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Produkt-Bild: Die sechs Romane: Emma /Kloster Northanger /Mansfield Park /Stolz und Vorurteil /Überredung /Verstand und Gefühl

Die sechs Romane: Emma /Kloster Northanger /Mansfield Park /Stolz und Vorurteil /Überredung /Verstand und Gefühl von Jane Austen

Broschiert von Reclam, Ditzingen
Preis bei Amazon: EUR 49,90, Angebote ab EUR 42,00

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3150300363, Erscheinungsdatum: August 2008
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4 Kundenrezensionen:

Qulität der Bücher mangelhaft
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Ich bin Jane Austenfan und habe mich über diese Kasette riesig gefreut als ich sie geschenkt bekam. Nätürlich habe ich die Bücher auch gelesen und zu meinem Entsetzen festgestellt das sämtliche Bücher sich vom Buchrücken lösten und in Einzelteile zerfiel. Ich bewerte nicht den Inhalt der Bücher sondern die ablsolut miese Qualität der der einzelnen Bücher, diese Kasette ist ihr Geld nicht wert.
So hatte ich mir das nicht vorgestellt
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Endlich habe ich mich zu Jane Austen und zum Kauf entschlossen. Am besten alle sechs Bücher auf einmal und warum nicht in diesem floralen Karton der so romantisch daher kommt?
Zu Jane Austen an sich möchte ich nichts sagen, dass haben mehr als genug Leute vor mir getan.
Aber zu Ausgabe von Reclam. Ich begann mit "Emma", las abends im Bett vorsichtig ein paar Seiten. Nun bei Kapitel 26, also knapp der Hälfte des Buches bemerke ich, dass es völlig aus dem Leim geht und sich in verschiedene Blöcke auflöst.
Gelesen werden sollte ein Buch aushalten, finde ich und rate vom Kauf ab.

Die sechs Romane: Emma /Kloster Northanger /Mansfield Park /Stolz und Vorurteil /Überredung /Verstand und Gefühl
Was soll ich sagen? Komplett komplett!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Die sechs größten der Größten! Mir war es lieber das Komplettpaket anstatt die einzelnen Werke zu kaufen. Der Schreibstil ist natürlich immer der gleiche und gerade das macht Austen so außergewöhnlich: Sie bleibt sich treu und verbindet jedes Werk mit Ironie, menschlichen Missverständnissen und Heiratskandidaten. Das sind immer die Inhalte ihrer sechs großen Romane. Dennoch sind es immer verschiedene Geschichten, Umstände, familiäre Zusammenhänge, die aber alle das gleiche Muster beibehalten: Zum Schluss wird mindestens ein Paar nach Höhen und Tiefen endlich miteinander verheiratet und in das Leben entlassen. Ich musste mich anfangs an den Schreibstil Austens gewöhnen, denn man muss sich aufgrund der langen Sätze (z.Bsp. wenn ein Satz eine halbe Seite oder mehr einnimmt) ziemlich konzentrieren und an die ständigen Nomen und ihre Bedeutung gewöhnen und dann noch mit der Situation der Personen in Verbindung bringen, z.B.: Nachsicht, Unzulänglichkeit, Vollkommenheit, Einsicht etc. etc. Nicht dass diese Worte für einen deutschen Leser schwer zu verstehen wären, doch man muss sich wie gesagt ziemlich konzentrieren um die Zusammenhänge dieser ganzen Nomen zu verstehen und dann noch die Ironie im Schreibstil mit Hilfe dieser Nomen entdecken. Ich habe alle sechs Romane gelesen und betrachte Jane Austen als Ausnahmetalent. Schade, dass sie zu Lebzeiten nich so hoch gelobt wurde wie heute nach ihrem Tode. Sie hätte es sich redlich verdient. Stolz und Vorurteil ist ein Meilenstein der Weltliteratur und der feministischen Emanzipation der damaligen Zeit in Form eines Romans, da es für Frauen ungewöhnlich war Liebesromane zu schreiben.

Dieser Text wurde von einer 17-jährigen verfasst.
Klasse
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Habe mir mit dieser Sammlung einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Die Lieferung erfolgte sehr schnell und komplikationslos.
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Produkt-Bild: Stolz und Vorurteil

Stolz und Vorurteil von Jane Austen, Karin von Schwab (Übersetzer)

Gebundene Ausgabe von Anaconda
Preis bei Amazon: EUR 6,95, Angebote ab EUR 4,79

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3866471785, Erscheinungsdatum: August 2007
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Mal nachdenken. Wie kam ich zu Jane Austen? Richtig! Eine Freundin von mir verschlang all ihre Bücher regelrecht und forderte mich immer wieder mal auf, doch auch mal was von ihr zu lesen. Höfliche Ablehnung meinerseits. Was gingen mich die langweiligen Salongespräche englischer Herrschaften an? Der Druck wurde verstärkt und als schließlich beinahe die Beziehungsfrage darüber gestellt wurde, entschloß ich mich zur Lektüre.Stolz und Vorurteil wurde mir wärmstens empfohlen!
"Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, daß ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringenderes braucht, als eine Frau!" In diesem Falle ist der reiche Freier Mr. Darcy, der auf einem Ball Elisabeth, die intelligente Protagonistin unseres Romans, kennenlernt. Zuerst findet sie nichts als Verachtung für diesen hochmütigen Schnösel und sein abfälliges Gehabe.
Elisabeths Mutter, eine geldgierige Dame, sähe nichts lieber, als die Verheiratung ihrer Tochter und den damit verbundenen gesellschaftlichen Aufstieg. Vater Bennet, in langjährigem Ehepandämonium zum Zyniker geworden, hält sich aus allem raus. Darcy wiederum verachtet die Bennets ihrer Vulgarität und ihres niedrigen Standes wegen. Ein Happy-End scheint ausgeschlossen -- doch es kommt anders.
Hoppla, das waren ja geschliffenste Dialoge! Jane Austen durchleuchtet und entlarvt diese in der Kälte der Konventionen erstarrte, snobistische und dünkelhafte englische Gesellschaft mit leichtestem Ton. Das Streitgespräch zwischen Elisabeth und Darcys Tante gehört zu einem der vielen Highlights dieses Romans, der, 1813 veröffentlicht, vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. Gleichzeitig schuf Austen, die in ihren Romanen stets menschliche Schwächen und Torheiten veranschaulichte und ihren Figuren mittels brillianter Dialoge Leben einhauchte, eine der hinreißendsten Frauengestalten in der Literaturgeschichte überhaupt -- Elisabeth Bennett. Zu empfehlen ist übrigens auch die Lektüre des englischen Originals Pride and Prejudice, da die Übersetzungen dem sprachlichen Genie Austens nie ganz gerecht werden. --Ravi Unger
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4 Kundenrezensionen:

Genau das richtige, für die kalten Tage!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich habe vor längerer Zeit mal den Film gesehen und da ich schon öfter die Erfahrung gemacht habe, dass die Bücher besser sind als die Filme, habe ich es mir kurzer Hand gekauft. Und ich habe es einfach nur verschlungen. Es ist einfach super zu lesen und man kann an vielen Stellen gut lachen und dann wird es doch wieder richtig romantisch! Es wird einem so richtig schön warm ums Herz und das ist doch genau das Richtige für die jetzt kommenden kalten Tage!
Also an alle Romantiker, lest dieses Buch!
Schönes Buch, aber gar nicht so leicht...
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Das Buch ist wirklich schön - demzufolge auch die Handlung =)
Aber die Art, in der es geschrieben ist und auch die Art sich auszudrücken ist gar nicht so einfach. Ich muss gestehen, dass es bei mir schon ein Weilchen gedauert hat, mich dort "reinzufitzen" =)

Aber dennoch zu empfehlen und gleich dazu: der Film ist absoluuuuut sehenswert!!!
Nicht umsonst ein echter Klassiker
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Eine wirklich wunderschöne Geschichte!

