung des Verlages. Folgerichtig wurde das Buch ein echter Bestseller in Deutschland. Unter dem Strich hervorragende PR-Arbeit.

Durch das Buch selbst musste ich mich regelrecht quälen. Wer in Sachen Mafia nicht völlig unbedarft ist, erfährt in dem Buch überhaupt nichts Neues. Von Enthüllungen oder Insiderwissen kann keine Rede sein. Zusätzlich ist das Buch schlecht strukturiert und der Autor wechselt andauernd den Schreibstil, was das Lesen zur Qual macht. Unter dem Strich: Viele heiße Luft um nichts.

Es kommt äußerst selten vor, aber das Lesen dieses Buches empfand ich als vergeudete Zeit.
Schockierend und augenöffnend!
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Gehört hat man von der Camorra normalerweise schon und hat sich auch ein gewisses Bild von diesen Kriminellen geschaffen, doch so wie Saviano die Machenschaften und die Hintergründe beschreibt, muss man sein eigenes Bild der Lage gründlich revidieren. Als gebürtiger Süditaliener ist er in und mit diesem System aufgewachsen und weiß also wovon er schreibt. Schön sind die autobiographischen Passagen, die die trockenen Teile der reinen Beschreibung des Systems und der Hintergründe aufwiegen. Doch gerade diese Teile machen das Buch um so schockierender. Es sind nicht Geschichten aus Hollywood (worauf der Autor auch eingeht), sondern es ist die Wirklichkeit (oder zumindestens eine Realität, die der Autor so erfahren hat). Die Erläuterungen der Handelwege von Stoffen, Zigaretten, Müll bis zu Drogen sind zum Teil verworren (wie das System nunmal ist), aber eigentlich gut nachvollziehbar. Schwierig wird es erst bei den vielen verschiedenen Namen. Es tauchen unzählige Personen auf, doch Saviano schafft es einen einigermaßen gut geratenen Überblick für den Laien und Leser zu erhalten.
Während des Lesens wird man schockiert, muss lachen (z.B.: über die merkwürdigen Spitznamen der Bosse) und schüttelt vor lauter Unglauben den Kopf.
Kritisch anzumerken (und daher nur vier Sterne) ist der Umstand, dass man merkt es gibt zwei Übersetzer. Der zweite Teil ist meiner Meinung nach nicht so gut gelungen wie der erste, der mehr Charme und Frische besitzt.
Trotzallem gebe ich diesem Buch gelungene vier Sterne!
sumpf italien
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
also ich hab' mich beim lesen schon mehrfach drüber gewundert, dass der autor das buch offenbar unter seinem realen namen herausgebracht hat. die tatsachen und begebenheiten die er schildert sind für leute die sich damit beschäftigen oder dem ganzen auch gezwungenermassen ausgesetzt sind wahrscheinlich bekannt bzw. alltäglich - aber für jemanden wie mich, der sich mit der materie noch nicht beschäftigt hat, ist es der hammer.

das verdienst des autors liegt meiner meinung nach darin, dass er einerseits seine persönliche lebenswelt schildert und andererseits fakten über die camorra abseits von einschlägigen statistiken und fachbüchern zusammengetragen hat. wobei mich der verdacht beschleicht, dass saviano auch einigermassen besessen von dem thema ist - sonst hätte er wohl nicht so viel riskiert.

literarisch kann man das buch sicher diskutieren - aber bei so einem buch ginge dass ohnehin unerheblich. ich lese das als tatsachenbericht - wobei mir schon manche sachen einigermassen unglaublich erscheinen ... das liegt aber wohl weniger am autor als an meiner mangelnden vorstellungskraft. jedenfalls finde ich es fesselnd und es liest sich auch einigermassen flüssig.

meinen nächsten süditalienaufenthalt hab'ich jedenfalls verschoben ...
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Produkt-Bild: Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser: Von der Renaissance bis heute. 4 CDs

Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser: Von der Renaissance bis heute. 4 CDs von Ernst H. Gombrich

Audio CD von Argon Verlag GmbH
Preis bei Amazon: EUR 15,97

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 386610099X, Erscheinungsdatum: Sept. 2006, Auflage: 9., Aufl.
Zoom ± Produkt-Bild: Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser: Von der Renaissance bis heute. 4 CDs

Produktbeschreibung


Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser Von der Renaissance bis heute. 4 CDs
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5 Kundenrezensionen:

Nicht nur für Kinder
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Diese Weltgeschichte bietet sich an, sie mit den Kindern gemeinsam zu hören und auch als Erwachsener noch das eine oder andere zu lernen.
Genial
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Der erste Teil ist für Kinder noch besser zu hören, doch dieser hier hilft auch den Eltern, sich fit für Nachfragen zu machen.
Auch werden die Geschichtskenntnisse unabhängiger davon, wie mehr oder weniger interessant der diesjährige Geschichtslehrer war. Beim Wiedererkennen der Stichworte horchen sie schon auf, und das Wesentliche kann im Gedächtnis bleiben, ohne sture Paukerei.
Mord und Totschlag
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Die "Kurze Weltgeschichte" ist prinzipiell eine gute Idee, wir (Kinder und Erwachsene) haben die ersten 4 CD}s im Auto mit großem Interesse gehört. In der 2. Staffel zeigen sich jedoch eindeutige Längen, interessante Personen der Zeitgeschichte kommen teilweise zu kurz, dafür werden Mord und Totschlag unnötigerweise ausgebreitet, so daß einem das Hörvergnügen manchmal vergeht. Deshalb nur 3 Sterne, 3,5 wären wohl eher angebracht, aber die gibt es leider nicht.
Lernen mit viel Spaß
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein Freund von uns ist Lehrer und hat uns die Hörbuchreihe von Gombrich empfohlen. Er setzt sie selber im Unterricht ein und ist vom Lerneffekt absolut überzeugt. Unser Sohn hat zum Geburtstag die erste CD gekriegt und hört sie tatsächlich richtig gerne und immer wieder. Nun wird er zu Weihnachten sein Wunschbuch "Ein Tor würde dem Spiel gut tun. Das ultimative Buch der Fußball-Wahrheiten" (er ist Fußball verrückt) und die zweite Reihe bekommen. Wird ihm sicher wieder viel Freude machen und er wird was lernen, da sind wir sicher!
Hervorragendes Geschenk für Kinder ab 8 Jahren!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich habe früher mit Begeisterung das Buch von Gombrich verschlungen. Aber aus meiner Erfahrung heraus als Geschichtslehrer weiß ich mittlerweile, dass man Kinder heutzutage ruhig auch mit anderen Medien für das schöne Themengebiet der Geschichte begeistern kann. Und da ist diese Hörbuchreihe ein wunderbares Beispiel. Und da mein Neffe mittlerweile im richtigen Alter ist, bekommt er die Hörbücher zu Weihnachten - und zusätzlich als pädagogische Unterstützung das Buch "Ein Tor würde dem Spiel gut tun. Das ultimative Buch der Fußball-Wahrheiten". Denn über den Fußball kriegen wir ihn auch zum Lesen... :-)
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Produkt-Bild: Der Crash kommt: Die neue Weltwirtschaftskrise und wie Sie sich darauf vorbereiten

Der Crash kommt: Die neue Weltwirtschaftskrise und wie Sie sich darauf vorbereiten von Max Otte

Broschiert von Ullstein Tb
Preis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 7,90

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3548369758, Erscheinungsdatum: April 2008, Auflage: aktualisierte Ausgabe.
Zoom ± Produkt-Bild: Der Crash kommt: Die neue Weltwirtschaftskrise und wie Sie sich darauf vorbereiten

Aus der Amazon.de-Redaktion


Was, wenn sich der Traum von der Steuerbarkeit der Wirtschaftsentwicklung als große Illusion entpuppt? Wenn der anhaltende globale Aufschwung der letzten Jahrzehnte in einem großen Crash zu Ende geht und in eine lange Ära der Depression mündet? Der bekannte Finanzprofessor und Buchautor Max Otte ist sich sicher: Der Crash kommt. So heißt das neue Buch des Wormser Ökonomieprofessors, der sich der Rolle des ökonomischen Ketzers zeigt. Sein Buch ist eine flammende Anklageschrift gegen die herrschende Lehrmeinung der ökonomischen Zunft. Und eine dringende Mahnung: Es ist wichtiger denn je, Vorsorge zu treffen -- bevor es zu spät und der Crash da ist.
Ottes Anklage gilt dem Machbarkeitsglauben der Ökonomen, durch die Steuerung der Geldmenge die Inflation beeinflussen zu können. „Genau das kann sie nicht!“, proklamiert Otte. Denn der Geldsegen aus der Notenpresse fließe vor allem „in immer spekulativere Investments“. Und irgendwann werde „die Masse der Schulden unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrechen“, prophezeit der Autor: „Nach allem, was mir meine Daten sagen, ist eine Weltwirtschaftskrise in den nächsten fünf Jahren sehr wahrscheinlich. Die Globalisierung selbst hat eine große Blase erzeugt, die über kurz oder lang entweder schnell platzen oder langsam in sich zusammensinken muss.“ Die Folge: Vermögen wird vernichtet. Die Wirtschaft schrumpft. Deflation regiert -- mit drastischen Auswirkungen: Staatsbankrott, Währungsreform. Das Gespenst von 1929, der letzten großen Weltwirtschaftkrise.
Ottes Mahnung: „Treffen Sie die notwendigen Vorbereitungen, seien Sie gelassen, und vermeiden Sie Verluste!“ Den Vorkehrungen gegen die kommende Krise ist der zweite Teil des Buches gewidmet. Otte verrät hier Anlagestrategien, die es ermöglichen sollen, eine Weltwirtschaftskrise zu überstehen. Seine Empfehlung: sich vorbereiten und seine Vermögensangelegenheiten in die eigenen Hände nehmen. Dabei kommen als antiquiert angesehene Formen der Wertanlage zu neuen Ehren: Bargeld und Gold sollen helfen, die Krise zu überdauern.
Ottes Warnungen sind drastisch. Ob man ihnen Glauben schenkt oder nicht, ist letztlich wiederum eine Frage des Glaubens. Oder der theoretischen Vorentscheidung: Ist man ökonomischer Pessimist oder Optimist? Sieht man in der Krise einen normalen Begleitumstand des Wirtschaftens oder hält man sie für eine vermeidbare Panne? Ob man richtig lag, weiß man leider immer erst nachher.-- Winfried Kretschmer
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5 Kundenrezensionen:

Das beste Buch zur Krise!-Fundierte Erklärungen, flüssiger Stil, passende Rezepte
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Wer die derzeitige Krise in ihrer Entstehung und ihrem Verlauf verstehen will und wer nicht weiß oder sich unsicher ist, mit welcher Anlagestrategie man am besten durch die Rezession kommt, der kommt an diesem Buch einfach nicht vorbei!

Prof. Otte gelingt es, mit seinem flüssigen und lebendigen, gut lesbaren Stil ein breites Publikum anzusprechen. Ob Wirtschaftswissenschaftler oder Ingenieur, ob Briefträger oder Hausfrau, es dürfte jedem mit ein wenig Interesse für wirtschaftliche Zusammenhänge sehr leicht fallen, den Argumentationsmustern des Autors zu folgen.

Schon im Jahre 2006 erkannte Otte die Frühwarnsignale eines Zusammenbruchs des amerikanischen Finanzsystems, er warnte vor der Subprime-Krise und deren Folgen für die reale Wirtschaft. Dabei geriert er sich nicht als der Prophet, der das ganze Übel schon immer kommen sah, sondern macht mit spitzer Feder auf die großen Risiken, die sich hinter (oder in) der Immobilienblase verbergen, aufmerksam. Er sammelt eine ganze Fülle von Indizien für eine lange Krise und präsentiert dabei die Daten erfreulich lebendig und sehr schlüssig. Er tritt gleichsam mit dem Leser in einen Dialog und nimmt die Sorgen und Ängste des imaginären Gesprächspartners sehr ernst. Dabei lässt sich mit Begeisterung feststellen, mit welch spielerischer Lockerheit und Einfachheit er dem Leser selbst hochkomplexe Zusammenhänge in der globalen Wirtschaft vermitteln kann. Ich habe vorher noch nie ein Wirtschaftsbuch verschlungen, bis Max Otte kam. So manch ein (deutscher) Wirtschaftsprofessor könnte sich hier eine Scheibe abschneiden!Insoweit hat dieses Buch jetzt schon das Zeug zum Klassiker.

Max Otte belässt es aber nicht bei einer Analyse der Weltwirtschaft, sondern zeigt auf sehr pragmatische und nachvollziebare Weise, wie man als Kleinanleger der Krise begegnen kann. Dabei stehen eher strategische Überlegungen zur Gestaltung einer krisenfesten Vermögensstruktur im Vordergrund als konkrete Aktienempfehlungen. Für die selbstständige Aktienanalyse und Anlageentscheidung empfiehlt sich eher sein ebenfalls sehr gutes Buch [[ASIN:3548372244 Investieren statt sparen: Wie man mit Aktien ein Vermögen aufbaut]zur Lektüre.

