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Larry Flynt - Die nackte Wahrheit
mit Woody Harrelson, Courtney Love, Edward Norton, Regie: Milos Forman

Zoom Produkt-Bild: Larry Flynt - Die nackte Wahrheit
DVD von Sony
Preis bei Amazon: EUR 8,99

4,5 Punkte, empfehlenswert. 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Januar 2000
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  • FSK 12

Produktbeschreibung


Sony Pictures L. Flint - Die nackte Wahrh., USK/FSK: 12+ VÃ--Datum: 02.11.99
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5 Kundenrezensionen:

Zweifach bemerkenswert
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Kann ein Mistkerl moralisch sein ? Passt das zusammen ? Forman bringt es zusammen. Der Mistkerl Flint, ein Rebell, durch seine Porno-Magazine ebenso wie seine Feldzüge gegen Moral-Apostel oder seine Ungehörigkeiten vor Gericht, die ihm wegen contempt of court eine ordentliche Strafe einbringen, ist zugleich ein liebender Ehemann, der seine Aids-kranke Frau vor dem Verlust ihrer Würde schützt und alle Angestellten nötigt, ihr den zustehenden Respekt zu erweisen.

Ob der wahre Larry Flint so ist, spielt keine Rolle. Im Film ist er so angelegt und das ist bemerkenswert. Flint ist sich treu in seiner Rebellion.

Bemerkenswert zweitens das der supreme court einem gefürchteten Porno-Verleger gegen einen höchst anerkannten Prediger Recht gibt und die Meinungsfreiheit höher einschätzt als die Ehre dieses Predigers. In Deutschland würde dies sicher nicht so entschieden werden. Ein solches Urteil ist ein bemerkenswertes Zeugnis einer seit Jahrhunderten bestehenden Meinungsfreiheit als wesentlichem Fundament dieser Demokratie.
Ob man diese Wertung für richtig ansieht, ist eine ganz andere Frage.

Forman versteht es, die seltsame Welt des seltsamen Flint in beeindruckende Bilder umzusetzen. Die Schauspieler berühren durch die Art, wie sie die Protagonisten der Geschichte spielen.

Absolut sehenswert.
Heroisierung
2 Punkte 2 von 5 Punkten
"The People vs. Larry Flynt" ist weder als Film, noch als Dokument über den amerikanischen Kampf um Meinungs- und Medienfreiheit sehr befriedigend. Nicht, dass der Film nicht unterhaltsam und in gewisser Weise kurzweilig wäre, auch die schauspielerischen Leistungen sind OK (auch wenn ich Harrelson die Sprachbehinderung nach dem Attentat nicht wirklich abnehme), aber in gewisser Weise erscheint er manchmal doch als eine Aneinanderreihung von Szenen, wodurch man manchmal die Motivation der Charaktere und die Zusammenhänge nicht leicht versteht (besonders Flynts vorübergehendes Christsein erscheint vollkommen abstrus).