Man muss sich zwar anfangs an den Schreibstil gewöhnen, aber ich finde, gerade der macht das Buch so interessant. Die Charaktere sind klasse ausgearbeitet, der Leser schließt Lizzy Bennet direkt ins Herz. Unbedingt lesen!

Was mich an dieser Ausgabe stört ist allerdings, die "Fotostrecke" in der Mitte des Buches. Die Filmbilder nehmen dem Leser die Fantasie, denn alle Figuren (Lizzy, Jane, Mrs Bennet usw.) haben bereits ein festes Aussehen. Man muss sich die Charaktere nicht mehr selbst vorstellen und wenn man es versucht, ist es sehr schwierig, da man einfach den Mr. Darcy auf den Bildern vor sich hat.
Stolz und Vorurteil
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Unterhaltsame, sprachlich sehr elegante Übersetzung des englischen Originals, von Eva Mattes perfekt gelesen.
Die verschiedenen Personen erhalten durch die Vielseitigkeit ihres Stimmeinsatzes und ihre Wandlungsfähigkeit im sprachlichen Duktus ihren je besonderen Charakter. Spott, Ironie und Sarkasmus von J.Austen werden hervorragend zur Geltung gebracht, insgesamt ein vergnügliches, heiteres Hörerlebnis!
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Verstand und Gefühl von Jane Austen

Gebundene Ausgabe von Anaconda
Preis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 5,99

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3866472986, Erscheinungsdatum: Sept. 2008
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3 Kundenrezensionen:

Klassische Romantik - ich mag das!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Elinor Dashwood ist in ihrer stillen nüchternen Art in einen jungen Mann verliebt, der, wie sich herausstellt aber bereits verlobt ist. Obwohl sie innerlich leidet, versucht sie ihr Gesicht zu wahren und niemanden ungerecht zu verurteilen.
Ihre Schwester Marianne ist unsterblich und ganz offensichtlich auch verliebt. Der junge Mann zieht aber eine "Geldheirat" vor. Marianne droht an ihren enttäuschten Gefühlen zu zerbrechen.

Zwei ganz unterschiedliche Charaktere werden hier sehr liebevoll gezeichnet. Und neben den männlichen Schuften und Dummköpfen gibt es auch echte Liebe und Ritterlichkeit. Schön!
Veratnd&Gefühl = Sinn&Sinnlichkeit
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Dieser Roman ist eigentlich nur "Sinn&Sinnlichkeit" mit anderem Tittel.
Trotzdem sollte es in keinem Regal fehlen, besonders bei jenen die auf romantische Literatur stehen.
Über Jane Austen muß ich nichts schreiben, da sie eine der besten Autorin der Welt war und ihre Biographien es besser können.
Ein Klassiker der in keinem Regal fehlen darf
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Jane Austen hat mit ihrem Werk Verstand und Gefühl" einen lebendigen Roman mit viel Gefühl und Ironie erschaffen.

Wie auch in Ihren anderen Werken wie z. B. Stolz und Vorurteil", Emma" etc. liegt Jane Austens Hauptaugenmerk auf der Liebe, und die Schwierigkeit diese durch gesellschaftliche Probleme des 19. Jahrhunderts zu finden.

Die emotionale Marianne Dashwood und die nachdenkliche Elinor Dashwood spielen in Verstand und Gefühl" die Hauptrollen. Marianne und Elinor sind zwei der drei Töchter von Mrs. Dashwood. Als der Mann von Mrs. Dashwood verstirbt fällt das Erbe, sprich das Haus in dem die Familie Dashwood wohnen, an Mr. John Dashwood und dessen geldgierige Frau.

Da nun die vier Frauen mit einem geringen Einkommen auskommen müssen ist Mrs. Dashwood sehr daran gelegen ihre ältesten Töchter Elinor und Marianne gut zu verheiraten. Wie es der Zufall so will bringt. Mr. John Dashwood als er das Haus übernehmen will den Bruder seiner Frau, Mr. Edward Ferras, als Gast mit sich. Der galante und zuvorkommende Gast findet schon bald Gefallen an der zurückhaltenden Elinor. Dem jungen Paar wird es aber nicht so einfach gemacht, denn Fanny Dashwood (Mr. John Dashwoods Frau) hat einiges gegen diese Verbindung einzuwenden und versucht sie mit viel Tücke zu unterbinden.

Im Verlauf des Romanes begegnet auch Marianne ihrem Traummann, Mr. Willoghby, der sie durch seinen gefühlvollen Charakter und viele Gemeinsamkeiten im Bezug auf Literatur und Musik um den kleinen Finger wickelt. Aber auch bei dieser Verbindung scheint es ungeahnte Probleme zu geben.

Jane Austen erschafft mit viel Liebe zum Detail facettenreiche Figuren, die sich in Verstand und Gefühl" nur so tummeln. So findet man an jedem Charakter feine Züge die ihn ganz besonders machen. So habe ich schon gleich zu Anfang des Romanes eine große Sympathie gegenüber den Schwestern Dashwood empfunden, ebenso jedoch eine große Abneigung gegen Mr. John Dashwood und seine Frau Fanny, die sich gut mit Snobs in der höchsten Kategorie vergleichen lassen. Im Verlauf des Buches kommen noch einige intrigante Persönlichkeiten wie die der Miss Lucy Steel hinzu.

Verstand und Gefühl" als Gesamtwerk betrachtet gehört mit zu den schönsten Romanen die Austen je veröffentlicht hat. Der Roman überzeugt mich nicht nur durch seine faszinierenden Charaktere sondern auch durch seinen lebhaften und farbenfrohen Handlungsverlauf an den verschiedensten Orten.

Mein Fazit:
°°°°°°°°°°°

Verstand und Gefühl" ist ein sehr bewegender Roman der den Leser eine Achterbahn der Gefühle durchleben lässt. Mit vielen Details und einem schönen Schreibstil vergebe ich 5 Sterne!
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Produkt-Bild: Emma

Emma von Jane Austen

Gebundene Ausgabe von Anaconda
Preis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 5,00

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 386647041X, Erscheinungsdatum: Sept. 2006
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4 Kundenrezensionen:

Als Jane Austen Fan
4 Punkte 4 von 5 Punkten
gebe ich für ihr Buch "Emma" 4 Sterne, obwohl ich mir kaum vorstellen kann, daß ein vollkommener Neuling ihrer Werke soviel hergeben würde. "Emma" wird als ihr stilistisch bestes Buch bezeichnet, und das ist es wahrscheinlich. Kein Gefühl bleibt da unbeschrieben, die schlagfertige, intelligente Emma weiß immer das Richtige zu sagen. Und sie sagt es mit Stil und Eleganz, und das in langen, gut durchdachten Sätzen, oft mit einer leichten Ironie. Sie erklärt sich oft vollkommen, ohne sich zu wiederholen, und der Leser könnte sich fragen, was ihrem Gesprächspartner denn überhaupt noch zu erwidern bleibt. Doch der praktisch veranlagte Mr. Knightley schafft mit nur zwei Sätzen, ihre oft langatmige Argumentation zu entkräften, was wieder etwas Spannung in die Geschichte bringt. Und Mr. Knightley ist meiner Meinung nach die bei weitem sympathischste Figur im Buch.