Mein Fazit: Wer die Hintergründe und möglichen Folgen der derzeitigen Krise verstehen will, und sich auf eine mögliche längere Durststrecke vorbereiten muss, dem sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt.
Furchtbar
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Schon beim Vorwort wurde mir klar, dass das Investment von 8,95 Euro eher als Sunk Costs in meine Bilanz eingehen. Das ständige "ich möchte kein Prophet sein, aber ich habe es schon immer gewußt..nur hört ja keiner auf mich" gepaart mit "damals als ich noch bei Bernanke in Princeton saß.." wirkt äußerst angeberisch für einen etablierten Professor. Vielleicht wurde er bei der Zusammenstellung der Wirtschaftsweisen nicht berücksichtigt und ist deshalb eingeschnappt? Wer weiss.. Zum Inhalt: Wer einmal in einer VWL Vorlesung gesessen hat oder regelmäßig in die Zeitung guckt, hätte zumindest den ersten Teils ger nicht lesen müssen. Die Wirtschaftsgeschichte des letzten Jahrhunderts ist nichts neues. Der zweite Teil sollte nun der Versuch sein, entsprechende Anlagetipps zu empfehlen. Auch hier werden, meiner Meinung nach, keine Neuigkeiten erzaählt. In Gold anzulegen, die Schweiz als sicheres Land der Banken zu empfehlen, von spekulativen Finanzderivaten abzuraten, etc. sind alles Erkenntnisse die jedem Kleinanleger schon vorher klar waren. Verglichen mit dem ersten Teil fällt der zweite Teil auch in seinem Umfang relativ dürftig aus. Der einzige Vorteil dieses Buches: Jeder kann es lesen. Man muss kein Finanzexperte sein um den Text nachvollziehen zu können. Wer die Zeitung mit den vier Buchstaben lesen kann, ist auch in der Lage dies Werk zu kapieren.
Nicht mehr als ein Horoskop
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Chapeau! Ein auf Bildzeitungsniveau geschriebenes Horoskop für die weltweite Finanzkrise mit dem wissenschaftlichen Anspruch eines BWL-Erstsemesters. Von einem "ordentlichen" Professor sollte und könnte man mehr erwarten. Scheinkausalitäten und eine Menge *hätte, könnte, wenn und aber* machen dieses Buch zu einer echten Qual! Das Literaturverzeichnis besteht aus einer Ansammlung von beliebigen (bis auf eine Ausnahme) nicht referierten Beiträgen, für die man mindestens ebenso viele Gegenpositionen findet...

Betrachtet man den Autor näher ist so einiges schon klarer und die oben angeführten Kleinigkeiten sind nicht weiter verwunderlich - geht es doch, so scheint es, eher darum, neue (ängstliche) Kunden bzw. Subscriber für das IFVE zu gewinnen. Peinlich!

Im Stile des Buches ein abschließender Kommentar:

Mit Sicherheit wird Herr Otte, unter den Voraussetzungen, die in seinen eigenen Büchern beschriebenen, mehr oder weniger wahrscheinlichen Gegebenheiten, unter Umständen Recht haben können - wobei er leider nicht sagen kann, wann er und in welchem Ausmaß er Recht haben könnte.

Nicht mehr als ein Horoskop - im schlimmsten Fall aber eine selbsterfüllende Prophezeihung...
wertvolle Informationen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich habe mir das Buch aufgrund des Untertitels gekauft, wie man sich auf die kommende Krise vorbereiten sollte. Gut nachvollziehbar beschreibt Prof. Otte, dass Menschen vergesslich sind und durch den jetzt ca. 25 Jahre anhaltenden Aufschwung sich nicht mehr bewusst sind, dass es auch wieder abwärts gehen wird. Daher wird der Großteil der Bürger in den kommenden Krisen nicht vorgesorgt haben oder werden unzureichend darauf vorbreitet sein. Er gibt Tipps, wie man heute bereits die ersten Vorkehrungen treffen kann und empfiehlt zum Vermögensaufbau hochwertige Immobilien, Anleihen, ausgesuchte Aktien und Devisen in sicheren Ländern bei gut gerateten Banken. Einige dieser Punkte habe ich darauf hin prompt umgesetzt.
Aufklärend waren für mich auch die vielen Hintergrundinformationen in dem Buch. China wird durch Sparsamkeit, Fleiß und Loyalität die Konsumwirtschaft USA, die der auf den eigenen Vorteil bedachte Alan Greenspan durch die Niedrigzinspolitik ermöglicht hat, in den kommenden Jahren von seiner Rolle als führende Wirtschaftsnation ablösen. Empfehlenswert.
ein buch fuer die krise ?
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
der crash kommt?...der crash ist laengst da...besonders in dem vom autor selbst betriebenem und beworbenem aktienfond...man nehme nur die wertpapierkennummer - A0F6CQ - gebe sie in die suchmaske bei cortalconsors, klicke dann auf "profil" und sieht, dass der fond in der rangfolge der besten im rueckblick auf ein jahr auf platz 539(!!), auf 6 monate auf platz 589(!!) liegt...
unterhaltsames buch, besser als arztroman allemal, aber ein ratgeber fuer die krise ??...es kommt wie es kommt, nichts genaues weiss man nicht...auch nicht prof.dr.otte...
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