Was ich persönlich problematisch finde, ist, dass der Film sich nur sehr, sehr oberflächlich mit dem Phänomen Pornographie auseinandersetzt und somit den Anschein gibt, Letztere und insbesondere das Magazin Hustler seien primär politische Manifeste für die Meinungsfreiheit eher denn kapitalistisch motivierte Unternehmen, deren erstes Ziel es ist, mit Sexualität sehr viel Geld zu verdienen. Der Film macht sich die Sympathielenkung auch einfach, indem er die Debatte um Pornographie als eine zwischen Liberalen und Religiösen-Ultra-Rechten präsentiert und damit andere Problematisierungen (z.B. die von Feministinnen - nur ganz kurz angedeutet in dem 'geschmackvollen' Cover, wo eine nackte Frau durch den Fleischwolf gedreht wird) vollkommen ausspart. Analysen besonders von Magazinen wie Hustler haben gezeigt, dass hier sehr viel (sexualisierte) Diskriminierung von Minderheiten (ethnischen, religiösen, etc.) vorkommt. Ob deshalb Larry Flynt tatsächlich die Gestalt ist, die zur Ikone des kulturellen Liberalismus hochstilisiert werden muss, ist fraglich.
mehr als nur empfehlenswert
5 Punkte 5 von 5 Punkten
LARRY FLINT ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme und das nicht nur wegen Woody Harrelson und Courtney Love die beide sehr überzeugend spielen.
Diser Film macht einfach nur Spaß!!! Er verbinder Komik und Tragik wie kaum ein zweiter, nimmt die Prüderie in den USA gewaltig aufs Korn und stellt Institutionen wie die Kirche oder Aufsichtsbehörden in ihrem Sinn und Zweck immer wieder aufs neue in Frage. Ganz nebenbei erzählt er auch noch die Geschichte einer außergewöhnlichen Liebe zweier Menschen, die durch ein fehlgeschlagenes Attentat, aus dem eine Lähmung resultiert, sowie Drogen, Sex, Polygamie, Aids und Tod gekennzeichnet ist.
Ein Fanal gegen die Doppelmoral der Medien
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Aus meiner Sicht ist dieser Film keineswegs antiamerikanisch. Es handelt sich vielmehr um einen engagierten Beitrag gegen die verlogene Doppelmoral, die weltweit in den Medien herrscht, dass man jede Art von Gewalt (real oder fiktiv) auf Titelseiten, in Schlagzeilen, Nachrichtensendungen, TV- und Kinofilmen jederzeit zeigen darf, sexuelle Handlungen hingegen nicht. Larry Flynt sagt und zeigt in einer von ihm nach seiner ersten Verhaftung inszenierten Vortragsveranstaltung mit sehr drastischen Bildern unterlegt das Folgende: "Mord ist illegal. Wenn Du aber Menschen beim morden zeigst, bekommst Du den Pulitzerpreis oder den Oscar. Sex (zwischen zwei freien erwachsenen Menschen) ist legal. Wenn Du aber Menschen beim Sex zeigst, wirst Du dafür angezeigt und kommst ins Gefängnis. Illustriert von abwechselnden Akt- und Kriegsfotos stellt Flynt die Frage, was uns mehr schädigt: Die ständigen Bilder von Gewalt, Grausamkeit und Verstümmelung oder Bilder des Aktes zwischen zwei Menschen, wie Gott sie schuf ... wenn ich mir die immer weiter eskalierende Gewalt und die mit immer absurderen Argumenten unterdrückte Sexualität vergleichend anschaue, beantwortet sich für mich diese Frage von selbst.

Flynt und seine Frau Althea (beeindruckend verkörpert von Woody Harrelson und Courtney Love) sind bzw. waren sicher schwierige Menschen, die mit vielen Dingen in sich selbst Probleme hatten. Allerdings dringt etwas immer wieder durch: Der Wunsch, bedingungslos zu leben, für sich und seine Art zu leben und zu denken einzustehen, selbst wenn einen Religion und gesellschaftliches Establishment dafür an den Pranger stellen. Die dritte wichtige Person in diesem Film ist Flynts Anwalt Isaacman (ebenfalls brillant von Ed Norton dargestellt), der ihn über Jahrzehnte vor Gericht vertreten und mit ihm sogar bis vors höchste Bundesgericht gezogen ist und dort in beeindruckender Weise einen Sieg gegen Zensurbestrebungen moralisch erzkonservativer Kreise gewinnen konnte.

Auch wenn die Biographien des Ehepaars Flynt durchaus auch tragische Züge haben, strahlt dieser Film so viel Vitalität aus, soviel Zivilcourage, soviel sich nicht den Mund von irgendwelchen Moralaposteln verbieten lassen, dass es für mich eine große Inspiration war, diesen Film gesehen zu haben. Für Form und Inhalt jeweils vorbehaltlos 5 Sterne.
Der Geldbeutel vs. Larry Flint "Die nackte Warheit"
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich kann Ihnen nur eins raten, kaufen Sie den Film! Der Amazon Preis ist absolut gerechtfertigt für diese DVD. Der Film erzählt die Story von Larry C. Flynt welcher wirklich existiert und inzwischen neben 24 anderen Magazinen auch den "Hustler" mit seinem Unternehmen "Flint Publications" publiziert. Woody Harrelson at his best! Courtney Love sieht inzwischen in wirklichkeit so abgefrakt wie in dem Film aus (wenn Sie ihn gesehen haben, werden sie verstehen!). Und natürlich unser Edward Norton als Flynts vielbeschäftigter und geduldiger Anwalt. Gut besetzte Rollen sorgen für noch mehr Ausdruckskraft. Natürlich ist Flynts "Biographie" mit einigen Hollywood Tricks ein bisschen ausgeschmückt und so weiter, man kennt das ja. Nichts desto trotz ist die Story nicht kitschig oder dergleichen. Lediglich die eigentlich garnicht vorhandenen
Extras (bis auf den DVD Trailer, nachträglich produziert!) ist der Film ein Glücksgriff, der Schockiert, Inspiriert und einen auch noch kräftig zum lachen bringt.
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