Nachdem ich nun beinahe alle Werke von Jane Austen gelesen habe, muß ich doch jedes Mal wieder feststellen, daß "Stolz und Vorurteil" die anderen Bücher bei weitem übertrumpft. Nirgends sonst findet man eine Titelheldin, mit der man sich so identifizieren kann, nirgends sonst so viel Witz in den Dialogen oder eine Handlung, die mehr fesselt.

Mit diesem Vergleich ist Emma ziemlich langweilig und einfach viel zu lang. Emma selbst ist zwar klug, aber auch eingebildet, und läßt keine Gelegenheit aus, sich darzustellen. Ihre guten Absichten stehen immer hinter ihrer Vorstellung von Rang und Stand zurück und lassen keine Kompromisse zu. Denn erst als ihre Freundin sich in Emmas Verehrer verliebt, findet sie es auf einmal angebracht, daß ein einfacher Hofpächter diese heiratet, damit sie selbst freie Bahn hat.
Schöner Klassiker
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Dieses Buch ist ein bißchen Rosamunde-Pilcher-der-Vergangenheit, was aber nicht heißen soll, dass dieses Buch nicht gut ist! Mir hat's sogar ganz gut gefallen... Es hat zwar ein paar Längen, aber trotzdem bietet es einen schönen Einblick in die Adelskreise und die Sitten der damaligen Zeit! Es ist eben ein typisches Frauenbuch - aber echt schön!
Reifeprozeß eines jungen Mädchens
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Roman von Jane Austen, erschienen 1816. - Wie die meisten Romane der Autorin führt auch dieser in die Welt des Bürgertums und der landed gentry zu Beginn des 19. Jh.s. Hauptthema des Buches, das fast noch eindeutiger als Jane Austens andere Werke als »Charakterroman« bezeichnet werden kann, ist der Reifeprozeß eines jungen Mädchens. Die Titelheldin Emma Woodhouse steht mit einundzwanzig Jahren dem Haushalt ihres kränklichen Vaters vor. Sie ist ein selbstsicherer, egozentrischer Mensch, immer - und immer fälschlicherweise - davon überzeugt, daß sie am besten weiß, was anderen nottut. Diese Lebenseinstellung Emmas löst die Hauptereignisse des Romans aus. Sie mischt sich bedenkenlos und töricht in das Leben anderer ein. Ihr besonderer Schützling (und ihr spezielles »Opfer«) ist die siebzehnjährige Harriet Smith, ein hübsches, liebenswürdiges, aber recht naives Mädchen illegitimer Herkunft, das sie nicht nur »erziehen«, sondern dem sie auch einen Ehemann aussuchen will. Der junge Farmer Robert Martin, der Harriet liebt, wird von Emma kurzerhand als unstandesgemäß abgelehnt - sehr zum Mißfallen John Knightleys, eines langjährigen Freundes der Familie Woodhouse. Emma hat sich in den Kopf gesetzt, Harriet mit dem jungen Vikar Elton zu verheiraten, und beweist damit wieder einmal ihren Snobismus und ihre Taktlosigkeit: Elton nämlich betrachtet Harriet als unter ihm stehend und hat Absichten auf Emma selbst, die ihn wiederum als ihrer unwert ansieht. Als dann der gutaussehende, aber oberflächliche Frank Churchill, Stiefsohn der früheren Erzieherin Emmas, erscheint, fühlt sie selbst sich anfangs von ihm angezogen, bestimmt ihn dann aber zum Zukünftigen Harriets, wobei ihr völlig entgangen ist, daß das junge Mädchen sich inzwischen in Knightley verliebt hat. Emma selbst hat diese Entwicklung unbewußt gefördert, da sie, ohne einen Namen zu nennen, Harriet erzählt hat, der Mann, den sie liebe, erwidere ihre Gefühle. Ähnliche durch Emmas Schuld entstandene Mißverständnisse führen dazu, daß auch ihre Freundin Jane Fairfax allerlei Liebeskummer erlebt. Aber schließlich kommen alle Verwicklungen zu einem guten Ende, denn Emma begreift endlich, wie unglücklich sie andere gemacht hat, und entdeckt außerdem, daß sie im Grund immer Knightley geliebt hat, der nun auch bereit ist, die reuige Sünderin zu heiraten.
In der schwierigen Rolle des männlichen Helden, der unantastbare moralische Grundsätze zu vertreten hat und die Fehler der anderen erkennt, erscheint John Knightley als der wahrscheinlich überzeugendste »gute Charakter«, den Jane Austen je geschaffen hat. Die ironisch-realistische Handlung und der beherrschte Stil verhindern, dass diese komplizierte Geschichte melodramatisch wirkt. Brillant-humorvolle Dialoge, wie sie etwa Pride and Prejudice, 1813 (Stolz und Vorurteil), auszeichnen, und groteske Charakterskizzen, wie die des Mr. Collins aus demselben Buch oder die des John Dashwood aus Sense and Sensibility, 1811 (Vernunft und Gefühl), sind in Emma kaum zu finden. Daß Jane Austen aber nach dem ernsteren Mansfield Park (1814) mit diesem Roman in eine heitere Welt zurückkehrte, beweist vor allem ihr boshaftes Porträt der vulgär-snobistischen Mrs. Elton, das manchmal wie eine Persiflage der Titelheldin wirkt.
Emma erinnert immer wieder daran, daß Jane Austens literarischer »Vorfahr« Henry Fielding war. Fabel und Charaktere werden kommentarlos aus Dialog und Handlung entwickelt, und wenn auch die Einstellung der Autorin aus dem Verhalten ihrer Gestalten spricht, so ist dem persönlichen Urteil des Lesers immer noch genügend Spielraum gelassen. Auch die Treffsicherheit der Satire und die völlig unsentimentale Bewältigung eines gefühlsträchtigen Stoffes erinnern deutlich an Fielding.
Beschreibung ihrer Gegenwart
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Auch mit "Emma" setzte sich Jane Austen mit Geist, etwas Sarkasmus und Kritik mit der Zuständen ihrer Gegenwart auseinander. "Emma" verdeutlicht, wie sehr Rang und Stand das Denken der Menschen dieser Zeitepoche prägte. Insbesondere, wie sich Frauen, wenn sie nicht mit großem Vermögen gesegnet, eigentlich "wertlos" in den Augen einer zutiefst ungerechten Gesellschaftsordnung waren. Besonders bewundernswert empfinde ich, dass Jane Austen auch in "Emma" mit vergleichsweise viel Humor und Nüchternheit diesen Spiegel ihren Zeitgenossen vorhielt. Jane Austen sagte selbst, dass ihre Heldin "Emma" wohl wirklich nur von ihr gemocht werden wird. Denn "Emma" ist eine komplexe, durchaus ärgerlich erscheinende Figur. "Emma" hat es eben erkannt: Eine alleinstehende Frau mit Geld ist immer respektabel. Wer Jane Austen mit Rosamunde Pilcher vergleicht, hat keinerlei Ahnung von Literatur.
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Produkt-Bild: Mansfield Park

Mansfield Park von Jane Austen, Klaus Udo Szudra (Hrsg.), Margit Meyer (Übers.)

Gebundene Ausgabe von Anaconda
Preis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 7,50

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3866474814, Erscheinungsdatum: Januar 2010
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4 Kundenrezensionen:

Ein Austen eben ;-)
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Das Buch bietet für mich als eingefleischter Fan genau das, was ich mir erwartet hatte. Und trotzdem ist es etwas anders, als Austens übrige Bücher. Mir persönlich hat die Ausarbeitung der Protagonisten und das rasche Ende nicht ganz so gefallen, deshalb auch ein kleiner Punktabzug. Trotzdem ist es wirklich lesenswert.
späte Entwicklung der Hauptperson
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Mansfield Park ist Austens drittes Buch nach Verstand und Gefühl (Sense and Sensibility) und Stolz und Vorurteil (Pride and Prejudice). Daher verwundert es auch nicht, dass sie nach den klassischen Liebesgeschichten eine ganz andere Hauptperson erschaffen hat: Fanny Price. Sie ist still, nie im Mittelpunkt und schüchtern. Im ersten Teil (es gibt drei) erleben wir die Geschichte durch ihre Augen. Doch aktiv daran teilnehmen tut sie nicht. Zum Beispiel wird sie oft nach ihrer Meinung gefragt, die sie stets verweigert. Durch ihre familiären Umstände besitzt sie keinen Mut und möchte niemanden zur Last fallen. Viele Austen Fans wird dies ein wenig erschrecken, wenn man die selbstbewusste Lissy oder kokette Emma kennt. Nein, Fanny ist zarter.
Die Handlung ist dennoch typisch Austen und beschreibt übereifrige junge Damen, falsche Liebesversprechungen, charismatische Junggesellen und die altbekannte Sehnsucht nach der wahren Liebe. Mansfield Park wird, durchaus zu Recht, als tiefgründige Geschichte betitelt, da sie mehr hinterfragt und sich die Hauptperson erst spät entwickelt. Mit der typischen Austen Ironie wird die geldgierige Mary Crawford, die sich ständig einmischende Mrs Norris und der spielsüchtige Tom Bertram von der intelligenten Fanny kritisiert. Und erst fast zum Schluss werden ihre wahren Qualitäten anerkannt. Es ist ein wenig wie Das hässliche Entlein.

Fazit: Austen Fans werden auch diese Geschichte lieben. Ansonsten benötigt man ein wenig mehr Geduld, da die Spannung erst ab Mitte des zweiten Teiles aufgebaut wird.
200
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ein Buch, eine Geschichte, die auch nach circa 200 Jahren noch gute Unterhaltung
ist, ist ein Meisterwerk. Mansfield Park is great!
die gefühlswelten der jane austen
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Die Titelheldin in Jane Austens Roman "Mansfield Park" war eine Figur, auf die ich besonders gespannt war. Die berühmte Fanny Price - ich würde sie weniger als eine Titelheldin, vielmehr als ein Titelthema bezeichnen, das da lauten könnte: Verletzlichkeit, Ausgeliefert-Sein einer unscheinbaren, ausgenutzten Person in einer ignoranten, selbstgerechten Umgebung.
Die Autorin beschreibt hauptsächlich die Gefühle, weniger die Gedanken und Mutmaßungen von Fanny, und zwar aus einer ziemlich distanzierten Sicht. Trotz dieser sehr objektiven Betrachtung kommt man nicht umhin, mit ihr zu fühlen.
Vorallem die schockierende Vorgehensweise zu Beginn der Handlung, als sich ihre Tanten aus reiner Selbstgefälligkeit entschließen, die 10jährige Fanny aus ihrer sozial benachteiligten, doch eben ihrer eigenen Familie herauszureißen und nach Mansfield Park zu holen, um sie vom ersten Tag an spüren zu lassen, daß sie sich in Dankbarkeit und Unterwürfigkeit zu fügen hat.
Allein die Tatsache, daß eben solche "Gefälligkeiten" in der damaligen Zeit durchaus normal waren, ist schauderhaft, noch dazu wurden solche Kinder auf Jahre von ihrer eigenen Familie getrennt, wodurch sie sich zwangsläufig von dieser entfremdeten und weder bei ihrer alten noch bei ihrer neuen Familie ein richtiges Zuhause hatten.

Nun, Fanny Price lebt vor sich hin, unscheinbar, auf Abruf für ihre Tante, als untergeordnetet Freundin für ihren Cousin, in den sie sich mit fortschreitendem Alter verliebt.
Die Bewohner und Besucher von Mansfield Park gestalten die Handlung und die meisten Dialoge, Fanny bleibt dauerhaft im Hintergrund, benutzt von allen, geschätzt einzig von ihrem Cousin.
Dessen Gefühle für eine andere Frau, sowie die Beziehungen anderer Personen werden ausgiebig behandelt, hin und wieder nimmt die Handlung eine etwas unerwartete Richtung, doch spannend ist einzig die Frage, ob Fanny ihren geliebten Cousin für sich erobern kann oder nicht.
Und "erobern" ist hier ein übertriebener Ausdruck. Fanny scheint nicht sonderlich eine innere Entwicklung durchzumachen, ihre Gefühle, Handlungen und Ansichten sind hauptsächlich von ihrer Veranlagung geprägt, die gepriesene "Standhaftigkeit" einem unerwünschten Verehrer gegenüber resultiert mehr aus dieser Veranlagung als aus einer besonderen Willensstärke.

Die Genialität Jane Austens tritt in diesem Buch hauptsächlich in der Beschreibung der Gefühlswelten der Protagonisten deutlich zu Tage, weniger durch faszinierende Persönlichkeiten. Die Dialoge und die Beschreibung der Umgangsformen sind absolut lesenswert, wenn nicht sogar nachahmenswert. Manchmal wäre es so viel einfacher, sich in Gesellschaft angenehm zu bewegen, wenn man sich einige Anleihen der Etikette der damaligen Zeit nehmen würde.
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Produkt-Bild: Überredung

Überredung von Jane Austen

Broschiert von Reclam, Ditzingen
Preis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 5,19

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3150200547, Erscheinungsdatum: Sept. 2007
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4 Kundenrezensionen:

Ich bin einer der größten Fans von Jane Austen
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Also, ich habe echt alles von Jane Austen gelesen und ich mag die Bücher und Geschichten total. Überredung ist eines meiner Favoriten, da sie nicht von dieser typischen Schönheit handelt sondern von einer Durchschnittsfrau die Ecken und Kanten hat. Es ist super geschrieben und für echte Fans ein MUSTHAVE...

Ich bin begeistert!
Jane Austen -mal etwas anders
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Diese Erzählung gehört neben "Stolz und Vorurteil" zu einer von mir am meisten gelesenen Jane Austen Romane... vielleicht gerade weil sie anders beginnt.Aber der Weg zum Happy End ist wie immer gespickt mit herrlichen Protagonisten aller Art.. besonders die wehleidige Schwester hat mir so manchen Lacher beschert...;O)
Wie ich finde, lesen lohnt sich!!
Anne Elliot muss sich nicht verstecken
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Auf den ersten Blick ist Anne Elliot fast eine Austen'sche Anti-Heldin: 27 Jahre alt (also schon die Hälfte ihres Lebens im heiratsfähigen Alter), nicht (mehr) hübsch, in sich gekehrt und voller Bedauern. Ein krasser Gegensatz zu den schönen, jungen und intelligent-spritzigen Heldinnen wie Elizabeth Bennett und Emma Woodhouse.
Diese Heldin zeichnet Jane Austen jedoch mit so viel Mitgefühl (aber ohne Mitleid), mit Liebe (aber ohne Rührseligkeit), mit Witz (aber ohne Spott), dass man sie einfach mögen muss. In all ihren Unsicherheiten und dem eigentlich unsinnigen, 8 Jahre währenden Träumen von Captain Wentworth ist Anne Elliot restlos sympathisch. Und sicher können die meisten von uns ihr langes, stilles Schwärmen sehr gut nachvollziehen ...
Ein schönes, eher ruhiges Buch, spaßig aufgelockert von den typisch Austen'schen fools (Sir Walter Elliot, Elizabeth Elliot und Mary Musgrove ...)! Toll!
Austens letzter Roman vor ihrem Tode
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Anne Elliot ist beinahe 30 Jahre alt. Sie hat acht Jahre zuvor Captain Frederick Wentworth eine Abfuhr auf Anraten ihrer Freundin Lady Russell erteilt, als der Captain ihr einen Heiratsantrag machte. Acht Jahre später trifft sie ihn wieder. Froh darüber, dass der Moment der ersten Begegnung nach der Absage vorbei ist, hält Anne zusammen mit ihrer Schwester Mary Musgrove, ihrem Schwager Charles und dessen Schwester Louisa Kontakt zu Wentworth. Eines Tages vermutet Wentworth, dass Anne ihren Cousin William Elliott heiraten möchte...

Dies ist Jane Austens letzter Roman, der 1816 fertig gestellt wurde, bevor sie einige Monate später, 1817, starb. Er gehört neben "Emma" und "Mansfield Park" zu Austens Werken aus ihrer "Reifezeit", wohingegen "Kloster Northanger" oder "Stolz und Vorurteil" zu ihren Jugendwerken gehören, die sie in jungen Jahren verfasste.

"Überredung" bedeutet, dass Lady Russell Anne acht Jahre zuvor überredet hat, Captain Wentworths Antrag abzulehnen. Natürlich für Austen-Kenner ein Muss in der Sammlung, aber auch für Leser geeignet, die den Stil des 18./19.Jahrhunderts schätzen und Austen als Vorbild hierfür ansehen.

Dieser Text wurde von einer 17-jährigen verfasst.
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Produkt-Bild: Sanditon: Roman

Sanditon: Roman von Jane Austen

Taschenbuch von Deutscher Taschenbuch Verlag
Preis bei Amazon: EUR 9,90, Angebote ab EUR 4,99

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3423126663, Erscheinungsdatum: August 1999
Zoom ± Produkt-Bild: Sanditon: Roman

4 Kundenrezensionen:

Sehr nett und amüsant
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Hmmm, ich finde es gar nicht so leicht, etwas zu diesem Buch zu sagen..
Ich habe bisher alles von Jane Austen gelesen, auch "Die Watsons". Das hatte mir aber nicht so gut gefallen.
Deshalb habe ich erstmal auch nicht so viel erwartet.
Aber ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Klar, der Stil der Autorin ist anders als der von Jane Austen. Kann mann ja auch gar nicht vermeiden. Man merkt auch, dass die Autorin Marie Dobbs nicht zur Zeit Jane Austens gelebt hat. (Berührungen in der Öffentlichkeit, der Sprachstil, und auch das Ende mit diesem (lächerlichen) Entführungsversuch. Das hätte Jane Austen nicht so geschrieben..)
Diese ganze Geschichte um eines der Paare erinnert mich stark an ein Paar aus "Emma" und ein paar Szenen am Ende erinnern entfernt an "Northanger Abbey". Aber irgendwoher muss man ja die Ideen finden und einen Jane Austen Roman zu vollenden. :-)

Die Autorin hat versucht den manchmal sehr ausführlichen und ausschweifenden Stil von Jane Austen miteinzubeziehen. Das war manchmal ein wenig ermüdend. Aber weil ich unbedingt wissen wollte wie es weitergeht, hat mich das nicht so gestört. Habe es bis nachts gelesen, bis ich es geschafft hatte.

Es wurde kritisiert, dass Charlotte (die Heldin) zu viel über ihre Gefühle nachdenkt und damit Seiten füllt. Aber gerade das fand ich sehr nett, denn bei Jane Austen tappt man bei sowas gerne mal ein wenig im Dunkeln.

Alles in Allem würde ich sagen, dass es ein nettes, spannendes Buch ist, gut fortgeführt. Man muss beim Lesen im Hinterkopf behalten, dass ja wirklich nur ein kleiner Teil von Jane Austen selbst geschrieben wurde. Dann erwartet man nicht allzuviel und wird auch nicht enttäuscht.
Mir hat es gefallen.
ZEITVERSCHWENDUNG!!!
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Das ist wirklich eins der furchtbarsten, langweiligsten und überflüssigsten Bücher, die ich je gelesen habe.
Vor "Sanditon" habe ich bereits "Stolz und Vorurteil" und "Emma" von Jane Austen gelesen und obwohl die Dame nicht zu meinen Lieblings-Autoren gehört, war die Lektüre der beiden Werke ein vergnüglicher Zeitvertreib.
Aus diesem Grunde beschloß ich nun, mich "Sanditon" zu widmen und war diesmal wirklich entsetzt. Eine Schande!!! Ich musste mich durch dieses Buch wirklich durchquälen und habe es mind. 20x aus der Hand gelegt, um es nicht lesen zu müssen, aber da man es nun mal angefangen hat...
Der Anfang, der von Jane Austen selbst geschrieben wurde, (ich sage an dieser Stelle nicht, wieviele Seiten es sind; ein aufmerksamer Leser wird es allerdings sofort merken) wurde in dem gleichen leicht ironischen und spritzigen Stil verfasst, wofür Jane Austen auch berühmt ist. Aber!!! Je länger man liest, desto enttäuschender wird es. Je weiter die Handlung voranschreitet - wenn man überhaupt von Handlung sprechen kann - desto mehr konzetriert sich die Autorin nur auf die zwei "Liebenden", bis am Ende alle anderen nur am Rande erwähnt werden. Alle Agierenden, außer dem "Liebespaar" natürlich, werden oberflächlich und lächerlich dargestellt, wogegen die beiden Hauptfiguren intellektuel und hinsichtlich der charakterlichen Eigenschaften übar die anderen gestellt werden.
Am Ende wiederholt die Autorin tausendmal das Gleiche - die Feststellungen, Gedanken etc. dieser Charlotte Heywood - bis man das Gefühl hat, dass die Autorin nur die Seiten vollkriegen wollte und keine brauchbaren Ideen mehr (wenn überhaupt welche) hatte.
Was mir besonders negativ in Erinnerung geblieben ist, ist die äußerst bescheuerte Stelle mit der Entführung von Charlotte, wie es wahrlich nur im wilden Westen vorkommen kann. Meine Güte!!!! Gehts noch?!! Wie kommt man nur auf so etwas Blödes???
Im Großen und Ganzen erinnert mich dieses Werk an einen Groschenroman und ich bedauere aus tiefstem Herzen, soviel Zeit für diesen Müll verschwendet zu haben. Meiner Meinung nach sollte das Werk einer solch herausragenden Schriftstellerin wie Jane Austen auch von einem Schirftsteller des gleichen Kalibers vollendet werden und nicht von einer wie Marie Dobbs!!!
Den einzgen Stern, den ich für diese Lektüre erübrigen kann, gebe ich dem vielversprechenden, von Jane Austen selbst geschriebenen Anfang und allen, die dieses Werk dennoch lesen möchten, empfehle ich dringlichst, nach diesen ersten Seiten aufzuhören.
Nicht was man erwartet
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Nach all den Lobgesängen, die auf das Buch angestimmt wurden, habe ich mich überwunden es zu kaufen, trotz der Tatsache, dass es nicht von Jane Austen selbst vollendet wurde. Leider wurde ich bitter enttäuscht, denn obwohl man den Übergang von Jane Austen zu Mary Dobbs anfangs nicht spürt, wird er später umso deutlicher...
Anfangs habe ich mich noch gefragt, ob es nur Einbildung sein könnte, wenn ich auf eine etwas befremdliche Stelle gestoßen bin, ob es daran liegen könnte, dass ich wusste der Teil wurde nicht von Jane Austen selbst verfasst. Ich musste jedoch zu dem Schluss gelangen, dem sei nicht so.
Jane Austen war in meinen Augen eine Perfektionistin, ein Genie ihres Fachs, in ihren Büchern war alles bis zum Letzten durchgeplant und die Anspielungen auf verborgene Liebschaften so subtil, dass man sich erst bei der Aufklärung über alles klar wurde. Zu dem kommt, dass Mary Dobbs sich scheints nicht sorgfältig genug über die Zeit informiert hat über die sie schrieb. Einige Stellen weisen Formfehler auf und enthalten Dinge, die selbst wenn sie damals wahrscheinlich trotz aller "Ungehörigkeit" passiert sind, von Jane Austen dennoch nie beschrieben worden wären.
Catherine Heywood, die Anfangs ein sehr vernünftiges Mädchen zu sein scheint, entwickelt sich zu einer regelrecht Liebeskranken, seitenlang lässt Mary Dobbs sie innere Monologe darüber führen, was gerade alles in ihr aufgemischt wurde nur weil Sidney sie angesprochen und angelächelt hat. Eben diese Monologe werden dann zu riesigen Erinnerungslücken, dank denen Mrs. Dobbs sich ersparen konnte zu beschreiben, was zu der Zeit mit den anderen Charakteren passiert. Das Ende erinnert stark an Northanger Abbey.

Zusammenfassend ist zu sagen, eine Kopie reicht eben nie an das Original heran, so sehr sich Mary Dobbs auch bemüht haben mag, sie hat es nicht geschafft die Einzigartigkeit von Jane Austen nachzuahmen. Wer sich dieses Buch kaufen möchte, sollte es wirklich nur der Vollständigkeit halber tun. Wer noch einmal den Geist Jane Austens spüren möchte, ist besser beraten ihre anderen Werke noch mal zu lesen.
Marie Dobbs hat akribische Arbeit geleistet
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich habe diesen Roman erst gestern fertig gelesen. Ich muss sagen, wenn man diesen Roman lesen will braucht man: ziemlich viel Zeit, eine ausgeprägte Konzentrationsfähigkeit und einen Sinn für Feinfühligkeit um an manchen Stellen die Ironie zu begreifen. Jane Austen hat nur elfeinhalb Kapitel fertig geschrieben. Ein bisschen mehr als 150 Jahre später hat eine Frau namens Marie Dobbs den Stoff wieder aufgenommen und ihn grandios zu Ende geführt, sodass man daran zweifeln könnte, dass das Buch vielleicht nicht von ihr, sondern doch von Miss Austen fertig gestellt wurde. Da dem aber nicht so ist und Mrs. Dobbs versucht hat den Stil Austens aufrechtzuerhalten, detailgetreu wiederzugeben und ihr dies schließlich auch ziemlich gelungen ist, kommt man schlußendlich auf 375 Seiten Austen-Dobbs-Stoff. Als ich anfing das Buch zu lesen, stand ich mit gewissen Zweifeln am anderen Ende des Ufers und habe nich stark daran geglaubt, dass es einer Frau gelingen würde ein vor fast 200 Jahren aufgegebens Werk wieder aufzunehmen und zu vervollkommnen. Doch ich wurde eines besseren belehrt, finde es aber andererseits schade, dass dies das einzige Werk von Marie Dobbs ist, denn ich finde sie sollte noch mehr Werke in dieser Art schreiben um Austen-Liebhabern eine lebendige Projektionsfläche zu schenken, selbst wenn sie sie nie ganz in ihrem Schreibstil imitieren könnte. Vielleicht würde so eine Schriftstellerin die heutigen Leser auch gar nicht interessieren, denn Marie Dobbs schrieb in ihrem Rechtfertigungsversuch auf den letzten Seiten dieses Romans, dass sich heutige Leser oft nicht für das damalige Zeitalter interessieren und eher Blendwerke von heutigen Autoren lesen, die nichts mit Weltliteratur zu tun haben, und da muss ich ihr Recht geben.

Daher kann ich nur an Menschen von jedem Alter, aber vor allem an Jugendliche, auch da ich sebst eine bin, appellieren und sagen: LEST MEHR BÜCHER, LEST VIELE WERKE DER WELTLITERATUR, LESEN IST NICHT UNCOOL, LESEN MACHT BELESEN UND DIE TORE ZU EINER GEPFLEGTEREN, ANGEMESSENEREN SPRACHE WERDEN EUCH GEÖFFNET, RAN AN DIE BULETTEN... ÄHHHH ICH MEINTE: RAN AN DIE BÜCHER!

Dieser Text wurde von einer 17-jährigen verfasst.
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Die Abtei von Northanger von Jane Austen

Gebundene Ausgabe von Anaconda
Preis bei Amazon: EUR 6,95, Angebote ab EUR 3,95

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3866473710, Erscheinungsdatum: Februar 2009
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4 Kundenrezensionen:

Abtei von Northanger
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Schon lange wollte ich mal ein Jane Austen Roman lesen und deshalb hab ich mir die "Abtei von Northanger" besorgt. Jane Austen verwendet einen etwas gewöhnungsbedürftigen Schreibstil, aber das kann ich ihr nicht vorwerfen, da sie eben in einer anderen Zeit lebte. Nach einigen Seiten hatte ich mich daran gewöhnt und richtig Freude an dem Buch. Die Hauptperson Catherine Morland ist eine richtig süßes und goldiges Mädchen, das mir nach kurzer Zeit richtig ans Herz gewachsen ist. Ich habe die ganze Zeit über mit Catherine mitgefiebert, damit sie mit Henry zusammenkommt. Zwar passiert in diesem Buch nicht viel, aber Austen gibt in ihrem Buch einen guten Einblick in das späte 18. bzw 19. Jahrhundert. Fazit: "Abtei von Northanger" ist ein richtig gutes Buch, dass ich jedem empfehlen kann. Von mir gibt es gute vier Sterne!
Nicht schlecht aber nicht der beste Band von Jane Austen
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Das Buch war nicht schlecht aber ich finde die anderen Bände von Jane Austen besser.

Der Anfang ist etwas langatmig. Und es fehlt etwas die Spannung.
Northanger Abbey
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Guter Roman, aber meiner Meinung nach nicht so gut wie z.B. Emma oder Mansfield Park. Der Stil ist ein wenig schwierig, die Story teilweise auch etwas kindlich.
Oh nein!!!
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Zuerst: Diese Bewertung bezieht sich nicht auf den Roman an sich, sondern auf die Übersetzung. Wie kann man so einen tollen Roman nur so verschandeln? Die Sprache ist viel zu umgangssprachlich und einfach für einen Jane-Austen-Roman sehr unangebracht.
Ich kann jedem Jane-Austen-Liebhaber nur empfehlen, die Reclam-Ausgabe zu kaufen und von der Diogenes-Ausgabe die Finger zu lassen.
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Kloster Northanger von Jane Austen

Broschiert von Reclam, Ditzingen
Preis bei Amazon: EUR 7,90, Angebote ab EUR 5,10

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 315020061X, Erscheinungsdatum: Sept. 2007
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Liebst du Stephen King oder hast ihn zumindest gelesen? Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren die Grusel- und Schauerromane von Matthew Gregory Lewis und Ann Radcliffe der Hit. Der Udolpho von Radcliffe spielt in Jane Austens Kloster Northanger eine wichtige Rolle.
In den letzten Jahren wurden einige Romane Jane Austens verfilmt. Da will man auch die originalen Werke lesen. Kloster Northanger war ihr erster Roman, geschrieben 1797, überarbeitet und veröffentlicht nach ihrem Tode 1818, ein guter Einstieg, zumal in diesem Erstling Jane Austen sofort voll da ist.
Die siebzehnjährige Catherine Morland wird für mehrere Wochen in den Kurort Bath eingeladen. Sie lernt dort und später in der Abtei von Northanger viele Menschen kennen, die sie bisher nur aus verschlungenen Romanen kannte. Im Laufe weniger Wochen erfährt sie, daß diese Menschen nicht ohne Fehler sind. Wie beim Wetter, wo ein schöner Morgen oft Regen bringt, ein wolkiger aber Besserung verspricht, ist es auch mit Menschen. Der erste Eindruck ist nicht immer der richtige. Aufgesetzte Verhaltensweisen oder hingeworfene Behauptungen müssen überprüft werden. Die gutgläubige Catherine erfährt dies mehrmals. Das alte Urteil: Er ist reich "wie ein Jude", ist keine deutsche Erfindung und zerstört fast das Leben unserer Antiheldin.
So sehr Jane Austen die Schauerromane auf die Schippe nimmt, so sehr spricht sie sich aber auch für das Lesen aus. Leute, die kein Vergnügen an einem guten Roman haben, sind unerträglich einfältig. Kurz darauf erteilt sie künftigen Autoren gleich eine Lektion in genauer Wortwahl.
Kloster Northanger ist spannend, unterhaltsam, reißt mit. Trotz besten Wetters habe ich die zwei Tage für seine Lektüre nicht bedauert. --Herbert Huber
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4 Kundenrezensionen:

Sympathische Antiheldin - dieser Roman ist nicht für jeden geeignet
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Literarisch und sprachlich ein Juwel; wenn man jedoch einen Roman erwartet hat, bei dem der Leser die Protagonisten ins Herz schliesst, oder sogar mit einem Liebesroman gerechnet hat, der wird sehr enttäuscht sein.

Jane Austens Schreibstil ist auch hier wieder unerreicht und ihre Art, Charaktere oder gesellschaftliche Situationen treffend darzustellen, ist wirklich beeindruckend. Es sprüht nur so vor Witz und Ironie (manchmal wird Austen sogar zynisch!!). Was das Ganze aber beim Lesen so erschwert, ist die Tatsache, dass die Roman(anti)heldin Catherine ungebildet, naiv, ein wenig dumm und langweilig ist. Ihre Handlungen sind zu jedem Zeitpunkt vorhersehbar und deshalb gibt es keine spannenden Höhepunkte oder Abschnitte, die den Leser besonders fesseln. Natürlich ist sie auch in gewissem Sinne liebenswert, weil sie überhaupt keinen Hang zu Boshaftigkeit hat oder eitel ist. Aus diesem Grund wünscht man ihr natürlich trotzdem das Allerbeste, obwohl man ein wenig Mitleid mit dem zweiten Helden der Geschichte (Henry) bekommt, weil er Catherine am Schluss heiratet. Henry ist witzig und intelligent und verdient eigentlich eine ebensolche Frau, aber hier lässt Austen auch an den Männern der damaligen Gesellschaft kein gutes Haar, weil diese sich eben keine intelligente und ebenbürtige Partnerin suchen, sondern sich scheinbar eine devote Frau wie Catherine wünschen!! Zu Henrys Ehrenrettung sei gesagt, dass im ganzen Roman nicht eine solche intelligente Frau aufgetaucht ist und Catherine so die einzige natürliche Wahl bleibt. Dieser Roman ist eher eine Abrechnung mit dem Bild des weiblichen Geschlechts an sich sowie seiner Darstellung in den Gruselromanen der Zeit (und vielleicht auch mit der Oberflächlichkeit im zwischenmenschlichen Umgang).
Jane Austen
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Ich liebe die Buecher von Jane Austen allerdings ist das hier fuer mich ist das das schlechteste Buch von Ihr. Ich empfand es als furchtbar anstrengend, da ich mit der Protagonistin einfach nicht warm geworden bin und sie mir äusserst unsympathisch war. Ich werde dem englischen Original noch eine Chance geben, in der Hoffnung das es mich dann mehr anspricht.
Aber da es nunmal ein Jane Austen ist, sollte man es gelesen haben.
Austens Jugendroman mit Ironie und Gothic-Novel-Elementen
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Catherine Morland ist ein junges Mädchen von 17 Jahren, das mit ihren Eltern und Geschwistern in einem Dorf lebt. Das Ehepaar Allen nimmt sie nach Absprache mit ihren Eltern mit nach Bath. Auf einem Ball lernt sie den den Pfarrer Henry Tilney kennen. Bald freundet sie sich auch mit einer gewissen Miss Thorpe und ihrem Bruder John Thorpe an, der sich sehr bald für Catherine interessiert. Sie ist ihm abgeneigt und hofft auf ein Wiedersehen mit Henry Tilney. Bald wird Catherine zu dem einsamen Kloster Northanger eingeladen, das Henrys Vater gehört. Sie bildet sich unheimliche Dinge ein und glaubt dass Henrys Vater seine eigene Ehefrau umgebracht hat...

Jane Austen parodiert in diesem Roman - welcher, vergleichsweise mit Austens reiferen Werken, wie "Emma", "Überredung" oder "Mansfield Park", als Jugendroman angesehen werden kann, da er von ihr in jungen Jahren verfasst wurde - die Schriftstellerin Ann Radcliffe. Sie schätzt sie sehr, jedoch verspottet sie auf ihre leicht ironische Art den damaligen berühmten Gothic-Novel-Stil.

Zwar spaltet sich dieses Werk beispielsweise enorm von "Emma" ab, aufgrund der fehlenden Reife, doch ist er nicht minder lesenswert. Dieser Roman ist der Anfang für ihre große Karriere als Autorin, welche jedoch erst posthum mehr Ruhm fand als zu Lebzeiten. Für ein Austen-Leser-Einsteiger ein schöner, dünner, verständlicher, nicht allzu schwieriger Roman nebst späteren Werken.

Dieser Text wurde von einer 17-jährigen verfasst.
Einfach nur toll
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Wieder mal ein sehr gelungenes Jane Austen Werk!!!
Mehr gibt es dazu wirklich nicht zu sagen!!!
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Produkt-Bild: Ein Date mit Mr. Darcy. Mit Jane Austen den Mann fürs Leben finden

Ein Date mit Mr. Darcy. Mit Jane Austen den Mann fürs Leben finden von Lauren Henderson

Gebundene Ausgabe von Ehrenwirth
Preis bei Amazon: EUR 4,99, Angebote ab EUR 1,08

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3431036880, Erscheinungsdatum: August 2006, Auflage: 1., Aufl.
Zoom ± Produkt-Bild: Ein Date mit Mr. Darcy. Mit Jane Austen den Mann fürs Leben finden

4 Kundenrezensionen:

Zum Wegwerfen
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Und nein, das ist nicht ironisch gemeint, weil ich das Buch so lustig und unterhaltsam fand. Ich habe es tatsächlich weggeworfen und zwar bereits nach wenigen Kapiteln. Erklärt die Autorin lang und breit in ihrem Vorwort und auch im Buch selbst immer wieder, wie wenig sie von modernen Beziehungsratgebern hält und wie unsinnig einige Tips darin sind, macht sie in ihrem Buch genau das: unsinnige Tips für Beziehungen geben. An vielen Stellen widerspricht sie sich selbst und einige der Charaktere Jane Austens sind doch sehr vereinfacht und nicht immer ganz passend dargestellt. Tips erfolgen auch keineswegs nur auf Grundlage von Jane Austens Romanen, nicht selten kommen hier auch nur weitere Beziehungsratgeberphrasen zum Tragen, die vermutlich und hoffentlich nicht Austens eigenen gesunden Menschenverstand widerspiegeln. Den Test, in dem man sich und seinen Angebeteten in Austen-Figuren einteilen kann, will ich gar nicht groß erwähnen. Hier hatte ich nicht viel erwartet, aber auch diese Erwartungen wurden noch untertroffen.

Wer einfach nach einem Beziehungsratgeber sucht, sollte das Buch kaufen, immerhin ist es dafür doch sehr erschwinglich. Allen anderen inklusive Jane Austen-Fans kann ich kann ich nur raten: Finger Weg!!!
Wenn man sich auf Jane Austens Werk bezieht ...
2 Punkte 2 von 5 Punkten
sollte man es auch tatsächlich gelesen haben. In diesem Buch bin ich leider über einige ärgerliche Fehler gestoßen, die das Lesevergnügen für einen wahren Austen-Fan meiner Meinung nach doch etwas schmälern. Ein Beispiel: Lauren Henderson behauptet, Lucy Steele würde Fanny Dashwood erzählen, dass sie mit deren Bruder Edward verlobt ist. Das mag in der Verfilmung "Sinn und Sinnlichkeit" mit Emma Thompson so sein, im Roman dagegen "verplappert" sich Lucys Schwester Anne. Dies und ähnliches mögen keine gravierenden Mängel sein, aber ich denke, wenn man Jane Austen im Titel seines Buches führt - und damit die Auflagenzahl steigern will - dann sollte man wenigstens gründlich recherchiert haben. Hier scheint mir die Beschäftigung mit Jane Austen recht oberflächlich zu sein.
Aber auch als Dating-Ratgeber überzeugt mich das Werk nicht: die Aussage, dass eine Frau nicht den Anfang machen darf in einer Beziehung, ist doch nun wirklich überholt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dieser Rat nicht hilfreich ist! Bei den positiven Beziehungsbeispielen, die Ms Henderson anführt, musste ich auch immer wieder mal den Kopf schütteln. Sie erzählt von Paaren, die es gaaanz langsam angingen und dadurch eine stabile Beziehung aufbauten. Und im nächsten Satz erzählt sie, dass dieses Paar schon ein halbes Jahr zusammen ist. Na ja, wenn man sonst nur One-Night-Stands kennt, ist das wahrscheinlich schon eine Langzeitbeziehung.
Also inhaltlich kann mich das Buch nicht begeistern, die 2 Sterne gibt es, weil es unterhaltsam zu lesen ist und weil ich jemandem, der Jane Austen mag, nicht ganz böse sein kann.
Wenn schon Ratgeber, dann....
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Nach etlichen Pleiten mit Mr. Wickhams oder Frank Churchills sowie einem Mr. Willoughby wusste ich, es muss sich etwas ändern. Ich gebe zu, wie Bridget Jones meine Weisheiten aus modernen Beziehungsratgebern genommen zu haben. Diese halfen aber so wenig wie es im Vorwort von "Ein Date mit Mr. Darcy" steht. Durch Empfehlung las ich das Buch. Die Tipps fand ich so hilfreich, dass ich bei meiner nächsten Männerbekanntschaft von vornherein eher einen Mr. Darcy interessant fand und ihm so begegnete, wie das Buch es empfahl. Auch jetzt, glücklich mit meinem Schatz, kommt mir an der einen oder anderen Stelle ein Tipp in den Sinn. Sehr gut fand ich die angeführten Beispiele, die einem ohne erhobenen Zeigefinger darlegen, wie eine unglückliche Beziehung aussehen kann und um wie vieles besser man eine Beziehung gestaltet, wenn man etwas mehr Achtung für sich und den Mann aufbringt. Also wenn schon ein Ratgeber, um einen ordentlichen Mann kennen zu lernen und eine gute Beziehung zu gestalten, dann sollte man sich an dieses Buch halten! Zudem hat das Buch einen hohen Unterhaltungswert, so dass man es öfter lesen möchte.
klasse!!!!!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieses Buch hat mir komischer Weise geholfen, über mein Liebeskummer hinwegzukommen. Nach dem ich etliche Bücher über Beziehungstaktiken gelesen habe, war dies das erste Buch, was mir wieder meine Mitte zurückgegeben hat. Nachdem mir ein Mr. Willoughby das Herz gebrochen hatte, begann ich langsam an meinem Vertstand zu zweifeln und da halfen auch keine Beziehungstaktiken mehr, die mir nur vor Augen führen, was ich alles hätte anders machen können. So appelliert dieses Buch doch als aller erstes wieder an seine Intuition und sein Gefühl zu glauben, sich zwar auch nicht von Gefühlen überwältigen zu lassen, jedoch auch authentisch zu sein, nicht zu spielen....kann man schwer in Worte fassen. Ich würde auf jedenfall jedem dieses Buch empfehlen, wenn man gerade in Gefahr geraten ist, sich selbst zu verlieren. Lesen!!!!
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